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Eventmarketing in der Snowboardbranche

Die Anwendung dieses Kommunikationsinstrumentes in der Snowboardbranche

Hausarbeit 2008 14 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifssklärung
2.1 Event-Marketing
2.2 Marketing-Events

3. Ziele und Zielgruppe
3.1 Ziele des Event-Marketings
3.2 Zielgruppe und deren Lebensstil

4. Erlebnis und Emotionen
4.1 Teilbereich Erlebnismarketing
4.2 Emotionalisierung durch das Event
4.3 Erlebnis und Emotionen - Der „Flow“ und die Musik
4.4 Der Ort als Echtheitsprädikat

5. Die Rolle der Medien

6. Schlussbetrachtung

1. Einleitung

Event-Marketing ist heutzutage für viele Unternehmen ein etabliertes Marketinginstrument und aus dem Alltag vieler Unternehmen auch nicht mehr wegzudenken. Dabei spielt Event-Marketing offensichtlich für einzelne Branchen, wie der Snowboardbranche, eine besonders wichtige Rolle. Wenn man die Eventkalender verschiedener Snowboardmagazine durchliest, erkennt man schnell, dass es theoretisch möglich ist, in der Wintersaison jedes Wochenende an einem neuen Event teilzunehmen. Beispielsweise ist einer der bekanntesten Eventserien die Burton Global Open Series, die weltweit jährlich an sechs auf der ganzen Welt verteilten Standorten stattfinden und vom größten Snowboardhersteller Burton Snowboards veranstaltet werden. Aufgrund dieses großen Event-Angebots einer relativ kleinen Branche scheint Event-Marketing bei den Herstellerfirmen eine sehr große Rolle zu spielen. Welche Bedeutung Event-Marketing innerhalb der Snowboardbranche zukommt und in welcher Beziehung sie zur Emotionalisierung der Zielgruppe stehen, möchte ich daher in dieser Arbeit aufzeigen. Dabei werde ich anfangs eine Begriffsklärung vornehmen und im Folgenden erläutern welche Ziele mit Event-Marketing verfolgt werden. Des Weiteren möchte ich einen Einblick in die Zielgruppe geben und veranschaulichen wie diesbezüglich Events gesteuert werden um dieser gerecht zu werden. Auch gebe ich einen kurzen Einblick in die Verbindung von Marketing-Events und den Medien.

2. Begriffsklärung

2.1 Event-Marketing

Bei der Sichtung von Literatur fiel auf, dass es keine allgemeingültige Definition von Event-Marketing gibt. Lediglich lassen sich verschiedene Definitionsansätze aus der Literatur herauszufiltern. „Die in bisherigen Publikationen zu dieser Thematik bis heute am häufigsten zitierte Event-Definition stammt vom Deutschen Kommunikationsverband (BDW) aus dem Jahr 1993: ‚Unter Events werden inszenierte Ereignisse sowie deren Planung und Organisation im Rahmen der Unternehmenskommunikation verstanden, die durch erlebnisorientierte firmen- oder produktbezogene Veranstaltungen emotionale und physische Reize darbieten und einen starken Aktivierungsprozess auslösen.’ Eine Definition zu Event-Marketing wird dagegen nicht geliefert.“1

Konkret definiert der Autor Gerd Nufer hingegen Event-Marketing folgendermaßen: „Event-Marketing ist ein interaktives sowie erlebnisorientiertes Kommunikationsinstrument, das der zielgerichteten, zielgruppen- bzw. szenenbezogenen Inszenierung von eigens initiierten Veranstaltungen sowie deren Planung, Realisation und Kontrolle im Rahmen einer Integrierten Unternehmenskommunikation dient.“2

2.2 Marketing-Events

Die Definition zum Marketing-Event selbst ist nach Schäfer-Mehdi wie folgt: „Ein Marketing-Event ist eine Veranstaltung, deren Zweck das Erreichen eines vorher definierten Marketingziels ist.“3

„Nach dem FORUM MARKETING-EVENT-AGENTUREN lassen sich Marketing-Events in drei Arten unterteilen: Public Events, Corporate Events und Exhibition Events. Diese unterscheiden sich im Bezug auf die Zielgruppe: Public Events zielt auf die Endverbraucher und die Öffentlichkeit ab, Corporate Events sind meist Business-to- Business-Veranstaltungen und Exhibition Events sind Veranstaltungen und Programme auf Messen und im Messeumfeld.“4 In dieser vorliegenden Arbeit wird aber hauptsächlich von Public Events die Rede sein.

3. Ziele und Zielgruppe

3.1 Ziele des Event-Marketing

Marketing-Events entstehen natürlich nicht im luftleeren Raum, sondern im Rahmen des Event-Marketings als eine geplante Aktion und sind somit immer das Resultat einer bestimmten Motivation. Marketing-Events, als eingesetztes Kommunikationsinstrument, agieren als eine Kommunikationsplattform über die man in besonderer Weise mit der Zielgruppe kommunizieren kann. „Eine Botschaft, die sich auf das Unternehmen, die Marke oder ein Produkt beziehen kann, wird durch eine live stattfindende Inszenierung vermittelt.“5 Somit ist die Motivation ein Marketing-Event zu organisieren grundsätzlich das Bedürfnis mit seiner Zielgruppe zu kommunizieren bzw. ihr etwas zu vermitteln.

Nach Schäfer-Mehdi6 gibt es vier klassische Kommunikationsaufgaben, die ein Event erfüllen kann. Dementsprechend muss klar sein, welche Aufgabe das Event primär erfüllen soll:

- Über eine Neuheit informieren (Information)
- Auf eine Situation einstimmen (Emotion)
- Für neue Aufgaben und Herausforderungen motivieren (Motivation)
- Eine Handlung hervorrufen (Aktivierung)

In der Praxis werden diese klassischen Kommunikationsaufgaben nicht einzeln dosiert angewendet sondern sind in der Kombination hochwirksam.7

Bei Events der Snowboardhersteller handelt es sich zum größten Teil um Public Events (siehe Kapitel 2.2), welche Bestandteil affektiv-orientierter Kommunikationsziele8 sind:

- emotionales Erleben von Unternehmen und Produkten bzw. Marken
- Aufbau, Pflege oder Modifikation des Unternehmens- bzw. Markenimages
- emotionale Markenpositionierung
- Integration der Marke und ihrer Inhalte in die Erlebniswelt des Rezipienten
- Aktivierung der Wahrnehmung
- Aufbau und Pflege einer Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden auf der Basis eines kollektiven Erlebnisses
- Erreichen von Sympathie und Glaubwürdigkeit
- Einstellungsänderung bei der Zielgruppe

3.2 Zielgruppe und deren Lebensstil

Snowboarder sind besondere Menschen, ihr Lebensstil hebt sich im Einzelnen von der Mehrheit der Gesellschaft ab. Aber wie ist der typische Snowboarder eigentlich?

Laut einer Fallstudie9 aus dem Jahre 2002 der M. A. I.GmbH sind Snowboarder zum größten Teil zwischen 18 und 24 Jahren alt. Des Weiteren sind Snowboarder überwiegend Schüler und Studenten. Snowboarder sind sehr aktive Menschen wie diese Studie beweist. Die meisten Snowboarder sind tagsüber außer Haus wie die Fallstudie in der Statistik Mediennutzung aufzeigt.

Snowboarder besitzen einen eigenen Kleidungsstil. Ihre Mode lässt sich am besten mit lässig und zugleich sportlich bzw. funktionell beschreiben.

[...]


1 Nufer, Gerd: Event-Marketing und -Management, 3. Auflage, Wiesbaden 2007,14

2 Nufer, Event-Marketing,21

3 Schäfer-Mehdi, Stephan: Event-Marketing, 2. Auflage, Berlin 2005,9

4 Schäfer-Mehdi, Event-Marketing,30

5 Schäfer-Mehdi, Event-Marketing,28

6 Aufzählung: Schäfer Mehdi, Event-Marketing,13

7 Vgl. Schäfer-Mehdi, Event-Marketing,13

8 Aufzählung entnommen aus: Nufer, Gerd: Wirkungen von Event-Marketing, Wiesbaden 2002,55

9 Fallstudie der Marketing Information Systems GmbH, Düsseldorf 2002, Zielgruppe Snowboarder, Mikromarketing als Grundlage zur Generierung eines zielgruppenadäquaten Out-of-Home-Media-Mix

Details

Seiten
14
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640842032
ISBN (Buch)
9783640842087
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167607
Institution / Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
2,3
Schlagworte
Snowboardbranche Eventmarketing Special-Interest Eventmanagement Flow Spirit Erlebnis Erlebnismarketing Emotionen Public Events Emotionalisierung erlebnisorientiertes Marketing Szenemarketing Energy Marketing Sponsoring Eventsponsoring

Autor

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