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Leben eines Römischen Soldaten

Hausarbeit 2005 9 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Der Beginn in der römischen Legion
2.1. Rekrutierung
2.2. Musterung
2.3. Grundausbildung

3. Das Leben im Lager
3.1. Gebäude im Lager
3.2. Dienste

4. Kriegszeiten

5. Soldaten in Friedenszeiten

6. Zeit nach dem Militärdienst

7. Schluss

1. Einleitung

Die Soldaten der römischen Legion waren zu ihrer Zeit die am besten ausgebildete und schlagkräftigste Truppe. Durch ihre Schnelligkeit und Einsatzfähigkeit wurden sie der Grund für die Erfolge des Römischen Reiches. Nur durch sie gelang es dem Römischen Reich seine Macht aufzubauen und auch zu erhalten. Aus diesem Grund betrachte ich nun das alltägliche Leben eines römischen Legionärs um mehr Einblick in die Zeit des Römischen Reiches zu erhalten.

2. Der Beginn in der Römischen Legion

Bevor ein Zivilist sich entschied der Römischen Legion beizutreten, wog er die Vor- und Nachteile miteinander ab. Für den Eintritt in die Römische Legion sprach, dass sie jeden Monat einen festen Sold zu bieten hatte. Dieser war zwar nicht überdurchschnittlich hoch, doch er war kontinuierlich. Daher wurden meist Menschen in die Legion gezogen, die aus ärmeren Schichten kamen. Für viele war wahrscheinlich auch das Prestige, das mit dem Dienst in der Legion verbunden war, ein großer Anreiz. Außerdem war die medizinische Versorgung weit aus besser als es der Normalfall war.

Was man dafür aber in Kauf nehmen musste, war eine Verpflichtung von 25 Jahren. Während dieser Zeit war man in der Legion einem harten disziplinarischen System unterworfen, in dem schon kleinere Vergehen scharf geahndet wurden. Die Legionäre wurden oft mit Schlägen oder auch mit der Todesstrafe bestraft, um ein abschreckendes Beispiel für die anderen zu sein. Zu dem allem kam noch, dass ein Legionär während seiner Dienstzeit keine Ehe eingehen durfte1

2.1 Rekrutierung

Es gab drei Arten in die Legion einzutreten: 1. die freiwillige Meldung, 2. die zwangsweise Einberufung und 3. als Ersatzmann für einen Anderen. Seitdem die Armee eine Berufsarme geworden war, war die größte Anzahl von Soldaten Freiwillige. Doch im Allgemeinen war jeder römische Bürger im Falle einer Einberufung dazu verpflichtet in der Legion zu dienen. Wenn man als Einberufener jedoch einen angemessenen Ersatzmann stellen konnte, konnte man sich dem Dienst aus der Legion entziehen.2

2.2 Musterung

Bei der Musterung wurde zuallererst überprüft welchen Rechtlichen Status der Anwärter besaß, denn nur ein römischer Bürger konnte in die Legion eintreten. Wenn das geklärt war, kam der Anwärter zu einer medizinischen Untersuchung. Hier wurde seine Gesundheit, seine Körpergröße und seine Kraft ermittelt. Es wurde eine Mindestgröße von mindestens 5 Fuß erwartet, doch wenn man überdurchschnittlich viel Kraft besaß, konnte man damit eine geringer Körpergröße wieder wegmachen.3

2.3 Die Grundausbildung

Bei der Grundausbildung wurde auf die körperliche Fitness besonders Wert gelegt. Die neuen Rekruten wurden zuallererst in die Disziplin der Legion eingeführt und mussten das Exerzieren in geschlossenen Formationen und den Gleichschritt lernen. Die Dauerbelastung wurde in der römischen Legion auch sehr stark trainiert. Dazu wurden Dauermärsche absolviert. Hierbei mussten in normalem Tempo 30 km in 5 Stunden zurückgelegt werden und im Schnellschritt 36 km in 5 Stunden. Bei diesen Übungsmärschen liefen die Rekruten mit vollem Marschgepäck, das bis zu 40 kg wog. Im Umgang der Waffen wurden die Soldaten auch geschult, dabei trainierte man zuerst mit einem Holzschwert und einem Geflochtenenschild, wobei diese Dinge erheblich schwerer waren als die Originalwaffen. Auf diese Art wurde bei dem Rekrut auch wieder Ausdauer und Kraft trainiert. Jeder Rekrut wurde auch an dem Pilum (Wurfspeer) trainiert. Nachdem dann der Rekrut mit den verschiedenen Waffen vertraut gemacht worden war, wurden auch Mann gegen Mann Gefechte simuliert. Das steigerte sich dann zu Gefechten in größeren Gruppen, bis hin zu simulierten Gefechten zwischen ganzen Einheiten. Die Grundausbildung dauerte mehrer Monate.4 Nach der Grundausbildung war die Ausbildung aber noch nicht zu Ende. Ein römischer Offizier sollte seine Legion immer Kampfbereit halten und sie sollten stets in bester Form sein.schrieb ein jüdischer Geschichtsschreiber „recht treffend könnte man ihre Übungen unblutige Schlachten, ihre Schlachten blutige Übungen nennen“.5

3. Das Leben im Lager

Nachdem die Grundausbildung abgeschlossen war, traten die Legionäre in den Dienst ein. Doch die meiste Zeit ihres Soldatenlebens verbrachten sie nicht in einem Gefecht oder auf den Feldzügen, sondern in den Kasernen.

Diese Lager entstanden aus ehemaligen Winterlagern, die dann mit der Zeit ausgebaut wurden und später als feste Stützpunkte für die Legion genutzt wurden. Dabei konnten die Lager bis zu 20 - 25 Hektar groß werden.6

[...]


1 Adrian Goldsworthy: Die Legionen Roms, Copyright © 2004 by Zweitausendeins, Postfach, D- 60381 Frandfurt am Main, 1.Auflage, August 2004,77.

2 Ebenda (Ebd), S.76.

3 Vgl. S.79

4 Vgl. S.81.

5 Vgl. S.92.

6 Vgl. S.82-83.

Details

Seiten
9
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640841547
ISBN (Buch)
9783640839780
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167512
Institution / Hochschule
Bibelseminar Bonn
Note
1-
Schlagworte
Römer Soldat Leben Krieg Frieden Bibel Zeit Jesu Waffen Taktik Ausbildung Römisches Reich

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