Lade Inhalt...

Das Scientific Management und wie es die Arbeitssituation veränderte

Hausarbeit 2010 9 Seiten

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Entstehung des Scientific Managements
2.1Die Rationalisierung in der Produktion
2.2 Massenproduktion und Konsum

3 Wandel und Entwicklung für die Arbeiter
3.1 Die Folgen der Industrialisierung
3.2 Die Hawthorne Experimente

4 Erkenntnisse

Literaturverzeichnis

1 Einführung

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Entstehung des Scientific Managements und der daraus resultierenden Fordismus betrachtet werden. Des Weiteren wird beschrieben, wie diese beiden Veränderungen der Produktion die Situation der Arbeiter in den Fabriken beeinflusste und welche Erkenntnisse aus der Zeit der Industrialisierung sich für die Fabrikarbeit in der heutigen Zeit ergeben.

2 Entstehung des Scientific Managements

2.1 Die Rationalisierung in der Produktion

Das Scientific Management wurde von Frederick Winslow Taylor, geboren am 20. März 1856 in Germantown, begründet. Im Jahr 1878 begann er eine Ausbildung als Werkzeugmacher, welche er erfolgreich beendete. Danach erwarb er im Fernstudium am Stevens Institute of Technology den Ingenieurstitel. Taylor war zur Jahrhundertwende im nordamerikanischen Stahlwerk Bethlehm Steel Company als Ingenieur beschäftigt (vgl. Hebeisen, 1999 Seite 14ff). Aufgrund seiner Beobachtungen während seiner Ausbildung und Arbeit als Ingenieur, war er der Meinung, dass die Arbeiter der Fabrik „bummelten“ nur und lieferten nicht die ganze Arbeitsleistung, zu welcher sie eigentlich im Stande gewesen wären. Dies war nach Taylor ein Resultat aus der ungleichen Wissensverteilung zwischen den Arbeitern und dem Management, da nur die Arbeiter wussten wie lange ein Produktionsschritt dauerte. Nach Taylor war dieses „Sich-um-die-Arbeit-Drücken“ (Taylor, 1913 Seite 12) fest in den Unternehmen verankert und galt als stillschweigende Übereinkunft unter den Arbeitern (vgl. Taylor, 1913 Seite 11ff). Dies wollte Taylor ändern, da er hier eine nicht genutzte Ressource sah, welche nutzbar gemacht werden musste, da sie sonst verschwendet wäre. So begann er, durch genaue Beobachtung und Analyse der verschiedenen Arbeitsprozesse, diese zu optimieren. Dazu stoppte er die Zeit von jedem Arbeitsschritt in der gesamten Produktionskette. Danach wurden die verschiedenen Arbeitsschritte, für Taylor unter zeitlichen Gesichtspunkten, optimal zusammen gesetzt. Diesen neuen Arbeitsprozess schrieb er den Arbeitern verbindlich vor, sowie die optimale Handhabung des Werkzeugs. Dies bedeutete, jeder einzelne Handgriff wurde den Arbeitern in einer bestimmen Reihenfolge vorgeschrieben. Taylor ging davon aus, dass sich die Arbeiter durch Geld zu einer höheren Arbeitsleistung motivieren ließen. So entwickelte er das Prinzip der Akkordarbeit, bei der jeder Arbeiter nach der von ihm gefertigten Anzahl an Gütern bezahlt wird. Dadurch hätten beide, die Arbeiter und das Unternehmen einen Vorteil davon. Der Arbeiter, da er einen Höheren Lohn erhält und das Stahlwerk, da es mit dem gleichen Arbeitseinsatz mehr Produzieren kann, oder für die gleiche Produktion weniger Arbeiter benötigt (vgl. Minssen, 2006 Seite 26ff).

Das bekannteste Beispiel für seine Arbeitsablaufoptimierung war die des Arbeiters Smith. Dieser verlud Roheisen und schaffte pro Tag 12 Tonnen. Nach der Optimierung durch Taylor, konnte er seine Arbeitsleistung auf 48 Tonnen erhöhen und erhielt 60% mehr Lohn. Durch die Einführung des Scientific Managements wird besonders in den indirekten Bereichen einer Produktion, wie zum Beispiel der Arbeitsvorbereitung und der Arbeitsplanung, deutlich welche enorme Leistungssteigerung möglich ist (vgl. Minssen, 2006 Seite 27).

Die wissenschaftliche Arbeitsorganisation baut auf vier Punkten auf:

- Die Hand- und die Kopfarbeit wurden getrennt, um die Arbeitsabläufe zu analysieren und für alle Arbeiter festlegen zu können.
- Die einzelnen Arbeitsprozesse wurden in kleine Teilschritte zerlegt. Dadurch konnte eine hohe Spezialisierung erreicht werden.
- Dies hatte zur Folge, dass Arbeiter schnell ausgewechselt werden konnten, falls sie ihre Aufgabe nicht so erledigten wie sie sollten, da schnell neue Arbeiter angelernt werden konnten.
- Durch die Einführung des Pensum-Bonus sollten auch die Mitarbeiter von der neu geschaffenen Organisationsform profitieren.

(vgl. Minssen, 2006 Seite 28)

Durch diese Erneuerungen wurde der Arbeiter mess- und vergleichbar, was für die Unternehmen einen enormen Vorteil bedeutete. Dadurch, dass die Arbeiter zum effizienten Arbeiten gezwungen wurden, konnte der selbe Output mit weniger Arbeitern durchgeführt werden, was natürlich den Wegfall von Arbeitsplätzen bedeutete, sofern die Absatzmenge nicht erhöht werden konnte.

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640841295
ISBN (Buch)
9783640840465
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167439
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Schlagworte
scientific management arbeitssituation

Autor

Zurück

Titel: Das Scientific Management und wie es die Arbeitssituation veränderte