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"Eine berühmte Persönlichkeit beschreiben" als Thema einer Deutschstunde in der Klassenstufe 8

Unterrichtsentwurf 2011 17 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0) Individuelle Kompetenzentwicklung

1) Personen beschreiben

2) Kompetenzen und Standards

3) Fachlich-inhaltlicher Schwerpunkt
3.1) Didaktische Reduktion

4) Didaktische Überlegungen
4.1) Lernvoraussetzungen der Schüler
4.2) Didaktisch-methodische Entscheidungen

5) Verlaufsplanung

6) Literatur

7) Anhang
7.1) Sitzplan Klasse:
7.2) Tafelbilder und Materialien

0) Individuelle Kompetenzentwicklung

Ich versuche, die Schüler zum Schreiben zu motivieren.

1) Personen beschreiben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Niveau A (D., S., J.)

Die Schüler können den Hauptteil einer Personenbeschreibung zu einer berühmten Persönlichkeit weitgehend ohne Zuhilfenahme der Merkmalskarten und ihrer Stichwortsammlung so eindeutig schreiben, dass ihre Mitschüler erraten können, welche Person sie beschrieben haben.

Niveau B (D., B., J.)

Die Schüler können den Hauptteil einer Personenbeschreibung zu einer berühmten Persönlichkeit unter Zuhilfenahme der Merkmalskarten und ihrer Stichwortsammlung so eindeutig schreiben, dass ihre Mitschüler erraten können, welche Person sie beschrieben haben.

2) Kompetenzen und Standards

Niveau C (C., H., P.)

Die Schüler können den Hauptteil einer Personenbeschreibung zu einer berühmten Persönlichkeit unter Zuhilfenahme der Merkmalskarten und ihrer Stichwortsammlung schreiben.

3) Fachlich-inhaltlicher Schwerpunkt

Eine Personenbeschreibung gehört zu den Aufsatzformen der Sekundarstufe I, sie knüpft an der Lebenswelt der Schüler an, weil in verschiedenen Kontexten immer wieder Personen beschrieben werden müssen. Schüler werden damit konfrontiert, wenn sie Freunden oder den Eltern Mitschüler, Freunde oder Lehrer beschreiben wollen oder der Polizei einen Täter beschreiben sollen. Aus diesen Gründen eignet sich die Textform gut dazu, die Schreibkompetenzen der Schüler zu fördern.

Je nach Anlass und Zweck wird bei der schriftlichen Personenbeschreibung entschieden, welche Angaben gemacht werden, ob eine rein äußerliche Beschreibung genügt oder ob Eigenschaften, Verhaltensweisen und die Wirkung der Person integriert werden.

Typische Merkmale einer Personenbeschreibung betreffen sowohl inhaltliche als auch formale Aspekte. Inhaltlich ist darauf zu achten, dass man systematisch und sachlich beschreibt. Die äußeren Merkmale einer Person sollten in sinnvoller Reihenfolge (von oben nach unten, vom Allgemeinen zum Besonderen oder vom Auffallenden zu Details) beschrieben werden. Beim Beschreiben von oben nach unten folgt auf die Angabe persönlicher Daten eine genaue Beschreibung der Person von Kopf bis Fuß. Dabei sollten auch die besonderen Merkmale einer Person (Pickel, Narben, Tattoos) Erwähnung finden. Nach den äußerlichen Merkmalen kann auf die Eigenschaften und Verhaltensweisen einer Person eingegangen werden.

Formal müssen die Schüler darauf achten, Wiederholungen und kurze Hauptsätze zu vermeiden, wechselnde Satzanfänge und verwenden, im Präsens zu schreiben und treffende Adjektive zu benutzen.

Ferner müssen Sie lernen, dass man bei der Beschreibung zwar eine persönliche, wertende Haltung einnehmen kann, dass beleidigende, diskriminierende Äußerungen jedoch zu vermeiden sind, auch wenn dem Schreiber die zu beschreibende Person nicht sympathisch ist.[1]

3.1) Didaktische Reduktion

Um die insgesamt eher schwache Lerngruppe nicht zu verwirren, verzichte ich auf eine Bild- und eine Versuchsbeschreibung und lege den Schwerpunkt auf die Beschreibung von Personen. Wir haben uns auf das Beschreiben von oben nach unten entschieden, weil dieses Vorgehen am leichtesten ist und die Klasse nicht so leistungsstark ist. Da die Schüler sich noch nicht lange mit dem Thema befassen, sollen sie in dieser Stunde nur den Hauptteil einer Personenbeschreibung schreiben.

4) Didaktische Überlegungen

4.1) Lernvoraussetzungen der Schüler

Die Lerngruppe besteht aus 26 Schülern (14 Jungen und 12 Mädchen). L. und F. sind seit dem Schuljahr neu in der Klasse und haben sich schnell in die Gruppe eingefügt.

Die Klasse weist ein heterogenes, eher schwaches Leistungsniveau auf. Zu den besseren Schülern gehören J., S., D. und N. Sie sind meistens motiviert und interessiert und beteiligen sich rege am Unterricht. S. und D. sind phasenweise motiviert und K., C., H., P. und A. gehören zu den leistungsschwachen Schülern.

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen für den Unterricht: Kleinschrittigkeit bei der Erarbeitung, gemeinsame Besprechung der Aufgabenstellung und ggf. unterschiedliche Bearbeitungszeit, Arbeitsbögen oder Zusatzaufgaben für die leistungsstarken Schüler. Die schwachen Schüler sitzen in der Regel neben leistungsstärkeren Schülern, um positive Anregungen zu bekommen. Die Schüler werden derzeit vermehrt an Gruppenarbeit mit wechselnden Partnern gewöhnt.

Es kommt ab und an zu Disziplinproblemen. Deshalb wurden bereits Gespräche mit einigen Eltern geführt, zusätzlich wurde vereinbart, dass die Schüler bei wiederholten Störungen den Raum verlassen oder nachsitzen müssen.

4.2) Didaktisch-methodische Entscheidungen

Einstieg:

Zu Beginn der Stunde stellt die Lehrkraft den Schülern eine sehr ungenaue Personenbeschreibung zu einer berühmten Persönlichkeit vor und fragt, um wen es sich dabei handelt. Die Schüler werden feststellen, dass sie anhand der ungenauen Angaben nicht in der Lage sind, die Person zu erraten. Vermutlich werden sie von selbst zu den Merkmalen einer Personenbeschreibung kommen. Wenn nicht, gibt die Lehrkraft einen entsprechenden Hinweis. Die Schüler nennen in Form einer Schülerkette die Merkmale und pinnen sie an die Tafel. Da in dieser Stunde nur der Hauptteil geschrieben werden soll, beschränken wir uns auf den Hauptteil und wichtige Punkte, die bei der Textsorte zu beachten sind. Die Lehrkraft gibt die Zielorientierung, indem sie behauptet, dass die Schüler bessere Personenbeschreibungen schreiben können.

Die Schüler werden in dieser Phase motiviert und aktiviert. Sie reaktivieren ihre Vorkenntnisse und bereiten ihren Schreibprozess vor. Das Stundenziel wird transparent und die Schüler werden dazu herausgefordert, zu zeigen, was sie können.

Hinführung:

Die Lehrkraft schlägt die Tafel auf und präsentiert der Lerngruppe Bilder von den beliebtesten berühmten Persönlichkeiten der Klasse. In der vergangenen Woche wurden diese anhand einer Umfrage ermittelt. An der Tafel hängen Bilder von Schauspielern, Sängern, Sportlern und Moderatoren. Die Schüler werden von selbst darauf kommen, dass sie eine dieser Personen beschreiben sollen. Die Lehrkraft konkretisiert die Aufgabenstellung.

Motivation zu schreiben wird nach Steets geschaffen, wenn die Schüler Interesse am Thema haben, etwas über das Thema wissen, die Schreibaufgabe sinnvoll gestellt ist und die Möglichkeit des Schüler-Feebacks berücksichtigt wird. Ferner kann besonders bei schwachen Schülern die Freigabe von Normen den Schreibprozess aktivieren.[2] Die Schreibaufgabe soll die Schreibmotivation der Schüler steigern, indem an ihrer Lebenswelt und ihren Interessen angeknüpft wird. Mit der Wahl zwischen mehreren zu beschreibenden Personen werden unterschiedliche Geschmäcker berücksichtigt.

Ich habe mich dazu entschieden, die Schüler in Partnerarbeit arbeiten zu lassen, um ihnen den Schreibprozess zu erleichtern. Das gemeinsame Schreiben kann nach Steets manchen Schülern die Angst vor dem leeren Blatt nehmen und ihren Schreibprozess in Gang bringen. Gerade bei schwachen Schülern fördert das gemeinsame Schreiben die Fähigkeit, zu formulieren und über Formulierungen nachzudenken. Ferner entlastet die enge Verbindung zwischen mündlichem und schriftlichem Formulieren die komplexen Anforderungen beim Schreiben.[3]

Jeweils zwei Schüler bekommen eine Mappe mit den 12 Bildern der Stars, wodurch verhindert wird, dass die Materialausgabe zu chaotisch wird. Es besteht zwar die Gefahr, dass die Schüler sich von den vielen Bildern auf dem Tisch ablenken lassen, aber zum Zeitpunkt der Materialausgabe haben sie die Bilder schon eine Weile an der Tafel betrachtet und sich vermutlich schon für eine Person entschieden.

Um den Schreibprozess vorzubereiten, bekommen die Schüler eine Stichwortsammlung, die die Schüler dazu anregt, sich vor dem Schreiben Gedanken über geeignete Nomen und Adjektive zu machen. Ursprünglich hatte ich 2 Stichwortsammlungen vorgesehen. Auf der leichteren Stichwortsammlung werden ihnen Nomen und Adjektive zum Ankreuzen präsentiert, auf der schwereren müssen sie diese selbst eintragen. Ich habe mich dazu entschieden, nur die leichtere Stichwortsammlung zu benutzen, weil die Schüler noch nicht so viele Erfahrungen mit dieser Textsorte haben und das eigenständige Ausfüllen zu viel Zeit kosten würde. In Zukunft werden wir mit der freieren Stichwortsammlung arbeiten.

Die Differenzierung ergibt sich in dieser Stunde aus dem reichen Wahlangebot und aus der Möglichkeit, die Stichwortsammlung und die anderen Strukturierungsmerkmale mehr oder weniger zu nutzen.

Erarbeitung:

Die Schüler füllen ihre Stichwortsammlung aus und schreiben ihre Personenbeschreibung. Die Lehrkraft steht ihnen als Berater zur Verfügung.

Zwischensicherung:

Zum Abschluss der Stunde erfolgt eine Zwischenauswertung. Einige Schüler lesen ihre Texte vor. Die Mitschüler erraten, welche berühmte Persönlichkeit beschrieben wurde und achten darauf, ob die Merkmale einer Personenbeschreibung eingehalten worden sind. Dazu bekommen sie eine Liste, die ihnen das Zuhören erleichtert. Durch den Hörauftrag bleiben alle Schüler in den Unterrichtsprozess eingebunden. Anschließend sammelt die Lehrkraft die Schülertexte ein. Die Überarbeitung der Texte erfolgt in der nächsten Stunde.

[...]


[1] Vgl. Busse / Hintz, 2008: 97.

[2] Vgl. Steets, 2007: 54.

[3] Vgl. Steets, 2007: 68-69.

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640840885
ISBN (Buch)
9783640840472
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167243
Note
Schlagworte
Unterrichtsbesuch Unterrichtsentwurf kompetenzorientierter Unterrichtsentwurf Deutsch Personenbeschreibung Stars berühmte Persönlichkeiten Schule Unterricht 8. Klasse Referendariat

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