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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Legende
Formatierungen im Text
Formatierungen in den Fußnoten
Hinweise
Abkürzungsverzeichnis

Danksagung

Eidesstattliche Erklärung

1 Einleitung
1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgebietes

2 Aura
2.1 Sichtbarkeit

3 Wahrnehmung
3.1 Formen der Wahrnehmung
3.2 Erweiterte Wahrnehmung

4 Vernetzte Welt
4.1 Das Internet
4.1.1 Entstehung des Internets
4.1.2 Erste Website
4.1.3 Der Bedarf wächst
4.2 Evolutionsstufen des World Wide Web
4.2.1 Web 1.0 — Inhalte
4.2.2 Web 2.0 — Kommunikation
4.2.3 Web 3.0 — Bedeutung
4.2.4 Web 4.0 — Dinge
4.2.5 Web 5.0 — Gedanken
4.2.6 Einordnung des Kapitels 4.2

5 Erweiterte Realität
5.1 Das Internet der Dinge
5.2 Anforderungen und Triebkräfte
5.3 Auswirkungen
5.3.1 Chancen
5.3.2 Gefahren

6 Ausblick

7 Fazit

8 Quellenverzeichnis
8.1 Literatur
8.2 Internet
8.3 Abbildungen

Legende

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formatierungen in den Fußnoten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hinweise

Die Fußnoten im Text entsprechen dem gekürzten Grundmuster: NAME, V. (Jahr): Titel. Zitatstelle. Die vollständige Quellenangabe erfolgt in Kapitel 8.

Alle Internet-Quellen wurden am 03. Januar 2011 auf ihre Gültigkeit hinüberprüft. Deshalb verzichte ich bewusst auf die Angabe des indiv. Zugriffszeitpunktes.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Danksagung

Ich möchte mich bei folgenden Personen und Unternehmen für die informative, kreative und geistige Unterstützung bei der Erstellung dieser Arbeit bedanken.

Meine Betreuer

Prof. Thomas Noller und Lauritz L. Lipp, die mich auf meinem gesamten Weg zum Abschluss Bachelor of Artsüber mehrere Jahre hinweg begleitet haben und mir bei allen Fragen weiterhelfen konnten.

ArgonautenG2

Bei Matthias Trick, Jan Pautsch und Liane Richter für die Unterstützung bei der Themenfindung und ersten gedanklichen Näherung an das Thema.

TrendONE

Im Speziellen Norbert Hillinger, der mir beratend und unterstützend bei allen Fragen zum Outernet und in Sachen Trendforschung zur Seite stand.

Eidesstattliche Erklärung

Ich erkläre hiermit, dass ich diese Bachelorarbeit selbstständig ohne die Hilfe Dritter und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel verfasst habe. Alle den benutzten Quellen wörtlich oder sinngemäß entnommenen Stellen sind als solche einzeln kenntlich gemacht.

Diese Arbeit ist bislang keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt worden und auch nicht veröffentlicht worden. Ich bin mir bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.

1 Einleitung

Im Jahr 2010 wurde vieles einfacher. Lange ist es her, dass Menschen ihr Wissen allein durch mühsames Selbststudium erlangten und der Besuch von Bibliotheken dafür unvermeidlich war. Die Lehren und Erkenntnisse der Zeit- geschichte sind in Online-Enzyklopädien wie Wikipedia mit einem Tastendruck abrufbar und Fragen zu jedem denkbaren Thema werden dank Suchmaschinen wie Google binnen Sekunden beantwortet. Die moderne Informations- und Wissensgesellschaft zeichnet sich durch ihre Ubiquität oder Allgegenwärtigkeit aus.1 Vorbei ist die Zeit, in der vielseitige Kenntnisse in den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft als Maxime der Leistungsfähigkeit galten. Im Jahr 2010 ist jeder Mensch ein Leonardo da Vinci2, dem es unmöglich geworden ist mit dem Fortschritt Schritt zu halten, da zu keinem Zeitpunkt so viel Wissen in so kurzer Zeit erzeugt und generiert wird wie heute!3 Schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts war man sich dieses Problems bewusst4 — doch das ist erst der Anfang. Durch die rasante Entwicklung informationsverarbeitender Technologien und Systeme erhält der Mensch zu jedem Zeitpunkt Zugang zu diesem Wissen.5 Das Internet löst sich von einem bestimmten Wiedergabemedium und einem fest definierten Wiedergabeort und legt sich stattdessen wie eine zusätzliche Schichtüber unsere Umwelt.6 Alle darin befindlichen Menschen und Dinge werden miteinander verbunden. Was beschäftigt oder von Interesse ist, kann sofort ermittelt und weiterverfolgt werden. So macht sich der Mensch all die Informationen zu eigen, für die er noch vor einigen Jahren viel Mühe aufwenden musste, um sie zu erzeugen. Mobile Endgeräte bspw.übernehmen die Aufgabe der Orientierung in einer unbekannten Umgebung. Landkarten sind mit Hilfe von frei verfügbaren Karten- und Satellitendaten vonüberall aus abrufbar. Möglich machen dies Smartphones7 mit Zugang zum Internet, die darüber hinaus noch mit unterschiedlichsten Sensoren zur Zustandsbestimmung (Lage, Bewegung, Helligkeit, Nähe etc.) ausgestattet sind. Durch einen GPS-Empfänger8 etwa weiß das Gerät zu jedem Zeitpunkt wo sich sein Nutzer befindet und kann Inhalte oder Dienste dementsprechend auf den aktuellen Aufenthaltsort abstimmen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Vision einer erweiterten Wahrneh- mung9 der Realität durch die Bereitstellung zusätzlicher situationsspezifischer Informationen. Angetrieben durch den Fortschritt in der Informationstechnik bekommt der Mensch die Möglichkeit seine Umgebung durch die ihm zur Ver- fügung stehenden Sinne und deren Erweiterungen10 direkter und angereichert mit Zusatzinformationen wahrzunehmen. Zugleichübertragen sich die aus dem Internet bekannten Möglichkeiten der Interaktion, Verlinkung, Suchfunktion und Personalisierung auf alle phys. Objekte und Menschen, die durch intelligente Informationstechnologien anfangen miteinander zu kommunizieren11. Möglich wird dies durch eine veränderte Nutzung von Computersystemen. Dieser Zustand nennt sich das Internet der Dinge12.

Im Internet der Dinge tauschen alle phys. Gegenstände und Lebewesen Informationen untereinander aus und beziehen die neu erworbenen Daten in die eigene Informationsverarbeitung (IV) mit ein. Dank vereinfachter interaktiver Zugänge, bspw. durch Berührung oder Stimmenerkennung13, verfügen sieüber eine direkte Verbindung von der unmittelbarer Lebenswelt ins Digitale.14 Inter- aktionen werden sich innerhalb dieses neuen Umfelds natürlicher, spontaner und menschlicher anfühlen. So wird die „jedem Menschen vertraute Sinn- lichkeit des Alltäglichen“15 durch „Interfaces, Kommunikationsschnittstellen, Sensoren und Systemen der Datenverarbeitung und Dienstleistung“16 ergänzt und zu einer natürlich erscheinenden Symbiose geführt. In dem Zusammenhang dieser Auseinandersetzung bezeichne ich Kommunikation als die Fähigkeit zur Verständigung untereinander.17 Interfaces sind Schnittstellen, die den Menschen zur Kommunikation mit Computern befähigen.18

Weitläufig führt diese Entwicklung nicht nur zu einer veränderten Nutzung von Computern im Allgemeinen, sie verändert das grundlegende Verhältnis vom Menschen zu seiner Umgebung. Darauf basierend möchte ich in dieser Arbeit drei wesentliche Fragen untersuchen: Welche Auswirkungen hat die Entwicklung vom Internet zum Internet der Dinge auf die menschliche Wahrnehmung? Inwie- fern verändert sich die Interaktion mit Objekten, die den Menschen umgeben? Und wie groß ist der Nutzen, der sich dem Menschen durch die Anreicherung von informationsverarbeitenden Technologien in seinem unmittelbaren Umfeld und dem daraus resultierenden Angebot von zusätzlichen Informationen ergibt?

1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgebietes

Um die aufgeführten Problemstellungen zu beantworten, soll diese Arbeit untersuchen welche natürlichen Grenzen der menschlichen Wahrnehmung gesetzt sind und wie informationsverarbeitende Technologien versuchen diese Einschränkungen zu umgehen. Unter Einbezug der zeitgeschichtlichen Entwick- lung des Internets, das sich innerhalb eines halben Jahrhunderts von einem rein wissenschaftlich genutzten Netzwerk einzelner Universitäten zu einem umfassenden und globalen Datennetzwerk für jedermann entwickeln konnte, soll weiterhin versucht werden, aufzuzeigen, was passiert, wenn die digitale und die gegenständliche Welt ineinander aufgehen. Ein Ausblick soll darüber hinaus zu weiterführenden Gedankenüber die Welt von Morgen inspirieren.

Digitale Aura — der Titel dieser Arbeit ist der Versuch einer umfassenden Umklammerung aller Aspekte des Themas. Er steht für die Verschmelzung des Internets mit der realen Welt und beschreibt einen Zustand, in dem jeder Mensch und jedes Ding zusätzliche und formal nicht sichtbare digitale Informationen mit sich trägt. Als Dinge bzw. Objekte bezeichne ich in dieser Auseinandersetzung alle Gegenstände phys. Natur19. Bereits im Jahr 2004 sprach Alois Ferscha, Leiter des Instituts für Pervasive Computing an der Johannes Kepler Universität Linz, von der Digitalen Aura. Er erklärt das Phänomen wie folgt:

Wir schaffen eine künstliche Aura, indem wir um Personen und Objekte einen digitalen Mantel legen. Wenn die Radien zweier solcher Auren zusammenkommen, dann funkt es.20

FERSCHA weiter: „Es geht darum, dass Gegenstände ein Bewusstsein voneinander bekommen.“21 Ermöglicht wird dies durch eine Digitale Aura. Sie suggeriert eine digitale Realität, die neben der sichtbaren Wirklichkeit existiert. Diese setzt sich aus den Informationenüber den Menschen bzw. die Objekte und dem aktuellen oder dauerhaften Bezug zur jeweiligen Situation zusammen. Unter dieser Voraussetzung können Menschen wie auch Dinge intuitiv miteinander umgehen — ganz ohne Tastatur, Maus und Bildschirm. Die genauen Grundlagen und Auswirkungen werden ab Kapitel 5 näher beleuchtet.

Diese Arbeit bietet nur begrenzt Platz für eine umfassende Abbildung aller positiven und negativen Aspekte des Themas, obwohl die Thematik Digitale Aura eine immense Tragweite für den Menschen hat. Im Folgenden wird die Betrachtung vorrangig auf die Chancen für die Zukunft beschränkt. Ausführungen zu möglichen Problemen wie Sicherheitsrisiken und Gefahren werden, sofern nötig, auf ein notwendiges Minimum reduziert. Auch kritische Positionen zu den einzelnen Aspekten der Digitalen Aura sind vertraut, werden jedoch im Rahmen dieser Arbeit weitestgehend vernachlässigt.

In der wissenschaftlichen Betrachtung des skizzierten Themas soll einüberblicküber die Entwicklungen von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zum Jahr 2010 gegeben werden. Wichtige zeitgeschichtliche Positionen von u.a. TIM BERNERS-LEE, NEIL GERSHENFELD, FRIEDMANN MATTERN, Tim O‘Reilly und MARC WEISER werden aufgegriffen und in die Untersuchung miteinbezogen.

2 Aura

Der Begriff Aura hat eine lange Tradition und bedient viele Facetten. Im Okkul- tismus22 bspw. wird er für eine Vielzahl vonübernatürlichen Erscheinungen der Wahrnehmung gebraucht. Verschiedenste Nachschlagewerke listen als Beleg dafür diverse, jedoch leicht unterschiedliche Bedeutungen auf. Demnach gilt die Aura als eine besondere (geheimnisvolle) Ausstrahlung23, als ein den mensch- lichen Körper umgebender Lichtschein24 oder zusammengenommen als die Ausstrahlung eines Menschen25.

Der Wortherkunft nach stammt der Begriff Aura aus dem Lateinischen und bedeutet Hauch26. So verwundert es nicht, dass der Name Aura in der griechischen Mythologie der Göttin der Morgenbrise zugewiesen wird (lat. aura: die frische Morgenluft, lat. aurae: die milden Winde).27

2.1 Sichtbarkeit

Im Allgemeinen gilt eine Aura als etwas, das nicht sichtbar ist. Vereinzelte esoterische Gruppen gehen einen Schritt weiter und behaupten Auren als Leuchterscheinung wahrnehmen zu können. Der Glaube an eine Aura ist in vielen Kulturen vertreten. Lediglich die Ausformungen unterscheiden sich: im Ägyptischen gibt es das Ka, im Chinesischen das Ch‘i und im Indischen das Prana.28 Eine besondere Form ist der Heiligenschein (sog. Kopfaura). Er ist in allen Kulturen bei der Abbildung von Göttern, Priestern und Herrschern vorhan- den.29 Ein Bildbeispiel aus dem Christentum verdeutlicht dies:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Beweinung Christi.

Alle Heiligen umgibt ein Heiligenschein.

Wissenschaftlich belegt ist, dass der lebende Körper von diversen messbaren Mänteln umgeben ist. Dazu gehört bspw. die Ausstrahlung der körpereigenen Wärme. Versuche, die Existenz diverser spiritueller Energien mit Hilfe tech- nischer Vorrichtungen zu belegen, führten noch zu keinen verwertbaren Ergeb- nissen. Interessante Erscheinungen konnten jedoch mit der sog. hochfrequenten Hochspannungsfotografie30 erzielt werden, auch Aura- oder Kirlianfotografie genannt. Dabei werden schwache elektrische Entladungen auf lichtempfind- lichem Fotopapier festgehalten.31

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Aura-Aufnahmen.

Das Blatt eines Veilchens: links an der noch lebenden Pflanze, in der Mitte kurz nach der Abtrennung und rechts fünf Minuten später.

Doch definiert sich eine Aura nicht nurüber ihre Sichtbarkeit, weshalb sich ihre existenzielle Qualität auch nicht pauschal auf optische Merkmale redu- zieren lässt. So ist eine Aura für den Menschen nicht gleich nicht wahrnehmbar, nur weil sie nicht als ein schimmerndes Licht um einen Menschen oder einen Gegenstand herum wahrgenommen werden kann. Auch andere Kriterien der Sinneswahrnehmung müssen zur Beurteilung einer Aura herangezogen werden. Neben diesen spielt weiterhin das vorhandene Wissen eine zentrale Rolle, da es durch Andeutungen und Vorahnungen Bilder im Bewusstsein entstehen lässt, die ähnlich einer Aura wirken. Die Aura eines Stopschildes im Straßenverkehr bspw. ist durch die Verknüpfung mit der Bedeutung Vorsicht: Gefahrensituation definiert. Dadurch bekommt die Aura des Gegenstands eine essenzielle Rele- vanz. Auf die genauen Ausprägungen menschlicher Wahrnehmung werde ich im nächsten Kapitel genauer eingehen.

Wieviel sich von dem, was wirklich ist, einem Wesen offenbart, das hängt von dessen Empfänglichkeit ab. Niemals darf somit der Mensch sagen: nur das sei wirklich, was er wahrnehmen kann. Es kann vieles wirklich sein, für dessen Wahrnehmung ihm die Organe fehlen.32

Diese Aussage bezieht sich auf die Natur des Menschen. In der Betrachtung dieser Arbeit aber spielt noch ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: der digitale Aspekt einer Aura. Was genau ist der Unterschied?

Es gibt bestimmte Auren, die von dafür ausgelegten informationsverarbeitenden Systemen wahrgenommen werden können. Wie bereits am Ende der Einleitung erwähnt, entspricht die Digitale Aura einem spezifischen Interessenprofil, das alle Menschen und alle Dinge umgibt und dann angesprochen wird, wenn sich andere Auren mit einem ähnlichen Profil in der Nähe befinden. Profilvergleich und Ähnlichkeitsanalyse geben Rückschluss darüber, ob zwei Auren zur Interaktion miteinander ausgelegt sind.33

Ein derartiger, jedoch zumeist einseitiger Informationsaustausch von Sender zu Empfänger geschieht u.a. bei der Infrarottechnologie. Der dafür ausgearbeitete Standard IrDA ermöglicht eine drahtlose Punkt-zu-Punkt Daten-übertragung mittels infrarotem Licht (850 - 900 nm). Diese Technologie kommt z.B. bei einer normalen Fernbedienung zum Einsatz. Das Verhältnis von Fern- bedienung zu Fernseher ist durch das Zusammenspiel beider Auren geprägt. Eingeschränkt für einen großflächigeren Gebrauch wird die Infrarottechnologie lediglich durch den notwendigen Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger. Dieses Hindernis schränkt den Einsatz für Informationsübertragungenüber größere Distanzen ein.34

Eine Definition des Aura-Begriffs wurde schon im Jahr 1934/1935 von Walter Benjamin vorgenommen, als erüber das Wesen der Kunst und die Wahrnehmung von Kunstwerken sprach.35 Trotzdessen er in erster Linieüber die Reproduzierbarkeit von Kunst, den Charakter der Authentizität und die Rezeption von Massen sprach, möchte ich im Rahmen dieser Ausarbeitung auf seine Definition zurückgreifen. Obwohl er formal nurüber die Aura eines Kunst- werkes spricht, lassen sich doch relevante Erkenntnisse ableiten. Er äußert sich wie folgt:

Die Definition der Aura als einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag, stellt nichts anderes dar als die Formulierung des Kultwerts des Kunstwerks in Kategorien der raum-zeitlichen Wahrnehmung.36

Seine Aussage lässt sich auf die vorher beschriebenen Erkenntnisseüber den Ursprung der Aura anwenden. Der Begriff der Ferne ist dabei eine Abstraktion des unmittelbaren und situationsbezogenen Erweiterungsspektrums eines Objektes, welche der Mensch nicht ohne weiteres wahrnehmen kann. Erst das Internet der Dinge erweitert das aus der Nähe unmittelbar Sichtbare durch das zuvor in der Ferne Verborgene.37

Daraus lassen sich zwei wesentliche Erkenntnisse ableiten. Erstens ist die Wahrnehmung einer Aura immer an den Rezipienten, den Ort, den Kontext (die Situation), die Zeit und die verfügbaren Informationen gebunden und dadurch in jedem Moment einzigartig. Zweitens sieht man nur das, was sichtbar gemacht werden kann. Dieser Entscheidung unterliegt zumeist ein subjektiver Prozess der selektiven Sichtbarmachung. So bleibt gewährleistet, dass auch im Digi- talen eine abstrakte Unendlichkeit existiert. Die Wahrnehmung bleibt zu jedem Zeitpunkt selektiv, indiv. sowie einzigartig und gekennzeichnet von dem Verfall dessen, was vielleicht einmal war.38

Diese Erkenntnis wird durch die Bedeutung des Wortes digital angerei- chert. Der in dem Titel Digitale Aura vorkommende Begriff hat seinen Ursprung in dem lat. Wort Digit. Es lässt sich mit Zeiger oder Fingerübersetzen39 und zielt darauf ab, dass sich ganze Dinge nur schrittweise und nicht stufenlos abzählen lassen — wie an Fingern. Diese Zählweise schließt Zwischenwerte aus, da nur solche Werte darstellbar sind, die sich durch die Finger bilden lassen. Die Anzahl darstellbarer Werte ist folgerichtig begrenzt und es existiert zu jedem Zeitpunkt nur genau ein gültiger Wert. Auf die Wahrnehmung einer Aura bezogen ist es unmöglich in einem Moment die Unendlichkeit aller Informationen abzubilden. Es gilt die Reduktion auf Informationen mit einem direkten Situationsbezug. Das macht die Auswahl für den Benutzer in hohem Maße relevant. Das Internet der Dinge hat diesen Anspruch und soll im Folgenden Gegenstand meiner Betrach- tung sein.

Durch die Vernetzung technischer Geräte untereinander und mit dem Menschen umgibt sich der Mensch mit einer digitalen Aura, die ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugang zu Informationen, Netzwerken und virtuellen Umgebungen ermöglicht.40

Die für diesen Zweck sinngemäße Interpretation des Begriffes Aura ergibt sich aus der Anreicherung aller phys. Objekte (Lebewesen und Gegenstände) mit digi- talen Informationen. Selbst bisher leblose Dinge werden durch den Austausch relevanter Daten zum Leben erweckt. Mit Hilfe der Aura-Metapher lassen sich all die Informationen beschreiben, die sowohl Objekt als auch Subjekt in ihre unmittelbare Umgebung aussenden. Diese Informationen werden von den Systemen der umliegenden Objekte und Subjekte wahrgenommen und in die eigene Informationsverwertung und -wiedergabe miteinbezogen.41 So entsteht durch ständige Abfrage ein subtiler und nicht wahrnehmbarer Informationsaus- tausch, der völlig selbstständig und möglichst ohne Steuerung eines Menschen stattfindet.42 Die Ergebnisse widerum werden auf Abruf ausgegeben und dienen dem Menschen als Erweiterung seiner unmittelbaren Realität.43

3 Wahrnehmung

Wahrnehmung ist Kopfsache. In diesem Kapitel geht es um die grundlegenden Funktionen der menschlichen Perzeption (lat. percipere: wahrnehmen).44 Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Erwei- terungen in der Mensch-Computer-Interaktion (auch HCI, Human Computer Interaction) ziehen. Zudem ist das Verständnisüber die menschliche Wahrneh- mung substanziell für das Verständnis des Potentials der Digitalen Aura.

Die Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, ist unsere Erfindung.45

Wahrnehmung ist eine allgemeine und umfassende Bezeichnung für den bewusst und unbewusst stattfindenden Prozess der Informationsaufnahme aus physikalischen und chemischen Umwelt- und Körperreizen, einschließlich einer durch emotionale Prozesse, Erfahrung und Denken stattfindenden Beeinflus- sung im Gehirn.46 Ebenso ist Wahrnehmung durch Gegenwärtigkeitsmerkmale gekennzeichnet, da sie von einer zur gleichen Zeit stattfindenden Sinnesreizung hervorgerufen wird und auf etwas, in der unmittelbaren räumlichen Umgebung, Anwesendes gerichtet.47 Die Gesamtheit dieses Prozesses wird als Bewusst- sein bezeichnet.48 Dazu gehören im Detail die Aufnahme der verschiedenen Reize durch die Sinnesorgane, die Weiterleitung zum Gehirn, die Speicherung des Wahrgenommenen in den entsprechenden sensorischen Zentren, das Vergleichen der Reize mit bisherigen Erfahrungen und Handlungen und die anschließende Verarbeitung, die Reaktion auf den Reiz (Reizbeantwortung oder Wiedergabe eines Reizes) und die Kontrolleüber die erfolgte Rückmeldung der eigenen Reaktion.49

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Wahrnehmungskette.

Wahrnehmung ermöglicht es dem Menschen eine Verbindung zu sich und seiner Umwelt herzustellen. Dazu gehört aber nicht nur die Fähigkeit Eindrücke aufzu- nehmen, sondern auch sich mitteilen zu können.50 Ohne Sinneseindrücke würde der Mensch von Halluzinationen heimgesucht werden, wie ein Experiment aus den 50er Jahren belegt.51 Das Gehirn würde das Ausbleiben von Außenreizen als Schlaf interpretieren und mit Sinnestäuschungen reagieren — der Mensch fängt an zu träumen. Da der Körper aber hellwach ist, erscheinen diese Träume als Wirklichkeit.52

3.1 Formen der Wahrnehmung

Als wesentlichste Formen der Wahrnehmung lassen sich die allgemeine Wahrnehmung der Außenwelt (Exterozeption) und die Wahrnehmung des eigenen Körpers (Interozeption) ausmachen.53 Für diese Arbeit sind die von außen auftretenden Sinneseindrücke, die der Mensch insbesondere aus den Informationen seiner Sinne bezieht, vorrangig von Interesse.

Voraussetzung zur Aufnahme einer Information aus der Außenwelt, auch Reiz genannt, sind Sinnesorgane, die diese Reize verarbeiten können. Ein Sinn steht für das Wahrnehmungsvermögen durch ein Sinnesorgan, dem klassi- scherweise fünf äußerlich sichtbare Organe zugrunde liegen, die die Verbindung zur Umwelt herstellen.54 Menschen fühlen mit der Haut (taktile Wahrnehmung), hören mit den Ohren (auditive Wahrnehmung), sehen mit den Augen (visu- elle Wahrnehmung), riechen mit der Nase (olfaktorische Wahrnehmung) und schmecken mit der Zunge (gustatorische Wahrnehmung).55 Zuständig für die Interpretation der durch die jeweiligen Rezeptoren aufgenommenen Reize (Erre- gungen bestimmter Sinneszentren) ist das Bewusstsein.56 Neben den genannten elementaren Sinnen existieren noch komplexe zusammengesetzte Sinneswahr- nehmungen wie Schmerz, Lustgefühle u.a. körperliche Empfindungen, die das Gefühlsleben beeinflussen.57

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal der genannten Sinneskanäle ist die Differenzierung in Fernsinne und Nahsinne.58 Hören und Sehen, beides Fernsinne, unterscheiden sich insofern von allenübrigen Sinnen als dass das Bewusstsein nicht direkt mit ihnen wahrnimmt. Es ist kein Kontakt zum Wahr- nehmungsgegenstand notwendig.59 Der Sinneseindruck entsteht stattdessen im Gehirn, wo bspw. Bilder aus den Augen heraus projiziert werden und der Sinn von Worten und Geräuschen ermittelt wird.60 Bei den Nahsinnen bezieht sich der Sinneseindruck direkt auf den Körper und ist so direkt mit dem Organ verknüpft.61 Der Mensch schmeckt direkt mit der Zunge und riecht mit der Nase. Dieser Umstand lässt gewahr werden, dass auch die Reize, die von den Sinnes- organen wahrgenommen werden, sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe wahrgenommen werden können. Eine wichtige Erkenntnis für die weitere Arbeit mit der Wahrnehmung für den Zweck einer Erweiterung durch das Internet der Dinge.

Am Anfang steht der Reiz. Die Rezeptoren der Sinnesorgane (in der Technik sind es die Sensoren) nehmen die Informationen der Umgebung auf, wobei alle Sinne unterschiedliche Aufnahmekapazitäten besitzen, und leiten sie als Nervenimpulse weiter, wo sie durch Filter vorverarbeitet werden. In dem anschließenden Prozess des Erkennens und Interpretierens werden sie durch Informationen aus dem Kurzzeit- und dem Langzeitgedächtnis angereichert. Dies macht deutlich, dass Erfahrung und Vorwissen die Wahrnehmung beein- flussen. Zudem können Menschen aufgrund einer variierenden Anzahl an Rezeptoren nicht alle Sinneüberall gleich gut wahrnehmen, was sich letztlich auch auf die Qualität der Wahrnehmung auswirkt.62 So reagieren bspw. die Finger deutlich empfindsamer als der Rücken auf taktile Reize, da sich auf der kleineren Fläche eine höhere Dichte an Rezeptoren verzeichnen lässt.

Alle Sinne sind miteinander verbunden. Als Synästhesie oder sensorische Integration bezeichnet, steht kein Sinn und demnach auch keine Sinneswahr- nehmung für sich allein.63 Bei Synästhetikern (altgriechisch mitempfinden oder zugleich wahrnehmen)64 tritt bspw. eine besondere Form der Wahrnehmungs- täuschung65 auf. Diese zeichnet ein spezielles Reizempfinden aus, bei dem die Reizung eines bestimmten Sinnesorgans die Reizung eines anderen, normaler- weise phys. getrennten Bereiches, veranlasst.66 Synästhetiker bspw. können bei einem bestimmten Ton die Farbe Grün sehen, da das für die Verarbeitung zuständige Sinnesorgan mit einem zweiten verbunden ist.67 Dieseübersteigerte Ausprägung der Wahrnehmung unterstreicht den Fakt, dass Wahrnehmung ein zutiefst subjektives Unterfangen ist und nie auf einzelne Bestandteile der Wirkungskette zurückgeführt werden kann.68

Zusammenfassend ist Wahrnehmung also ein komplexes Zusammenspiel von Informationsaufnahme-,übertragung und -verarbeitung objektiver Erschei- nungen sowie der vom Menschen erbrachten subjektiven Aufmerksamkeit, mit der die Vorgänge wahrgenommen und in das Bewusstseinüberführt werden.69 Die Auseinandersetzung damit geht weit in die Zeitgeschichte des Menschen zurück undüberschneidet sich mit relevanten Fragen zur Erkenntnistheorie und Logik. In dieser spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle, da der Wahrnehmungsapparat weitgehend das Weltbild des Organismus und somit auch die Grenzen seiner unmittelbaren Erkenntnis bestimmt.70 Die Beantwor- tung einer für die Betrachtung der Digitalen Aura wesentlichen Frage schließt sich an: Existiert nur das, was der Mensch wahrnehmen kann? Mit Hilfe der Aussagenlogik71 beantwortet sich diese Frage als eine Implikation von selbst. Alles, was der Mensch hört, sieht, fühlt, riecht und schmeckt, existiert. Und weil der Mensch wahrnimmt, dies gilt als eine hinreichende Bedingung für die Wahrheit der Aussage, existiert das Wahrgenommene. Im Umkehrschluss aber steht die Annahme, dass nur das existiert, was der Mensch wahrnehmen kann, konträr zu den Ausführungen zur Digitalen Aura. In dieser Arbeit wird daher davon ausgegangen, dass eine Realitätüber das weitläufig real Erscheinende hinaus existiert. Es ist die Aufgabe der Wissenschaft dies sichtbar zu machen. Mit der Digitalen Aura gibt es einen Versuch diese Dinge aus der hypothetischen Annahme in die reale Welt, definiert durch Ort und Zeit, zurück zu führen.

Innerhalb großer zeitgeschichtlicher Zeiträume verändert sich mit der gesamten Daseinsweise der menschlichen Kollektiva auch die Art und Weise ihrer Sinneswahrnehmung.72

3.2 Erweiterte Wahrnehmung

Was ist möglich mit den Sinnen? Die Wahrnehmung ist eines der kostbarsten Güter des Menschen — und doch sind ihr Grenzen gesetzt.73 Moderne Verfahren der Sinneserweiterung versuchen diesen Umstand zwar abzuschwächen, doch steht dem Menschen im Allgemeinen nur eine bestimmte Aufmerksamkeits- spanne zur Verfügung.74 Diese hart umkämpfte Ressource gilt es in der Zukunft besser in den Interaktionsprozess miteinzubeziehen. „Aber wieüberall kommt es auch hier auf die richtige Dosierung an.“75 Eine Dosierung, oder auch Erwei- terung der Wahrnehmung, durch die dem Menschen zur Verfügung stehenden Sinnesorgane, tritt dann ein, wenn der Mensch mehr oder weniger als das für ihn als Individuum unmittelbar und natürlich Wahrnehmbare wahrnimmt. Dabei leisten schon kleinste Hilfen wie Brillen oder Hörgeräte einen immensen Beitrag zur Wahrnehmungserweiterung seh- und hörgeschädigter Menschen. Auch hierbei spricht man schon von einer erweiterten Wahrnehmung. Im Folgenden (und speziell ab Kapitel 5) gehe ich genauer auf die konkreten Möglichkeiten der Anwendung dieser Erweiterungen ein.

Im ersten Schritt kann die Wahrnehmung hinsichtlich einer maximalen Verstärkung erweitert werden. Dabei werden Reize gesteigert, was zu einer deutlicheren Wahrnehmung führt. Dienlich ist diese Form der Dosierung jedoch nur selten, da die Gefahr besteht zu viel hervorzuheben. Damit Nutzer Infor- mationen schneller auffassen und erkennen können, müssen die Bedeutungen leicht erkennbar sein.76 Die nächste Möglichkeit der Erweiterung liegt daher in der Filterung bestimmter Teile der Wahrnehmung. Dadurch können Reize, die als zweitrangiger eingestuft werden, ausgeblendet werden. Verstärken und Schwächen — beide Erweiterungen sind im Jahr 2010 bereits Alltag. Als Nächstes werden Informationen der natürlichen Wahrnehmung hinzugefügt oder hinsichtlich bestimmter Kriterien interpretiert. Auch diese Konzepte sind längst keine Utopie mehr. Bereits zu Beginn der 90er Jahre gab es funktions- fähige Implantate, die gehörlosen Menschen Hoffnung auf Besserung boten. Ein in das Ohr eingepflanzter Siliciumchip leitet die von einem Mikrofon aufge- zeichneten Geräusche mittels Schwingungen direkt an Elektroden weiter, die auf der Schnecke im Innenohr befestigt sind.77 Diese Apparatur befähigte einen Menschen, für den das Hören aus natürlichen Gründen unmöglich war, zu einer durch den technischen Fortschritt erweiterten Wahrnehmung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4: High-Tech im Ohr.

Im nächsten Schritt erweitert sich die Wahrnehmung auf die Digitale Aura eines jeden Gegenstands, der Bestandteil der Wahrnehmung werden kann und durch einen relevanten Mehrwert für die aktuelle Situation von Bedeutung wird. Was die Sinnesorgane für den Menschen sind, sind die Sensoren für die Technik (Analogie der Eingabemechanismen).78 Als elektronische Fühler79 sind sie im Stande äußere physikalische Einflüsse wie Temperatur, Druck, Beschleunigung, Lage und Bewegung im Raum u.a. zu ermitteln, mittels Analog-Digital-Wandler in elektronische Signale umzuwandeln und die ermittelten Informationen so in den Verarbeitungsprozess miteinzubeziehen.80 Beispiele für Ausgabegeräte sind Brandmelder, die, ähnlich einer elektronischen Nase, auf Rauchentwick- lung achten oder Spiele-Controller mit taktiler Rückkopplung, die Ereignisse aus Computerspielen an den Spieler und dessen Rezeptoren am Finger durch fühlbares Feedback wie Vibrationen zurückgeben. Auch Eingabegeräte sind möglich, bspw. Grafiktablets als Sensor mit Tastsinn, mit denen Gestalter wie auf Papier elektronisch zeichnen und durch wechselnden Druck beim Aufsetzen sogar die Strichstärke variieren können.

Der kurze Ausblick in die Kybernetik81 technischer Systeme macht deutlich, dass die wirklichen Herausforderungen der Branche mit der Wahrnehmung und dem Bewusstsein zu tun haben.82 Fragen nach dem Umgang mit der durch die von Menschenhand ausgelösten Entwicklungsgeschwindigkeit der Informationstechnologie und dem gleichzeitigen Gewahrwerden der genetisch bedingten Grenzen des Menschen bestimmen das Bild unserer Zeit.83 Die Zukunft wird zeigen wie sich die Wahrnehmung unter Berücksichtigung der HCI, die nach immer humaneren Prinzipien stattfindet, verändert und welche Grenzen aufgrund dessen noch aufgehoben werden.

4 Vernetzte Welt

Wir leben in einer vernetzten Welt. Fast alles, was Menschen im Alltag tun, funk- tioniert mit Hilfe des Internets besser, einfacher und schneller.84 Es ermöglicht den Kontakt zu Freunden, sagt wo Produkte am Günstigsten zu beziehen sind, erleichtert den Umgang mit einmal erzeugtem Wissen, den Zahlungsverkehr und verlagert die Dienstleistungen der realen Welt in die Virtuelle.85 In diesem Kapitel möchte ich mich mit dem rasanten Wachstum der Vernetzung aus- einandersetzen und einenüberblicküber die Entstehung des Internets und die Erweiterungsstufen des World Wide Web, im Folgenden WWW genannt, geben. Letztgenannte sind Ausgangspunkt der Betrachtungen zum Internet der Dinge und gleichbedeutend mit den Voraussetzungen zur Realisierbarkeit der Digi- talen Aura.

4.1 Das Internet

In nur 20 Jahren hat das Internet die Kommunikation der Menschen unterein- ander und die Wahrnehmung der Welt nachhaltig verändert. Das Leben, facet- tenreich durch zwischenmenschliche Beziehungen, die eigene Arbeit, Freizeit und Alltäglichkeiten, ist ohne diese Revolution nicht mehr vorstellbar.86 Fast 2 Milliarden Menschen benutzen das Internet und surfen im Juli 2010 auf 768 Millionen Websites.87 Auf dem Weg zur umfassenden Mobilität werden (u.a. dank preiswerter Endgeräte) alle verbleibenden Barrieren „zur allgegenwärtigen, nahtlosen persönlichen Interaktion und zum Wissenstransfer“ abgebaut.88 Um jedoch die Innovationskraft im Bereich der erweiterten Realität und die Bedeu- tung für die heutige Zeit verstehen und einordnen zu können, ist es wichtig zu wissen wie das Internet zu dem bedeutenden informationsvermittelnden Medium89 wurde, das es heute ist.

Die Wortbedeutung des Begriffes Internet lässt sich eindeutig ausführen. Es besteht aus der Kurzform des englischen Wortes interconnected, abgekürzt mit der lat. Präposition inter (zwischen)90 und der Kurzform net des englischen Wortes network (Netzwerk).91 Zusammengenommen beschreibt das Wort Internet die Vernetzung zwischen Computernetzwerken92. Im heutigen Sprach- gebrauch wird diese Bedeutung erweitert, wodurch der Begriff kaum mehr zu klassifizieren ist. Das Wort Internet dient als Metabegriff für ein neu entstan- denes Medium. Zudem steht es für alle (technischen) Vorgänge und Aktivitäten, die mit ihm verbunden werden. Es vereint das Verständnis einer ganzen Gene- ration mit Begriffen wie Freiheit, Selbstständigkeit und das gesamte Wissen der Menschheit. Das Internet ist zudem der am stärksten wachsende Werbemarkt und Zukunftsfeld mit vielen bisher unausgeschöpften Potentialen für kreative und innovative Ideen. Im Folgenden wird mit Hilfe eines kurzen historischen Abrisses die Bedeutung des Internets für die heutige Zeit veranschaulicht.

4.1.1 Entstehung des Internets

Ein genauer Entstehungszeitpunkt hinsichtlich der technologisch-funktionalen Seite lässt sich kaum festmachen, da das Internet nicht plötzlich da war. Der Entstehung liegt viel mehr ein langer Entwicklungsprozess zugrunde.

Am 29. Oktober 1969 wurde durch die ersten beiden Knoten des ersten transkontinentalen Netzwerkes die erste gleichgestellte und paketvermittelte Nachricht gesendet. Sie wurde von einem Computer in der University of Cali- fornia (Los Angeles) in das hunderte Kilometer entfernte Stanford Research Institute bei San Francisco verschickt. Die Verbindung wurde bereits in den 50er Jahren mit Hilfe einer 50-Kilobit-Datenleitung hergestellt und erfolgteüber das zukünftige ARPANET, dem Vorgänger des Internets. Doch verbunden hat man Computer schon vorher. Dabei kommunizierte jedoch stets ein untergeordneter Rechner mit einemübergeordneten Großrechner. Die mit der Datenübertragung 1969 erprobte neue Form der Kommunikationsorganisation sah jedoch vor, dass alle Computer im Netzwerk gleichgestellt sind, auch wenn sie von anderen Herstellern waren. Da noch keine universelleübermittlung von Daten möglich war, entwickelte man kurzerhand einen Minicomputer mit einem Netzwerk- programm, der die Datenübermittlung an die angeschlossenen Großrechnerübernahm. So wurde zu Beginn die bekannte Rechner-Terminal-Verbindung emuliert. Trotzdem kommunizierten die beiden angeschlossenen Computer unter der Voraussetzung, dass sie nicht wussten mit wem.93

Es kam uns nicht gerade wie ein historischer Moment vor, wir hatten nicht mal einen Fotoapparat dabei, um die Sache festzuhalten.94

Trotz dieser Aussage war es dennoch ein Meilenstein in der Informationsübertragung. Auch wenn der erste Versuch die Buchstaben des Wortes LOG fehlerfrei zuübertragen den Computer des Empfängers beim letzten Buchstaben G wegenüberlastung zum Absturz brachte, so konnte diese ersteübertragung doch noch am gleichen Tag erfolgreich wiederholt werden.95 Wenige Wochen später wurden zwei neue Knoten an das Netzwerk angeschlossen. Durch die Universitäten von Santa Barbara und Utah erstreckte sich das ARPANET gegen Ende des Jahres 1969über den Staat Kalifornien hinaus.96

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.5: Die ersten vier Knoten des ARPANET.

Die Motivation dieses ambitionierten Projektes lag in den gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit. Die USA, geschockt vom Vorstoß der UDSSR, die 1957 den ersten Satelliten Sputnik ins Weltall geschossen haben, gründeten als Reaktion darauf eine Abteilung des US-Verteidigungsministerium, die Advanced Research Projects Agency (ARPA). Diese war als wissenschaftliches Institut damit beauftragt die Voraussetzungen für die Wiedererlangung der führenden Rolle in Wissenschaft und Technologie zu erschaffen.97 Ein Ziel, das sich das Pentagon viele Millionen an Investitionen hat kosten lassen. Der durchaus ökono- mische Gedanke, einmal erlangtes Wissen in der Computerforschung teilen zu können und an anderer Stelle nicht erneut erzeugen zu müssen, war der Grund für diesen Vorstoß. Ebenso wollte man die Informationsflut in komplexen wissenschaftlichen Projekten besser beherrschbar machen. Eineüber die USA hinaus verbreitete Gemeinschaft an Computerwissenschaftlern machte sich an die ehrgeizige Aufgabe.98

Nicht der Atomkrieg, sondern Filesharing steht also am Beginn dieses Netzwerks, das Teilen von Wissen, wie man es heute bei Wikipedia findet [...].99

Obwohl der Austausch elektronischer Daten bereits vor der Gründung der ARPA möglich war, galt es die bisher doch eingeschränkten Verfahrens- techniken zum Datenaustausch, bspw. mittels Lochkarten und Magnetbän- dern, auch für den Austausch zwischen herstellerunabhängigen Computern weiterzuentwickeln.100

In der Frühphase des Internets wurde in den 60er und 70er Jahren der Grundstein für einen Informationsaustausch gelegt, der im weiteren Verlauf bis hin zur Anwendbarkeit weiterentwickelt wurde. Das immense Wachstum des ARPANET, die Vielzahl an neu hinzugefügten Knotenpunkten und weitere Netze für kleinere Benutzergruppen vergrößerten das Netz in globale Dimen- sionen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen Unterschied zwischen Erfindern, Entwicklern und Anwendern.101 Weitere Funktionen des Internets, wie E-Mail102, FTP103 und Usenet104 wurden hinzugefügt und bereicherten die diversen Kommu- nikationsmöglichkeiten innerhalb der dem Netz angeschlossenen Computer. Schließlich fanden sich Anfang der 80er Jahre führende (wissenschaftliche) Insti- tutionen aller Länder zu einer Arbeitsgruppe zusammen, um die Entwicklung eines National Computing Environment for Academic Research voranzutreiben. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Netzwerke am Internet von Anfang 1986 bis Ende 1987 von 2.000 auf beinahe 30.000.105 1990 begann mit der Abschaltung des ARPANET die kommerzielle Phase des Internets.106

Mit der Implementierung des WWW, welches in erster Linie zur passiven Informationsbeschaffung benutzt werden sollte, und dem gleichzeitigen Anstieg an Consumer-Computern, die Zugriff auf das Internet hatten, wurde das Internet für einen größere Zahl an Menschen außerhalb der Forschung und des Militärs interessant. Hierbei soll noch einmal deutlich hervorgehoben werden, dass das WWW nur eine Funktion und kein Synonym für das Internet selbst ist.107 Unabhängig von der Distanz der einzelnen Rechner untereinander konnten Benutzer auf der ganzen Welt nun durch das gesamte Netzwerk surfen. Möglich machte dies nicht zuletzt das Hyperlink-System von TIM BERNERS-LEE, da nun alle Seiten im Internet miteinander verknüpft werden konnten.108

4.1.2 Erste Website

Am 13. November 2010 feierte die Welt den 20. Jahrestag der Freischaltung der ersten Website. Denn so lange ist es bereits her, dass der britische Physiker TIM Berners-Lee am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf die Website > http://nxoc01.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html109 auf dem Server > http://info.cern.ch veröffentlichte. Zuvor beendete er seine Arbeit an einem hypertext GUI browser+editor. Auf der ersten Website schließlich erklärte Berners-Lee in knappen Worten, was das WWW ist, welche Personen daran beteiligt sind und wie man einen Browser benutzt.110

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6: WorldWideWeb.

Der von TIM BERNERS-LEE entwickelte erste Browser war im Jahr 1990 der einzige Weg um das Web zu betrachten. Später wurde er in Nexus umbenannt, um Verwechslungen mit dem WWW als abstrakten Informationsraum zu umgehen.111

TIM Berners-Lee gilt als der Erfinder des Internets (ohne das er die im Kapitel 4.1.1 beschriebenen technischen Voraussetzungen selbst erfunden hat). Als Beispiel seiner Arbeit im CERN wird der Text Information Management: A Proposal (1989) von ihm angeführt, in dem er einen Entwurf für das WWW formuliert hat — darunter Gedanken zur Funktionalität von Hyperlinks um den sich komplex entfaltenden Strukturen des Internets gerecht werden zu können.112 Neben BERNERS-LEE befassten sich bereits früher weitere Wissenschaftler mit der Idee eines weltumspannenden Dokumenten-Netzwerks und dem Aufbau von Informationsmedien. Sie formulierten Gedanken zu einem innovativen Umgang mit erweiterten Textstrukturen. Darunter VANNEVAR BUSH, der sich bereits in den 30er Jahren mit den Prinzipien von Hyperlinkstrukturen (zunächst theo- retisch) befasste und seine Ideen schließlich 1945 in dem Artikel As we may think113 beschrieb.114 Nach BUSH folgen Douglas Engelbart und THEODOR NELSON. ENGELBART stellt 1963 ein System zur Strukturierung von Texten vor und mit Xanadu > http://xanadu.com erarbeitet Theodor Nelson, der den Begriff Hypertext prägte115, 1965 eine HTML-ähnliche Sprache.116 Die genannten Theoretiker beeinflussten TIM Berners-Lee nachhaltig.117 Ihre Aussagen zu Hyperlinks behalten auch im Jahr 2010 ihre Gültigkeit: „Über eine vernetzte Textgestaltung und Wissensvermittlung und mittels assoziativer, nichtlinearer Medienstrukturen [soll] das menschliche Leben adäquater unterstützt werden, nämlich in der Art und Weise wie wir denken und nicht wie lineare Texte aufge- baut sind.“118

Doch die Benutzung des Web war Anfang der 90er Jahre trotz vielver- sprechender Konzepte noch recht kompliziert. Erste grafische Elemente auf Websites konnten 1993 durch den Mosaic Browser dargestellt werden. Einfach zu bedienen und benutzerfreundlich wurde das Web jedoch erst mit der Einfüh- rung des Netscape Browsers. Durch Provider, die die Verbindung zwischen dem Benutzer und dem Internet herstellen, und der fortschreitenden Kommerziali- sierung wurden die Nutzung des Internets und des WWW im Speziellen nochmals enorm angetrieben.119 TIM Berners-Lee ging 1994 in die USA. Dort gründete er am Massachusetts Institute of Technology das World Wide Web Consortium (W3C), das bis heute die technischen Entwicklungen des Web standardisiert.120

4.1.3 Der Bedarf wächst

„Aus dem Wachstum des Internets ist bisher keine Grenze erkennbar.“121 Weiter noch kann die Weiterentwicklung des globalen Datennetzes zu immer kleineren, autonom miteinander kommunizierenden Zellen vorausgesagt werden122, dem Internet der Dinge. Doch diese neue Last droht das Netz zusammenbrechen zu lassen. „Die verfügbare Bandbreite schrumpft mit der Anzahl derer, die sie untereinander teilen.“123 Früh ergaben sich daher aus der andauernden Vernet- zung erste große Herausforderungen für das Internet. Mit einheitlichenüber- tragungsprotokollen sollte die Benutzung des Internets auf lange Sicht sicher- gestellt werden. Bereits zu Beginn der 90er Jahre zeigten sich erste Probleme, da die Menge an verfügbaren IP-Adressen, durch die jeder Computer im Internet eindeutig identifizierbar ist, bald knapp würden.124 Dasübertragungsprotokoll Internet Protocol Version 4 (IPv4) aus dem Jahr 1981 war nicht dafür ausgelegt Milliarden Computer und mobile Endgeräte, wie es sich allmählich abzuzeichnen schien, miteinander zu verbinden. Neue Lösungen mussten gefunden werden. Mit dem Internet Protocol Version 6 (IPv6), welches bereits seit dem Jahr 1995 entwickelt wird, wurden die Voraussetzungen für eine vernetzte Zukunft gelegt.125 Durch die Erweiterung des IP-Adressraums können bspw. auch Alltagsdinge angesprochen werden.

4.2 Evolutionsstufen des World Wide Web

Im Folgenden werden die Entwicklungsstufen des WWW betrachtet, der für diese Arbeit wesentlichsten Funktion des Internets, wie sie rein schematisch aufeinander folgend stattfanden und weiterhin stattfinden werden. Eine klare Abgrenzung der in den folgenden Kapiteln vorgestellen Entwicklungsstufendes WWW fällt schwer, da die Übergänge stets fließend stattfinden und die Funktionen des WWW nie aufhören trotz Weiterentwicklung und Anreicherung neuer Funktionen nebeneinander zu existieren.

[...]


1 Vgl. Lexikon (2008): Mobility. In: Trendbook 2010. S.185.

2 Leonardo da Vinci (1452 - 1519) gilt als einer der letzten Generalisten und Universalgelehrten, da er sich vielseitige Kenntnisse in verschiedensten Wissenschaftsgebieten aneignete.

3 Vgl. ABEL, M. (2010): Der verstellte Blick auf die Wirklichkeit. In: Trendbook 2012. Trendsalon #13.

4 über die Herausforderungen, die sich aus dem rapide wachsenden menschlichen Wissen ergeben, schrieb Bush, V. (1945): As we may think. S.101-108.

5 Vgl. Lexikon (2010): Knowledge Society. In: Trendbook 2012. S.78.

6 Vgl. Celko, M. (2010): Vorwort. In: The Outernet. S.2.

7 Smartphones verfügen im Gegensatz zu herkömmlichen Mobiltelefonenüber eine erhöhte Konnektivität und die Möglichkeit das eigene Funktionsspektrum durch personalisierbare Anwendungen (sog. Apps) zu erweitern.

8 Das Global Positioning System (GPS) ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positions- bestimmung und Zeitmessung.

9 Siehe Definition in Kapitel 3.

10 Siehe Ausführung in Kapitel 3.

11 Vgl. Greenfield, A. (2006): Everyware. S.1.

12 Siehe Ausführung in Kapitel 5.1.

13 Siehe Ausführung in Kapitel 5.2.2.

14 Vgl. Begriff Everyware von Adam Greenfield. In: Greenfield, A. (2006): Everyware. S.9ff.

15 Vgl. LiPP, L. (2010): Die Bedienbarkeit des Alltagslebens. In: Trendbook 2012. Trendsalon #06.

16 Ebd.

17 Vgl. Duden (2002): Kommunikation. In: Das Fremdwörterbuch. S.520.

18 Vgl. Duden (2002): Interface. In: Das Fremdwörterbuch. S.450.

19 Vgl. Wörterbuch (1999): Objekt. In: Grosswörterbuch. S.652.

20 Tsakiridou, E. (2004): Software für die Digitale Aura. Zit.n. Alois Ferscha. S.48f.

21 O.V.: Digitale Aura: Denkende Kühlschränke? Zit.n. Alois Ferscha.

22 Okkultismus ist der Glaube an Dinge und Ereignisse, die alsübernatürlich aufgefasst werden.

23 Vgl. Duden (2002): Aura. In: Das Fremdwörterbuch. S.104f.

24 Vgl. Wörterbuch (1999): Aura. In: Grosswörterbuch. S.79.

25 Vgl. Lexikon (1994): Aura. In: Der Brockhaus. S.65.

26 Vgl. Duden (2002): Aura. In: Das Fremdwörterbuch. S.104f.

27 Vgl. Lexikon (1890): Aura. In: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Sp.733-734.

28 Vgl. Lexikon (2010): Aura (Parapsychologie). In: Sphinx-Suche.

29 Ebd.

30 Hochfrequente Hochspannungsfotografie ist ein fotografisches Verfahren zur Registrierung von Entladungsmustern. Es wurde 1937 durch Zufall von dem ukrainischen Ehepaar Kirlian erfunden.

31 Vgl. Lexikon (2010): Kirlianfotografie. In: Wikipedia.

32 Steiner, R. (1922): Von den Gedankenformen und der menschlichen Aura. S.114.

33 Vgl. Ferscha, A. (2005): Interaktion im Kontext. S.39.

34 Vgl. Lexikon (2010): Infrared Data Association. In: Wikipedia.

35 Vgl. Benjamin, W. (1999): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: Kursbuch Medientheorie.

36 A.a.O. S.30.

37 Ebd.

38 A.a.O. S.22f.

39 Vgl. Duden (2002): Digit. In: Das Fremdwörterbuch. S.225.

40 Vgl. Lexikon (2008): Digital Aura. In: Trendbook 2010. S.252f.

41 Vgl. Lexikon (2010): Context Awareness. In: Trendbook 2012. S.102f.

42 Ebd.

43 Vgl. Lexikon (2010): Augmented Reality. In: Trendbook 2012. S.102.

44 Vgl. Duden (2002): Perzeption. In: Das Fremdwörterbuch. S.754.

45 STAPELKAMP, T. (2010): Wahrnehmung. Zit.n. Heinz von Foerster. In: Web X.0. S.17.

46 Vgl. ZIMMER, R. (2008): Handbuch der Sinneswahrnehmung. S.32.

47 Vgl. Lexikon (1997): Wahrnehmungstäuschungen. In: Lexikon der Psychologie. Sp.2523.

48 Vgl. Lexikon (1994): Bewußtsein. In: Der Brockhaus. S.101.

49 Vgl. BIERMANN, I. (1999): Spiele zur Wahrnehmung. S.11.

50 Vgl. STEININGER, R. (2005): Kinder lernen mit allen Sinnen. S.25.

51 Vgl. O.V. (1992): Hätten sie‘s gewusst? S.148.

52 Ebd.

53 Vgl. Buser, K; Schneller, T.; Wildgrube, K. (2007): Medizinische Psychologie. S.93.

54 Vgl. STEININGER, R. (2005): Kinder lernen mit allen Sinnen. S.26.

55 Vgl. BIERMANN, I. (1999): Spiele zur Wahrnehmung. S.11f.

56 Vgl. Lexikon (1994): Sinne. In: Der Brockhaus. S.907f.

57 Ebd.

58 Vgl. Zielke, G. (1999): Perspektiven und Dimensionen des Lernens mit allen Sinnen. S.6.

59 Ebd.

60 Vgl. BIERMANN, I. (1999): Spiele zur Wahrnehmung. S.11f.

61 Vgl. Zielke, G. (1999): Perspektiven und Dimensionen des Lernens mit allen Sinnen. S.6.

62 Vgl. PAPE, B. (2006): Zum Problem der Hierarchie der Sinne. S.5f.

63 Vgl. Zielke, G. (1999): Perspektiven und Dimensionen des Lernens mit allen Sinnen. S.6.

64 Vgl. Duden (2002): Synästhesie. In: Das Fremdwörterbuch. S.969.

65 Wahrnehmungstäuschungen der subjektive Wahrnehmung weichen von einer physikalisch erklärbaren und reproduzierbaren Messung ab.

66 Vgl. Lexikon (1997): Synästhesie. In: Lexikon der Psychologie. Sp.2262.

67 Ebd.

68 Vgl. ZIMMER, R. (2008): Handbuch der Sinneswahrnehmung. S.154.

69 Vgl. Künzel, D. (1984): Der menschliche Organismus. S.329.

70 Ebd.

71 Vgl. Beckermann, A. (2003): Einführung in die Logik. S.51ff.

72 Benjamin, W. (1999): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: Von der Stimme zum Internet. S.104.

73 Vgl. Künzel, D. (1984): Der menschliche Organismus. S.367.

74 Vgl. LIPP, L. (2004): Interaktion zwischen Mensch und Computer. S.12.

75 A.a.O. S.12f.

76 A.a.O. S.13.

77 Vgl. O.V. (1992): Hätten sie‘s gewusst? S.213.

78 Vgl. PAPE, B. (2006): Zum Problem der Hierarchie der Sinne. S.2.

79 Vgl. Duden (2002): Sensor. In: Das Fremdwörterbuch. S.905.

80 Vgl. Lexikon (1994): Sensor. In: Der Brockhaus. S.896.

81 Die Kybernetik untersucht Systeme verschiedenster Art auf selbstständige Regulierungs- und Steuerungsmechanismen.

82 Vgl. Hüttl, M. (2007): Wahrnehmungen im Spannungsfeld neuer Technologien. S.421.

83 Ebd.

84 Vgl. Philipp, O.; Schaller, A.; Pongratz, S. (2007): Das X-Internet. S.315.

85 Vgl. Henning, P. (2007): Taschenbuch Multimedia. S.302.

86 Ebd.

87 Vgl. O.V.: World Internet Domain Stats.

88 Vgl. Philipp, O.; Schaller, A.; Pongratz, S. (2007): Das X-Internet. S.315.

89 Vgl. Duden (2002): Medium. In: Das Fremdwörterbuch. S.616.

90 Vgl. Duden (2002): inter. In: Das Fremdwörterbuch. S.449.

91 Vgl. Duden (2002): Network. In: Das Fremdwörterbuch. S.671.

92 Im Dezember 1974 wurde der Begriff Internet erstmalig in einer Vereinbarung zum Übertragungssteuerungsprotokoll (TCP) von Daten zwischen Computern verwendet. Vgl. Cerf, V.; Dalal, Y.; Sunshine, C.: Specification of Internet Transmission Control Program. > http://tools.ietf.org/pdf/rfc675.pdf.

93 Vgl. von der Helm, D.: Entwicklung des Internet.

94 Kluy, A. (2007): Der 29. Oktober ist Internet-Tag. Zit.n. Leonard Kleinrock. In: Welt Online.

95 Vgl. BUNZ, M. (2008): Die Geschichte des Internet. S.17.

96 Ebd.

97 Vgl. STAPELKAMP, T. (2010): Web 1.0. In: Web X.0. S.393.

98 Vgl. BUNZ, M. (2008): Die Geschichte des Internet. S.12.

99 A.a.O. S.12f.

100 Vgl. von der Helm, D.: Entwicklung des Internet.

101 Vgl. BUNZ, M. (2008): Die Geschichte des Internet. S.30.

102 Eine E-Mail ist eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerkenübertragene Nachricht.

103 Das File Transfer Protocol ist ein Protokoll zurübertragung von Dateienüber IP-Netzwerke.

104 Das Unix User Network ist ein weltweites, elektronisches Netzwerk für Diskussionsforen aller Art.

105 Vgl. Lexikon (2010): Geschichte des Internets. In: Wikipedia.

106 Vgl. Kluy, A. (2007): Der 29. Oktober ist Internet-Tag.

107 Vgl. von der Helm, D.: Entwicklung des Internet. 108 Ebd.

109 Diese historische Seite ist leider nicht mehr aufrufbar.

110 Vgl. Connolly, D.: A Little History of the World Wide Web.

111 Vgl. Berners-Lee, T.: The WorldWideWeb browser..

112 Vgl. Berners-Lee, T. (1989): Information Management: A Proposal.

113 Literaturhinweis: Bush, V. (1945): As we may think. S.101-108.

114 Vgl. Marotzki, W.; Meister, D.; Sander, U. (2000): Einleitung. In: Zum Bildungswert des Internet. S.12.

115 Literaturhinweis: NELSON, T. (1967): Getting it out of our system. S.191-210.

116 Vgl. Henning, P. (2007): Taschenbuch Multimedia. S.540.

117 Vgl. KNELANGEN, F. (2000): Ausbrechen aus der Linearität. In: Bei Gefahr des Untergangs. S.409.

118 Vgl. Marotzki, W.; Meister, D.; Sander, U. (2000): Einleitung. In: Zum Bildungswert des Internet. S.12.

119 Vgl. von der Helm, D.: Entwicklung des Internet.

120 Vgl. STAPELKAMP, T. (2010): Semantische Suche. In: Web X.0. S.479.

121 Henning, P. (2007): Taschenbuch Multimedia. S.611.

122 Ebd.

123 GERSHENFELD, N. (1999): Wenn die Dinge denken lernen. S.229.

124 Vgl. STAPELKAMP, T. (2010): Web 1.0. In: Web X.0. S.394.

125 Ebd.

Details

Seiten
71
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640831395
ISBN (Buch)
9783640831715
Dateigröße
22.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v166837
Institution / Hochschule
Berliner Technische Kunsthochschule Hochschule für Gestaltung – Interaction Design
Note
1,0
Schlagworte
Digitale Aura Internet Internet der Dinge Erweiterte Wahrnehmung Augmented Reality World Wide Web Ubiquitous Computing Pervasive Computing Human Computer Interaction Geschichte des Internet Zukunft Outernet Trendforschung Interface

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Titel: Digitale Aura