Lade Inhalt...

Wir bereiten uns auf Ostern vor

Lehrprobe Religion Ostern, Hauptschule Klasse 5, 6 und 7, 2010

Unterrichtsentwurf 2010 26 Seiten

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. DIE UNTERRICHTSEINHEIT ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘
1.1 BEZUG ZUM BILDUNGSPLAN 2004
1.2 UNTERRICHTSEINHEIT ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘

2. DIE LERNVORAUSSETZUNGEN
2.1 SCHULE
2.2 KLASSENSITUATION

3. SACHDARSTELLUNG
3.1 VON ASCHERMITTWOCH BIS OSTERN

4. INTENTIONEN
4.1 STUNDENINTENTION
4.2 TEILINTENTIONEN

5. LERNSTRUKTUR

6. VERLAUFSSKIZZE

7. ANLAGEN
7.1 TEXTE ‘TOD JESU‘
7.2 PSALMVERSE
7.3 PSALMVERSE
7.4 COLLAGE ‘TOD JESU‘
7.5 GEBET
7.6 LITERATUR

1. DIE UNTERRICHTSEINHEIT ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘

1.1 BEZUG ZUM BILDUNGSPLAN 2004

LEITGEDANKEN ZUM KOMPETENZERWERB

Die Unterrichtseinheit ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘ fördert die Entwicklung folgender religiöser, fachlicher, personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen.

Religiöse Kompetenz

Die Schüler können ihre Gottesbeziehung und die Beziehung zu Jesus Christus reflektieren und weiter entwickeln. Dabei lernen sie auch zu fragen, wie durch die Beziehung zu Gott und zu Jesus Christus das eigene Leben und Handeln geprägt wird. Die Schüler gewinnen einen Zugang zu religiösen Symbolen und lernen grundlegende religiöse Sprachformen, Symbole und Rituale, sowie persönliche und gemeinschaftliche Formen religiösen Lebens zu verstehen, achten und mitzugestalten.

Fachkompetenz

Die Schüler können sich fachspezifisches Grundwissen aneignen. Die Schüler kennen zentrale Feste im Kirchenjahr und ihr Brauchtum. Sie wissen, dass in der Bibel die Evangelien von Jesus erzählen, kennen wichtige Lebens- und Wirkungsstationen Jesu und wissen um Wege des gelebten christlichen Miteinanders im Schulleben.

Personale Kompetenz

Die Schüler werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und begleitet. Die Schüler können die eigene Person und das eigene Handeln reflektieren. Die Schüler können auch ihre Stärken entdecken und mit ihren Grenzen und Schwächen umgehen. Sie verfügen über Möglichkeiten, ihre eigenen Erfahrungen vor Gott zu bringen und können eine Haltung entwickeln, sich Gott anzuvertrauen und daraus Hoffnung und Selbstvertrauen zu schöpfen.

Soziale Kompetenz

Die Schüler können Verantwortung übernehmen und sich neuen Erfahrungen öffnen. Sie können sich mit anderen über ihre je eigenen Erfahrungen und Meinungen austauschen, sich aber auch kritisch damit auseinandersetzen. Sie können sich in andere hineinversetzen, Verständnis und Mitgefühl für sie empfinden und Konflikte fair austragen. Sie lernen mit anderen zusammenzuarbeiten.

Methodenkompetenz

Die Schüler können Gespräche führen. Sie können sich Informationen beschaffen, Inhalte selbstständig erschließen und lernen Verständnishilfen für den Umgang mit religiösen und biblischen Texten kennen und gebrauchen. Die Schüler kennen gestalterische Formen des Religionsunterrichts. Sie kennen verschiedene Möglichkeiten, eigene Erfahrungen, Gefühle und Meinungen ins Wort zu fassen oder in nonverbaler Form auszudrücken und können Formen der Präsentation einsetzen.

KOMPETENZEN UND INHALTE

Die Schülerinnen und Schüler sollen in der Unterrichtseinheit ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘ folgende Kompetenzen erreichen.

KLASSE 6

3. BIBEL UND TRADITION

Die Schülerinnen und Schüler

- können vorgegebene Bibelstellen finden.

5. JESUS DER CHRISTUS

Die Schülerinnen und Schüler

- wissen, dass in der Bibel die Evangelien von Jesus erzählen,
- kennen wichtige Lebens- und Wirkungsstationen Jesu,
- kennen die Lebenswelt Jesu in Grundzügen und wissen aus den Evangelien, wie sich Jesus den Menschen zugewandt hat,
- wissen, dass Jesus vorgelebt hat, wie Menschen miteinander umgehen sollen,
- wissen, dass sie eingeladen sind, auf Jesus zu vertrauen und ihr Leben in seiner Nachfolge zu gestalten.

6. KIRCHE, DIE KIRCHEN UND DAS WERK DES GEISTES GOTTES

Die Schülerinnen und Schüler

- kennen zentrale Feste im Kirchenjahr und ihr Brauchtum. INHALTE JESUS: GOTT KOMMT DEN MENSCHEN NAHE
- Lebensstationen Jesu MITEINANDER GLAUBEN, FEIERN UND DANKEN - Kirchenjahr und Brauchtum

1.2 UNTERRICHTSEINHEIT ‘WIR BEREITEN UNS AUF OSTERN VOR‘

1. Unterrichtsstunde - Kreuzweg Jesu

Die Lehrerin und die Schüler gestalten zusammen die Grundsituationen der Texte zu den Kreuzwegstationen - vom Palmsonntag bis Ostern - mit Tüchern und Legematerial wie Kerze, Kreuz, Dornenkrone, Steine, Würfel und Nägel. Die Schüler ordnen jeder Kreuzwegstation einen Psalmvers zu.

2. Unterrichtsstunde - Gründonnerstag

4. Unterrichtsstunde - Jesus stirbt am Kreuz

5. Unterrichtsstunde - Ostern - Jesus lebt

6. Unterrichtsstunde - Ostergarten

Ein gemeinsam gestalteter Ostergarten verweist auf den bevorstehenden Frühling, drückt Lebensfreude aus und nimmt gleichzeitig einige christliche Symbole der Ostergeschichte auf. Die Schüler erarbeiten in Gruppen, in welcher Verbindung die einzelnen Symbole ( Kreuz, Steine, Palmzweige, Frühlingsblumen ) mit der Ostergeschichte stehen und ‘pflanzen‘ ihre Symbole in den Ostergarten ( Schale ) ein.

2. DIE LERNVORAUSSETZUNGEN

2.1 SCHULE

Die Schule ist eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule.

310 Schüler aus den Klassen 1 bis 10 werden von 24 Lehrkräften unterrichtet. Der Ausländeranteil liegt in der Grundschule bei 11%, in der Hauptschule bei 28%. Die meisten Schüler sind evangelisch.

Die GHWS ermöglicht begabten Hauptschülern mit dem Modell 9 + 1, in einem 10. freiwilligen Hauptschuljahr die Mittlere Reife zu erlangen, indem sie an zusätzlichen Unterrichtsangeboten teilnehmen.

Der Schulhof bietet den Schülern neben einem Schulgarten viele Möglichkeiten zum Bewegen und Entspannen.

Die Sporthalle befindet sich am Ortseingang, sodass für die Schüler ein Fußweg von etwa 10 Minuten entsteht.

Das Schulprogramm beinhaltet Kooperation Grundschule - Kindergarten, Leseschule ( Schülerbibliothek ), Betreuungsangebote ( Kernzeitbetreuung, Ganztagesbetreuung ), Kooperationen, Berufsvorbereitung, SMV, Projektwochen und Schulangebote wie Bewegung und Ernährung.

2.2 KLASSENSITUATION

Die Klasse ist aus den Klassen 5, 6 und 7 zusammengesetzt und besteht aus acht Schülerinnen und neun Schülern. Das Klima in der Klasse ist überwiegend gut und meistens von einem kooperativen und sozialen Miteinander geprägt.

Die Leistungen der Schüler sind sehr heterogen. Das unterschiedliche Lernvermögen erfordert differenzierte Lernformen und -methoden. Die Schüler sind Klassenunterricht, Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit gewöhnt und im Offenen Unterricht wie Lernzirkel geübt. Die Schüler kennen Bodenbilder aus Legematerialien, Bildbetrachtungen, meditatives Malen, Stilleübungen und Gespräche. Allerdings fehlt den Schülern oft die Motivation zum Unterrichtsgespräch. Sie sind gehemmt und haben Schwierigkeiten, sich auszudrücken.

Ein Unterrichtsprinzip ist neben Stille-Erfahrungen ( Phantasiereisen, Stilleübungen ) und Bewegungserfahrungen der entdeckende Unterricht. Erfahrungen werden im Entdecken, Begreifen und Mitteilen kreativ verarbeitet. Der Weg führt vom Wahrnehmen über das Staunen zum Deuten. Stille und Gebet und die Begegnung mit Symbolen sind grundlegend.

Da klassenübergreifend unterrichtet wird, muss vor allem der unterschiedliche Stand der religiösen Entwicklung beachtet werden. Daher bietet der Religionsunterricht unterschiedliche Lernwege an, die alle Sinne ansprechen und ein ganzheitliches Lernen ermöglichen. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Beziehung zwischen den Schülern und der Lehrerin. Ziel ist, religiöse Grundlagen zu schaffen und zu festigen und dadurch mitzuhelfen, den Schülern Orientierung und Lebensperspektiven zu geben.

Da sich die Klasse aus unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen zusammensetzt, geht das Glaubensverständnis der Schüler weit auseinander. Es gibt Schüler, die das Wort ‘Gott‘ kaum gehört haben. Im gleichen Religionsunterricht sitzen auch Schüler, die eine intensive religiöse Erziehung mitbringen.

Die Vorstellungen der Schüler von Gott reichen von anthropomorphen Gottesvorstellungen bis zu Symbolen - sie zeichnen ihn auch mit Worten und in Bildern. Diese sind überwiegend positiv und unterschiedlich. Viele Schüler betrachten Gott als Verhandlungspartner, zum Teil befinden sich die Schüler schon auf dem Weg zu einem differenzierten Gottesbild. Diese Schüler erkennen, dass menschliche Eigenschaften nicht ausreichen, um Gott zu beschreiben und zu erfassen. Deutlich ist, dass Vertrauen und Verlässlichkeit Gottes als seine wichtigsten Eigenschaften gesehen werden. Gott steht für Hilfe, Rettung, Schutz, Frieden, Freundschaft, Liebe, Zuwendung, Fürsorge und die Grundlage des Lebens. Die meisten gehen davon aus, dass Gott den Menschen uneingeschränkt hilft. Deutlich ist auch, dass die Schüler ernsthaft versuchen, Gott zu verstehen. Sie brauchen und verlangen nach Informationen. Wenige Schüler haben auch Zweifel an der Existenz Gottes.

Die verhaltensauffälligen Schüler sind N., A., B., T. und S. Die Verhaltensauffälligkeiten zeigen sich in Rücksichtslosigkeit ( nicht an Regeln halten ), Unaufmerksamkeit, Konzentrationsschwäche ( reden, nicht aufpassen, schnell ablenkbar ) und Antriebsschwäche ( fangen nicht an zu arbeiten und werden nicht fertig ). Sie sind schwer zu motivieren, zeigen ein geringes Leistungsniveau und eine geringe Leistungsbereitschaft. Sie bekommen klare Anweisungen und Regeln. Da es diesen Schülern schwer fällt, sich an Regeln zu halten, wurde ein Klassenvertrag geschlossen. Ziel ist, die Schüler durch eine positive Beziehung zu motivieren und ihre Leistungsfähigkeit zu fördern.

3. SACHDARSTELLUNG

3.1 VON ASCHERMITTWOCH BIS OSTERN

Ostern ist das wichtigste Fest der Christen.

Osterfestkreis

Das Jahresostern bildete sich aus dem Wochenostern ( Sonntag ) heraus. Man einigte sich auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingssonntag. Damit ist Ostern ein „bewegliches Fest“.

Anfangs feierte man an Ostern Tod, Auferstehung und Erhöhung in einem Fest zusammen ( Ostervigil. Das heutige Ostertriduum gliedert das Fest in Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht mit Ostern auf.

Die Karwoche ( Trauerwoche ) beginnt mit dem Palmsonntag. Sie ist eine „Heilige Woche“. Das Osterfest hat eine vierzigtägige Vorbereitungszeit ( Fastenzeit oder Österliche Bußzeit ). Diese Zeit beginnt mit dem Aschermittwoch.

Mit der Osternacht beginnt die Österliche Freudenzeit, die Osterzeit. Sie dauert fünfzig Tage und endet mit dem Pfingstsonntag, dem „fünfzigsten Tag“ nach Ostern. Pfingsten bildet so den Abschluss des Osterfestkreises.

Aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, auch „Österliche Bußzeit“ genannt. In der Österlichen Bußzeit entfallen das Gloria und das Halleluja in der Meßfeier, um sie am Ostertag um so freudiger wieder zu singen.

40 Tage hindurch bereiten wir uns auf das Osterfest vor, das wichtigste Fest der Christen. Als Zeichen unserer Bereitschaft steht das Aschenkreuz. Wir empfangen es im Gottesdienst nach dem Evangelium. Die Asche wird aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres bereitet und mit Weihwasser besprengt. Der Priester spricht den Segen. Dann werden alle eingeladen: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“. In Form eines Kreuzes zeichnet der Priester den Gottesdienstbesuchern die Asche auf die Stirn und sagt dazu: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“. Die Asche ist ein Zeichen der Buße und Trauer. Unser Leben ist vergänglich. Die gesegnete Asche weist jedoch darauf hin, dass wir im Tod auf neues Leben bei Gott hoffen.

In der Fastenzeit wird in vielen Kirchen ein großes, farbiges Tuch, das sogenannte „Hungertuch“ aufgehängt. Seine Bilder und Symbole verbinden das Leben und Sterben Jesu mit der Situation von Menschen in Ländern der „Dritten Welt“.

[...]

Details

Seiten
26
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640832248
ISBN (Buch)
9783640833108
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v166674
Note
1,5
Schlagworte
ostern lehrprobe religion hauptschule klasse

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Wir bereiten uns auf Ostern vor