Lade Inhalt...

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Die Klimarahmenkonvektion der Vereinten Nationen

3 Das Kyoto-Protokoll
3.1 Der Ratifizierungsprozess
3.2 Die Ziele des Kyoto-Protokolls
3.3 Die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls

4 Schlussbetrachtung und Ausblick

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1: Flexible Mechanismen des Kyoto-Protokolls

Abb. 2: Basis für EU-Emissionshandel: Richtlinie der EU

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der atmosphärische Treibhauseffekt reguliert die Temperatur der Erdoberfläche sowie der bodennahen Luftschichten der Troposphäre, dem untersten Teil der Erdatmosphäre. Dieser natürliche Vorgang erhöht die bodennahe Lufttemperatur der Erde um etwa 33 ºC auf ca. 15 ºC und stellt damit eine notwendige Voraussetzung für die Existenz der meisten Erdlebewesen dar.[1] Seit der industriellen Revolution wird das Klimagleichgewicht der Erde durch den vom Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen in die Erdatmosphäre destabilisiert. Der so genannte anthropogene Treibhauseffekt verstärkt den natürlichen Prozess und führt durch die Erhöhung der Treibhausgaskonzentrationen in der Erdatmosphäre zu einer zunehmenden globalen Erwärmung.[2]

Die Vereinten Nationen wirken dieser Entwicklung mit dem Beschluss der Klimarahmenkonvektion auf der UNCED (Rio de Janeiro, 1992) entgegen. Zu deren Ausgestaltung und konkreter Umsetzung ihrer Ziele wird auf der dritten Klimakonferenz (Kyoto, 1997) das so genannte Kyoto-Protokoll verabschiedet.[3]

Diese Arbeit verfolgt die Zielsetzung, die Beschlüsse des Kyoto-Protokolls übersichtlich darzustellen und seinen wesentlichen Aussagen und Inhalte zu erläutern.

Als Ausgangspunkt dient dabei ein kurzer Überblick zur Klimarahmenkonvektion der Vereinten Nationen im zweiten Kapitel. Darauf aufbauend werden im dritten Kapitel zunächst der Ratifizierungsprozess des Kyoto-Protokolls beschrieben sowie dessen Ziele definiert, bevor die so genannten flexiblen Mechanismen dieses Abkommens näher erklärt werden. Die Arbeit endet mit einem kritischen Ausblick.

2 Die Klimarahmenkonvektion der Vereinten Nationen

Es ist zunächst notwendig, die Klimarahmenkonvektion (UNFCCC) der Vereinten Nationen als völkerrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Kyoto-Protokolls einzuführen.[4] Sie gilt als das wichtigste internationale Instrument im Kampf gegen den globalen Klimawandel und tritt zwölf Jahre nach ihrem Beschluss am 21. März 2004 in Kraft. Bis heute haben 192 Staaten diese unterzeichnet und ratifiziert.[5] Die Klimarahmenkonvektion stellt ein internationales, völkerrechtlich verbindliches Umweltabkommen dar mit dem Ziel, die Treibhausgaskonzentrationen in der Erdatmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, auf dem „…eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird. Ein solches Niveau sollte innerhalb eines Zeitraums erreicht werden, der ausreicht, damit sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht und die wirtschaftliche Entwicklung auf nachhaltige Weise fortgeführt werden kann“ (Artikel 2).[6]

Dabei sind eine langfristige Kooperation zwischen den Vertragsstaaten sowie eine gerechte Verantwortungsteilung unabdingbare Voraussetzungen für die Erreichung dieses Zieles.[7] Die Konvektion sieht den Beschluss ergänzender Protokolle vor, die genauere Klimaschutzmaßnahmen und -verpflichtungen beinhalten. Diese sind so zu gestalten, dass die „entwickelten Länder“[8] eine führende Position bei der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen sowie die Hauptverantwortung tragen.[9] In Verbindung mit der Klimarahmenkonvektion wird als zentrale Einrichtung für die Steuerung der internationalen Klimapolitik eine jährlich stattfindende Klimakonferenz (COP) etabliert. Auf dem ersten Weltklimagipfel in Berlin (1995) wird dabei die Erarbeitung eines Zusatzprotokolls mit konkreten Verpflichtungen zur Umsetzung der Konvektion verabschiedet.[10]

3 Das Kyoto-Protokoll

Dieses Zusatzprotokoll wird endgültig auf der dritten Klimakonferenz in Kyoto (Japan) am 11.Dezember 1997 verabschiedet. Das so genannte Kyoto-Protokoll gilt als Meilenstein in der internationalen Klimapolitik, da den Annex-B-Staaten zum ersten Mal völkerrechtlich verbindliche Emissionsreduktionsziele für Treibhausgase[11] – bezogen auf das Referenzjahr 1990 – verpflichtend für einen festgelegten Zeitrahmen (2008 bis 2012) vorgeschrieben werden.[12] Das Abkommen realisiert somit die notwendigen Kooperationsvoraussetzungen für eine nachhaltige, internationale Klimapolitik.[13]

[...]


[1] Für einen Überblick zu diesem Naturphänomen vgl. o.V. (2008a), URL siehe Literaturverzeichnis.

[2] Vgl. BMU (2008a), URL siehe Literaturverzeichnis.

[3] Vgl. o.V. (2008b), URL siehe Literaturverzeichnis und o.V. (2008c), URL siehe Literaturverzeichnis.

[4] Vgl. Oberthür, S./Ott, H. (2000), S. 64.

[5] Vgl. Corfee-Morlot, J. et al. (2008), S. 147ff. und o.V. (2008b), URL siehe Literaturverzeichnis

[6] UNFCCC (2008a), URL siehe Literaturverzeichnis, S. 5. Des Weiteren enthält die Klimarahmenkonvektion fünf generelle Grundsätze (Artikel 3) sowie allgemeine und spezielle, jeweils nur für verschiedene Staatengruppen geltende Verpflichtungen (Artikel 4ff.), vgl. BMU (2008a), URL siehe Literaturverzeichnis.

[7] Vgl. ebenda.

[8] Diese so genannten Annex-B-Staaten werden in Anlage B des Kyoto-Protokolls aufgeführt, vgl. BMU (2008c), URL siehe Literaturverzeichnis. In der Folge der Arbeit werden diese Staaten als Annex-B-Staaten bezeichnet.

[9] Vgl. Corfee-Morlot, J. et al. (2008), S. 147ff. und Oberthür, S./Ott, H. (2000), S. 64ff.

Für einen vollständigen Überblick und den Wortlaut der Klimarahmenkonvektion vgl. UNFCCC (2008), URL siehe Literaturverzeichnis.

[10] Vgl. Kunze (2008a), S. 8.

[11] Folgende Treibhausgase werden im Kyoto-Protokoll reglementiert: Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6). Diese Gase besitzen eine hohe Treibhauswirksamkeit, vgl. o.V. (2008c), URL siehe Literaturverzeichnis und Oberthür, S./Ott, H. (2000), S. 174.

[12] Vgl. BMU (2008b), URL siehe Literaturverzeichnis und UNFCCC (2008b), URL siehe Literaturverzeichnis.

[13] Vgl. BMU (2008a), URL siehe Literaturverzeichnis.

Details

Seiten
15
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640826230
ISBN (Buch)
9783640826353
Dateigröße
615 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v166497
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Schlagworte
kyoto-protokoll

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Das Kyoto-Protokoll