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Die Widersprüche zur These der nationalen Homogenisierung in China im Bezug auf die nationalen Minderheiten

Hausarbeit 2010 12 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhalt

I Einleitung
I.I Hausarbeitsthema
I.II Struktur
I.III Verwendete Literatur

II Theorie
II.I Kritik am Globalisierungsbegriff
II.II Kritik am Begriff Nationalstaat

III Untersuchung
III.I Hintergrund der Diskussion
III.II Fehler der Globalisierungsthesen
III.III Nationale Homogenisierung
III.IV Auswirkungen der Migration
III.V Widersprüche zur nationalen Homogenität in China

IV Fazit
IV.I Zusammenfassung
IV.II Offene Fragen
IV.III Kritik

V Quellen

I Einleitung

I.I Hausarbeitsthema

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Tendenzen der nationalen Homogenisierung und der Kritik an den Globalisierungsthesen nach Pries (2008) in Bezug auf die Volksrepublik China (im Rest des Textes nur noch als China bezeichnet[1] ) seit 1949[2]. Der Schwerpunkt liegt auf den nationalen Minderheiten. Das Thema hat einen inhaltlichen Bezug zu Globalisierung und Transnationalisierung, weil es auf Sozialräume jenseits von Nationalgesellschaften Bezug nimmt. Außerdem erfährt das Thema auf Grund der weltweiten Vernetzung der Medien eine gewisse Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Z.B. wurden der Konflikt in Tibet 2008 und die Darstellung der Minderheiten im Rahmen der Eröffnungsfeier der Olympiade in China in vielen Teilen der Welt wahrgenommen[3] (Ludwig 2009: S. 7).

Auf folgende Aspekte wird eingegangen :

- Die Differenzierung der Globalisierungsthesen nach Pries(2008: S. 23ff) soll im Bezug auf die nationalen Minderheiten in China dargestellt werden.
- Tendenzen nationaler Homogenisierung und ihre Widersprüche sollen am Beispiel der nationalen Minderheiten in China in dieser Hausarbeit behandelt werden.

I.II Struktur

Die Hausarbeit hat folgende Struktur:

1. Einleitung: Das Thema wird vorgestellt. Der inhaltliche Bezug zu Globalisierungs –und Transnationalisieriungstheorien wird hergestellt.
2. Theorie: Die Theorie zur nationalen Homogenisierung wird kurz dargestellt. Dabei werden inhaltliche Schwerpunkte für die Untersuchung gesetzt.
3. Untersuchung: Die Untersuchung wird im Bezug auf die gesetzten Schwerpunkte empirisch durchgeführt. Die Untersuchung ist in einen Hintergrund zur Diskussion, eine Differenzierung der Globalisierungsthesen mit Schwerpunkt auf die nationalen Minderheiten und die Beschreibung der Homogenisierungstendenzen und ihrer Widersprüche eingeteilt. Als weiterer Punkt werden die Folgen der Migration innerhalb Chinas für die Minderheiten aufgezeigt.
4. Fazit: Die Ergebnisse werden kurz zusammengefasst. Außerdem wird auf offene Fragen und Kritik Bezug genommen.

I.III Verwendete Literatur

In der Hausarbeit wird folgende Literatur verwendet: Meine Ausführungen orientieren sich hauptsächlich an dem Kapitel „Jenseits von Globalisierung und Nationalstaat“ in dem Buch „Die Transnationalisierung der sozialen Welt“ von Ludger Pries (2008: S. 22-45) und an dem Werk „Vielvölkerstaat China: Die nationalen Minderheiten im Reich der Mitte“ von Klemens Ludwig(2009). Zusätzlich werden wissenschaftliche Aufsätze aus Sammelbänden, Monographien und Zeitschriften verwendet. Das Internet wird als Quelle für die Suche nach wissenschaftlichen Aufsätzen und aktuellen Mitteilungen der Medien zu dem Thema der Hausarbeit mit einbezogen.

II Theorie

II.I Kritik am Globalisierungsbegriff

Pries geht davon aus, dass sowohl der Begriff der Globalisierung als auch der Begriff des Nationalstaats die soziale Wirklichkeit nur unzureichend beschreiben. Das Wort Globalisierung hält Pries für nicht ausreichend definiert, da das Wort in unterschiedlichen Zusammenhängen unterschiedlich benutzt wird. Beispiele für die Diskussion um die richtige Definition des Begriffs Globalisierung sind die verschiedenen Punkte zu denen die Globalisierung begonnen haben soll (Fäßler 2002: S. 46-47)[4][5]. Außerdem werden nach Pries Entwicklungen unter dem Schlagwort Globalisierung falsch dargestellt: Die zunehmende Vernetzung der Welt und das internationale Agieren verschiedener Akteure führt nicht zum Verlust des regionalen Bezugs in der Gesellschaft. Auch der Nationalstaat behält gewisse Funktionen beispielsweise im Bezug auf die Kontrolle des Finanzmarktes. Die Kontrolle des Finanzmarktes durch den Staat zeigt sich in China z.B. an der Koppelung des Renminbi an einen Währungskorb trotz der Forderung nach einer Aufhebung der Koppelung aus dem Ausland.

II.II Kritik am Begriff: „Nationalstaat“

Genauso irreführend ist nach Pries auch die Definition des Begriffs „Nationalstaat“. Dafür führt er folgende Gründe auf: In einem Staat gibt es häufig verschiedene Völker mit verschiedenen Sprachen. In einem Nationalstaat gibt es allerdings oft die Tendenz einer gemeinsamen Kultur und einer gemeinsamen Sprache, die für alle Einwohner des Staates gilt. Zusätzlich versuchen sich Staaten durch die Definition der Sprache und Kultur nach außen abzugrenzen. In vielen Fällen wohnen aber Teile der Bevölkerung in anderen Staaten, dies erschwert die Abgrenzung.

[...]


[1] Es gibt außerdem noch die Republik China auf Taiwan, die von der Volksrepublik als Provinz gesehen wird. Der Name „China“ wird aus Gründen der Vereinfachung in dieser Hausarbeit allein auf die Volksrepublik bezogen.

[2] Gründung der Volksrepublik China

[3] Cohen und Kennedey(2000:) machen auf die weltweite Vernetzung der Medien und da durch veränderte Wahrnehmung aufmerksam, die sich bis zum Privathaushalt zurück verfolgen lässt.

[4] Wenn nicht anders vermerkt beziehen sich die Ausführungen zur Theorie auf Pries (2008: S. 23-34)

[5] Je nach Wissenschaftszweig wird der Beginn der Globalisierung unterschiedlich gesetzt.

Details

Seiten
12
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640889907
ISBN (Buch)
9783640889341
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v165986
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Fakultät für Sozialwissenschaften
Note
3,0
Schlagworte
Globalisierung Nationalisierung Transnationalisierung China Nationale Minderheiten

Autor

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