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Feedback als Kommunikationform

Hausarbeit 2008 14 Seiten

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Definition und Einleitung

2. Feedback als Kommunikation
2.1. Das Vier- Ohren- Modell
2.2. Funktionen des Feedbacks

3. Was ist gutes Feedback?
3.1. Die Regeln
3.2. Die Methoden des Feedbacks

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Johari- Fenster (Quelle: Fengler, 2004, S. 17)

Abb. 2: „ Das vier Ohren Modell“ ( Quelle: siehe Internetquellenverzeichnis)

1. Definition und Einleitung

Feedback [`fi:dbæk, englisch »Rückgabe, Rückmeldung«]

Der Begriff Feedback kommt ursprünglich aus der Kybernetik, also der Lehre der Regelungsprozesse. Es bezeichnet im Grunde die Rückmeldung, Rückkoppelung und/oder Rückfütterung von Informationen.

Feedback lässt sich aus zwei Komponenten zusammen setzen, nämlich aus dem Geben und Nehmen von Feedback. Außerdem kann man diese Rückmeldung als eine selbstständige Gesprächsform definieren, denn durch Beobachtung kann man einer Person sagen, wie man ihn sieht und man kann selbst lernen, wie man auf andere wirkt und von anderen gesehen wird.

Im Allgemeinen sollte man einige Dinge im Vorfeld beachten, so dass die Kommunikation durch mögliche Missverständnisse nicht aus den Bahnen gerät. Deshalb sollten innerhalb der Gruppe bzw. unter den Teilnehmern Regeln erarbeitet werden, die von Sendern sowie Empfängern einzuhalten sind. Um eventuelle Komplikationen zu vermeiden, sollte speziell die Gruppenleitung auf die Unterschiede von Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen eingehen. Junge Teilnehmer sind oftmals recht unbekümmert und rücksichtslos. Sie können selten die möglichen Folgen einschätzen, die sie durch ihre Rückmeldungen auslösen. Bei Erwachsenen dagegen hat man in nicht seltenen Fällen mit deren Ängsten zu kämpfen. Die Vorstellung allein, dass jemand ihnen eine Rückmeldung über ihre Wirkung nach außen gibt, kann bei einigen Furcht und Abwehr gegen diese analysierende Gesprächsform auslösen. Die Teilnehmer denken hierbei sofort an die eigene selbstkritische Auseinandersetzung und ihrer charakterlichen Fehlerhaftigkeit. Deshalb hat der Gruppenleiter die Aufgabe unter den Beteiligten ein respektvolles, vertrauenswürdiges und wertschätzendes Miteinander aufzubauen, denn gutes Feedback kann nur in einer Gruppe mit Zusammenhalt statt finden. Zwar braucht der Prozess bis hin zum „Feedback- Geben“ Zeit und Übung, jedoch kann man generell sagen, dass diese Art der Kommunikation für den Arbeitsprozess innerhalb einer Gruppe sehr hilfreich sein kann. Durch den „ehrlichen“ Gesprächsaustausch lassen sich Beziehungsschwierigkeiten vermeiden, die zum Scheitern der Aufgabe führen könnten.

2. Feedback als Kommunikation

In den letzten 20 Jahren hat sich aus dem einfachen Begriff „Feedback“ eine gruppendynamische Feedback- Konzeption entwickelt. Deshalb lässt sich unter dieser Konzeption heute als eine gemeinsame Verständigungsleistung von zwei oder mehreren Personen verstehen.

Der Sender stellt Beobachtungen über den Empfänger an und gibt ihm eine mit Emotionen verbundene Beschreibung über sein Verhalten. Hierbei kann der Feedbackgeber auch Wünsche oder Verhaltensvorschläge äußern.

Der Feedbackempfänger hingegen öffnet sich für die Rückmeldung des Senders und verzichtet darauf, sich umgehend zu rechtfertigen oder zu antworten.

In diesem Zusammenhang lässt sich das sogenannte „Johari- Fenster“ anknüpfen. Es handelt sich hierbei um ein Vier- Felder Schema von Joe Luft und Harry Ingham, das unterschiedliche Bereiche von Person und Interaktion aufführt. Es zeigt sozusagen die Verhaltensbereiche mit sich selbst und anderen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

( Abb. 1: Fengler, 2004, S. 17)

- Im Bereich des gemeinsamen Wissens (A) ist der Mensch für andere „durchsichtig“, aber er kennt auch sein eigenes Verhalten sehr gut.
- Im Bereich der Zurückhaltung (B) macht der Mensch Eigenschaften seines Selbst, die ihm selbst jedoch bekannt sind, anderen nicht ohne weiteres sichtbar. Aber sie werden sichtlich, sobald der Mensch sich durch Selbstmitteilung zugänglich macht.
- Im Bereich des Blinden Flecks (C) fehlt dem Mensch die Selbsteinsicht von Eigenschaften, die für andere hingegen deutlich erkennbar sind. In diesem Bereich ist Feedback oftmals eine große Hilfe.
- Im Bereich des Unbewussten (D) haben weder der Mensch selbst, noch andere einen unmittelbaren Zugang. Dennoch kann die Beschäftigung und Arbeit mit sich selbst eine große Wirkung erzielen.

„Selbstmitteilung und Feedback stehen in einem Wechselverhältnis. Wer etwas von sich mitteilt, tritt deutlicher hervor und kann ein Feedback erhalten. Wer ein Feedback erhält, wird in der Art, wie er darauf reagiert, etwas über sich mitteilen.“ (Fengler, 2004, S. 17)

2.1. Das Vier- Ohren- Modell

Dieses Modell wurde von Friedemann Schulz von Thun nach einer Untersuchung zur Kommunikation 1996 aufgestellt. Es befasst sich mit den vier Seiten einer Nachricht: Inhalt, Selbstmitteilung, Beziehung und Appell. Da das Feedback einer besonderen Gesprächsform unterliegt, kann davon ausgegangen werden, dass die Nachricht eines Senders folgende vier Stichpunkte umfasst:

- Der Inhalt sollte aus sachlich nachprüfbaren Beobachtungen bestehen.
- Durch die Selbstmitteilung sollte der Adressant eine Aussage bzw. Auskunft über sich selbst geben.
- Die Beziehung zwischen Sender und Empfänger sollte klar definiert sein und
- der Sender sollte in der Lage sein dem Empfänger eine Handlungsaufforderung (Appell) zu geben.

(vgl. Fengler, 2004, S. 19)

[...]

Details

Seiten
14
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640810413
ISBN (Buch)
9783640810499
Dateigröße
606 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v165430
Institution / Hochschule
SRH Fachhochschule Heidelberg
Note
1,4
Schlagworte
Feedback Selbstwahrnehmung Fremdwahrnehmung

Autor

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Titel: Feedback als Kommunikationform