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Textanalyse und Interpretation "Prolog im Himmel" (Faust, Goethe)

von Sandra Koch

Referat / Aufsatz (Schule) 2010 3 Seiten

Deutsch - Erörterungen und Aufsätze

Leseprobe

Textanalyse und Interpretation der Szene „Prolog im Himmel“

Die Gelehrtentragödie des Dramas Faust I von Johann Wolfgang von Goethe handelt von dem wissensdurstigen und verzweifelten Gelehrten Faust, der in seiner Verzweiflung einen Wette mit dem Teufel schließt. Der Teufel, Mephisto, soll Faust ein Leben lang dienen und versuchen, diesem zu ungestörtem Seelenglück zu verhelfen. Sobald er dies schaffe, wäre Faust bereit sofort sein Leben aufzugeben und Mephisto für immer im Jenseits zu dienen. Der eigentlichen Gelehrtentragödie sind drei Vorspiele vorangestellt. In ,,Zueignung" berichtet Goethe vom Schaffensprozess des Stückes, in ,,Vorspiel auf dem Theater" wird über die Aufgabe des Theaters diskutiert und im ,,Prolog im Himmel" werden die ersten Voraussetzungen für die Wette zwischen Faust und Mephisto geschaffen.

Die Szene „Prolog im Himmel“ spielt im himmlischen Raum. Es treten die drei Erzengel Gabriel, Michael und Raphael sowie der Herr und Mephisto auf. Die Szene lässt sich in drei Unterabschnitte gliedern.

Die Einleitung (V. 243-269) bildet das Loblied der Erzengel auf die Großartigkeit der göttlichen Schöpfung. Es werden der Reihe nach die Sonne, das Universum, die Erde und schließlich die Naturgewalten besungen.

Der zweite Abschnitt (V. 271-292) besteht aus der Replik Mephistos. Dieser hat in seiner Rede den Menschen zum Thema und im Gegensatz zu den Erzengeln lobt er den Herrn nicht, sondern kritisiert ihn dafür, den Menschen Vernunft gegeben zu haben, die diese nur missbrauchen. Vernunft erst mache den Menschen schuldig und barbarisch.

Den dritten Abschnitt (V. 293-353) bildet ein Dialog zwischen Mephisto und dem Herrn, in dessen Mittelpunkt dieser Faust als Musterbeispiel der Gattung Mensch rückt. Während Mephisto Fausts grenzenlosen Wissensdrang als Selbstüberschätzung bezeichnet, zeigt sich der Herr mit ihm sehr zufrieden, da für ihn Strebsamkeit und der damit verbundene Irrtum ein Grundcharakteristikum des Menschen ist. Die Gelassenheit, mit der er behauptet, dass der Mensch auch angesichts von Versuchungen nicht vom richtigen Weg abzubringen sei, reizt Mephisto dazu, eine Wette vorzuschlagen. Die Strebsamkeit des Prüfling Faust soll auf die Probe gestellt werden. Der Herr erlaubt Mephisto, der als Prüfer fungieren soll, seinen schlechten Einfluss auf Faust auszuüben. Der allwissende Herr ist sich jedoch der Ausgangs der Wette sicher, sodass man von einer Scheinwette sprechen kann.

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Details

Seiten
3
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640796458
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v164590
Institution / Hochschule
St.-Anna-Gymnasium, München
Note
14 Punkte
Schlagworte
textanalyse interpretation prolog himmel faust goethe

Autor

  • Sandra Koch

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Titel: Textanalyse und Interpretation "Prolog im Himmel" (Faust, Goethe)