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Was sind peer-to-peer Systeme und wie funktionieren sie, stellen Sie drei Beispiele vor!

Studienarbeit 2001 10 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist peer-to-peer?

3 Wie funktioniert peer-to-peer?

4 Einsatzgebiete von P2P
4.1 File-Sharing am Beispiel Napster
4.2 Vernetzte Zusammenarbeit am Beispiel Groove
4.3 Verteilte Computerverarbeitung am Beispiel Entropia

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

peer-to-peer (P2P) ist eine Bezeichnung für miteinander verbundene Computer unter der Voraussetzung, dass beide Computer die Rolle des Servers oder Clients übernehmen können.

(Quelle: Computerlexikon.com - http://www.computerlexikon.com)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Seit dem Trubel um Napster gelten peer-to-peer-Systeme als große Entwicklung im Internet – aber peer-to-peer-Netzwerke sind nicht neu, bevor die Computer-Industrie mit den zentralisierten Client-Server-Modellen aufwartete, basierten die Computer-Netzwerke auf der P2P-Technologie 2. Auf den folgenden Seiten wird beschrieben, was unter peer-to-peer zu verstehen ist, wie die P2P-Technik funktioniert und, anhand von drei Beispielen erklärt wie diese Netzwerktechnik im Internet eingesetzt wird.

2 Was ist peer-to-peer?

peer-to-peer (P2P) bezieht sich auf eine besondere Art von Netzwerk, das versucht weitgehend ohne eine zentralisierte Serverstruktur auszukommen. Die Kommunikation verläuft hier direkt von Nutzer zu Nutzer. Diese Netzwerke bilden sozusagen den Gegenpart zu den ansonsten im Internet vorherrschenden Client-Server-Verhältnissen, denn jeder Teilnehmer eines solchen Netzwerkes ist gleichzeitig Client und Server, ist zugleich Kunde und Anbieter. Prinzipiell können alle angemeldeten User innerhalb eines P2P-Netzwerkes ohne Umwege z.B. auf Dateien, die in freigegebenen Ordnern liegen, zugreifen oder miteinander kommunizieren.

Doch was alles unter P2P zu fassen ist, wird unter Entwicklern heftig diskutiert. Nimmt man P2P wörtlich, fallen alle Netzwerke, die mit zentralen Instanzen arbeiten aus der Definition heraus. So wären auch die bekannten File-Sharing-Dienste (z.B. Napster) strenggenommen keine P2P-Systeme gewesen. Sämtliche Informationen über abrufbare MP3-Titel wurden in Datenbanken auf zentralen Servern gespeichert. Auch die sehr viel dezentraler angelegten Weiterentwicklungen der klassischen File-Sharing-Dienste (z.B. Gnutella), könnten dann auch nicht mit dem Etikett P2P versehen werden, da sie semizentrale Zwischenspeicher auf Servern mit Breitbandanbindung anlegen, um Modembenutzern die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhalten.

Der Hauptdatenverkehr wird bei diesen Programmen aber direkt zwischen den Nutzern abgewickelt. Daher ist nach dem Auffinden der gewünschten Dateien keine Zwischeninstanz mehr nötig. Diese beiden Punkte sprechen für eine Zuordnung von Napster und seinen Nachfolgern zur Familie der P2P-Produkte (siehe 4.1 File-Sharing am Beispiel Napster).

Ein anderes Einsatzgebiet von P2P ist die „vernetzte Zusammenarbeit“, die Personen aus allen Teilen der Welt in eine Art „virtuelles Büro“ zusammen bringt, in dem kommuniziert, geplant und Information ausgetauscht werden kann. Im Zuge der zunehmenden Globalisierung, könnte sich das zu einem entscheidendem Anwendungsgebiet von P2P entwickeln, wie in Punkt 4.2 Vernetzte Zusammenarbeit am Beispiel Groove gezeigt.

Neben der direkten Kommunikation zwischen Teilnehmern bietet P2P noch mehr – ein Peer kann nämlich nicht nur Dateien, sondern z.B. auch Rechnerleistung zur Verfügung stellen. Diese Technik führt in den Bereich des "Distributed Computing", einem Merkmal von P2P, dass seinen Siegeszug aus wirtschaftlichen Motiven begründen könnte. Das Distributed Computing nutzt brachliegende Rechnerkapazitäten, um sehr rechenintensive Aufgaben zu lösen (siehe 4.3 Verteile Computerverarbeitung am Beispiel Entropia)

3 Wie funktioniert peer-to-peer?

peer-to-peer funktioniert nicht immer gleich, die GardnerGroup6 unterteilt P2P-Systeme in 5 verschiedene Modelle, die hier kurz vorgestellt werden sollen. Auf die zu Grunde liegende Netzwerktechnik kann im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden..

Das klassische P2P-System ist das Atomistic-Model oder Atom-Modell. Es ist für den Einsatz im Internet weitgehend ungeeignet, und wird heute hauptsächlich in geschlossenen Netzwerken mit nicht mehr als 200 Rechnern angewendet. Ein Beispiel hierfür wäre z.B. das klassische Microsoft NetMeeting. Durch die Eingabe einer bekannten IP-Nummer wird man mit dem gewünschten Rechner bzw. User verbunden, wenn dieser gerade verfügbar und online ist. Wird für die Verbindung eine Datenbank – sowie bei neueren NetMeeting-Versionen - genutzt, in der alle verfügbaren Teilnehmer verzeichnet sind, befinden wir uns bereits im User-Centered-Model.

Im User-Centered-Model registriert sich der Teilnehmer in einem Verzeichnis, das auf einem oder mehreren zentralen Servern liegt. Sobald er registriert ist, kann er, wie in einem Telefonbuch nach anderen angemeldeten Usern suchen und mit diesen Kontakt aufnehmen. Die Verbindung zwischen den beiden Teilnehmern, wird aber direkt – client-to-client – aufgebaut, verläuft also nicht über den Verzeichnis-Server. Beispiel für dieses Modell sind alle Instant-Messaging-Dienste, wie ICQ oder MSN Messenger. Probleme treten bei diesem Modell im Datenschutzbereich auf, da der Betreiber des Verzeichnis-Servers über alle Verbindung seiner Nutzer informiert ist.

Das Data-Centered-Model arbeitet ebenfalls mit einem Verzeichnis-Server, aber nicht um ein Verzeichnis der verfügbaren Benutzer vorzuhalten, sondern um die von den Usern freigegebenen Daten zu katalogisieren und verfügbar zu machen. Dabei durchsucht der Index-Server die freigegebenen Datenspeicher des User und nimmt alle relevanten Dateien in den Index auf, in dem nun die anderen Benutzer suchen können. Hat der Suchende die gewünschte Datei gefunden, kann er sich, wie beim User-Centered-Model direkt mit dem anderen Rechner verbinden, und die Datei downloaden. Das bekannteste Beispiel für diese Art von P2P-System ist ohne Zweifel die File-Sharing-Applikation Napster, die in Gliederungspunkt 4.1 noch näher vorgestellt wird.

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Details

Seiten
10
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638212892
Dateigröße
591 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16430
Institution / Hochschule
Universität Hohenheim – Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
Note
1,7
Schlagworte
Systeme Beispiele Wirtschaftsinformatik

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