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Unterrichtsentwurf - Herstellung von Würfelnetzen im vierten Schuljahr

Eine Umsetzungsmöglichkeit für die Grundschule

von Gerrit Stäbe (Autor)

Unterrichtsentwurf 2003 13 Seiten

Didaktik - Mathematik

Leseprobe

1. Lernziele

Groblernziel der Stunde:

Die Schüler1 besitzen durch das Sammeln von Handlungserfahrungen mit konkretem Material ein verbessertes räumliches Vorstellungsvermögen.

Feinlernziele der Stunde:

- Die S. besitzen die gefestigte Erkenntnis, dass ein Würfel aus sechs Flächen besteht.
- Die S. wissen, dass sich nicht jede Anordnung von sechs quadratischen Flächen zu einem Würfel falten lässt.
- Die S. wissen, dass es verschiedene Würfelnetze gibt.
- Die S. kennen einige notwendige Kriterien, die ein Würfelnetz erfüllen muss.
- Die S. können auf konkrete Handlungserfahrungen zurückgreifen, wenn es gilt, ein abgebildetes Netz rein gedanklich zu falten.

2. Medien

- Folie mit skizziertem Sitzplan
- ca. 300 quadratische Bierdeckel
- 12 Rollen Malerkrepp
- Tafel
- eingeführtes Arbeitsheft (Nussknacker. Unser Rechenbuch. 4. Schuljahr.übungsheft. Stuttgart: Klett, 2003.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Lernvoraussetzungen

Seit dem 01.08.2002 unterrichte ich die Klasse 4a der Grundschule im Fach Mathematik. Die Schülergruppe setzt sich aus 12 Mädchen und 13 Jungen im Alter von 9 bis 11 Jahren zusammen.

Sechs Kinder stammen aus Aussiedlerfamilien, in denen teilweise hauptsächlich Russisch gesprochen wird. Sprachliche Verständnisprobleme, die vermutlich auf ein vom Umfang her reduziertes Sprechen und Hören der deutschen Sprache im Elternhaus zurückzuführen sind, zeigt insbesondere Andrej. Sinnerfassendes Lesen und das sprachliche Ausformulieren seiner Gedanken fällt ihm oft noch schwer. In der geplanten Stunde rechne ich bei der Erschließung des Arbeitsauftrages aber mit keinen Schwierigkeiten, da eine anschauliche Hinführungsphase mit konkretem Material und eine zusätzliche Verbalisierung durch die Schüler vorausgehen werden.

Derüberwiegende Teil der Klasse zeigt im Rahmen der Einstiegs- und Erarbeitungsphasen eine rege Mitarbeit. Insbesondere während Wettkampf-Rechenspielen lässt sich ein großes Engagement und ein emotionaler Einsatz der Kinder beobachten. Stillarbeitsphasen verlaufen meistens sehr diszipliniert.

Unter dem Gesichtspunkt der Leistung muss festgehalten werden, dass bei arithmetischen Themen und beim Rechnen mit Größen die Leistungsschere stark auseinander klafft. Tabea, Anna, Katharina G., Bernd, Tim und Sven gehören zu den leistungsstärkeren Schülern. Auf der anderen Seite arbeiten Schüler wie Andreas, Thomas und Eugenia teilweise sehr langsam und unbeholfen, so dass ich mich diesen drei Kindern in besonderem Maße zuwenden muss. Die von RADATZ beobachtete „überraschende Leistung mancher sonst nicht so leistungsstarker Schüler“2 im Geometrieunterricht ist am wenigsten von Andreas zu erwarten. Er besitzt generell ein sehr gering entwickeltes Vorstellungsvermögen, so dass der geplante Umgang mit konkretem Handlungsmaterial insbesondere für ihn wichtig und hilfreich sein wird.

Das Sozialverhalten der Klasse bewerte ich alsüberwiegend positiv. Die meisten Kinder sind untereinander hilfsbereit, leihen sich gegenseitig Material aus und unterhalten sich in einem freundlichen Umgangston.

[...]


1 Aus Gründen der Vereinfachung wird hier und im Folgenden das Wort „Schüler“ als Oberbegriff für den Schüler und für die Schülerin verwendet, meistens pluralisch.

2 Radatz u.a. (1999), S. 139

Details

Seiten
13
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640806195
Dateigröße
422 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v164207
Institution / Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
Schlagworte
Schule Grundschule Primarstufe Mathematik Geometrie Würfel Würfelnetz Netze Würfelnetze Quader Quadernetze Körper Hohlkörper Handlungsorientierung Unterricht Entwurf

Autor

  • Gerrit Stäbe (Autor)

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