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Zielgruppenanalyse - Nvidia GeForce-Grafikkarten

Nvidia GeForce Grafikkarten im Performance- und High-End-Segment (200er und 400er Serie)

Studienarbeit 2010 15 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

1. Unternehmensprofil nVidia Corp

2. Warum die Grafikkarte immer wichtiger wird

3. Die Zielgruppe

4. Produktpolitik
4.1. Markenpolitik
4.2. Produktinnovation
4.3. Produktdifferenzierung

5. Preispolitik

6. Kommunikationspolitik
6.1. Above-the-line
6.2. Below-the-line

7. Fazit

Tabellen

1. Unternehmensprofil nVidia Corp.

Die nVidia Corporation wurde im Januar 1993 gegründet und vermarktet hauptsächlich Grafikprozessoren für Desktop-PCs (GeForce Familie) oder Workstations[1].

Nvidia stellt selbst keine Grafikkarten her, sondern liefert lediglich die Grafikprozessoren an Grafikkartenhersteller wie beispielsweise Asus, EVGA oder Gainward, die mit dem Grafikprozessor als Herzstück dann eigene Grafikkarten produzieren und unter ihrem Namen vertreiben.

Grafikprozessoren einer Familie werden in verschiedenen Preisklassen angeboten, die grob in Low-Cost-, Mainstream und Performance/High-End-Segment (oder auch Low-, Middle- und High-Performance-Segment bzw., da der Preis direkt von der Leistung abhängt, auch Low-, Middle- und High-Budget-Segment) eingeteilt werden und sich preislich in dieser Folge von billig bis teuer entwickeln[2]. Gekennzeichnet wird der Performanceanstieg innerhalb einer Serie anhand von ansteigenden Zahlen in den Produktnamen.

Die für den Anwender relevante Leistungsangabe ist dabei die Geschwindigkeit des Grafikchips in Megahertz; je höher die Megahertz-Zahl ist, desto schneller kann der Grafikchip die zu verarbeitenden Daten berechnen und ausgeben.

Die in dieser Analyse beleuchteten Modelle der GeForce GTX 200er und 400er Serie sind momentan Nvidias neuste Generation ihrer Grafikchips und stellen damit einen Teil des Performance- und das ganze High-End-Segment dar.

2. Warum die Grafikkarte immer wichtiger wird

Der Computer hat im letzten Jahrzehnt stetig an Bedeutsamkeit im privaten Sektor zugenommen. Längst ist dieses Medium nicht mehr nur ein reines Arbeitsobjekt, sondern hat sich durch stetig verbesserte Nutzerfreundlichkeit[3], den Boom des Social-Networking[4], Web 2.0 und eine Vielzahl an Entertainment-Möglichkeiten zu einer in der Bevölkerung beliebten und stark genutzten Alternative zu sämtlichen anderen Medien wie Zeitung und Fernseher[5] entwickelt.[6]

Dabei zählt heute nach Textverarbeitung und Fotoverwaltung das Spielen zu den Tätigkeiten, für die der PC von etwa der Hälfte der Deutschen am häufigsten genutzt wird.[7]

Die wichtigste Voraussetzung für ein zufriedenstellendes Spielerlebnis bildet dabei in erster Linie eine ausreichend starke Grafikkarte, die bei den Deutschen unter den Top 10 der Zusatzgeräte, welche für den Computer in nächster Zeit angeschafft werden sollen, zu finden ist.[8]

Der Grafikartenmarkt für Spiele ist aufgeteilt zwischen Nvidia und dem Dauerkonkurrenten ATI. In dieser duopolistischen Marktsituation und aufgrund der immer geringer werdenden technischen Divergenz zwischen Produkten der eigenen Firma und den Produkten der Konkurrenz, ist es von entscheidender Wichtigkeit, die Zielgruppe richtig zu erkennen und anzusprechen, um nicht nur möglichst viele Käufer vom eigenen Produkt zu überzeugen, sondern auch zu verhindern, dass Käufer zum direkten Konkurrenten abwandern.

3. Die Zielgruppe

"Ganz gleich, ob Hardcore-Gamer, Kinofan, oder begeisterter Fotograf – es gibt für jeden User den passenden NVIDIA GeForce Grafikprozessor."

Auf der Nvidia-Website werden die Geforce-Grafikchips mit diesem einleitenden Satz vorgestellt.[9] Und auch im Nvidia Geschäftsbericht von 2008 ist zu lesen, dass „our GPU business is comprised primarily of our GeForce products (…)” und “GPUs enhance the user experience for playing video games, editing photos, viewing and editing videos and high-definition (…) movies.”[10]

Nvidias Geschäftspolitik konzentriert sich also vorrangig auf die GeForce-Familie, die dem Besitzer besondere Erfahrungen auf den Gebieten Videospiele, Foto- und Videobearbeitung und -betrachtung und High-Definition bieten soll.

GeForce zielt folglich auf den Entertainment-Sektor und Multimediabearbeitung am PC ab:

High-Definition-Entertainment[11] spricht hier sowohl solche Menschen an, die das neue, hochauflösende Filmformat zuhause genießen möchten, als auch Early Adaptors, die mit der neuen 3D-Technologie[12] für zuhause eine der neusten Errungenschaften im Home-Entertainment erleben wollen.

Außerdem wird der Hobby- und professionelle Bereich mit Rendering[13], Videoschnitt und -bearbeitung[14] und Fotobearbeitung[15] gezielt angesprochen.

Auf dem privaten Sektor allerdings wird Videobearbeitung und Rendering von den Usern kaum genutzt[16] und die 3D-Technik ist gerade erst ihren Kinderschuhen entwachsen, auf dem PC-Sektor also noch weniger verbreitet als bei den TV-Geräten[17], da hierfür nicht nur die richtige Hardware gebraucht wird, sondern auch neue Peripheriegeräte. Außerdem gibt es noch zu wenig Film- und Spielmaterial.

High-Definition am PC setzt zwar eine gute Grafikkarte voraus, kann aber auch bei einer starken CPU mit einer Karte aus dem Low-Cost-Segment realisiert werden[18]

Allgemein wird der PC fürs Heimkino noch selten genutzt.

Diese Zielgruppen bilden also allenfalls für die Zukunft ein starkes Potenzial, die bedeutendste Gruppe heute bilden die PC-Spieler.

Diese Zielgruppe bildet ihre demographische Spitze sowohl bei den männlichen als auch weiblichen 8- bis 35-Jährigen.[19]

Am liebsten werden Actionspiele gespielt[20], die Mediennutzung fokussiert sich auf TV und Internet und der durchschnittliche Nettoverdienst der Erwerbstätigengruppe liegt zwischen 750 und 1.500 Euro im Monat.[21]

Die marktstrategischen Bemühungen Nvidias und der Grafikkartenhersteller sind hauptsächlich auf diese Zielgruppe ausgelegt.

[...]


[1] Vgl.: Rob Csongor, “NVIDIA bringt nStant Media”, http://www.prnewswire.co.uk/cgi/news/release?id=124011, [Stand: 27.05.2010]

[2] Quelle: Oliver Mann & Arnt Kugler, „50 AMD- und Nvidia-Grafikchips im Vergleich“, http://www.chip.de/artikel

/50-AMD-und-Nvidia-Grafikchips-im-Vergleich-2_29791441.html, [Stand: 27.05.2010]

[3] Quelle: Johannes Wagemann, dpa, „Experte lobt Windows 7 für Benutzerfreundlichkeit“ http://www.focus.de/digital/computer/computer-experte-lobt-windows-7-fuer-benutzerfreundlichkeit_aid_447078.html, [Stand: 27.05.2010]

[4] Quelle: elcario, „Der Boom der Social Networks“, http://www.elcario.de/der-boom-der-social-networks/38/, [Stand: 27.05.2010]

[5] Quelle: Markus Pytlik, „Umfrage: Internet-Nutzer verzichten auf Fernsehen“, http://winfuture.de/news,36290.html, [Stand: 27.05.2010]

[6] Quelle: BITKOM, „Private Computernutzung steigt in Deutschland auf 70 Prozent“, http://www.bitkom.org/de/presse/49919_49655.aspx, [Stand: 27.05.2010]

[7] Quelle: Focus, „Wofür verwenden Sie im Haushalt ihren Computer?“, http://www.focus.de/service/statistik/wissenschaft-und-technik/computernutzung-wofuer-verwenden-sie-im-haushalt-ihren-computer_aid_423425.html, [Stand: 27.05.2010]

[8] Quelle: IfD Allensbach, „Welche Zusatzgeräte für einen Computer planen Sie, in den nächsten 1 bis 2 Jahren wahrscheinlich anzuschaffen?“, http://de.statista.com/statistik/diagramm/studie/106100/umfrage/art-der-computerausstattung-deren-anschaffung-geplant-ist/, [Stand: 27.05.2010]

[9] Quelle: Nvidia, „GeForce Family“, http://www.nvidia.de/object/geforce_family_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[10] Quelle: Nvidia: Geschäftsbericht, 2008, S. 8 (erster Absatz)

[11] Quelle: Nvidia, “GeForce GTX 280” http://www.nvidia.de/object/geforce_gtx_280_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[12] Quelle: Nvidia, http://www.nvidia.de/object/GeForce_3D_Vision_Main_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[13] Quelle: Nvidia, http://www.nvidia.de/object/product_geforce_gts_250_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[14] Quelle: Nvidia, http://www.nvidia.de/object/product_geforce_gtx_285_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[15] Quelle: Nvidia, http://www.nvidia.de/object/product_geforce_gtx_275_de.html, [Stand: 27.05.2010]

[16] Quelle: Focus, „Wofür verwenden Sie im Haushalt ihren Computer?“, http://www.focus.de/service/statistik/wissenschaft-und-technik/computernutzung-wofuer-verwenden-sie-im-haushalt-ihren-computer_aid_423425.html, [Stand: 27.05.2010]

[17] Quelle: Wolfgang W. Merkel, „Das 3D-Fernsehen ist besser, als viele denken“ http://www.welt.de/webwelt/article5776619/Das-3D-Fernsehen-ist-besser-als-viele-denken.html, [Stand: 27.05.2010]

[18] Quelle: Thomas Rau, Michael Schmelzle, „Ihr PC topfit für HD-Videos“, http://www.pcwelt.de/start/computer/pc/praxis/154696/ihr_pc_topfit_fuer_hd_videos/, [Stand: 27.05.2010]

[19] Vgl.: GamesIndustry, http://www.gamesindustry.com/content/img/page/TG09_DE_PCgames_Population_DEF_tn5.jpg, [Stand: 27.05.2010]

[20] Quelle: „Welche Art von Spielen spielen Sie am liebsten?“, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/153466/umfrage/beliebte-genres-bei-pc--und-konsolenspielen/, [Stand: 27.05.2010]

[21] Quelle: Der Spiegel, „Wie hoch ist Ihr Nettoeinkommen im Monat?“, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/12692/umfrage/hoehe-des-nettoeinkommens-von-20-35-jaehrigen/, [Stand: 27.05.2010]

Details

Seiten
15
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640804290
ISBN (Buch)
9783640804610
Dateigröße
785 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163486
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
2,2
Schlagworte
Zielgruppenanalyse Marketing-Mix Nvidia GeForce Computer

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Titel: Zielgruppenanalyse - Nvidia GeForce-Grafikkarten