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Regulative Musiktherapie nach Christoph Schwabe

Hausarbeit (Hauptseminar) 2002 12 Seiten

Musik - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

RMT und Psychotherapie

Das trainingsbezogene Handlungsprinzip

Spezifische Merkmale der Musiktherapie

Rezeptive Musiktherapie

Spezielle Ziele der RMT

Die Funktion der Musik in der RMT

Die Durchführung von RMT

Charakteristischer Verlauf einer RMT

Regulatives Musiktraining

Literatur

Einleitung

Im Folgenden möchte ich mich mit dem Verfahren der regulativen Musiktherapie be­schäftigen. Es wurde in den 70er Jahren von Christoph Schwabe entwickelt, auf dessen Buch „Regulative Musiktherapie“ ich mich in dieser Hausarbeit beziehe.

Auf Grund besserer Lesbarkeit benutze ich die Abkürzung RMT für R egulative M usik­ t herapie.

RMT und Psychotherapie

Bei der RMT handelt es sich um eine psychotherapeutische Behandlungsform. Meist wird sie zur Unterstützung anderer Therapieformen eingesetzt, so dass ein Patient durchaus gleichzeitig durch verschiedene psychotherapeutische Verfahren behandelt werden kann.

Bei jeder Psychotherapie handelt es sich um einen Interaktionsvorgang zwischen zwei oder mehr Personen. Ziel ist dabei, die Auseinandersetzung des Patienten mit sich selbst und mit anderen zu aktivieren, um dadurch krankhafte Erlebnis- und Handlungsweisen zu beeinflussen. Pathologische Erscheinungsformen sollen ver­bessert werden. Diese können sowohl das psychische als auch das körperliche Be­finden des Patienten betreffen.

Es ist die Aufgabe des Therapeuten, den Patienten in die Lage zu versetzen, die we­sentlichen Schritte zum Erreichen dieser Ziele selbst tun zu können

Das trainingsbezogene Handlungsprinzip

Die RMT basiert auf dem trainingsbezogenen Handlungsprinzip, als dessen wesent­liches Merkmal Schwabe die „Realisierung einer trainingsspezifischen Aufgabenstel­lung“ nennt (Schwabe 1979, S. 24). Das heißt, der Therapeut bietet dem Patienten ein nachvollziehbares Programm an, dessen Ziel therapeutischer Art ist und sich nach den Problemen des Patienten richtet. Dieses Programm soll der Patient im Laufe der Therapie durch Lernen und Trainieren in die Realität umsetzen, wobei ihm der Therapeut hilft. In der RMT geht es in diesem Programm besonders darum, ein spezifisches Verhalten zu trainieren, mit dessen Hilfe der Patient sein körperliches sowie psychisches Befinden beeinflussen soll. Dieses Verhalten soll während der Therapie trainiert werden, um es später im Alltag ohne Hilfe des Therapeuten an­wenden zu können.

Unterstützung bekommt jeder Einzelne auch in der Therapiegruppe, in der sich die Patienten über ihre Aufgaben austauschen und somit jedem helfen, sein individuelles Ziel zu erreichen.

Trainingsbezogene Therapien zielen auf Symptombeseitigung ab, sie beziehen sich also ausschließlich auf den aktuellen Zustand der Persönlichkeit des Patienten. Ziele können dabei beispielsweise die Steigerung der Leistungsfähigkeit, Widerstands­fähigkeit oder auch der Relaxationsfähigkeit sein.

Spezifische Merkmale der Musiktherapie

Das Besondere an der Musiktherapie im Vergleich zu anderen Psychotherapien ist zuerst einmal der Einsatz von Musik. Diese kann in den Formen Rezeption, Repro­duktion oder Produktion eingesetzt werden.

Insbesondere folgende Merkmale zeichnen Musiktherapie aus (vgl. Schwabe 1979, S. 35):

1. Die Prozesse in der Musiktherapie zielen besonders auf das Auslösen emotio­naler Vorgänge ab. Dies ist möglich, da jeder Mensch mit Musik Sachverhalte verbindet, die für ihn persönlich bedeutsam sind, Musik bedeutet somit für je­den Menschen etwas anderes. Besonders die so genannte Kunstmusik löst emotionale Vorgänge aus und fördert die Auseinandersetzung mit sich selbst. Dies nutzt die RMT, indem sie fast ausschließlich diese Art der Musik verwendet.
2. Musik bildet ein Zwischenglied, über welches die Beziehung zwischen Patient und Therapeut abläuft, was besonders dann hilfreich ist, wenn der Patient Schwierigkeiten hat, eine direkte Beziehung aufzubauen oder sich wort­sprachlich zu äußern. Somit wird eine für viele Patienten notwendige Distanz gewahrt, was Angstgefühlen entgegenwirken kann.
3. In der Musiktherapie wird viel auf einer nonverbalen Kommunikationsebene agiert, welche weniger Abwehrreaktionen hervorruft als die sprachliche Kom­munikation. Die nonverbale Kommunikation ist weniger konkret und angst­besetzt, der Patient kann sich durch sie ausdrücken. Dies trifft besonders für die aktive Musiktherapie zu, in der Patienten selbst Musik produzieren und sich dadurch äußern.

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Details

Seiten
12
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638212151
ISBN (Buch)
9783656878216
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16331
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg – Pädagogik
Note
1,5
Schlagworte
Regulative Musiktherapie Christoph Schwabe Hauptseminar Grundlagen

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Titel: Regulative Musiktherapie nach Christoph Schwabe