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Nationalsozialismus und italienischer Faschismus als politische Religionen

Parallelen und Unterschiede im ideologiekritischen Vergleich

Bachelorarbeit 2010 38 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Neues Phänomen – neues Konzept

1. Allgemeines zu politischen Religionen
1.1. Definition
1.2. Abgrenzung
1.3. Erfolgsvoraussetzungen

2. Ital. Faschismus und Nationalsozialismus im Vergleich
2.1. Das höchste Ideal – Volk vs. Staat
2.1.1. Hitler
2.1.2. Mussolini
2.2. Das Überirdische
2.2.1. Hitler
2.2.2. Mussolini
2.3. Der Glaube
2.3.1. Hitler
2.3.2. Mussolini
2.4. Der neue Messias
2.4.1. Hitler
2.4.2. Mussolini
2.5. Das Heilversprechen – Arier- vs. Rom- und Totenkult
2.5.1. Hitler
2.5.2. Mussolini
2.6. Der Feind
2.6.1. Hitler
2.6.2. Mussolini

3. Kirche vs. Totalitarismus
3.1. Das Verhältnis zur Kirche
3.1.1. Faschismus
3.1.2. Nationalsozialismus
3.2. Die Position der Kirche
3.2.1. Italien
3.2.2. Deutschland
3.2.2.1. Die katholische Kirche
3.2.2.2. Die evangelische Kirche
3.3. Die weitere Entwicklung
3.3.1. Italien
3.3.2.Deutschland

Zwei Regime – zwei politische Religionen?

Quellen- und Literaturverzeichnis
Primärliteratur
Wissenschaftliche Literatur

Neues Phänomen – Neues Konzept

Im 20. Jahrhundert tritt ein Phänomen zu Tage, das es vorher in dieser Dimension noch nicht gegeben hat. Hunderttausende versammeln sich auf Plätzen, um einem politischen Führer zuzujubeln, den sie für eine Art neuen Messias halten, lassen sich von einer weltlichen Vision vereinnahmen, als sei diese in der Lage, das Paradies auf Erden zu schaffen und erklären selbst menschenverachtende Ideologien zu neuen Evangelien, die wie Dogmen einer Glaubensbewegung kaum hinterfragt werden. Um dieses Phänomen, aber auch politische Totalitarismen im Allgemeinen zu erklären, wurde das Konzept der politischen Religion erdacht – eine weltliche Religion, deren politische Ideologen durch die spirituelle Grundierung ihrer Bewegung versuchen, religiös orientierungslosen Untertanen neuen Halt zu geben und diese so für ihre Ideen zu gewinnen.

Auf dieses Thema soll in der vorliegenden Arbeit näher eingegangen werden. Dabei werden zwei konkrete Beispiele behandelt: Der deutsche Nationalsozialismus und der italienische Faschismus. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn das Konzept der politischen Religion lässt sich nicht auf jedes beliebige Regime anwenden. Eine gewisse Ausprägung religiöser Ideologeme und Vorstellungen muss vorhanden sein, um einer Bewegung das Attribut einer politischen Religion zukommen zu lassen. Aus diesem Grund stellen sich folgende Fragen: Lässt sich das Konzept der politischen Religion überhaupt auf den Nationalsozialismus und den italienischen Faschismus anwenden? Und wenn ja: kann man beide Ideologien in gleichem Maße als politische Religionen klassifizieren?

Das Konzept der politischen Religionen als solches steckt auch heute noch in den Kinderschuhen. Ins Leben gerufen in den 30er Jahren, u.a. von Eric Voegelin, ist es jedoch mittlerweile als Forschungsansatz anerkannt. Besonders der Nationalsozialismus wurde bereits relativ ausführlich untersucht. Entsprechend haben die Autoren, die sich diesbezüglich hervorgetan haben, die vorliegende Arbeit durch ihre Forschung zum Thema beeinflusst. Zu nennen sei dabei in erster Linie Claus-Ekkehard Bärsch[1], der eine präzise Analyse der religiösen Vorstellungen Hitlers liefert, die dieser in Mein Kampf zum Ausdruck bringt. Auch Michael Hesemann, der in einem sehr weitgreifenden Ansatz die Entwicklung Hitlers Religionsvorstellung, seine religiös-ideologischen Vorbilder und schließlich auch sein Verhältnis zur Kirche beschreibt, soll hier erwähnt werden. Der Sammelband von Michael Ley und Julius H. Schoeps beschäftigt sich ebenfalls ausführlich mit dem Thema. Neben den beiden Herausgebern kommen verschiedene Autoren (u.a. François Bédarida, Klaus Vondung und Philippe Burrin) zu Wort, die sich mit der nationalsozialistischen Apokalyptik, aber auch mit dem Verhältnis von Nationalsozialismus und Christentum beschäftigen. Gerade zur Erforschung dieses Verhältnisses hat Edmond Vermeil bereits 1944 viel beigetragen. Schließlich sei auch Hans Maier zu erwähnen, der in seiner Eigenschaft als langjähriger Professor für christliche Weltanschauung neben dem politikwissenschaftlichen Blickwinkel auch eine religionswissenschaftliche Sichtweise auf das Thema der politischen Religion gewährleistet.

Der Faschismus hingegen ist im Vergleich zum Nationalsozialismus noch relativ unerforscht. Zu erwähnen sei dabei vor allem Emilio Gentile, der als italienischer Vorreiter des Konzepts der politischen Religion das faschistische Regime in Italien einer ausführlichen Analyse unterzieht und dabei sowohl die zugrundeliegenden religiösen Vorstellungen als auch deren Umsetzung in Form von Riten, Liturgien und Symbolen untersucht. Neben ihm hat auch Frank Vollmer das faschistische Regime sehr ausführlich untersucht und anhand von zwei italienischen Beispielstädten die konkreten Auswirkungen analysiert. Ein Kapitel widmet er dabei auch dem italienischen Faschismus als politischer Religion. Abschließend sei auch auf Lutz Klinkhammer und Alexander Nützenadel hingewiesen, die vor allem das Verhältnis der katholischen Kirche zum Faschismus thematisieren.

Trotz der vielen verschiedenen Analysen zum Thema – vor allem auf Seiten des Nationalsozialismus – liegt ein Vergleich der religiösen Aspekte beider Ideologien nach Kenntnisstand des Autors noch nicht vor. Die vorliegende Arbeit stellt daher den Versuch dar, diese Lücke ein zumindest ansatzweise zu schließen. Dabei soll, um dem Umfang der Arbeit Rechnung zu tragen, nur auf die religiösen Ideologeme beider Weltanschauungen eingegangen werden. Die konkrete Ausgestaltung in Form von Riten, Symbolen und Liturgien kann ebenso wenig berücksichtigt werden wie die breite Palette nationalsozialistischer und faschistischer Quellen, die die religiöse Ausprägung beider Ideologien belegen. Daher basiert die Analyse beider Ideologien hauptsächlich auf den von Hitler formulierten Ideen in Mein Kampf bzw. den Reden und Schriften Mussolinis.

Nach einer Definitionsübersicht, einer Abgrenzung von anderen Religionstypen und einer kurzen Schilderung der Entstehungsvoraussetzungen soll in dieser Arbeit vor allem auf den ideologiekritischen Vergleich eingegangen werden, um anschließend das Verhältnis beider totalitären Regime zur Kirche zu thematisieren. Nach der Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit wird so schließlich versucht, eine Antwort auf die Leitfrage dieser Arbeit zu finden: Kann man bei beiden Ideologien tatsächlich von politischen Religionen sprechen?

1. Allgemeines zu politischen Religionen

1.1. Definition

Um ein genaues Verständnis einer politischer Religion im Allgemeinen und der in dieser Arbeit vorgestellten religiös-ideologischen Konzepte im Spezifischen zu ermöglichen, müssen zuallererst einmal folgende Fragen beantwortet werden:

1.) Was versteht man allgemein unter einer politischen Religion?
2.) Wann kann man einer Religion konkret das Prädikat „politisch“ zuordnen?

Um die erste Frage zu klären, sei auf Emilio Gentile verwiesen. Er betont vor allem das Konzept der „Sakralisierung der Politik“[2]. Dabei grenzt er die politische Religion klar von der konventionellen Religion ab, spricht vielmehr von „einer Sache, [der] ein Heiligenschein verliehen wird, die von dieser Welt ist“, welche dann „als Sinn und Zweck der gesamten Existenz verabsolutiert wird“[3]. Die so „sakralisierte“ Politik bedient sich Mythen, Ritualen und Symbolen, um das Vertrauen und die Hingabe der Gesellschaft zu gewinnen, Sinn zu stiften und die Grenze zwischen Gut und Böse zu ziehen. Sie versucht, die Einzelperson durch ethische und soziale Gebote an sich zu binden, sieht die Mitglieder ihrer Bewegung als Auserwählte an und hält ihre politischen Absichten für eine Art heilbringende Mission. Zudem entwickelt sie politische Rituale, die der Anbetung der heiliggesprochenen Sache durch verschiedene Institutionen und Bilder, aber auch durch eine sakrale Geschichte dienen.[4] Ziel dabei ist die Erneuerung der menschlichen Natur und die vollkommene Integrierung des Individuums ins Kollektiv. Dabei soll die traditionelle Religion verdrängt und durch die neue religiöse Bewegung abgelöst werden.[5] Zur Erreichung der Ziele der Bewegung wird das Mittel der Gewalt propagiert. Das Individuum verliert seine Unabhängigkeit gegenüber dem Kollektiv, auch seine Glaubensfreiheit wird durch die Vorschreibung eines politischen Kults und ebensolcher Gebote stark begrenzt. Anderen Religionen gegenüber ist die politische Religion entweder feindlich gesinnt oder versucht, diese in das eigene System zu integrieren.[6]

Zur Klärung der zweiten Frage sei auf Claus-Ekkehard Bärsch verwiesen. Damit einer Religion konkret das Prädikat „politisch“ zugeordnet werden kann, müssen zuerst einmal vier Kriterien erfüllt sein:

1.) Der Glaube an ein Jenseits und damit verbundene überirdische Kräfte ist vorhanden.
2.) Ein Heilversprechen ist primär oder zumindest in gleichem Maße im Diesseits gegeben. Ideologien, die keine weltliche Erlösung versprechen, können dementsprechend auch nicht als politische Religionen angesehen werden.
3.) Die handelnden Personen sind davon überzeugt, dass das zu erstrebende Heil in der politischen Ordnung liegt und durch diese verwirklicht werden kann.
4.) Der Glaube an überirdische Kräfte ist in der Lage, das Bewusstsein der Gesellschaft so zu beeinflussen, dass die gesellschaftliche Struktur in seinem Sinne wahrgenommen und gerechtfertigt wird.[7]

1.2. Abgrenzung

Wie in der oben genannten Definition von Gentile bereits erwähnt, ist die politische Religion klar von anderen Religionstypen abzugrenzen. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, kann im Folgenden jedoch nur auf einen dieser Religionstypen eingegangen werden[8] – die Zivilreligion. Unter ihr versteht man einen modernen Religionstypus, der im Gegensatz zur politischen Religion steht. Die Zivilreligion ist für gewöhnlich weltlicher Natur, auch wenn ihre Anhänger gelegentlich auf ein transzendentes Wesen zurückgreifen. Gegenüber anderen Ideologien und anderen religiösen Strömungen zeichnet sie sich durch ihre Neutralität aus, steht für eine Trennung von Kirche und Staat und setzt sich für die Einhaltung der Ideale der Ethik und gesamtgesellschaftliche Rituale ein. Zudem bedient sie sich im Normalfall nicht der Gewalt.[9]

1.3. Erfolgsvoraussetzungen

Wie konnte es dazu kommen, dass sich politische Religionen im 20. Jahrhundert so radikal durchsetzen konnten? Dafür mussten natürlich gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Diese ließen sich insbesondere in der Zeit nach der Aufklärung finden, denn letztere beeinflusste das Denken und Wahrnehmen der Menschen massiv. Ihre Anhänger lehnten die Kirche entschieden ab und bliesen zum Angriff auf den traditionellen Glauben.[10] Damit trugen sie letztlich zum Triumph der Wissenschaft bei, aus welchem sich ein regelrechter Wissenschaftsglaube entwickelte[11] – ein Glaube, der schließlich trotz vieler Dinge, die auch er nicht erklären konnte, mit der christlichen Religion für unvereinbar erklärt wurde.[12]

Zu den dadurch entstandenen Schwierigkeiten der Kirche gesellte sich ein weiteres Problem, denn die Kirche hatte immer mehr mit Konkurrenz aus anderen (pseudo-) religiösen Lagern zu kämpfen. Diese Bewegungen versuchten, der traditionellen Kirche den Rang abzulaufen. In einer unsicheren Kultur trieb gerade das Bedürfnis nach Irrationalem die Menschen diesen Bewegungen in die Arme.[13] Es galt, Ersatz für kirchliche Weltanschauungen zu bieten, die keine befriedigenden Erklärungen mehr bieten konnten. Den Menschen fehlte die spirituelle Verankerung.[14]

So standen sich Wissenschaftsglaube und Irrationales als die zwei Gegenpole gegenüber. Vor allem aus der Vorliebe für Letzteres gingen viele Splitterbewegungen hervor. Das dadurch entstandene Chaos konnten sich nun diejenigen Bewegungen zunutze machen, die möglichst viele unterschiedliche Splitterideologien auf sich vereinten und dadurch eine neue, ganzheitliche Welterklärung bereitstellten. In diesem Klima entstanden so die politischen Religionen. Sie stellten eine Überwindung des Chaos, des Pluralismus und der Orientierungslosigkeit in Aussicht und propagierten eine Gesellschaft der Allgemeinheit, in der Regierende und Regierte vollkommen identisch sein sollten. Zudem nahmen sie alle Gedanken in ihr Programm auf, die zur Verbesserung der Gesellschaft erdacht worden waren. Politische Einigung und soziale Gerechtigkeit fanden so ebenfalls Eingang in ihre Ideologie wie Volksherrschaft und die Idee der Nation und Klasse.[15]

2. Faschismus und Nationalsozialismus im Vergleich

2.1. Das höchste Ideal – Volk vs. Staat

2.1.1. Hitler

Im Zentrum von Hitlers religiöser Vorstellung steht das Konzept des Volkes. Für ihn ist die völkische Weltvorstellung eine Art „politisches Glaubensbekenntnis“[16]. Völker sind als Staaten organisiert, wobei der Staat dem Volk zu dienen hat, eine eigene Daseinsberechtigung hat er nicht:

Der Staat ist ein Mittel zum Zweck. [17] Sein Zweck liegt in der Erhaltung und Förderung einer Gemeinschaft physisch und seelisch gleichartiger Lebewesen. Diese Erhaltung selber umfaßt erstlich den rassenmäßigen Bestand und gestattet dadurch die freie Entwicklung aller in dieser Rasse schlummernden Kräfte.[18]

Der Staat selbst wird also nicht verherrlicht. Mit ihm wird nichts Heiliges verbunden, er ist nur „Mittel zum Zweck“. Dieser Zweck besteht darin, die „Einheit der Seele“[19] des Volkes herbeizuführen, die auf der Reinheit der Rasse beruht. Aufgrund der Tatsache, dass Hitler dem Volk eine Seele, die so genannte „Volksseele“[20], zuschreibt, wird bereits der religiöse Charakter dieser Konzeption deutlich. Dabei steht vor allem die „deutsche Seele“ im Vordergrund. Dieser bezeugt er ein besonderes Verhältnis zum Allmächtigen, denn Gott steht laut Hitler dem gesamten deutschen Volk bei: „Ich bin überzeugt, daß er [Gott] 67 Millionen Deutsche nicht verlassen wird, die so hart dafür gearbeitet haben, ihre rechtmäßige Stellung in der Welt wiederzugewinnen.“[21] Diese göttliche Unterstützung drückt er auch im Folgenden aus: „Gott hat dieses Volk gebildet, nach seinem Willen ist es geworden, und nach unserem Willen soll es bleiben und nimmer vergehen.“[22] Hitler spricht sogar von einer „vom Schöpfer zugewiesenen Mission“ des deutschen Volkes:

Für was wir zu kämpfen haben, ist die Sicherung des Bestehens und der Vermehrung unserer Rasse und unseres Volkes, die Ernährung seiner Kinder und Reinhaltung des Blutes, die Freiheit und Unabhängigkeit des Vaterlandes, auf daß unser Volk zur Erfüllung der auch ihm vom Schöpfer des Universums zugewiesenen Mission heranzureifen vermag.[23]

Hierbei sollen weder Hitlers Jenseitskonzeption[24] noch die religiös-rassistische Legitimierung, auf der die Vorstellung von der Beziehung des deutschen Volkes zum Überirdischen beruht[25], vorweggenommen werden. Um Faschismus und Nationalsozialismus vergleichen zu können, müssen die Ideologeme beider Weltanschauungen in gewisse Kategorien eingeordnet werden. Da dies nicht immer reibungsfrei möglich ist und beide aus einem engmaschigen Ideologiegefüge verschiedener Ideen bestehen, kann es zu Überschneidungen und Wiederholungen kommen. Nur so ist jedoch ein sinnvoller Ideologievergleich möglich.

2.1.2. Mussolini

Bei Mussolini hingegen steht nicht das Volk an höchster Stelle, sondern der Staat: „Tutto è nello Stato, e nulla di umano o spirituale esiste, e tanto meno ha valore, fuori dello Stato. In tal senso il fascismo è totalitario, e lo Stato fascista, sintesi e unità di ogni valore, interpreta, sviluppa e potenzia tutta la vita del popolo.”[26] Er bezeichnet ihn gar als „reinste Realität“: „La Patria non è una illusione, la Patria è la più grande, la più umana, la più pura delle realtà!”[27] Für Mussolini stellt der Staat somit das höchste Ideal dar. Als alles bedingender Überbau durchdringt er das Leben der Bevölkerung in totalitärem Sinne. Selbst die Religion, die spirituelle Ebene kommt nicht ohne ihn aus. Entsprechend lassen sich viele Äußerungen Mussolinis finden, die den Staat mit etwas Heiligem in Zusammenhang bringen. So spricht er beispielsweise von den „termini sacri della patria“[28], die in seiner Bewegung verankert sind, und von den „frontiere sacre“[29] bzw. „confini veramente sacri“[30] des Vaterlandes. Die Werte der Nation werden gar zum neuen Evangelium stilisiert – „i valori nazionali, quelli che formano i nostri vangeli”.[31] Sie selbst wird zudem zum Mythos[32] erklärt: „Il nostro mito è la Nazione, il nostro mito è la grandezza della Nazione! E a questo mito, a questa grandezza, che noi vogliamo tradurre in una realtà completa, noi subordiniamo tutto il resto.”[33]

Mussolini geht sogar so weit, den Staat zu vergöttern. Er spricht von „la nostra divina e adorabile Italia fascista”.[34] Und: „Salutate questa Italia, questa divina nostra terra protetta da tutti gli Iddii”[35]. Er sieht im Aufstieg Italiens zudem eine Verbindung zum Überirdischen, ein göttliches Zeichen: „Pensate, o commilitoni, alla storia italiana di questo scorcio di secolo e vi troverete quasi certamente il segno di Dio.”[36]

Es lassen sich zwar viele Hinweise auf eine Divinisierung der Nation bzw. des Staates in Mussolinis Reden und Schriften finden. Darin lässt sich jedoch noch kein Alleinstellungsmerkmal einer politischen Religion ablesen. Seit der Französischen Revolution führte die Verherrlichung der Nation dazu, dass der Staat häufig zur Gottheit stilisiert wurde.[37] Insofern könnte man Mussolinis Äußerungen auch auf eine stark nationalistische Prägung zurückführen. Dafür spricht auch, dass Mussolini, obwohl er im Zusammenhang mit dem Staat häufig Begriffe verwendet, die Heiligkeit implizieren, kein klares Konzept propagiert, das dieser Heiligkeit zugrunde liegt. Der Bezug zwischen Staat und Überirdischem wird, abgesehen von Ausnahmen wie dem oben zitierten „segno di Dio“, ebenfalls nicht hergestellt. Insofern kann sich Mussolinis religiöses Staatskonzept mit Hitlers deutlich ausgeprägteren Vorstellung von der deutschen Volksseele und deren göttlichem Beistand nur bedingt messen.

2.2. Das Überirdische

2.2.1. Hitler

Die Götter lieben den, der von ihnen Unmögliches verlangt. Doch wenn wir das Unmögliche schaffen, dann werden wir die Zustimmung der Vorsehung wohl bekommen. Ich bin vielleicht kein sogenanntes Kirchenlicht – ein Frömmling, das bin ich nicht. Aber im tiefsten Innern bin ich doch ein frommer Mensche, d.h. ich glaube, daß, wer den Naturgewalten, die ein Gott geschaffen hat, entsprechend auf dieser Welt tapfer kämpft und nie kapituliert – daß der dann auch von dem Gesetzgeber nicht im Stich gelassen wird, sondern daß endlich er doch den Segen der Vorsehung bekommt.[38]

Hitler glaubt also an ein überirdisches Wesen. Einerseits ist er davon überzeugt, dass man den Willen Gottes durch Tapferkeit beeinflussen und damit den von diesem bestimmten Lauf der Dinge zu den eigenen Gunsten verändern kann. Die Vorsehung und der Allmächtige stehen für Hitler also in Verbindung, denn über Gott lässt sich das Schicksal beeinflussen. Andererseits spricht er sich jedoch im Rahmen seines Rassismus gegen jegliche „Korrektur des göttlichen Willens“[39] aus, vor allem wenn es darum geht, „das Krankhafteste um jeden Preis zu ‚retten’“.[40]

Hitlers Gottesvorstellung unterscheidet sich beträchtlich von der des Christentums. Der Gott Hitlers ist fern und nicht gütig. Als Gottgläubiger sollte man laut Hitler demütig einem „ungeheueren Gewaltigen, einer Allmacht gegenüberstehen, die so unerhört tief ist, dass wir Menschen sie nicht zu fassen vermögen“[41].[42]

Unter „religiös“ im Allgemeinen versteht Hitler die „Unzerstörbarkeit der Seele, die Ewigkeit ihres Daseins und die Existenz eines höheren Wesens“[43] – eine relativ traditionelle Vorstellung, die sich auch in Hitlers Glauben an Wunder ausdrückt: „Das ist das Wunder unserer Zeit, daß ihr mich gefunden habt unter so vielen Millionen!“[44] Von einem Leben nach dem Tod ist Hitler ebenfalls überzeugt: „Man kann sich eine Religion nach arischer Auffassung nicht vorstellen, der die Überzeugung des Fortlebens nach dem Tode in irgendeiner Form mangelt.“[45] Hitlers Verachtung für „völkische Johannesse“, Anhänger einer rein heidnischen Religion, sprechen ebenfalls für ein eher traditionelles Gottesbild des Diktators und für dessen Ablehnung des germanischen Polytheismus[46]:

Von der Weltfremdheit und besonders der Unkenntnis der Volksseele dieser völkischen Johannesse des zwanzigsten Jahrhunderts will ich dabei ganz absehen. Sie wird genügend illustriert durch die Lächerlichkeit, mit der sie von links behandelt werden. Man läßt sie schwätzen und lacht sie aus[47].

2.2.2. Mussolini

Mussolinis Verhältnis zu Gott ist nicht ganz eindeutig feststellbar. Seine sozialistische Vergangenheit lässt einerseits auf eine atheistischen Grundhaltung schließen.[48] Die Nähe zu Nietzsche deutet ebenfalls darauf hin.[49] Dass Mussolini zumindest anfangs nicht an Gott glaubt, lässt auch eine Rede vermuten, in deren Verlauf er die Existenz eines Gottes in Frage stellt: „Se Dio c’è, gli dò due minuti di tempo per fulminarmi.“[50]

Andere Quellen aus der Zeit nach der Machtergreifung, beispielsweise die Tagebücher der Claretta Pettacci[51], Mussolinis Geliebter, zeigen andererseits jedoch einen Mussolini, der offenbar dem traditionellen christlichen Glauben durchaus nicht abgeneigt ist. So äußert er sich bezüglich einer Operation wie folgt: „Dovrò fare l’operazione. Non mi pare che l’ulcera sia verso dietro, quindi l’operazione non si può fare. Perciò bisogna affidarsi al Signore.”[52] Pettacci spricht zudem von einem sich bekreuzigenden Mussolini.[53]

In seiner Definition des Faschismus leuchtet darüber hinaus der Glaube an eine wenn auch nicht näher definierte Transzendenz durch: „Il fascismo è una concezione religiosa, in cui l’uomo è veduto nel suo immanente rapporto con una legge superiore, con una volontà obiettiva che trascende l’individuo particolare e lo leva a membro consapevole di una società spirituale.“[54] Auch ans Schicksal scheint Mussolini zu glauben: „Signori! Io credo fermissimamente nel destino di potenza che aspetta la nostra giovane Nazione.”[55] Und: „Se il destino voglia, la vittoria sia la pedana dalla quale si balza all'avvenire.”[56] Mussolini ist zudem von der Ewigkeit des Daseins überzeugt: „Quella che chiamiamo «vita» non è che un quasi impercettibile «punto» fra due eternità, quella di prima e quella di dopo.”[57] Seinen kometenhaften Aufstieg und den seiner Bewegung sieht Mussolini zudem – genau wie Hitler – als Wunder an, das dem neuen faschistischen Glauben zu verdanken war.[58]

Insgesamt lässt sich in Mussolinis Weltvorstellung durchaus eine Überzeugung von der Existenz einer Transzendenz festmachen. Was seine Gottesvorstellung angeht, scheint er zudem eine Entwicklung durchgemacht zu haben. Der anfangs atheistische Mussolini nähert sich später offenbar der Gottes- und Jenseitsvorstellung der katholischen Kirche an. Im Gegensatz zu Hitler werden Gott, aber auch andere vage Andeutungen einer Transzendenz („una legge superiore“) von Mussolini jedoch nur bruchstückhaft in die eigene Ideologie eingebunden. Gemeinsamkeiten bezüglich des Überirdischen lassen sich allenfalls im Rahmen der Schicksalskonzeptionen finden. Beide berufen sich häufig auf die „Vorsehung“ bzw. den „destino“ und räumen diesem eine wichtige Rolle ein. Das Schicksal ist für Hitler jedoch erkennbar mit dem Allmächtigen verknüpft, während sich bei Mussolini darauf keine Hinweise finden lassen. Insgesamt kann man daher Hitlers Ideologie mit Sicherheit einen stärkeren Bezug zu Gott und eine komplexere Einbindung einer Transzendenz bescheinigen.

2.3. Der Glaube

2.3.1. Hitler

Wie zuvor bereits erwähnt, sieht Hitler in einer völkischen Weltanschauung ein „Glaubensbekenntnis“. In diesem Zusammenhang betont er auch die Wichtigkeit dieses Glaubens, der unabdingbar für die „siegreiche Durchfechtung“ der eigenen Weltanschauung ist:

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei übernimmt aus dem Grundgedankengang einer allgemeinen völkischen Weltvorstellung die wesentlichen Grundzüge, bildet aus denselben, unter Berücksichtigung der praktischen Wirklichkeit, der Zeit und des vorhandenen Menschenmaterials sowie seiner Schwächen, ein politisches Glaubensbekenntnis, das nun seinerseits in der so ermöglichten straffen organisatorischen Erfassung großer Menschenmassen die Voraussetzung für die siegreiche Durchfechtung dieser Weltanschauung selber schafft.[59]

Zum Glauben an sich äußert er sich ebenfalls. Dieser dient zwar einerseits „höheren Idealen“. Andererseits ist er aber auch für eine geordnete und sichere Existenz unabdingbar:

Indem der Glaube mithilft, den Menschen über das Niveau eines tierischen Dahinlebens zu erheben, trägt er in Wahrheit zur Festigung und Sicherung seiner Existenz bei. Man nehme der heutigen Menschheit die durch ihre Erziehung gestützten, religiös-glaubensmäßigen, in ihrer praktischen Bedeutung aber sittlich-moralischen Grundsätze durch Ausscheidung dieser religiösen Erziehung und ohne dieselbe durch Gleichwertiges zu ersetzen, und man wird das Ergebnis in einer schweren Erschütterung der Fundamente ihres Daseins vor sich haben. Man darf also wohl feststellen, daß nicht nur der Mensch lebt, um höheren Idealen zu dienen, sondern daß diese höheren Ideale umgekehrt auch die Voraussetzung zu seinem Dasein als Mensch geben. So schließt sich der Kreis.[60]

Dieser muss zudem bedingungsloser Natur sein, denn nur so kann

aus dem Heer von oft Millionen Menschen […] einer hervortreten, um mit apodiktischer Kraft aus der schwankenden Vorstellungswelt der breiten Masse granitene Grundsätze zu formen und solange den Kampf für alleinige Richtigkeit aufnehmen, bis sich aus dem Wellenspiel einer freien Gedankenwelt ein eherner Fels einheitlicher glaubens- und willensmäßiger Verbundenheit erhebt.[61]

Auch wenn Hitler den Glauben als „Voraussetzung für die siegreiche Durchfechtung“ seiner Weltanschauung bezeichnet, spricht er das Thema in Mein Kampf sehr selten an. Er geht eher auf den konkreten Glaubensinhalt – seine Rassenideologie – ein, anstatt den Glauben an die Sache zu unterstreichen.

2.3.2. Mussolini

Der Glaube ist für Mussolini ebenfalls unabdingbar. Dessen Wichtigkeit unterstreicht dieser bereits zu seiner sozialistischen Zeit[62]: „L’umanità ha bisogno di un credo. È la fede che muove le montagne perché dà l’illusione che le montagne si muovano. L’illusion è, forse, l’unica realtà della vita.”[63] An die Macht gelangt, fügt er hinzu: „O fascisti […] serbate intatta negli animi la piccola fiaccola della purissima fede!”[64]

Mussolini erhebt jedoch keinen Anspruch auf Wahrheitsmäßigkeit seines Glaubens. Für ihn sind nur der Glaube an sich und die Kraft, die aus diesem hervorgeht, relevant. Von dessen Kraft überzeugt, äußert er sich wie folgt: „In fondo, coloro che si avvicinano di frequente alla comunione dello spirito non possono rimanere a lungo infettati da dottrine assurde ed antivitali”[65] – die geistige Glaubensgemeinschaft verhindert also die „Infektion” mit schädlichen Doktrinen, vor allem mit der des Bolschewismus. Der Glaube ist für Mussolini sogar so wichtig, dass man bereit sein muss, dafür zu sterben. „Chi non è pronto a morire per la sua fede non è degno di professarla.“[66] Seinen eigenen Glauben an den Faschismus bezeichnet Mussolini als „qualche cosa che va al di là del semplice partito, della semplice idea e della sua necessaria struttura militare, del suo necessario sindacalismo, del suo tesseramento politico. Il fascismo è un fenomeno religioso di vaste proporzioni storiche.”[67] Der Faschismus ist also nicht nur eine reine Partei bzw. Ideologie, die aus den dafür notwendigen Ideen und Strukturen besteht, sondern ein religiöses Phänomen. Diese religiöse Konzeption des Faschismus betont er auch im folgenden Zitat: „Il fascismo non è un partito, è un regime, non è soltanto un regime, ma una fede, non è soltanto una fede, ma una religione.”[68]

Mussolini betont die Wichtigkeit des Glaubens deutlich stärker als Hitler. Das Wort „fede“ spielt eine ganz zentrale Rolle in seiner Ideologie. Im Gegensatz zu Hitler, der die Wahrheit nur zu oft für sich beansprucht[69], erhebt Mussolini jedoch keinen Wahrheitsanspruch für seine Glaubensvorstellung. Auch hier zeigt sich, dass Mussolinis Vorstellung nicht die gleiche Dimension hat wie die Hitlersche. Es scheint, als sei für Mussolini der Glaube an sich wichtig, während für Hitler eher der Inhalt, der mit dem Glauben verbunden ist, zählt.

[...]


[1] Zu den Werken der einzelnen aufgeführten Autoren: siehe Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit.

[2] Gentile, Emilio (2000), „Die Sakralisierung der Politik“ übersetzt von Christina Boccolari, in: Hans Maier (Hrsg.), Wege in die Gewalt. Die modernen politischen Religionen. Frankfurt a. M.: Fischer, S. 168ff.

[3] Gentile (2000), S. 168f.

[4] Vgl. ebd., S. 168f.

[5] Vgl. Gentile, Emilio (1998), „Der Liktorenkult“, übersetzt von Gerhard Kuck und Rainer Hudemann, in: Cristof Dipper/ Rainer Hudemann/ Jens Petersen (Hrsg.), Faschismus und Faschismen im Vergleich. Wolfgang Schieder zum 60. Geburtstag, Köln: SH, S. 250.

[6] Vgl. Gentile (2000), S. 172f.

[7] Vgl. Bärsch, Claus-Ekkehard (2002), Die politische Religion des Nationalsozialismus. Die religiösen Dimensionen der NS-Ideologie in den Schriften von Dietrich Eckart, Joseph Goebbels, Alfred Rosenberg und Adolf Hitler. 2. überarb. Aufl., München: Fink, S. 12f.

[8] Für eine ausführlichere Abgrenzung vgl.: Maier, Hans (2003), Totalitarismus und Politische Religionen, Band III: Deutungsgeschichte und Theorien, Paderborn: Schöningh, S. 217ff.

[9] Vgl. Gentile, Emilio (1993), Il culto del littorio. La sacralizzazione dell’Italia fascista, Bari: Laterza, S. 172f.

[10] Vgl. Maier, Hans (2007), Gesammelte Schriften, Band 2: Politische Religionen, München: C. H. Beck, S. 258.

[11] Vgl. Bracher, Karl Dietrich (1984), Zeit der Ideologien. Eine Geschichte des politischen Denkens im 20. Jahrhundert, erweiterte Neuausgabe, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, S. 25ff.

[12] Vgl. ebd. S. 44f.

[13] Vgl. ebd. S. 44ff.

[14] Vgl. Krüger, Peter (2000): „Der Erste Weltkrieg als Epochenschwelle“, in: Hans Maier (Hrsg.), Wege in die Gewalt. Die modernen politischen Religionen. Frankfurt a. M.: Fischer, S. 81.

[15] Vgl. Bracher (1984), S. 44-54.

[16] Hitler, Adolf (1943), Mein Kampf, Band I und II, ungekürzte Ausgabe, München: Eher, S. 424.

[17] Bei fett gedruckte Hervorhebungen innerhalb von Zitaten handelt es sich um Hervorhebungen des Autors dieser Arbeit.

[18] Ebd., S. 433.

[19] Ebd., S. 372.

[20] Ebd., S. 168, S. 282, S. 398, S. 774.

[21] Adolf Hitler, zitiert nach Domarus, Max (1973), Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945, Wiesbaden: Löwit, S. 17.

[22] Adolf Hitler, zitiert nach Domarus (1973), S. 712.

[23] Hitler (1943), S. 234.

[24] Vgl. Kapitel 2.2.1.

[25] Vgl. Kapitel 2.5.1.

[26] Mussolini, Benito (1961a), „La dottrina del fascismo. I. Idee fondamentali“, in: ders., Opera Omnia, 37 Bände, herausgegeben von Edoardo und Duilio Susmel, Florenz: La Fenice, Band 34, S. 120.

[27] Benito Mussolini in einer Rede am 04.11.1925 anlässlich des Jahrestags des Sieges im 1. Weltkrieg, in: ders. (1956), Band 21, S. 444.

[28] Benito Mussolini in einer Rede am 03.04.1921 in Bologna, in: ders. (1955), Band 16, S. 240.

[29] Benito Mussolini in einer Rede am 28.10.1925 anlässlich des Jahrestags des Marsches auf Rom in: ders. (1956), Band 21, S. 423.

[30] Benito Mussolini am 04.11.1925, in: ders. (1956), Band 21, S. 442.

[31] Benito Mussolini am 03.04.1921, in: ders. (1955), Band 16, S. 236.

[32] Für eine ausführlichere Erklärung vgl. Kapitel 2.5.2.

[33] Benito Mussolini am 24.10.1922, in: ders. (1956), Band 18, S. 457.

[34] Benito Mussolini in einer Rede am 28.03.1926 anlässlich des Jahrestages der Gründung der Fasci, in: ders. (1957), Band 22, S. 100.

[35] Benito Mussolini in einer Rede am 30.10.1923 in Perugia, in: ders. (1956), Band 20, S. 74.

[36] Benito Mussolini am 04.11.1925, in: ders. (1956), Band 21, S. 442.

[37] Vgl. Gentile (1993), S. 5.

[38] Adolf Hitler, zitiert nach Bärsch (2002), S. 287.

[39] Hitler (1943), S. 145.

[40] Ebd.

[41] Adolf Hitler, zitiert nach Hesemann (2004), S.305.

[42] Vgl. ebd., S. 305.

[43] Hitler (1943), S. 417.

[44] Adolf Hitler, zitiert nach Bärsch (2002), S. 294.

[45] Hitler (1943), S. 336.

[46] Vgl. Bärsch (2002), S. 290.

[47] Hitler (1943), S. 398.

[48] Vgl. Klinkhammer, Lutz (2003), „Mussolinis Italien zwischen Staat, Kirche und Religion“, in: Hildebrand, Klaus (Hrsg.), Zwischen Politik und Religion. Studien zur Entstehung, Wirkung und Existenz des Totalitarismus, München: Oldenbourg, S. 76.

[49] Vgl. Gentile (1993), S. 137.

[50] Benito Mussolini in einem öffentlichen Streitgespräch mit einem protestantischen Pfarrer 1904, zitiert nach Montanelli, Indro (1976), L’Italia in camicia nera (1919 – 3 gennaio 1925), Mailand: Rizzoli, S. 20.

[51] Pettacci, Claretta (2009), Mussolini segreto. Diari 1932-1938, herausgegeben von Mauro Suttora, Mailand: Rizzoli.

[52] Pettacci (2009), S. 235.

[53] Vgl. ebd., S. 318.

[54] Mussolini, Benito, in: ders. (1961), Band 34, S. 118.

[55] Benito Mussolini am 28.10.1925 in: ders. (1956), Band 21, S. 426.

[56] Benito Mussolini am 04.11.1925 in: ebd., S. 443.

[57] Mussolini, Benito: „Pensieri pontini e sardi”, in: La domenica di Repubblica, 22 Juli (2007), S. 36.

[58] Vgl. Gentile (1993), S. 108.

[59] Hitler (1943), S. 424.

[60] Ebd., S. 416f.

[61] Ebd., S. 419.

[62] Vgl. Gentile (1993), S. 28.

[63] Benito Mussolini, zitiert nach Gentile (1993), S. 28.

[64] Benito Mussolini in einer Rede am 28.10.1923 in Mailand anlässlich des ersten Jahrestags des Marsches auf Rom, in: ders. (1956), Band 20, S. 64.

[65] Benito Mussolini in einer Rede am 10.06.1923 in Padua, in: ders. (1956), Band 19, S. 229.

[66] Benito Mussolini, in: ders. (1934), Scritti e discorsi, Band 7, Mailand: Hoepli, S. 225.

[67] Benito Mussolini in einer Rede am 17.06.1923 in Cremona, in: ders. (1956), Band 19, S. 274.

[68] Benito Mussolini in einer Rede am 18.08.1926 in Pesaro, in: ders. (1953), Band 5, S. 386.

[69] Vgl. Hitler (1943), u.a, S. 311; auch der Umgang mit dem Begriff „Wahrheit“ und die Anzahl dessen Erwähnung in Mein Kampf legen diesen Schluss nahe.

Details

Seiten
38
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640777273
ISBN (Buch)
9783640777112
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v163287
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Institut für Politikwissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
Faschismus Nationalsozialismus Politische Religionen Adolf Hitler Benito Mussolin Mein Kampf Glaube Heil Kirche Drittes Reich Deutschland Italien Volk Staat Überirdisch Messias Feind Heilversprechen

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Titel: Nationalsozialismus und italienischer Faschismus als politische Religionen