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Inwieweit beeinflusst die soziale Herkunft von Jugendlichen das angestrebte soziale Milieu? Eine Milieustudie.

von Thomas Buchholz (Autor) Justyna Andziak (Autor)

Seminararbeit 2003 46 Seiten

Soziologie - Methodologie und Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung
2.1 Der Begriff des sozialen Milieus
2.1.1 Milieu der individualisierten Akademiker
2.1.2 Das Milieu der technischen Vernunft
2.1.3 Das Alternative Milieu
2.1.4 Arbeiter-Familien-Milieu
2.2 Der Begriff der Mobilität

3 Der Forschungsprozess
3.1 Datenerhebung und Operationalisierung
3.2 Codeplan und Datenmatrix
3.3 Bestimmung der Milieutypen
3.4 Vorbereitung der Auswertung und die Arbeit mit SPSS

4 Auswertung

5 Schlussbemerkungen / Resümee

6 Literaturverzeichnis

7 Anhang
7.1 Fragebogen
7.2 Codeplan

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die angestrebte Lebensweise eines Jugendlichen von seiner sozialen Herkunft abhängig ist. Diese bevorzugte Lebensweise wird durch das Milieu ausgedrückt, dem die Person nach seiner beruflichen und privaten Entwicklung angehörig sein möchte. Die zu Grunde liegenden Daten stammen aus einem Forschungsprojekt, das im Jahre 2002 durchgeführt wurde und bei dem Jugendliche aus drei Schulen in Thüringen befragt wurden (Vgl. 3.1).

Die Autoren vertreten die Hypothese, dass es einen Zusammenhang zwischen dem sozialen Milieu, das ein Heranwachsender für sein weiteres Leben anstrebt und seiner sozialen Herkunft gibt. Um die soziale Herkunft zu untersuchen, muss man sich das soziale Milieu der Eltern, das die Umgebung des Jugendlichen darstellt, erforschen, da hier entscheidende Voraussetzungen für sein weiteres Leben geschaffen werden. In dieser Untersuchung wird weiterhin behauptet, dass ein Jugendlicher aus einem relativ niedrigen sozialen Milieu im Laufe seines Lebens ein höheres anstreben wird. Ein Jugendlicher aus einem sozial hoch angesehnem Umfeld dagegen ist bestrebt dieses beizubehalten. Dementsprechend wird die zu erwartende Mobilitätsrate im ersten Falle hoch ausfallen und im zweiten gegen null tendieren. Im Laufe der Arbeit wird sich zeigen, ob diese Vermutungen den tatsächlichen empirischen Sachverhalten entsprechen.

Zunächst gilt es in der vorliegenden Hausarbeit zu klären, was überhaupt unter dem Begriff des sozialen Milieus zu verstehen ist. In diesem Zusammenhang werden die Autoren vier Milieutypen unterschieden, zu denen die befragten Jugendlichen zugeordnet werden.

Anschließend werden die verwendeten Methoden vorgestellt. In diesem Zusammenhang werden die abhängige und unabhängige Variablen, sowie der Prozess der Operationalisierung, genauer zu beschreiben sein. Außerdem wird die Methode zur Auswertung der Daten erläutert. Hier gehen wir auf die Verwendung des Statistikprogramms SPSS bei unserer Arbeit näher ein und erläutern die Verwendung von verschiedenen Assoziationsmaßen zur Bestimmung der Beziehung zwischen Variablen.

Der letzte Teil stellt die eigentliche Auswertung und die gewonnen Erkenntnisse aus den erhobenen Daten dar. Des Weiteren findet der Leser im Anhang den von uns aufgestellten Fragebogen, den Codeplan und einen Auszug aus Datenmatrix mit allen Daten, die der Auswertung zu Grunde liegen.

Unser Anliegen ist es, die Arbeit auch für jene Personen verständlich zu machen, die bisher noch keine Statistikkenntnisse erwerben konnten, so dass sie einen Einblick in die Grundzüge der statistischen Datenanalyse gewinnen können und mit der Arbeitsweise ein wenig vertrauter gemacht werden.

2. Begriffbestimmungen

2.1 Der Begriff des sozialen Milieus

Früher wurde die Gesellschaft meistens in soziale Schichten eingeteilt, die sich durch Einkommen, Bildung und Sozialprestige (auch in Bezug auf den Beruf) unterschieden. Heute differenziert man stärker. Deshalb wird auch nicht mehr nur der Begriff der Schichten, sondern der erweiterte Begriff des Milieus verwendet. Milieus sind gesellschaftliche Gruppierungen, deren "Mitglieder" sich in ihrer Lebenssituation, ihrem Lebensstil und ihrer Wertorientierung ähnlich sind. Die Kriterien zur Einteilung in Milieus sind soziale Schicht (Oberschicht, Mittelschicht, Unterschicht) und Wertorientierung. Die Wertorientierung kann dabei traditionell, materiell oder nichtmateriell sein.[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Jugendliche werden überwiegend dem hedonistischen Milieu zugeordnet. Hedonismus ist eine altgriechische Lehre, die besagt, dass der Genuss Sinn und Ziel des menschlichen Handelns ist. Dieses Milieu zeichnet sich durch eine eher nichtmaterielle Werthaltung aus, obwohl Luxus auf seine "Mitglieder" attraktiv wirkt. Diese zählen häufig zur Mittel- oder Unterschicht. Sie betonen Freiheit, anders zu sein als so genannte Spießer, das Leben zu genießen und im Hier und Jetzt zu leben, Spontaneität, Echtheit/Individualität und Kreativität.

Eine wichtige Orientierungshilfe dieser Studie ist das Buch „Liebe, Ehe, Elternschaft“ von Burkart und Kohli, in dem klare Abgrenzungen sozialer Milieus beschrieben werden. Milieu wird hier folgendermaßen definiert: „[…] ein regionaler Ausschnitt der Gesellschaft, in dem durch die Zusammensetzung der Bevölkerung sowie die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten sich bestimmte Wertvorstellungen eher durchsetzen konnten und damit auch vorherrschende Lebensweisen entstanden sind“[2]. Die Autoren unterscheiden folgende Gruppen auf die wir uns in unserer Untersuchung beziehen werden:

1. Milieu der individualisierten Akademiker,
2. Milieu der technischen Vernunft,
3. Alternatives Milieu,
4. Arbeiter – Familienmilieu.

2.1.1 Milieu der individualisierten Akademiker

Im Milieu der individualisierten Akademiker wird die Gesellschaft als eine von Männern beherrschte Domäne betrachtet. Die Denkensweise ist sehr emanzipiert und man konzentriert sich auf die berufliche Karriere. Der Beruf ist die Erfüllung, Selbstverwirklichung erfolgt hier eher als in einer Partnerschaft. Gleichberechtigung sowie deutliche Berufsbezogenheit beider Geschlechter ist die Grundlage von starkem Individualismus. Wegen langen Ausbildungszeiten und beruflichen Etablierungsphasen wird die Familiengründung altersgemäß nach hinten gerückt und man sieht nicht davon ab ganz auf Kinder zu verzichten. Denn somit wäre garantiert, dass alte Geschlechterrollen-Klischees nicht auftreten können.

2.1.2 Das Milieu der technischen Vernunft

Zum Milieu der technischen Vernunft gehören Menschen, die eine mittlere bis höchste Formalbildung wie Abitur und/oder Studium genossen haben. Dies sind viele Studenten, höhere Angestellte, mittlere bis größere Selbstständige und Freiberufler, dessen Einkommen hoch bis sehr hoch sind. Erfolgreich zu sein und ein hoher Lebensstandard sind Inhalte der Zukunftsplanung, wobei Karriere und Privatleben eine große Rolle spielen. Ein typischer Lebensverlauf im technischen Milieu eines Ingenieurs sieht wie folgt aus: „Er lernt im Studium seine künftige Frau kennen, die ebenfalls studiert oder zumindest das Abitur hat. Nach dem erfolgreichen Eintritt in den Beruf kann ans Heiraten gedacht werden. Die Frau sollte allerdings vorher ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, damit sie für den Fall einer Trennung sozial abgesichert ist.“[3]

2.1.3 Das alternative Milieu

Im alternativen Milieu streben die Akteure weder eine klare und sichere Berufsperspektive an, noch gilt diese als Lebensziel. Hier geht es eher um eine Übereinstimmung von privatem und gesellschaftlichem Leben. Intensive zwischenmenschliche Beziehungen, Entfaltung von Persönlichkeit sowie Selbstverwirklichung stehen kennzeichnend für dieses Milieu. Die Bereitschaft Kinder auch in ungesicherten Verhältnissen großzuziehen, ist nicht selten.

Hier spielt die Ehe an sich keine große Rolle, die Menschen organisieren ihr Leben vielmehr in größeren Gemeinschaften, in denen die Arbeitsteilung entweder gleich verteilt ist oder individuell erfolgt. Zu diesen Menschen gehören jene, die die höchsten Bildungsstufen erreicht haben. Vor allem Studenten und Schüler machen einen Großteil davon aus. Viele höhere Angestellte, Freiberufler und Beamte gehören auch dazu. Geringe Einkommensklassen sind zwar überrepräsentiert, aber häufig sind auch hohe bis höchste Einkommensklassen vertreten.

2.1.4 Arbeiter-Familien-Milieu

Die Rollenverteilung ist im Arbeiter-Familien-Milieu eindeutig definiert. „Die Frau wird Mutter werden, der Mann wird das Geld verdienen, um Mutter und Kind zu ernähren“[4]. Die Ehe gilt also als Versorgungsinstitution. Die Familie genießt eine zentrale Stellung, und der Kinderwunsch ist sehr stark ausgeprägt. Es ist nicht relevant, ob die Lebensumstände günstig oder ungünstig sind. Kinder zu bekommen stellt einen zentralen Lebensinhalt dar und deren materielle Versorgung ist viel wichtiger als die eigene. Auch wenn sich die Frau in erster Linie um die Kinder kümmert und dafür ihre Arbeit aufgibt, wollen heutzutage viele wieder in den Beruf zurückkehren, wenn die Kinder größer geworden sind. Keiner strebt nach einem hohen Lebensstandard, er sollte aber befriedigend sein. Materielle Sicherheiten wie ein sicherer Arbeitsplatz, finanzielle Absicherung im Alter und Anerkennung bei Kollegen sowie Nachbarn sind von Belang. Häufig haben die Menschen den Abschluss der Hauptschule erreicht, sowie eine anschließende Berufsausbildung absolviert. Überdurchschnittlich viele Facharbeiter sowie un- und angelernte Facharbeiter und ein hoher Anteil an Rentnern sowie Pensionären sind kennzeichnend für dieses Milieu. Folglich sind die Einkommen klein bis mittel groß.

2.2 Der Begriff der Mobilität

In dieser Arbeit spielt der Begriff der Mobilität eine wesentliche Rolle, da die Hypothesen darauf hinaus laufen die voraussichtliche Mobilitätsrate zwischen den Milieus zu klären.

Unter Mobilität wird laut Bernhard Schäfers: „[Die] Bewegung von Personen zwischen sozialen Positionen“ verstanden.[5] Für ihn befasst sich die soziale Forschung besonders intensiv mit dem Wechsel zwischen den Berufspositionen oder den Sozialschichten, also den Milieus. Auf diesem Wege können der Grad der „Geschlossenheit“ bzw. „Offenheit“ einer Gesellschaft und damit verbunden die bestehenden Entwicklungschancen eines jeden einzelnen, geklärt werden.

Nach Pitrim A. Sorokin kann man die Mobilität in horizontale und vertikale unterteilen. Bei der horizontalen Mobilität vollzieht sich die Bewegung auf der gleichen sozialen Ebene. Als Beispiel kann man die Migration oder den Konfessionswechsel nennen. Die Mobilität auf vertikaler Ebene ist dagegen immer mit einem Auf- bzw. Abstieg der sozialen Position verbunden. Als Beispiel wäre hier der Aufstieg im Beruf zu nennen.

Für diese Hausarbeit ist jedoch nur die zweite Form der Mobilität, also die vertikale, relevant. Allerdings kann man eine weitere Unterteilung der Mobilität vornehmen, nämlich in die Intragenerationen und die Intergenerationen Mobilität. Unter der Erstgenannten verstehen wir den Positionswechsel innerhalb der gleichen Generation, etwa den sozialen Aufstieg durch eine berufliche Verbesserung. Dieser Wechsel betrifft nur ein Individuum, zum Beispiel den Vater. Bei der Intergenerationen Form der Mobilität wird die Auf- bzw. Abstieg einer Person verglichen mit der familiären Herkunft, also wird der Erfolg des Sohnes mit dem sozialen Status des Vaters verglichen. Aus diesem Vergleich ergibt sich dann die Intensität der Mobilität, also die Differenz zwischen dem Ausgangspunkt und dem Ziel. Diese Form der Mobilität ist für dieses Projekt die wichtigste, da wir einen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Ziel des Befragten vermuten.

Um die Mobilität zu messen gibt es zwei charakteristische Elemente: Zum einen die oben erwähnte Mobilitätsintensität, also die Differenz zwischen dem Ausgangspunkt (der sozialen Position vor der Bewegung) und dem Zielpunkt (der sozialen Position nach der Bewegung). Zum anderen die Mobilitätsrate, die in der Auswertung eine wesentliche Rolle spielt. Sie gibt Auskunft über die Zahl der Personen, für die ein Wechsel der Position in Frage kommt.

In der Auswertung wird darüber hinaus auch noch auf die Art der Mobilität eingegangen. Hier wird zu klären sein, ob der Befragte das Milieu von einem höheren zu einem niedrigeren (sozialer Abstieg) wechselt oder von einem niedrigeren zu einem höheren (sozialer Aufstieg). Laut unserer These wird die Anzahl der Personen, die einen sozialen Aufstieg anstreben, höher sein.

3. Der Forschungsprozess

Wie bereits eingangs erwähnt soll diese Untersuchung zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem angestrebten Milieu von Jugendlichen und ihrer sozialen Herkunft gibt. Diese Hypothese wird durch weitere Vermutungen ergänzt. So vertreten wir, die Autoren, die Annahme, dass ein Jugendlicher aus einem sozial niedrigeren Milieu ein höheres anstrebt. Die Intensität der Mobilität, also die Differenz zwischen dem Ausgangs- und dem Zielmilieu, spielt hier allerdings keine Rolle. Die zweite Unterhypothese sagt aus, dass Jugendliche aus sozial hoch angesehen Milieus dieses zumindest beibehalten wollen. Hier ist die Mobilitätsrate demzufolge wesentlich geringer.

Aus diesen Hypothesen lassen sich nun ganz klar die Variablen ableiten. Eine Variable ist als ein zusammenfassender Begriff für die verschiedenen Ausprägungen, die eine Eigenschaft annehmen kann, zu verstehen. Wir unterscheiden zwischen der abhängigen und der unabhängigen Variable, wobei die unabhängige einen Einfluss auf die abhängige Variable ausübt und deren Ausprägung mitbestimmt. In unserem Forschungsprozess stellt die unabhängige Variable die soziale Herkunft und die abhängige Variable das angestrebte Milieu des Jugendlichen dar. Dies wird bereits deutlich, wenn man sich die Haupthypothese ansieht: Die soziale Herkunft, so wird behauptet, hat einen Einfluss auf das Milieu, welches der Befragte in seinem weiteren Leben anstrebt.

3.1 Datenerhebung und Operationalisierung

Unsere Arbeit bezieht sich auf einen Datensatz, der im Rahmen eines Forschungsprozesses aus dem Jahre 2002 erhoben wurde. Diese Untersuchung richtete sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und wurde als schriftliche Befragung in drei Gymnasien durchgeführt. Die 69 Gymnasiasten wurden gebeten einen Fragebogen mit zirka 40 Variablen auszufüllen, der die derzeitige Situation in bezug auf das Elternhaus, also die soziale Herkunft, sowie die Zukunftsvorstellungen der Jugendlichen, hinterfragen sollte.

Die Aufgabenstellung des ursprünglichen Forschungsprojekts bestand darin zu zeigen, dass eine Abhängigkeit zwischen dem Beruf der Eltern und dem angestrebten Beruf des Jugendlichen bestand. In diesem Kontext wurde der Fragebogen so konzipiert, dass er die berufliche Entwicklung der Eltern hinterfragt und gleichzeitig die vorrausichtliche berufliche Entwicklung des Kindes aufzeigt. Vor allem die Fragen in Bezug darauf, wie stark die Anteilnahme der Eltern bei der Berufswahl (Variablen 8 bis 11) war, sind hier besonders aufschlussreich.

Trotz der Tatsache, dass der Datensatz ein Produkt eines Forschungsprojektes mit einer andern Ziel- und Fragestellung ist, bietet er sich zur Untersuchung, der in dieser Hausarbeit aufgestellten These, an. Die Daten sind aussagekräftig genug, um die beiden Milieus, der sozialen Herkunft und das angestrebte Milieu, zu definieren. Dazu wurden Indikatoren gebildet, die direkt beobachtbare Variablen darstellen und es ermöglichen die Jugendlichen in die beiden jeweils zutreffenden Milieus einzuordnen. Wichtig waren hierbei vor allem folgende Indikatoren:

1. Berufstätigkeit / Einkommen
2. Familienstand
3. Wohnverhältnisse / Lebensstandard.

Den Vorgang, dem wir hierbei gefolgt sind, nennt man Operationalisierung. Dieser Begriff bezeichnet den Prozess, bei dem bestimmten „Objekten mit Eigenschaften (Merkmalen), die der theoretische Begriff bezeichnet, beobachtbare Sachverhalte zu geordnet werden“[6]. Bei diesem Verfahren wird demzufolge eine Beziehung zwischen den inhaltlich interessierenden Begriffen mit messbaren Größen hergestellt. Das ist die Operationalisierung theoretischer Begriffe, die auch in dem vorliegenden Forschungsprozess zur Anwendung kam. Diese Beziehung wird auf der Basis der Korrespondenzhypothesen, oder –regeln, festgelegt, d.h. aus Vermutungen darüber, welche beobachtbaren Sachverhalte sich aus theoretischen Begriffen ergeben.

Diesen empirisch überprüfbaren Größen, oder Indikatoren, wurden im nächsten Schritt all jene Variablen aus dem Datensatz zugeordnet, die Aufschluss über die Ausprägung dieses Indikators geben. Um die soziale Herkunft zu bestimmen beziehen wir uns auf Indikatoren, wie die Anzahl der Geschwister (V22, 23), die Berufsverhältnisse des Vaters und der Mutter (V24, 25, 27, 28, 31, 32, 34, 35), Einkommen der Eltern (V30, 37) und den Lebensstandard der Familien (V39, 40, 41). All diese Variablen sind im Fragebogen im Teil II: Familiäre Situation gruppiert worden. Das soziale Wunsch-Milieu machen wir an Variablen fest, wie die Kinderwünsche der Jugendlichen (V17, 18), wobei auch die Bereitschaft, Kinder in ungesicherten Verhältnissen groß zu ziehen (V 19), eine Rolle spielt, sowie die Bevorzugung der Domänen Familie oder Beruf (V16). Des Weiteren sind hier die Berufswünsche (V6, 7) von entscheidender Bedeutung, sowie die eigentlich Vorstellungen der Probanden in bezug auf ihren Traumberuf (V12 – 15), vor allem auch das Einkommen (V13) und die späteren erhofften Lebensverhältnisse (V20, 21). Diese Variablen sind im Teil I: Berufswünsche und persönliche Vorstellungen zusammengefasst worden.

[...]


[1] Burkart/Kohli, 1992

[2] Burkart/Kohli: 1992, S. 16

[3] Burkart/Kohli: 1992, S.

[4] Burkart/Kohli: 1992, S. 242

[5] Schäfer, Bernhard: 2000, S. 240.

[6] Schnell, Hill, Esser: 1999, S. 123f.

Details

Seiten
46
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638212038
Dateigröße
678 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16312
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – Institut für Soziologie
Note
2,7
Schlagworte
Inwieweit Herkunft Jugendlichen Milieu Eine Milieustudie Multivariate Datenanalyse Berufsverläufen

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