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Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 21 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

INHALT

1. EINLEITUNG

2. HESSES SELBSTVERSTANDNIS - ALS INTELLEKTUELLER

3.HESSES VERHALTNIS ZUR SCHULE

4.AU8ERSCHULISCHE LERNSETTINGS

5.FAZIT

6.LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

Mit dem Namen Hermann Hesse, 1877 im schwabischen Stadtchen Calw geboren und 1962 in Montagnola in der Schweiz gestorben, assoziiert man automatisch Klassiker der deutschen Literatur wie den Steppenwolf, NarziB und Goldmund oder Das Glasperlenspiel. Hesse, der 1946 den Nobelpreis erhielt, gilt als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller des 20 Jahrhunderts: Laut Hesses langjahrigem Verleger Siegfried Unseld ist dessen Werk in 60 Sprachen ubersetzt worden. „Der index translatorum der UNESCO weist Hesse als meistubersetzter deutschsprachiger Autor seit den Gebrudern Grimm aus.“[1] Nach seinem Tod im Jahre 1962 loste besonders der Roman Der Steppenwolf die internationale Renaissance seines Autors aus, er galt als Kultbuch der Hippie- und Flowerpower Bewegung.[2] Besonders betont wurde dabei der gesellschaftskritische Aspekt seines Oeuvres.[3] Bis zum heutigen Tag bleibt die Haltung in Deutschland Hesses Werk gegenuber jedoch ambivalent: „Ablehnung oder Verehrung? Diese Alternative zieht sich durch die Wirkungsgeschichte des gesamten Werkes von Hermann Hesse, und dies bis zum heutigen Tag.“[4] Der Verehrung, die der Autor von Seiten seines Lesepublikums genieBt, steht die Ignoranz und Ablehnung der universitaren Germanistik gegenuber, die in seinem Werk lediglich den Versuch sieht, „einen historisch gewordenen Romantizismus fortzuschreiben". Folglich bleiben Seminare, Vorlesungen und Publikationen zu Hesses Werk aus dem Kreise der Germanistik in Deutschland eine Ausnahme, ganz im Gegenteil zu der akademischen Rezeption in den USA: Im Zuge der Renaissance seines Werkes wurde der deutsch- schweizerische Schriftsteller zu einem studienwerten Autor der Weltliteratur erhoben, auch dank Mitspracherecht der Studenten bei den universitaren Lehrinhalten.[5] In dieser Arbeit soll im ersten Schritt geklart werden, welche Eigenschaften Hermann Hesse als Intellektuellen auszeichnen. Im zweiten Schritt wird Hesses Verhaltnis zur schulischen Erziehung und Bildung beleuchtet, um diesen im dritten Schritt Formen von auBerschulischen Lernsettings gegenuber zu stellen. Konstituierend fur die biographisch-literarischen Betrachtungen sollen hauptsachlich die Werke Unterm Rad, Demian, NarziB und Goldmund sowie autobiographische Schriften, Briefe und politische Beitrage Hesses sein. Die Arbeit schlieBt mit einem Fazit ab, in dem die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst werden bzw. die Frage beantworten werden soll, was Padagogen von dem Intellektuellen Hesse lernen konnen.

2. Hesses Selbstverstandnis - als Intellektueller

War Hermann Hesse ein Intellektueller? Konnte man jenem Schriftsteller diese Frage stellen, wurde er diese Zuschreibung, so lasst sich vermuten, mit Skepsis betrachten. Dem Begriff des Intellektuellen hangt eine negative Konnotation[6] an, der sogenannte „Verstandesmensch, Geistesarbeiter, Wissenschaftler“[7] gilt im Allgemeinbewusstsein als weltfremd und vergeistigt, die Assoziation des (wissenschaftlichen) Intellektuellen, im Elfenbeinturm sitzend, liegt nahe. Hesse empfindet eine tiefe Abneigung gegen alles Akademische und Wissenschaftliche, das versucht sich das Wesen des literarischen Textes kognitiv und nicht intuitiv zu erschlieBen.[8] Hesses langjahriger Verleger Siegfried Unseld, der den Autor selbst kennenlernen durfte, verbindet mit seinem Autor nichts Literatenhaftes oder Intellektuelles. Viel eher hatte der „Literat sui generis“ den Habitus eines Naturwissenschaftlers, eines Botanikers oder Zoologen gehabt, als eines Literaten.[9] Die habituelle Besonderheit seiner Erscheinung lasst sich durchaus in Verbindung mit Hesses Selbstbeschreibungen bringen, in denen er sich leitmotivisch als Sonderling, Problematiker und Outsider inszeniert.[10] Ein besonderes Verhalten habe er bereits im Kindesalter gezeigt. Als widerspenstiges Kind seien ihm Gebote jeglicher Art fremd gewesen, was sich auch negativ auf seine Schuljahre auswirkte, worauf im folgenden Kapitel naher eingegangen werden soll.[11] So ist es nicht verwunderlich, dass Hesse bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht in die omniprasente kriegseuphorische Stimmung einstimmen kann, die weite Teile der Bevolkerung erfassen, so auch den Kreis der Intellektuellen und Kunstler (wie z.B. Thomas Mann, Franz Marc oder Ludwig Kirchner).[12] Stattdessen nimmt er seine Selbstverpflichtung als Intellektueller wahr, erhebt seine Stimme, indem er seine Kritik offentlich macht und gerat damit zugleich in Konflikt mit der offentlichen Meinung:[13] So erscheint im September 1914 in der >>Neuen Zuricher Zeitung<< sein beruhmt gewordener, gegen Nationalismus und Kriegschauvinismus gerichteter Aufsatz: >>O Freunde, nicht diese Tone!<<. Es folgen weitere pazifistische Beitrage, „die ihn in den folgenden Jahren zu einer Zielscheibe der konservativen, nationalistischen deutschen Presse machen.“[14] Er wird als >>Gesinnungslump<< und >>Vaterlandsverrater<< gebrandmarkt.[15] Neben den offentlichen Schmahungen hat Hesse seine AuBerungen mit einer Vielzahl von Freundschaftskundigungen zu bezahlen. So hatten seine Freunde ihm mitgeteilt, dass sie „eine Schlange an ihrem Busen genahrt hatten, und daB dieser Busen kunftig nur noch fur Kaiser und Reich, nicht aber mehr fur mich Entarteten schlage.“[16] Besondere Zielgruppe von Hesses Anschuldigungen sind die Kunstler, Gelehrten und Literaten, die sogenannten „geistigen Menschen“, die, fernab von allem Leid, zu Hause in ihren Studierzimmern blutige Schlachtgesange verfassen, oder Artikel, in denen der Hass zwischen den Volkern geschurt wird.[17] Als verlangerter Arm des Staates betreiben sie damit, wie die Lehrer, politische Indoktrination[18] bzw. Kriegserziehung, ohne je in direkte Beruhrung mit der „unsinnigen SchieBerei“[19] bzw. der Grausamkeit des Krieges gekommen zu sein. Hinter der Parteinahme vieler Intellektueller fur den Krieg stand die (utopische) Hoffnung auf Erfullung ihrer Sehnsucht nach einer Reformation der deutschen Kunst und Kultur. Die als Kulturkrieg (um-)gedeutete kriegerische Auseinandersetzung sollte am Ende die reine deutsche Kultur zum Vorschein bringen, die frei von den verworrenen Kunstrichtungen und Einflussen aus dem Ausland sein sollte. Schon Hesses multinationale Herkunft war, wie er in einer autobiographischen Skizze beschreibt, „nicht geeignet, mich zum Nationalisten werden zu lassen.[20] Der Autor, der von seinem Vater die russische Staatsburgerschaft erhalt, erlangt mit der Obersiedlung der Eltern nach Basel das schweizerische Burgerrecht, mit der Ruckkehr nach Calw ist er Burger des Deutschen Reiches.[21] Im Jahr 1924 erwirbt er erneut die Schweizer Staatsangehorigkeit.[22] Bereits in dem Alemannischen Bekenntnis des Jahres 1919 macht er deutlich, dass ihm eine kulturelle Tradition mehr bedeutet als der Entwurf einer Nationalitat. Hesse fuhlt sich als Alemanne und daher dem Lebens- und Kulturraum zugehorig, der von Bern bis zum Schwarzwald, von Zurich und dem Bodensee bis an die Vogesen reicht. Dieses >>Alemannien<< sei, so Hesse, kein politisch abgegrenzter Staat mit Grenzen, Vertragen oder Verpflichtungen nur mit der Verpflichtung zur Offnung nach der Welt.[23] >>Es kam hinzu<<, schreibt Hesse im Januar 1954, >>daB unsere Familie der vollig international Gemeinschaft der Missionsleute angehorte [...]. Dies waren die Grundlagen fur eine Isolierung und fur ein Gefeitsein gegen jeden Nationalismus, die in meinem Leben bestimmend geblieben sind.[24] Trotz offentlicher Schmahungen und Isolation wahrend des Krieges, auch bedingt durch die Tatsache, dass Hesse als Deutscher seit 1912 in der neutralen Schweiz lebt, entzieht sich der Schriftsteller nicht des politischen Geschehens. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sei, wie er in der Retrospektive in einem Brief an Max Brod berichtet, in ihm eine Verantwortlichkeit erwacht,[25] die er u.a. auch mit seinem Engagement fur die Kriegsgefangenenfursorge einlost. So schreibt er, nachdem er wegen seines Augenleidens fur den Kriegsdienst fur untauglich erklart wurde, Artikel fur mehrere Kriegsgefangenen-Zeitungen und baut die >>Bucherzentrale fur deutsche Kriegsgefangene<< auf. Diese Arbeit verrichtet er, mit krankheitsbedingten Unterbrechungen, bis April 1919 zeitweise bis zur Erschopfung.[26] Die weltgeschichtliche Krise des Ersten Weltkrieges geht mit einer lebensgeschichtlichen existenziellen Krise des Schriftstellers und Familienvaters einher: Sein jungster Sohn und seine Frau Maria Bernoulli erkranken schwer. Zeitweilig muss seine Frau wegen ihrer Schizophrenie in einer Nervenheilanstalt behandelt werden. Im Marz 1916 stirbt Hesses Vater. Die Ereignisse setzen Hesse so zu, dass er selbst wegen Kopfschmerzen, Schwindel und Angstzustanden arztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss. Im April 1916 unterzieht er sich in Luzern einer Elektrotherapie und muss zeitweilig seine Arbeit fur die Kriegsgefangenenfursorge aufgeben. [27] Nach wochenlanger erfolgloser internistischer Behandlung seiner Leiden ubernahm der fur neurotische Beschwerden zustandige Facharzt Dr. med. J.B. Lang, ein Schuler Jungs, die Therapie, die er mit ihm bis 1917 durchfuhren sollte.[28] Zudem kommt Hesse zu der schmerzlichen Erkenntnis, dass ein burgerliches Familienleben mit Frau und Kindern seiner kunstlerischen Natur nicht gemaB ist. Die einzig mogliche Losung sieht er darin, sich im Tessin eine Arbeitsstatte zu suchen und sich allein seiner literarischen Arbeit zu widmen.[29] Diese Veranderungen bringen auch eine Zasur in seiner schriftstellerischen Entwicklung mit sich: Aus dem traditionsverbundenen, burgerlich-idyllischen Literaten, wie Hesse selbst in der Ruckschau beurteilt, kaum zu unterscheiden von einem Unterhaltungsschriftsteller[30] wird ein zukunftsorientierter Zeitkritiker. [31] Die psychoanalytische Therapie ermoglicht es ihm, die Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend aufzuarbeiten und zu bewaltigen. Die Behandlung setzt psychische Krafte frei.[32] Es bildet sich ein neuer Schreibstil sowohl in der erzahlenden Prosa als auch in seiner Lyrik heraus[33] Dieser kommt deutlich in seinem Roman Demian oder Der Steppenwolf mit seinen prazisen psychologischen Beobachtungen der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der Gegenwart zum Ausdruck.[34]

Hesse sieht sich als Parteiganger des Humanen und allein der (ubernationalen) Menschlichkeit[35] verpflichtet, die er als hochste Maxime seines Handelns und (politischen) Wirkens ansieht. Im Gegensatz zu anderen Intellektuellen, die ihre Feder in den Dienst einer Partei stellten, wie z.B. Bertolt Brecht, Heinrich Boll oder zeitweise Gunther Grass, betont er immer wieder seine geistige und politische Autonomie bzw. die seiner Kunst.[36] So habe er nach dem Ersten Weltkrieg das Angebot, ein Amt in der neuen wurttembergischen Regierung mit der Begrundung abgelehnt, dass er nicht auf einem Gebiet dilettieren durfe, fur das er nicht bestimmt sei. AuBerdem wurden sich Politik und Menschlichkeit ausschlieBen, da Politik Partei fordere und Menschlichkeit gerade Partei verbiete.[37] Obwohl Hesse, wie er 1932/33 schreibt, die Aussicht auf parteiliche Gemeinschaft in einer Welt von Gleichgesinnten lockend genug fande und er an die „Richtigkeit des Kommunismus als Programm“ glaube, seien Dichter im Dienste einer Partei lediglich „Plakatverfasser“ im Gegensatz zu echten Kunstlern und Dichtern, die einen unbandigen Drang nach Unabhangigkeit zeigen wurden.[38] In Bezug auf die eigene Wirksamkeit und die Bedeutung des intellektuellen Diskurses fur die politische Entwicklung Deutschlands pendeln seine Aussagen immer wieder zwischen resignativem Pessimismus und stillem Optimismus. So kritisiert er in einem Brief an Alfred Kubin im April 1932 in Bezug auf die Rezeption seines Romans Der Steppenwolf, dass seine Anklagen und Mahnungen (Warnung vor neuem Krieg)[39] von keinem einzigen Menschen ernst genommen wurden und schlussfolgert uber die Wirksamkeit des Kunstlers:[40]

Wir Kunstler mussen uns darein finden, daB wir immer, und grade wenn es uns recht ernst ist, fur unsre Wirte und Abnehmer eine Art Hofnarren bleiben, die man gern hat, die man leben laBt und denen man auch einige kleine Freiheiten erlaubt, denen ein wirklicher EinfluB aber nie gegonnt wird. Nun, es schadet nichts, die wirklichen Einflusse gehen unbewuBt und unterirdisch.[41]

Diese (unbewusste) wirkliche Einflussnahme vollzieht sich zum einen uber seine Bucher: Seine Leser werden mit Beispielen von „Ich-Werdung“ konfrontiert und sehen ihre eigene Seelenart, ihre eigenen seelischen Veranlagungen und Probleme ausgesprochen und bestatigt.[42] Zum anderen wird sie auch im direkten personlichen Kontakt Schriftsteller-Leser deutlich, da insbesondere seine jungen Leser ihn bei eigenen Lebenskrisen entweder per Brief[43] oder personlich in Montagnola aufsuchen, um ihn um Rat zu fragen.[44] Gerade im personlichen Kontakt und Austausch mit seinen Lesern sieht Hesse den Sinn seiner Arbeit. Damit verbunden ist fur ihn eine „wachsende Verantwortlichkeit“, die ihn manchmal schwer druckt, manchmal aber auch halt und erfreut.[45] Die Rolle des Fuhrers oder Priesters, in die ihn seine Leser drangen wollen, lehnt er ab. So wurden nur diejenigen Menschen einen Fuhrer brauchen, die selbst keine Verantwortung fur ihre Handlungen ubernehmen wollen und nicht selbststandig denken konnten.[46] Zur Mundigkeit bzw.

zum selbststandigen Denken, im Sinne der Aufklarung, mochte Hesse seine Leser ja gerade erziehen, indem er ihnen lediglich eine Anleitung zur Selbsthilfe gibt. Aus der Perspektive Hesses hat der literarische Text nicht die Funktion, Antworten zu liefern, sondern er soll Fragen aufwerfen und „den Leser in einem dialogischen Prozess mit dem Gelesenen zur Selbstreflexion anregen.“[47] Der selbsternannte Advokat des nicht normierten Individuums[48] betont immer wieder das Individuelle gegenuber allem Dogmatischen[49] und schlussfolgert uber Marx: „Marx will die Welt andern, ich aber den einzelnen Menschen. Er wendet sich an Massen, ich an Individuen“.[50]

[...]


[1] Siegfried Unseld: Hermann Hesse heute. Rede fur die Hesse-Matinee des Suhrkamp Verlags. >>Eigensinn macht SpaB<< am 23. Juni 2002 anlaBlich des 125. Geburtstags von Hermann Hesse im Schauspielhaus Frankfurt am Main, Privatdruck Unseld 2002, S. 12. „The Index Translationum is a list of books translated in the world, i.e. an international bibliography of translations. The Index Translationum was created in 1932. “ Vgl. online im Internet: URL: http://portal.unesco.org/culture/en/ev.php- URL_ID=7810&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201 .html [25.05.2010].

[2] Vgl. hierzu z.B. den Frankfurter Rundschau Zeitungsartikel von Heinrich Schirmbeck >>Der neue West-ostliche Divan<< vom 6.5.1972, in dem der Autor den Steppenwolf als ein „Brevier des Anarchismus“ liest. AuBerdem wurde man so Schirmbeck Hesse als Lehrer einer Haltung wiederentdecken, die in der internationalen kulturrevolutionaren Bewegung zum Ausdruck kame und die man mit dem Begriff >Spontaneitat< bezeichnen konnte. Diese wurde sowohl bei den Hesseschen Romanfiguren als auch bei einem nicht zu ubersehenen Teil der neuen Jugend zum Ausdruck kommen, „die die mechanistischen Zuge der Technik ablehnt, ihre gesellschaftsverandernde Potenzialitat aber nicht von vorneherein ausschlieBt“ abgedruckt in: Siegfried Unseld: Hermann Hesse. Werk u. Wirkungsgeschichte, Frankfurt 1987, S. 141.

[3] Sikander Singh: Hermann Hesse, Stuttgart, 2006, S. 42.

[4] Siegfried Unseld: Hermann Hesse, S. 13. Dieser Essay wurde 1985 erstmals gedruckt bei Lothar Gall (Hrsg.): Die groBen Deutschen unserer Epoche, Berlin 1985 abgedruckt in: Unseld, 1987.

[5] Vgl. Singh, S. 288 bzw. S. 290.

[6] Das im Jahr 1898 zum ersten Mal ins Allgemeinbewusstsein getretene Wort „les intellectuels“ bekommt je nach Ausrichtung mehrere verschiedene ideologietypische Bedeutungen bzw. inhaltliche Fullungen zugeschrieben. So auch im Fall der Affare Dreyfus: Von den Nationalisten als Schimpfwort fur diejenigen verwendet, die sich fur den Offizier Dreyfus engagierten, mit den Konnotationen „judisch“ und „antinational“ behaftet, wurde es zur Parade der Gescholtenen mit den Konnotationen „demokratisch“ und „gewissenhaft“ versehen. Vgl. Dietz Bering: Die Intellektuellen. Geschichte eines Schimpfwortes, Stuttgart 1978, S. 39-67.

[7] Renate Wahrig-Burfeind (Hrsg.): Wahrig Deutsches Worterbuch, Koln 2000, S. 685.

[8] Nach Singh sei dies z.B. in Hesses Literaturberichten bzw. Rezensionen besonders gut zu erkennen, vgl. Singh, S. 272.

[9] Vgl. Unseld, 1987, S. 9-10.

[10] Vgl. besonders die Reihe von Kurzbiographien, die Hesse auf Nachfrage von Lexikographen und Zeitungsredaktionen hin geschrieben hat, aber auch die Texte Der Zauberer und KurzgefaBter Lebenslauf, in: Autobiographische Schriften II, Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Gedenkblatter und Rundbriefe hrsg. von Volker Michels, Frankfurt 2003.

[11] Vgl. KurzgefaBter Lebenslauf, S. 46 bzw. Der Zauberer, S. 23. in: ebd.

[12] Thomas Feitknecht: Vorwort, in: Hermann Hesse: >>Die dunkle und wilde Seite der Seele<<. Briefwechsel mit seinem Psychoanalytiker Josef Bernhard Lang 1916-1944 herausgegeben von Thomas Feitknecht, Frankfurt 2006, S. 7.

[13] Wolfgang Muller-Commichau: Intellektuelle und Schule, S. 86, in: odgojne Znanosti (Educational

sciences) Vol. 9, Nr. 2 (14), November 2007, str. Online im Internet: URL:

http://hrcak.srce.hr/index.php?show=clanak&id_clanak_jezik=33303 [27.06.2010]. Vgl. auch Biographische Notizen von 1923, in: Autobiographische Schriften II, S.22

[14] Singh, S. 37.

[15] Vgl. Unseld, 1987, S. 67.

[16] KurzgefaBter Lebenslauf, S. 52.

[17] Ebd. bzw. vgl. >>O Freunde, nicht diese Tone!<< September 1914, in: Hermann Hesse: Politische Betrachtungen, Frankfurt am Main, 1970, S. 9-10.

[18] Vgl. Heinz-Elmar Tenorth: Schule im Kaiserreich, in: Reinhard Ditmar, Hans-Dietrich Schultz (Hrsg.): Schule und Unterricht im Kaiserreich, Ludwigsfelde 2006, Bd. 14, S. 19.

[19] Hermann Hesse: Weltgeschichte (November 1918), in: H.H.: Politische Betrachtungen, S. 38.

[20] Autobiographische Skizze (von 1940), in: Autobiographische Schriften II, S. 67.

[21] Hesse erwirbt als Einziger in der Familie die wurttembergische Staatsangehorigkeit und muss damit auf das Schweizer Burgerrecht verzichten, um auf Staatskosten ev. Theologie im >< Tubinger Stift<< studieren zu konnen, siehe Kapitel 3. Hesses Verhaltnis zur Schule. Vgl. Zeittafel (Anhang) in: Hermann Hesse: Der Bettler und Unterbrochene Schulstunde. Zwei Erzahlungen, Berlin und Frankfurt 1951.

[22] Vgl. Singh, S. 7.

[23] Vgl. Unseld, 1987, S. 9.

[24] Vgl. Singh, S. 7.

[25] Vgl. Brief an Max Brod vom 25. Mai 1948, in: Politische Betrachtungen, S. 141.

[26] Vgl. Singh, S. 38 bzw. vgl. Feitknecht: Vorwort, S. 7.

[27] Vgl. Singh, S. 39.

[28] Vgl. >>Die dunkle und wilde Seite der Seele<<, S. 27.

[29] Vgl. Singh, S. 38-43.

[30] Vgl. KurzgefaBter Lebenslauf, S. 53.

[31] Volker Michels: Nachwort zu Hugo Ball: Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk, Gottingen 2002, S. 220 vgl. auch Biographische Notizen von 1923, S. 22.

[32] Vgl. Singh, S. 41.

[33] Vgl. Singh, S. 253.

[34] Vgl. ebd. S. 42. Eine weitere Analyse bei Lang erfolgt 1926. Als eine Art „literarischer Reflex“ kann man den Steppenwolf bezeichnen, der auf die schweren psychischen Konflikte Hesses, die er Mitte der zwanziger Jahre durchlebt, erfolgt. Vgl. Singh, S. 50.

[35] Vgl. Hermann Hesse: Aus >>Vivos voco<< von 1919, in: Autobiographische Schriften II, S. 203.

[36] Briefauszug von 1932/33, in: Politische Betrachtungen, S. 101-106, und vgl. Briefauszug vom 29. September 1933, in: Politische Betrachtungen, S. 111.

[37] Vgl. Volker Michels: AuBenseiter wird man nicht freiwillig, in: Mauro von Ponzi: Hermann Hesse Jahrbuch , Bd. 1,2004, S. 36.

[38] Briefauszug von 1932/33, S. 102-106.

[39] Vgl. auch Briefauszug vom 3. November 1945 S. 143, in: Politische Betrachtungen.

[40] Vgl. Unseld, 1987, S. 135.

[41] Brief von Hermann Hesse an Alfred Kublin, Zurich, Mitte April 1932, aus: Volker Michels (Hrsg.): AuBerhalb des Tages und des Schwindels. Hermann Hesse - Alfred Kublin. Briefwechsel 1928-1952, Frankfurt 2008, S. 40.

[42] Vgl. Hesses Antwort auf die Frage: Warum werden Ihre Bucher viel gelesen? Ursprunglich fur die Literaturzeitschrift „ Die literarische Welt“ in; Autobiographische Schriften II, S. 263 bzw. vgl. Unseld, 2002, S. 22.

[43] Hesse hat im Verlauf seines Lebens mehr als 35 00 Briefe geschrieben. Er fuhlte sich verantwortlich fur die Wirkungen seiner Bucher. Vgl. Volker Michels: Nachwort zu: Autobiographische Schriften II, S. 705.

[44] Vgl. Autobiographische Skizze, S. 68.

[45] Vgl. Briefauszug vom 29. September 1933, in: Politische Betrachtungen, S. 111.

[46] Vgl. Briefauszug von 1932, in: Politische Betrachtungen, S. 98-99.

[47] Vgl. Singh, S. 273.

[48] Vgl. Offener Brief >>Neue Zuricher Zeitung<<, 4.8. 1951, abgedruckt bei Unseld, 1987, S. 34.

[49] Vgl. Unseld, 2002, S. 25.

[50] Vgl. Briefauszug vom 10. Januar 1952, in: Politische Betrachtungen, S. 157.

Details

Seiten
21
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640770687
ISBN (Buch)
9783640771097
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162985
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung
Note
1,00
Schlagworte
Erziehung Bildung Werk Intellektuellen Hermann Hesse

Autor

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Titel: Erziehung und Bildung im Werk des Intellektuellen Hermann Hesse