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Mutter Teresa und Lady Diana - Moderner Personenkult mit religiösem Hintergrund

Examensarbeit 2008 76 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
Mutter Teresa

2. Das Leben von Agnes Gonxha Bojaxhiu – Mutter Teresa

3. Die Berufung

4. Auf den Spuren Jesu Christi, „unterwegs im Dienste der Liebe“

5. Die Missionarinnen der Nächstenliebe
5.1 Die Schwesternausbildung
5.2 Würdiges Sterben – Das Hospiz Nirmal Hriday
5.3 Sorge um die Verstoßenen und Verwaisten – Die Kinderheime

6. Nächstenliebe oder Eigennutzen?
Lob und Kritik an Mutter Teresas Lebenseinstellung

7. „Mutter ist tot!“ Nicht die ganze Welt, aber ganz Indien trauert um ihre „Handfeste Heilige.“

8. Die Seligsprechung des „Engel der Armen“ Prinzessin Diana

9 Lady Diana Spencer, „The Princess of Wales“ Der Lebenslauf

10. Vom Landmädchen zur „Königin der Herzen“
10.1 „Ich war krank, und ihr habt mich besucht“ [Mt,25, 36], Dianas Engagement für die Armen und Kranken

11. Die Welt trägt schwarz – ungeahnte Gefühlsausbrüche und Trauer um Diana

12. Dianas Tod – Der Aufstieg vom Popstar zur Heiligen

13. Fazit

14. Nachtrag

Literaturverzeichnis

1. Vorwort

Wenn man heut zu tage Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Frage stellen würde, welche Person sie mit dem Wort „heilig“ verbinden, so würden wahrscheinlich die Personen Nikolaus von Myra oder auch der heilige Apostel Petrus weit oben auf der Liste der Antworten stehen. Aber es könnte durchaus sein, dass ganz andere Personen in diesem Zusammenhang genannt werden, mit denen man wohl nicht gerechnet hätte. Einige begeisterte Fußballfans würden wahrscheinlich den deutschen Fußballer Andreas “Andi“ Brehme, nach seinem verwandelten Foul Elfmeter im WM Finale 1990 nennen. Es könnten ebenso Popstars oder andere Berühmtheiten wie z.B. Elvis Presley, James Dean, Marilyn Monroe oder auch Elisabeth von Österreich („Sissi“) genannt werden, obwohl sie aus christlicher Sicht wohl kaum in den stand eines heiligen erhoben werden könnten, aber von ihren Anhängern, Fans oder „Groupies“ wie eine heilige Person verehrt werden. Mit genau diesem Phänomen möchte ich mich in der folgenden Arbeit beschäftigen und aufzeigen, wie schnell die Grenze von der Verehrung eines Popstars zur Heiligenverehrung überschritten werden kann und welche Rolle die modernen Medien dabei spielen. Im Zentrum der Arbeit stehen zwei bekannte Personen des 20. Jahrhunderts, deren Lebensläufe ich miteinander vergleichen möchte. Bei der ersten Person handelt es sich um Mutter Teresa, die als Vorzeigekatholikin bekannt geworden ist und in christlichen Kreisen direkt nach ihrem Tod schon wie eine Heilige verehrt wird.

Bei der zweiten Person handelt es sich um die wohl bekannteste Prinzessin der Welt, Lady Diana, die bei einem tragischen Autounfall ihr Leben verlor und von ihren Anhängern seit ihrem Tod wie eine Heilige verehrt wird.

Meine Beobachtungen und Nachforschungen stützen sich hauptsächlich auf Zeitungsartikel, die kurz nach dem Tod der beiden Frauen erschienen sind.

Auf den ersten Blick scheinen Mutter Teresa und Lady Diana nicht viel gemeinsam zu haben, denn es prallen zwei völlig verschiedene Lebenswelten und Lebenseinstellungen aufeinander.

Auf der einen Seite die Ordensschwester Mutter Teresa, die freiwillig ein Leben in Armut gewählt hat, um den verarmten und ausgestoßenen Menschen in den Slums von Kalkutta nicht nur materielle Dinge sondern auch Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe zu schenken. Mutter Teresa selbst sah sich als Dienerin Gottes und versorgte nicht nur die Armen und Kranken, sondern auch den leidenden Christus der sich hinter der Maske von Armut und Leid verbirgt. Ebenso wie Mutter Teresa wegen ihrer aufopfernden Hingabe für die Mittellosen Indiens bewundert wurde, erntete sie aber auch wegen ihrer desorganisierten Organisation und ihrer konservativen Einstellung in Glaubensfragen des öfteren Kritik. Mit ihrer freiwillig gewählten Armut und Askese passte Mutter Teresa nicht in unsere Konsum und Genussgesellschaft, denn wer möchte schon in der heutigen Zeit ständig Sterbende und Leprakranke sehen? Die kleine unscheinbare Frau ließ sich für die Presse also nur schlecht vermarkten, wurde aber trotzdem von der westlichen Pressewelt entdeckt, stieg schnell zur berühmtesten Katholikin auf und schaffte es durch öffentliche Auftritte, Millionen an Spendengeldern zu sammeln, auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen und erhielt sogar 1979 den Friedensnobelpreis.

Auf der anderen Seite Lady Diana, die aparte Prinzessin von Wales, ein Popstar, über den nahezu täglich in sämtlichen Tageszeitungen und Klatschblättern berichtet wurde. Sie setzte sich aber ebenfalls für die kranken und benachteiligten Menschen auf der Welt ein. Die Meistfotografierteste Frau der Welt nutzte den Rummel um ihre Person aus, um Spendengelder zu sammeln, geriet aber auch häufig wegen ihres Hangs zum Jet Set und der Kritik an der Monarchie Großbritanniens ins Kreuzfeuer der Kritiker.

Diana war für die Glamourpresse wie geschaffen. Mit ihr konnte man regelrecht mitleben und mitleiden, denn obwohl sie einen Adelstitel hatte und so fern schien, war sie doch nur eine ganz normale Frau, die vom Aschenputtel zur Prinzessin aufgestiegen ist. Mit ihren alltäglichen Problemen in ihrer Ehe, der Scheidung und den Fragen in der Kindererziehung konnten sich viele Menschen gerade in den 90er Jahren identifizieren.

Obwohl sich das Leben der beiden Frauen völlig unterschiedlich gestaltete, waren sie laut eigenen Aussagen Freundinnen und trafen sich mehrmals, zuletzt noch zufällig kurz vor Dianas Tod in den USA.

„Diana sorgte sich sehr um die Armen, deshalb war sie mir so nahe“, sagte Mutter Teresa kurz nach Dianas Tod.[1]

Es gibt bei genauerer Betrachtung der beiden so unterschiedlichen Frauen Gemeinsamkeiten. Zum einen waren sie zwei der bedeutendsten Personen des 21. Jahrhunderts, wie Zeitungsberichte und u.a. das Ergebnis einer Umfrage in der Zeitschrift Eltern belegen. Auch ihr Engagement für die Armen und Kranken war ernst gemeint.

Zweitens starben beide ganz überraschend nur wenige Tage nacheinander im Jahre 1997. Mutter Teresa starb am 05.09.1997 im Alter von 87 Jahren an Herzversagen und überdauerte Prinzessin Diana nur wenige Tage, die am 31.08.1997 den Folgen eines Autounfalls erlag.

Der Tod der beiden Frauen wurde jedoch ganz unterschiedlich aufgenommen. Während Dianas Tod die Presse und das öffentliche Interesse dominierte, ging der Tod von Mutter Teresa im Presserummel um Diana unter und wurde kaum wahrgenommen. Trotzdem findet sich nach dem Tod der beiden noch eine weitere, überraschendere Gemeinsamkeit, nämlich der Einsatz vieler Menschen für eine Heiligsprechung der beiden Frauen.

Aussagen wie „Sie war ein außergewöhnlicher Mensch.“, „Ich bewundere ihre Energie und ihr Engagement, besonders ihre Hingabe.“, „Niemand wird sie je vergessen.“,

„Sie war ein Engel auf Erden, jetzt ist sie ein Engel im Himmel.“[2] galten überraschenderweise nicht der nach christlichen Werten lebenden Mutter Teresa, die schon zu Lebzeiten als „Engel der Armen“[3] und „Handfeste Heilige“[4] bezeichnet wurde, sondern der reichen Prinzessin Diana.

Die Prinzessin von Wales wurde von der Presse und dem Volk nach ihrem tragischen Tod in den Stand einer Heiligen erhoben und verehrt wie kaum eine andere Person im 21. Jahrhundert, obwohl doch das Leben Mutter Teresas unseren Vorstellungen nach eher einer Heiligen Frau entspricht.

In der vorliegenden Arbeit möchte ich nun zum einen die Lebenswege und das Engagement für Bedürftige von Mutter Teresa und Lady Diana genauer aufzeigen, sowie die zahlreichen positiven aber auch kritischen Zeitungsberichte auf Anzeichen einer religiösen Lebensführung hin betrachten. Außerdem möchte ich sowohl der Frage nachgehen, wie sich der Kult um die Prinzessin bis heute, zehn Jahre nach ihrem Tod entwickelt hat, welche religiösen Sehnsüchte und Riten während der tagelangen Trauerhysterie um Diana wiederzuerkennen sind und warum es zu diesem Phänomen, dieser extremen Verehrung Dianas gekommen ist. Ebenso gehe ich auch die Geschehnisse, sprich Seligsprechung und Aussicht auf eine Heiligsprechung von Mutter Teresa nur sechs Jahre nach ihrem Tod ein.

Am Ende dieser Arbeit möchte ich zum Nachdenken anregen, ob die starke Verehrung der beiden Frauen nach ihrem Tod im Jahr 1997 gerechtfertigt ist.

Mutter Teresa

2. Das Leben von Agnes Gonxha Bojaxhiu – Mutter Teresa

Mutter Teresa wurde als Agnes Gonxha Bojaxhiu am 27. August 1910 in Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens geboren.[5]

Agnes Gonxha war das jüngste von drei Kindern (eine Schwester und einen Bruder) in der Familie Bojaxhiu und wuchs wohlbehütet in einer wohlhabenden Familie auf.[6] Der Name Gonxha stammt aus dem persischen und bedeutet übersetzt „Knospe“.

Ihr Vater war ein angesehener albanischer Kaufmann, der aber unerwartet verstarb als Agnes acht Jahre alt war. Ihre Mutter hatte italienische Wurzeln und stammte aus einem streng katholischen Elternhaus.[7]

Die Kinder der gläubigen Familie wurden ebenfalls streng katholisch erzogen und so äußerte Agnes laut Berichten schon früh den Wunsch Missionarin zu werden.

Sie besuchte ein staatliches Gymnasium und trat dann am 29. November 1928 im Alter von 18 Jahren dem Orden der Schwestern von Loreto bei. Vom Loreto Kloster Rathfarnham in Dublin wurde sie nach Indien geschickt, um in Darjeeling ihr Noviziat zu beginnen.

Vom 6. Januar 1929 bis zum 18. August 1948 war sie an der St. Mary´s High School, einer sehr gut ausgestatteten Schule in Kalkutta als Lehrerin für Geographie und später auch als Direktorin der Schule tätig.[8]

Am 24. Mai 1931 legte die noch junge Novizin Agnes Gonxha Bojaxhiu ihr erstes Gelübde in Darjeeling ab und nahm von nun an den Namen Teresa „die Kleine“ an – nach der französischen Heiligen Therese von Lisieux.

Sechs Jahre später, am 24. Mai 1937 legte Teresa in Darjeeling dann ihr ewiges Gelübde ab.[9]

Es war der 10. September 1946, auf einer Zugfahrt von Kalkutta nach Darjeeling, als sich Teresa entschied, ihr Leben zu ändern. Dieser Tag wird auch als „Tag der Entscheidung“ bezeichnet. Sie möchte außerhalb des Loreto Ordens arbeiten und mehr den Armen helfen. So bittet Teresa die Oberin im Januar 1948 allein außerhalb des Klosters leben und in den Slums von Kalkutta arbeiten zu dürfen.

Weiter erbittet sie im Februar 1948 von Papst Pius XII. die offizielle Erlaubnis für ihr Vorhaben, die Teresa dann auch gewährt wird.

Am 18. August 1948 legt Mutter Teresa dann den Habit der Loreto Schwestern ab und trägt von nun an den weißen Sari mit blauer Borte, der in Indien als das Gewand der Armen in Bengalen gilt und später zum Ordenskleid und Markenzeichen der Missionarinnen der Nächstenliebe wird. Teresa lässt sich in Patna von den Missionsärztlichen Schwestern in der Krankenpflege ausbilden, kehrt drei Monate später wieder nach Kalkutta zurück und wohnt in der Zeit bei den Kleinen Schwestern der Armen. Im Jahr 1948 nimmt Mutter Teresa die indische Staatsbürgerschaft an und eröffnet am 21. Dezember 1948 ihre erste Slum Schule in Mothi Jheel.[10]

Zwei Jahre später, am 7. Oktober 1950, erhielt ihre neue Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe die offizielle Anerkennung des Papstes.[11]. Es ist zugleich das Gründungsdatum des Mutterhauses in der Lower Road Nr. 54a in Kalkutta.[12] Von Kalkutta aus breitet sich der Orden über ganz Indien aus

Im Jahr 1952 erhielt Teresa die Erlaubnis der Stadtverwaltung von Kalkutta, alle Kranken und Sterbenden, die sie in den Gossen Kalkuttas aufgelesen hatte, im verlassenen Pilgerschlafsaal des Kali-Tempels unterzubringen.[13]

Von 1962 an werden Mutter Teresa zahlreiche Preise für ihre Arbeit verliehen, darunter:

-1962 der Padmaschree, der Lotusorden („Magsaysay-Preis für interna-tionale Verständigung“)
- 6. Januar 1971 der Friedenspreis, verliehen von Papst Paul VI.
- September 1971 der Preis des „Guten Samariters“
- 16. Oktober 1971 der John F. Kennedy Preis
- 1979 der Friedensnobelpreis in Oslo.

Außerdem erfolgte überall auf der Welt die Gründung neuer Niederlassungen ihrer Ordensgemeinschaft. Dazu gehörten Niederlassungen u.a. in Caracas/ Venezuela, Colombo/ Ceylon, Amman/ Jordanien, Bourke und Melbourne/ Australien sowie in Belfast/ Irland, Paddington/ England, Addis Abeba/ Äthiopien, Gaza/ Israel, Lima/ Peru.[14]

Bis zu ihrem Tod am 05. September 1997, ganze 68 Jahre lang, kümmerte sich Mutter Teresa mit voller Hingabe um die Ausgestoßenen, Leprakranken und Waisenkinder von Kalkutta und leitete bis zuletzt den erfolgreichsten und wohl bekanntesten Orden in der Geschichte der katholischen Kirche.[15]

3. Die Berufung

Als sie zu Ehren des Herrn den Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: „Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie mir berufen habe.“[16] (Apg. 13,2-3)

Agnes Gonxha Bojaxhiu wusste schon früh, dass sie nicht irgendeinen normalen Beruf erlernen, sondern Nonne werden wollte wie Pater Julien Henry, ein langjähriger Vertrauter Mutter Teresas erzählt.[17] Aus katholischem Elternhaus stammend entschloss sie sich also, ihr junges Leben Gottes Werk zu weihen und schloss sich als junge Frau dem Loreto Orden an. Von dort aus kam sie nach Indien und zwar in ein Loretokloster nach Darjeeling, einem zum damaligen Zeitpunkt noch unter britischer Herrschaft stehenden Bergkurort. Es war ein beliebtes Urlaubs- und Erholungsziel in der Himalayagegend für die wohlhabenderen indischen Bürger und Gouverneure, wenn man im Sommer der Hitze entfliehen wollte. Zudem war es ein führendes Zentrum europäischer Erziehung.[18]

Von dort aus kam Mutter Teresa dann nach Kalkutta. Kalkutta war das genaue Gegenteil zu Darjeeling, denn das Loretokloster Entally und die Klosterschule St. Mary` s High School lagen in einer der ärmsten und schäbigsten Gegenden, umgeben von den Slums, Fabriken und dem Verschiebegelände des verkehrsreichsten Bahnhofs Kalkuttas.

Trotzdem war dieses Kloster für diese Gegend eine grüne, gepflegte Oase, in der viele Waisenkinder und Kinder aus zerrütteten Familien aller Gemeinschaften und Hautfarben lebten und lernten.

An dieser Schule unterrichtete Mutter Teresa zuerst die Schüler, bevor sie die Direktorin der Schule wurde.[19]

Doch während ihrer Zeit als Lehrerin und später als Leiterin der Missionsschule, die mit allem kolonialen Komfort ausgestattet war und an der die englischsprachige indische Elite erzogen wurde, bekam Mutter Teresa das Gefühl, sie „verrate Gott“.

Denn ihre eigentliche Aufgabe, für die sie ursprünglich nach Indien gekommen war, war die Versorgung und Unterstützung der Armen und hilflosen Menschen. Diese befanden sich jedoch vor den Toren des Klosters und während der großen bengalischen Hungersnot, als Dutzende Arme in den Straßen lagen und starben, fühlte sie sich nutzlos.[20]

Es geschah auf einer Zugfahrt nach Darjeeling als der Ruf Gottes an sie erging, wie Mutter Teresa selbst berichtete. Am 10. September 1946, unterwegs zur Bergstation im Himalayagebiet, erging der Ruf Gottes an sie. Sie war versunken im vertrauten, stummen, betenden Zwiegespräch mit dem Herrn, als sie ganz deutlich ihren „Auftrag“ vernahm, den sie als eine „Berufung in der Berufung“ empfand. Ihr Auftrag war ganz deutlich, berichtete Mutter Teresa: „Ich sollte den Konvent verlassen, den Armen helfen und bei ihnen leben und wohnen. Das war ein Befehl. Ich wusste also, wo ich hingehörte. Bloß wie ich dorthin kommen sollte, das wusste ich nicht.“[21]

So kam es, dass Mutter Teresa, gehorsam ihrem göttlichen Auftrag, am 16. August 1948 den Konvent verließ, um ihr Leben den Armen zu widmen. Die Tür des Klosters schloss sich hinter ihr und von nun an sollte sie wie die Armen Kalkuttas auch auf der Straße stehen.[22]

Es war eine ganz besondere Art und Weise wie Gott sie in seinen Dienst genommen hatte. Hier begann nun das Leben Mutter Teresas, das sie zu der bekanntesten Katholikin unserer Zeit gemacht hat und ihren Orden zu einem der berühmtesten und erfolgreichsten der katholischen Kirche.[23]

Siebenundzwanzig Jahre später sagte sie selbst: „Dass ich Loreto verlassen musste, das war mein größtes Opfer, das Schwerste, was ich jemals habe tun müssen. Es war viel schwerer als damals, als ich doch meine Angehörigen und meine Heimat verlassen musste, um in den Orden einzutreten. Loreto war einfach mein ein und alles. Dort habe ich meine geistliche Ausbildung bekommen. Dort wurde ich eine Ordensfrau. Dort habe ich mich Jesus zugeeignet. Die Arbeit, den Unterricht habe ich geliebt.“[24]

Aber genau das ist ein Zeichen für einen Gottesmenschen, nämlich alles, sei es Familie, Freunde und Bekannte hinter sich zu lassen, um Gott zu dienen.

4. Auf den Spuren Jesu Christi, „unterwegs im Dienste der Liebe“

„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“[25] (Joh 13,34-35)

Wie viel glücklicher wären wir, wenn alle Menschen dies in ihrem Leben anwenden würden? In der schnelllebigen Konsumwelt des 20. und 21. Jahrhunderts hat das Wort Liebe jedoch vielfach die eigentliche Bedeutung verloren. Unter „Liebe schenken“ verstehen viele nicht mehr das Schenken von Gefühlen an eine Person, die das Herz berühren und Kraft geben in schwierigen Lebenslagen und Situationen, sondern vielmehr materielle Dinge, die einem das Leben versüßen. Große Geschenke, wie ein Auto zum Geburtstag beispielsweise, von den Eltern geschenkt, wird von vielen Jugendlichen und Erwachsenen als Zeichen der Zuneigung, ja als ein Liebesbeweis von den Eltern verstanden. Die Größe des Geschenkes scheint also heutzutage zum Teil die Liebe und Zuneigung zu einer Person zu beschreiben.

Liebe schenken, das war es, was Mutter Teresa wollte! Aber nicht indem sie den Armen und Ausgestoßenen Kalkuttas Geld schenkte oder andere materielle Dinge, sondern indem sie sich gerade um die kümmerte und sorgte, die wirklich Liebe, Zuneigung und Unterstützung in Form von aufmunternden Worten brauchten, weil materielle Dinge ihr Leben nicht mehr gerettet oder versüßt hätten. Es waren die Sterbenden der Stadt Kalkutta um die sich sonst keiner mehr gekümmert hat, für die es nicht einmal eine Möglichkeit gab würdig zu sterben. Sie lagen Mutter Teresa am meisten am Herzen. „Um Hunde und Katzen kümmert man sich mehr als um seine Mitmenschen!“, beklagte sich Mutter Teresa voller Empörung, als sie eines Tages unweit eines Krankenhauses einen Sterbenden auf der Straße liegen sah. Nachdem Mutter Teresa zu diesem Mitmenschen, nach ihrer Bemühung um einen Krankenhausplatz und erbettelten Arzneimitteln zurückkehrte, dieser jedoch in der Zwischenzeit schon verstorben war, reifte in ihr der Plan für die Errichtung eines Heims für Sterbende in Kalighat.[26]

Dennoch verstand sich Mutter Teresa nicht als Krankenschwester, Ärztin, Lehrerin oder Sozialarbeiterin, sondern in erster Linie als Ordensschwester, die nicht der Arbeit wegen vor Ort ist, sondern in erster Linie Jesu wegen. Ihr Orden war an allererster Stelle also eine religiöse Gemeinschaft, die nicht nur den Armen sondern Jesus dient. Die Grundlage für ihr Engagement war der Satz aus dem Evangelium: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).[27]

„Alles, was wir tun, tun wir für ihn. […] Wenn wir den Armen dienen, dann dienen wir Jesus. Ihn pflegen wir, ihm geben wir zu essen, ihn kleiden wir, ihn besuchen und trösten wir, wenn wir die Armen trösten, die Verlassenen, die Kranken, die Waisen, die Sterbenden. All unser Tun, unser Gebet, unsere Arbeit, unsere Leiden vollbringen und tragen wir für Jesus. Unser Leben hat keinen anderen Sinn und keine andere Motivation. Das ist etwas, was viele Menschen nicht verstehen können. […] Ihn liebe ich, wenn ich die Armen liebe, und durch ihn liebe ich die Armen. […] Jesus ist hier.“[28]

Geldsorgen und der Mangel an Hilfsmitteln konnten Mutter Teresa in ihrer Überzeugung nicht stoppen, denn sie vertraute und hörte auf Gott, der ihr den richtigen Weg zeigte, wie sie selbst sagte: „ Die Arbeit, die wir verrichten, dient ihm, und er kommt für uns auf. Wenn er uns bei einem bestimmten Werk unterstützt, zeigt er uns, dass es ihm lieb ist. Also, worum sollte ich mich sorgen?“[29]

Voller Gottvertrauen und mit einer Aufgabe im Gepäck machte sich Mutter Teresa also daran ihre Aufgabe zu erfüllen und den Armen und Kranken zu dienen. Der Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ war das Resultat ihrer Arbeit. Um Geld brauchte sich Mutter Teresa auch keine Sorgen zu machen, denn ihr Orden wurde weltberühmt und sie hatten durch die zahlreichen Spenden auch das meiste Geld.[30]

5. Die Missionarinnen der Nächstenliebe

Der Orden, den Mutter Teresa gründete und weltberühmt machte, trägt auch heute noch nach dem Tod Teresas den gleichen Namen „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Im Jahre 1950 wurde die Regel der Kongregation „Missionarinnen der Nächstenliebe“ vom Vatikan offiziell approbiert. Dem Orden gehören heute ca. 2500 Schwestern an, die in etwa 340 Niederlassungen in 75 Ländern tätig sind. Zudem kommen noch ca. 440 „Missionare der Nächstenliebe“ in 85 weiteren Niederlassungen in 30 Ländern hinzu.[31] Es handelt sich bei den Häusern in erster Linie um Hospize und Waisenhäuser, wobei Mutter Teresa häufig betonte, dass es sich bei den Ordensschwestern weder um Krankenschwestern, Lehrerinnen oder Sozialarbeiterinnen handelt, sondern um Nonnen die selbst die Armut für sich entdeckt haben um Jesus Christus zu dienen.[32] Diese Einfachheit und ihr Charisma, vor allem aber die dienende Demut, mit der sie und die Schwestern den Armen halfen, haben Mutter Teresa und den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ zu einer Leitfigur gemacht.[33] Aufrecht erhalten wird der Orden durch die Schwestern und Brüder, die eine Ausbildung durchlaufen müssen.

5.1 Die Schwesternausbildung

Die Schwesternausbildung war für Mutter Teresa von großer Bedeutung, denn sie wusste, dass der Orden nur überleben kann, wenn es genügend Schwestern gäbe, die die von ihr gegebenen Impulse verstärken und ausweiten können und bereitwillig und voller Hingabe am Ordensleben festhalten. Das Erziehungsziel bestand darin, die jungen Ordensschwestern zur Christusfrömmigkeit zu führen und die Novizinnen auf die erwartete Lebensform einer Braut Christi vorzubereiten.[34] Die Missionarinnen der Nächstenliebe sollten ein sehr einfaches Leben führen. Dazu gehörte zwangsläufig die Abwendung von weltlichen Dingen und die Hinwendung allein zu Gott.[35] Mutter Teresa unterwies ihre Schwestern durch Wort und Tat, führte sie so ins geistliche Leben ein, gab ihnen den Sinn für Verzicht, Demut, Dienstbereitschaft, weckte die Liebe zu Gott und den Menschen und lehrte sie Gott im Gebet zu finden. Die Schwestern sollten lernen, auch in schwierigen Zeiten trotzdem ihre Aufgaben zu erfüllen. Sie verlangte von ihren Schwestern nichts, was sie sich nicht auch selbst abverlangt hätte. Ihren Aussagen nach habe sie selbst, wie Jesus auch, anderen die Füße gewaschen, Wunden ausgewaschen und verbunden, die verwaisten Kinder an sich gedrückt, den Verkrüppelten aufgeholfen und in den Slums die Armen, Kranken und Hungernden besucht und das trotz Durst, Hunger, Erschöpfung und gelegentlich bei Fieber und mit Krankheiten.[36]

In einem Zeitungsinterview einer belgischen Zeitschrift sagte Mutter Teresa: „Am wichtigsten scheint mir, dass den Schwestern eine tiefe innere und persönliche Liebe zum Altarsakrament vermittelt wird. Dann können sie Jesus in der Eucharistie begegnen; dann können sie hinausgehen und Jesus im Nächsten begegnen und ihm in den Armen dienen.“[37] Das Zentrum der Ausbildung liegt also im Insistieren auf beidem, auf der eucharistischen Gegenwart Christi auf der einen Seite, und in der Begegnung und der Gegenwart Christi im Nächsten auf der anderen Seite.

Auch das Leben in Armut wird konsequent eingeübt. Dazu gehört, dass sie während ihrer Ausbildung in Armut leben müssen, damit sie die Armut kennen lernen um selbst ein Leben unmittelbar und praktisch in Armut führen zu können. Dies beginnt schon bei der Kleidung. Jede Schwester darf nur drei Garnituren der Ordenskleidung besitzen, eine zum Tragen, eine zum Waschen und eine zum Trocknen. Diese Garnitur setzt sich zusammen aus einem:

1. weißen Habit, der die Schwestern von Kopf bis Fuß verhüllt,
2. blau gesäumten weißen Sari, der Haupt und Teile des Habit bedeckt,
3. Kreuz, das sie von der linken Schulter trägt,
4. paar Sandalen.

Hinzu kommen noch zwei Saris aus groben Material, wie sie hauptsächlich von den Armen getragen werden, den einen zum Tragen und einen zum Wechseln.[38]

Auch Häuser und Möbel sollten ihm Stil Ausdruck der Armut sein. Bei Reisen und weiteren Fahrten ist jeweils die billigste Variante zu wählen und das Essen muss äußerst einfach, aber ausreichend sein. Privatleben gibt es in dem Orden praktisch gar nicht, denn geschlafen wird in Schlafsälen. Sauberkeit und Reinlichkeit wird aber groß geschrieben, denn damit möchte man den Armen ein Beispiel geben, sich selbst und die eigenen Lebensumstände nicht zu vernachlässigen. Außerdem müssen die Schwestern lernen zu betteln, denn zu einem Leben in Armut gehört auch die Bettelei. Die Schwestern sollten lernen sich nicht zu schämen um etwas für die Armen zu erbetteln. Insgesamt dauert eine Ausbildung sechs Jahre. Nach sechs Jahren zeitlicher Gelübde können die Schwestern ihre ewige Profess ablegen und sich auf Lebenszeit für den Dienst Christi an die Kongregation binden und in den Häusern des Ordens weiter tätig werden.[39]

5.2 Würdiges Sterben - Das Hospiz Nirmal Hriday

Das erste große Projekt von Mutter Teresa war die Errichtung eines Heimes für Sterbende. Sie eröffnete es nach einem Erlebnis auf der Straße, als sie einem Sterbenden begegnete, diesem nicht mehr rechtzeitig helfen konnte und dieser auf der Straße verstarb. Die Krankenhäuser Kalkuttas nehmen aufgrund der Überfüllung kaum Menschen auf, die keine Hoffnung mehr auf Genesung haben und so liegen viele Arme und Sterbende auf den Straßen. Mutter Teresa lag es am Herzen, den Ärmsten der Stadt auch die Möglichkeit zu geben, würdig zu sterben. Ihrem ersten Spital gab sie den Namen Nirmal Hriday und weihte es dem Unbefleckten Herzen Mariens. Es entstand in Südkalkutta, in einem leerstehenden Flügel eines Pilgerspitals, in der Nähe des berühmten Tempels der indischen Göttin Kali. Mutter Teresa musste gegen Proteste ankämpfen, denn es wurde behauptet, dass Mutter Teresa in das Zentrum der Hindus vordringe, um sie zum Christentum zu bekehren. Nachdem sie aber schnell durch ihre Barmherzigkeit und die Aufnahme eines erkrankten Hindupriesters zeigte, dass sie nicht an der Konversion zum Christentum interessiert war, sondern daran, sterbende Menschen würdig zum Tod zu begleiten, zogen sich die Kritiker zurück.[40]

Mutter Teresa betätigte sich auch in der Leprosenfürsorge. Sie unterhielt mit ihren Schwestern ein Heim, das aber aufgrund eines neuen Bebauungsplans des Stadtteils weichen musste. Mutter Teresa setzte sich dafür ein, dass das Heim gehalten werden kann oder ein neues errichtet werde. Teresa führte den Leprahilfetag ein, um Spenden für ein neues Heim und die Unterstützung der Leprakranken zu sammeln. Und es ergab sich auf Drängen von Mutter Teresa dann auch eine Möglichkeit, den zahlreichen Leprakranken Kalkuttas zu helfen. Ein belgischer Arzt mit viel Erfahrung war nach Indien gekommen, um seine neu entwickelte Methode anzuwenden. Diese machte es möglich, dass die Erkrankten auch zu Hause versorgt werden konnten, indem sie mobile Versorgungsstationen aufsuchten. Das Engagement und die medizinische Betreuung für die Leprakranken entwickelte sich zu einer der Hauptaufgaben der Schwestern des Ordens. Neben den neuen Möglichkeiten und Einrichtungen wurden auch Einrichtungen des alten Stils gebraucht. Im Gebiet von Burdwan Shanti Nagar wurde die „Stadt des Friedens“ gegründet, eine Kolonie für Leprakranke und Rehabilitationszentrum in einem.[41]

5.3 Sorge um die Verstoßenen und Verwaisten – Die Kinderheime

Jesus selbst hat ein Beispiel dafür gegeben wie man Kinder behandeln soll (Vgl. Mk 9, 36-37; 10, 13-16). Es sollte also nicht nur eine Pflicht sein Kindern zu helfen, sondern zugleich eine Quelle der Freude, wenn wir den Kindern, die Jesus sehr liebte, helfen und ihm als unseren Herrn in ihnen dienen.[42]

Schon immer haben sich religiöse Orden intensiv der Betreuung von Waisen und behinderten Kindern angenommen. Viele katholische Zentren in Indien unterhalten ebenfalls Waisenhäuser und bieten die Möglichkeit der Aufnahme von Waisenkindern. Weil die Not in Kalkutta jedoch so groß war, eröffneten die Schwestern ihr eigenes Haus in Sishu Bhavan. Mutter Teresa nahm unzählige Kinder auf. Sishu Bhavan war mit den vielfältigen Aktivitäten jahrelang der Mittelpunkt Kalkuttas. Hier wurden nicht nur verwahrloste, behinderte und ausgesetzte Kinder betreut, sondern zudem gab es hier auch noch die Möglichkeit für ledige Mütter, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Außerdem wurden hier auch Lebensmittelvorräte angelegt und verteilt.[43]

Laut Berichten hinterlässt Mutter Teresa einen Orden, der ein halbe Millionen Familien mit Lebensmitteln versorgt, 20.000 Kinder unterrichtet und rund 90.000 Leprakranke betreut.[44]

6. Nächstenliebe oder Eigennutzen?

Lob und Kritik an Mutter Teresas Lebenseinstellung

„Mutter Teresa ganz vorn“[45] lautet die Überschrift in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Diese Zeile findet sich jedoch weder im Sportteil und weist auf eine hervorragende sportliche Leistung hin, noch ziert sie eine Tabelle, welche die „schönsten“ oder wohlhabendsten Menschen der Welt präsentiert.

Nein, diese Überschrift macht auf eine Umfrage der Zeitschrift „Eltern“ aufmerksam, welche ergeben hat, dass Mutter Teresa für Kinder und Jugendliche eine der bedeutendsten Menschen des letzten Jahrhunderts war. Eine 15jährige Schülerin begründet ihre Wahl und sagt: „Sie hatte alle feinen Eigenschaften eines guten Menschen: helfen, helfen, helfen!“[46]

Mutter Teresa ist nicht nur für die meisten Kinder und Jugendlichen ein Symbol für Frieden und der Inbegriff gelebter und gezeigter Nächstenliebe[47], sondern für alle Altersklassen eine Frau mit Vorbildfunktion, die ein Leben verändern kann, wie eine Frau nach einem Treffen mit Mutter Teresa in Indien berichtet: „Was als Urlaubsreise begann, wurde durch die Begegnung mit Mutter Teresa zu einer lebenslangen Sehnsucht.[...]Sie verbreitete ein Kraftfeld um sich wie ein ganzes Gebirge,[...].Ich war plötzlich ganz ruhig, hatte keine Angst mehr, nicht vorm Rückweg ins Hotel, nicht vor der Zukunft in Deutschland, ich dachte nur: Es ist wie es ist, finde deinen eigenen Weg, mach was daraus.“[48]

Der bedingungslose Einsatz Teresas für Kranke, die aufopfernde Hingabe für die Ärmsten der Welt und ihr Engagement für den Frieden waren die Markenzeichen dieser außergewöhnlichen Frau. In einem Brief von 1991 an Präsident Bush und Saddam Hussein bittet sie für die Unschuldigen und die Armen und für diejenigen, die durch den Krieg arm werden um Liebe und Frieden: „Bitte, bitte, machen Sie ihren Verstand und Willen zum Verstand und Willen Gottes. Sie haben die Macht, Krieg in die Welt zu bringen oder Frieden zu stiften. Bitte wählen Sie den Weg des Friedens.“[49]

Neben ihrem Einsatz für Frieden und der Armenhilfe in Kalkutta war auch der ungebrochene Glaube, das Vertrauen in Gott ein besonderes Markenzeichen Teresas. „Ihr Leben war eine ständige Konfrontation mit dem Übel dieser Welt – und es mag einem erstaunlich vorkommen, dass sie darüber ihren Glauben nicht verloren hat. Die Frage, wie man „nach Kalkutta noch glauben könne, hat sie nicht verstört.“[50]

Nicht selten wurde Mutter Teresa schon zu Lebzeiten als „Heldin unserer Zeit“[51] gerühmt, gerade weil sie selbst auf ein normales Leben im Luxus verzichtet hat, um es den Menschen zu widmen, welche von einem normalen und sicheren Leben ohne Ängste und Sorgen am meisten träumten, den Armen und Sterbenskranken. „Armut ist nicht von Gott geschaffen worden, sie ist Menschenwerk. Wir können die Armut nur beseitigen, wenn wir bereit sind zu teilen“, sagte Mutter Teresa einst.[52]

Es waren aber nicht nur materielle Dinge, an denen es den Armen und Kranken fehlte. Teresa sah ihre Berufung nicht nur in der Verteilung von Lebensmitteln oder der Versorgung der Kranken, sondern im Spenden von Liebe. Sie sah es als wichtig an, den Menschen, welche allein und mittellos waren, das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden. Es war also nicht nur ein Kampf gegen die materielle Armut, sondern auch gegen die innere Armut, die sich ihrer Meinung nach in den westlichen Metropolen in Form von Einsamkeit, Hass und Hoffnungslosigkeit widerspiegelt.[53]

„Die schlimmste Krankheit ist nicht die Lepra oder Tuberkulose, sondern das Gefühl, von niemanden angesehen zu werden, ungeliebt zu sein, verlassen von jedermann“, sagte Mutter Teresa einmal.[54]

Die Grundlage für ihr, von ganzem Herzen gewolltes Engagement und ihre vom Glauben erfüllte Überzeugung war der Satz: „ Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan“ (Mt 25,40).

Jede Berührung der gebrochenen Körper der Armen war die Berührung des Leibes Christi. Mutter Teresa wollte Jesus dienen, der sich unter der leidvollen Maske der Armen verbirgt. Sie wollte zusätzlich auf die Gegenwart Gottes, die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Gottes aufmerksam machen und daran erinnern, dass jeder ein Kind Gottes ist, das geschaffen ist, zu lieben und geliebt zu werden.[55]

Ihr endloser Glaube an Gott und ihr daraus resultierendes Handeln brachte Mutter Teresa jedoch nicht nur Lob und Anerkennung, sondern in den 90er Jahren auch Wellen der Kritik ein.

Ihre Einstellung und Haltung zu Moralfragen wurden häufig kritisiert.[56]

Dazu gehörte vor allem ihr Kampf gegen den Gebrauch und die Verbreitung von Verhütungsmitteln sowie die strikte Ablehnung des Schwangerschaftsabbruchs.

Schon während ihrer Rede 1979, als sie den Friedensnobelpreis entgegennahm, bezeichnete sie den Schwangerschaftsabbruch als „die größte Bedrohung des Weltfriedens“ und erntete dafür, in einer Zeit in der Aids und Überbevölkerung viel diskutierte Themen waren, alles andere als positive Zustimmung.[57] Im gleichen Atemzug sprach sich die streng katholische Ordensschwester auch gegen den Gebrauch von Verhütungsmitteln aus und machte in dieser Hinsicht keinen Unterschied zu einer Abtreibung. Während viele, gerade in einem Land wie Indien, in dem Überbevölkerung einer der Auslöser für die große Armut ist, in der Geburtenkontrolle oder in der Verteilung von Verhütungsmitteln eine Lösung aus der kritischen Situation erhofften, sah Teresa die Rettung in geistiger Umkehr: „Ich glaube, dass wir diese Welt ändern können, wenn wir das Gebet zurück in die Familie bringen.“[58]

In diesem Zusammenhang wurde ihr ebenfalls vorgeworfen, dass sie sich bei innerkirchlichen Debatten um die „Befreiungstheologie“ und andere „moderne Häresien“ stets auf die Seite Johannes Paul II. gestellt hat, der in vielen Kreisen trotz seiner Beliebtheit als sehr konservativ galt.[59]

Ihre konservative Einstellung wird häufig als eine schlichte Form des christlichen Fundamentalismus bezeichnet. Auch das aus einer stoisch-resignativen Grundhaltung heraus gesehene Leid der Armen, welches von Gott gegeben ist, soll ein Zeichen dafür sein, dass Mutter Teresa stets mit den strikt konservativen Katholiken Lateinamerikas und Europas sympathisiert und jedes politische Projekt zur Bekämpfung sozialer Ungerechtigkeit ablehnt.[60]

Die Äußerungen, „Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt“[61], sollen ein Indiz dafür sein, dass Mutter Teresa sich die Armut der Menschen zu Nutzen macht, indem sie die Armen, an denen es in Zukunft nicht mangeln wird, ohne weiteres zur Ausschmückung erbaulicher Reden in Anspruch nimmt, um zahlreiche Spendengelder zu sammeln.[62]

„Gewiß besaß die so naiv wirkende Frau ein Gespür für Symbolik – und für Macht, die sie für ihre wohltätigen Zwecke zu nutzen verstand“, berichtet der Spiegel.[63]

Dies wäre ja auch bis dahin nichts Schlechtes, wenn mit den vielen Spendengeldern die Armen der Welt unterstützt worden wären. Doch die Kritiker sehen das anders. Sie werfen Mutter Teresa vor, nur die Symptome der Armut zu bekämpfen, nicht aber die Ursachen.[64] Sie nutzte ihren guten Ruf aus, um Spenden zu sammeln und „wenn die Kasse stimmte“, so der Spiegel, traf sie sich auch mit Diktatoren wie Jean-Claude Duvalier auf Haiti oder Nicolae Ceauşescu in Rumänien, ohne aber politische Forderungen zu stellen und auf Missstände aufmerksam zu machen.[65]

Auch ihr Lebenswerk, der Aufbau von zahlreichen Krankenhäusern, Hospizen und Klöstern in aller Welt wird von den Kritikern hinterfragt. Die medizinische Versorgung der Kranken und Verletzten soll auf einem sehr dürftigen Niveau stattfinden, obwohl es an Geld zur Beschaffung nötiger Utensilien nicht gefehlt hat. Es wird des öfteren berichtet, dass die hygienischen Vorraussetzungen nicht denen üblicher Hospize und Krankenhäuser entsprechen. Eine Aussteigerin erzählt: “Schwestern, die man nach Haiti geschickt hatte, lernten schnell, Injektionen zu verabreichen. Eine der freiwilligen Laienschwestern äußerte ihre Sorge darüber, dass die Nadeln mit der Zeit stumpf werden und den Patienten Schmerzen verursachen. Man teilte ihr mit, dass zwar genug Nadeln vorhanden seien, eine Missionarin der Nächstenliebe sollte aber mit den einfachsten Mitteln arbeiten.“[66]

Außerdem sollten Tuberkulosekranke nicht isoliert gebettet sein und auf die Desinfektion und Reinigung der Spritzen soll nicht allzu häufig Wert gelegt werden. Die Ernährung der Patienten sei ebenfalls katastrophal und der Tod der Menschen soll mit fatalistischem Gleichmut hingenommen werden. Die britische Zeitung „The Guardian“ sah in den Sterbehospizen sogar nur „eine organisierte Form unterlassener Hilfeleistungen“.[67]

Ebenfalls wurde Mutter Teresa wegen ihrer Widersprüche im Hinblick auf medizinische Versorgung von den westlichen Ärzten kritisiert. Während Teresa es ablehnte, Geld für medizinisches Gerät auszugeben, nahm sie jedoch selbst modernste medizinische Techniken in Anspruch. Sie lebte beispielsweise mit einem Herzschrittmacher, den sie sich auf Drängen ihrer Ärzte hat einsetzten lassen.[68] Es war jedoch nicht die Angst vor dem Tod, wie sie selbst sagte, sondern ein Erlebnis während ihres ersten Herzstillstandes. Sie stand nach eigener Aussage vor dem heiligen Petrus, der an der Himmelspforte stand und sagte: „Geh! Es gibt im Himmel keine Slums!“ Mutter Teresa antwortete darauf: „Dann werde ich den Himmel solange mit Slumbewohnern füllen, bis ich selbst das Recht auf Eintritt bekomme.“[69]

Es wurde ebenfalls der Vorwurf laut, dass die Schwestern des Ordens der Nächstenliebe in einen Adoptionsskandal mit der Organisation “pro infane“ verwickelt waren. Die Schwestern des Ordens sollen wissentlich Müttern in Indien die Kinder weggenommen haben, um diese mit falschen Papieren zur Adoption nach Deutschland vermitteln zu können.[70]

[...]


[1] N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 235

[2] http://www.stjosef.at/dokumente/zoske_diana.htm, 30.08.2006, Zoske, Robert M., Die Mutter und die Prinzessin, o.J.

[3] Oschwald, H., warten auf das erste Wunder. Menschen aus der ganzen Welt drängen die Kirche, die verstorbene Mutter Teresa, den „Engel der Armen“, umgehend heilig zu sprechen, in: Focus 15.09.1997, Nr. 38, S. 354

[4] Venzky, Gabriele, Handfeste Heilige. Elendsbekämpfung, Geburtenkontrolle: Davon hielt Mutter Teresa wenig. Aber als energische Helferin der Ärmsten war sie der Welt ein Vorbild, in: Die Zeit 12.09.1997, Nr. 38, S.10

[5] Vgl. http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/mutter-teresa, 05.09.2007, Schweers, Ursula, Mutter Teresa, 2007

[6] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 185

[7] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 234

[8] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 185

[9] Vgl. A.a.O., S. 43

[10] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 185

[11] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 234

[12] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 185

[13] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 234

[14] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 185

[15] Vgl. Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 214

[16] Die Bibel, Einheitsübersetzung, Freiburg im Breisgau 1993

[17] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 43

[18] Vgl. Doig, Desmond, Mutter Teresa. Ihr Leben und Werk in Bildern, Freiburg 1976[2],

S. 43

[19] Vgl. A.a.O., S. 45

[20] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 234

[21] Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 25

[22] Vgl. A.a.O., S. 31

[23] Vgl. Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 214

[24] Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 31

[25] Die Bibel, Einheitsübersetzung, Freiburg im Breisgau 1993

[26] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 81

[27] Vgl. Beckmann, Bernhard, Mutter Teresa. Was zählt ist das Herz. Gebete, Gedanken, Meditationen, Leipzig 2004, S. 7

[28] Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 81

[29] Beckmann, Bernhard, Mutter Teresa. Was zählt ist das Herz. Gebete, Gedanken, Meditationen, Leipzig 2004, S. 7

[30] Vgl. Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 215

[31] Vgl. Beckmann, Bernhard, Mutter Teresa. Was zählt ist das Herz. Gebete, Gedanken, Meditationen, Leipzig 2004, S. 29

[32] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 234

[33] Vgl. Venzky, Gabriele, Handfeste Heilige. Elendsbekämpfung, Geburtenkontrolle: davon hielt Mutter Teresa wenig. Aber als energische Helferin der Ärmsten war sie der Welt ein Vorbild, in: Die Zeit 12.09.1997, Nr. 38, S. 10

[34] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 169

[35] Vgl. Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 222

[36] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 169- 171

[37] Vgl. A.a.O., S.175

[38] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 169- 178; auch Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 222

[39] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 168- 186

[40] Vgl. Haubold, Erhard, Engel der Armen und Feldwebel Gottes. Mutter Teresa war eine Missionarin der Tat. Im hinduistisch geprägten Indien lebte sie praktisches Christentum vor, in: FAZ 08.09.1997, Nr. 208, S. 3

[41] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 92-96

[42] Vgl. A.a.O., S. 87

[43] Vgl. Le Joly, Edward, Wir leben für Jesus. Mutter Teresas geistlicher Weg, Freiburg 1978, S. 87-92

[44] Vgl. Haubold, Erhard, Engel der Armen und Feldwebel Gottes. Mutter Teresa war eine Missionarin der Tat. Im hinduistisch geprägten Indien lebte sie praktisches Christentum vor, in: FAZ 08.09.1997, Nr. 208, S. 3

[45] http://hugo-archiv.waz.de/detail.php?query=179468&article=14363095, 19.01.2007, N. N., Mutter Teresa ganz vorn, Artikel erschienen in: WAZ am 25.09.1999

[46] A.a.O.

[47] Vgl. Oschwald, H., Schon zu Lebzeiten eine Heilige, in: Focus 08.09.1997, Nr. 37,

S. 324

[48] http://hugo-archiv.waz.de/detail.php?query=179468&article=7690138, 19.01.2007,

N. N., Begegnung mit Mutter Teresa, Artikel erschienen in: WAZ am 02.10.1999

[49] Beckmann, Bernhard, Mutter Teresa. Was zählt ist das Herz. Gebete, Gedanken, Meditationen Leipzig 2004, S. 10

[50] N. N., Mutter Teresa, in: FAZ 08.09.1997, Nr. 208, S. 39

[51] Vgl. N. N., Mutter Teresa, in: Bild 17.09.1997, Nr. 213/ 37, S. 2

[52] N. N., Mutter Teresa, in: Bild 08.09.1997, Nr. 209/ 37, S. 2

[53] Vgl. N. N., Mutter Teresa, in: Bild 08.09.1997, Nr. 209/ 37, S. 2

[54] zur Bonsen, Elmar, „Laßt mich so sterben wie die, denen ich diene.“ Auch gegen den Zeitgeist ist die Ordensgründerin zu einem Vorbild für die ganze Welt geworden, in: SZ 06/07.09.1997, Nr. 205, S. 10

[55] Vgl. Beckmann, Bernhard, Was zählt ist das Herz, Leipzig 2004, S. 7

[56] Vgl. zur Bonsen, Elmar, „Laßt mich so sterben wie die, denen ich diene.“ Auch gegen den Zeitgeist ist die Ordensgründerin zu einem Vorbild für die ganze Welt geworden, in: SZ 06/07.09.1997, Nr. 205, S. 10

[57] Vgl. Hitchens, Christopher, Mutter Teresa – eine Medienheilige, in: Le Monde diplomatique 15.11.1996, Nr. 5079, S. 2; auch http://www.stern.de/politik/panorama/514197.html?nv=cb, 05.09.2007, Merey, Can, Mutter Teresa, “Engel der Armen“, Artikel erschienen am 19.10.2003

[58] N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 235

[59] Vgl. A.a.O.

[60] Vgl. Hitchens, Christopher, Mutter Teresa – eine Medienheilige, in: Le Monde diplomatique 15.11.1996, Nr. 5079, S. 2

[61] A.a.O.

[62] Vgl. Hitchens, Christopher, Mutter Teresa – eine Medienheilige, in: Le Monde diplomatique 15.11.1996, Nr. 5079, S. 2

[63] N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 235

[64] Vgl. zur Bonsen, Elmar, „Laßt mich so sterben wie die, denen ich diene“. Auch gegen den Zeitgeist ist die Ordensgründerin zu einem Vorbild für die ganze Welt geworden in: SZ 06/07.09.1997, Nr. 205, S. 10

[65] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 235

[66] Wüllenweber, Walter, Mutter Teresa – wo sind ihre Millionen? Nehmen ist seliger denn geben., in: Stern 10.09.1998, Nr. 38, S. 214

[67] Vgl. http://www.mutter-teresa.info/verachtung.html, 05.09.2007, Schedel, Gunnar, Selig sind die Armen. Ihre Menschenverachtung weist Mutter Teresa einen Platz unter den Englein zu, Artikel erschienen in: MIZ am 01.04.1999

[68] Vgl. Haubold, Erhard, Engel der Armen und Feldwebel Gottes. Mutter Teresa war eine Missionarin der Tat. Im hinduistisch geprägten Indien lebte sie praktisches Christentum vor, in: FAZ 08.09.1997, Nr. 208, S. 3

[69] Vgl. N. N., Nachruf. Mutter Teresa 1910 – 1997, in: Spiegel 08.09.1997, Nr. 37, S. 235

[70] Vgl. Wüllenweber, Walter, Mutter Teresas herzlose Schwestern, in: Der Stern 07.01.1999, Nr. 2, S.94f

Details

Seiten
76
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640798926
ISBN (Buch)
9783640799275
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162746
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Schlagworte
Mutter Teresa Lady Diana

Autor

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Titel: Mutter Teresa und Lady Diana - Moderner Personenkult mit religiösem Hintergrund