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Soziale Bewegungen als historisch gewachsene Entitäten der Moderne

Hausarbeit 2010 28 Seiten

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Was sind moderne soziale Bewegung?

3. Modernisierung

4. Neue Soziale Bewegungen als historisch gewachsene Entitäten

5. Wohlfahrtsstaatlicher Kapitalismus und neue soziale Bewegungen

6. Die Ökologiebewegungen: ein exemplarischer Exkurs

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Trivial mag zwar die Aussage Eisenstadts erscheinen, dass „the very process of modernization necessarily creates a high level of conflict“1 ; indes kann aber der im Folgenden zu beleuchtende Themenkomplex - „soziale Bewegungen“ - kaum eine trefflichere Eröffnung finden. Unter der Prämisse, dass Modernisierung dort beginnt, wo sich der Mensch von religiös-traditionalen Weltdeutungen löst, eigene Sinnhorizonte konstruiert und auf die aktive Durchsetzung „menschgewollter“ Sozialordnungen abzielt, ist Konflikt vorprogrammiert. Entsprechend stehen damit - nach Auffassung Ruchts - auch zwangsläufig soziale Bewegungen auf dem Plan; so formuliert er: „Soziale Bewegungen sind nicht ohne Moderne, Moderne ist nicht ohne soziale Bewegungen denkbar“2 ; auch von verschiedenen anderen Autoren werden sie sowohl als Produkt, als auch als Produzent der Moderne konzeptualisiert. Der „Entdeckung der Gesellschaft“ geschuldet, sahen sich weite Teile der Bevölkerung angehalten und in die Lage versetzt, eigene Zielvorstellungen mittels Protest (und anderer Formen der Partizipation) in den politischen Willensbildungsprozess einbinden zu können. Dabei spiegeln soziale Bewegungen (als ein Phänomen der Interessenartikulation in diesem Prozess) zumeist die zentralen Konfliktpotenziale und Relevanzstrukturen der Gesellschaft wider und verweisen zudem nicht selten auf deren Wandlungsmöglichkeiten. Als entfesselnde Momente für die Bildung dieser „kollektiven Akteure“, welche auf sozialen Wandel abzielen, werden sozial-historisch bedeutende Phasen, Ereignisse und Prozesse herausgestellt, welche es zu beleuchten gilt.

Entlang der von mir gewählten Aufgabe, in historischer Perspektive, eine Rekonstruktion der Entstehung moderner sozialer Bewegungen im Modernisierungsprozess vorzunehmen, soll mir das Werk Ruchts („Modernisierung und neue soziale Bewegungen“) als zentraler Leitfaden dienen, da es m.E. nach immer noch eines der informativsten zu dieser Thematik ist. Ziel soll es weiterhin sein, die zentralen Thesen Ruchts zu explizieren. Dazu halte ich es für unabdingbar, eine tentative und vorerst rudimentäre Definition, sowie Typologie und Dimensionsanalyse von modernen sozialen Bewegungen voranzustellen, um den Gegen- standsbereich zu umreißen. Dem wird sich eine relevanzspezifische Modernisierungs- konzeption anschließen, welche sich aber aufgrund des relativ breit gefächerten Erkenntnis- interesses (und ganz im Sinne Ruchts), keiner konkreten Modernisierungstheorie verschreiben wird. Fernerhin wird sich der Hauptteil dieser Arbeit, den konkreten Charakteristika der sozialen Bewegungen in der historischen Sukzession zuwenden und eine Abgrenzung der phänomenologischen Besonderheiten alter und neuer Bewegungsformen vorzunehmen versuchen. Jeweils ein eigenständiges Kapitel soll dann sowohl den neuen sozialen Bewegungen (im Kontext des wohlfahrtsstaatlichen Kapitalismus), als auch einem exemplarischen Exkurs, welcher sich der Ökologiebewegung zuwendet, gewidmet sein. Entsprechend der von mir geschilderten Vorgehensweise, werde ich mich im folgenden Kapitel um einen Definitionsversuch moderner sozialer Bewegungen bemühen.

2. Was sind moderne soziale Bewegungen (msB)?

Mit der expliziten Ausrichtung der Betrachtung auf moderne Gesellschaften, kann der Formulierung Ruchts Folge geleistet werden, wenn er soziale Bewegungen als „ein auf gewisse Dauer gestelltes und durch kollektive Identität abgestütztes Handlungssystem mobilisierter Netzwerke von Gruppen und Organisationen [konzeptualisiert], welche sozialen Wandel mit Mitteln des Protests - notfalls bis hin zu Gewaltanwendung - herbeizuführen, verhindern oder rückgängig machen wollen“3. Der Begriff der „Bewegung“ gilt dabei als Metapher für die der Geschichte unterstellten Dynamik; und das Attribut „sozial“ verweist auf die von gesellschaftlichen Kräften ausgehende, partiell entwicklungsanleitende Interventionsbeteiligung, entlang ihrer Interessen und Bedürfnisse.4 Der letzte Zusatz - „modern(e)“ - bezieht sich dabei auf die im Verlauf noch ausführlicher zu betrachtenden, spezifischen Bedingungskonstellationen, der ab (ca.) der französischen Revolution Einzug haltenden Modernisierungstendenzen, in deren Rahmen sich die sozialen Bewegungen entfalteten. Raschke differenziert in seiner definitorischen Fassung von sozialen Bewegungen noch weitere, im Folgenden aufzuführende Charakteristika:

a) im Gegensatz zu Rucht, weist er auf die permanente Mobilisierung snotwendigkeit von Unterstützungsleistungen zur Existenzsicherung der sozialen Bewegung hin, da diese in ihrer nicht- (oder nur geringfügig) institutionalisierten Form, immer prekär - im Sinne ihrer instabilen Machtgrundlage - ist5
b) weiterhin bedürfen soziale Bewegungen einer gewissen Kontinuität, um als solche identi- fiziert und von z.B. kurzfristigen „kollektiven Episoden“ unterschieden werden zu können; Raschke schlägt hier eine relativ unkonkrete Dauer von mehreren Jahren als Indiz vor6
c) als weiteres Merkmal kann die hohe symbolische Integration (z.B. über Mode, Sprache etc.) welche in der Gruppe, die sich als Bewegung konstituiert, festgehalten werden7
d) fernerhin wird als Signum sozialer Bewegungen, die geringe Rollenspezifikation der sich außerhalb von formeller Mitgliedschaft befindlichen Teilnehmer (Sympathisanten), welchen diverse Partizipationsformen zur Verfügung stehen, betont8
e) zudem besteht eine relativ hohe Variabilität an Organisations- und Aktionsformen der sozialen Bewegungen, da diese zumeist nur geringe institutionalisierte Momente aufweisen9
f) überdies sind soziale Bewegungen als Handlungssysteme mit einer gewissen Intentionalität ausgestattet, welche es ihnen ermöglicht, Zielsetzungen zu formulieren, welche sich typischerweise auf (partiellen) sozialen Wandel richten10

Dabei sind nach Auffassung Ruchts und Raschkes moderne soziale Bewegungen Träger sozialen Wandels, welche aber nicht zwangsläufig als „Kräfte des Fortschritts“ verstanden werden dürfen, da sie diesen ggf. sogar aufhalten oder rückgängig machen wollen.11 Ebenso reicht es nicht aus, sie nur als passive Funktionsträger verschiedener gesellschaftlicher Teilsysteme zu betrachten; sie sind vielmehr aktive Handlungsträger (-systeme), welche zwar auf vorstrukturierten Voraussetzungen aufbauen, aber darüber hinaus, relativ autonomes politisches Handeln, mit dem Ziel generieren, die Richtung des sozialen Wandels zu bestimmen.12 Dem fügt Rucht an, dass soziale Bewegungen ihre Verortung überhaupt nur in der Moderne finden könnten, da sich erst hier die ideengeleitete Disposition, einer von den Menschen intentional herbeigeführten Ordnung der sozialen Wirklichkeit einstellte, wohingegen sich die sehr wohl existenten, vormodernen, protestierenden Bewegungen auf eine (wie auch immer geartete) traditionale oder göttliche Ordnung beriefen, bei denen sich der Anlass für kollektive Aktionen zumeist nur aus der Verletzung „althergebrachter“ Ordnungen speiste und diese auf die Revitalisierung des Traditionalen drängten.13 Dahingegen konstruieren moderne soziale Bewegungen Imaginationen einer sozialen Wirklichkeit, welche in Diskrepanz zu der realen Sozialordnung stehen, die es nach Ansicht des kollektiven Akteurs, nach eigenen Entwürfen aktiv umzugestalten gilt. So sind moderne soziale Bewegungen also Handlungssysteme, welche mit einer gewissen Intentionalität ausgestattet, ihren Mitteleinsatz an Motiven und Zwecken ausrichten; als System, ihre Elemente in einen relativ regelgeleiteten Interaktions- und Funktionszusammenhang stellen und ein Wir-Gefühl entlang von kollektiver Identität und (subjektiver, als auch kollektiver) Sinnsetzung generieren14.

So müssen soziale Bewegungen auch vom einfachen kollektiven Massenverhalten, sowie von politischen Strömungen und sozialen Initiativgruppen unterschieden werden, da sie (msB) sich zumeist über eine größere Dauerhaftigkeit, festere Kommunikations- und Rollen- strukturen auszeichnen.15 Ebenfalls muss darauf verwiesen werden, dass soziale Bewegungen zwar nicht als organisationslos zu kennzeichnen sind, sich aber dennoch primär und vornehmlich durch die Interdependenzen zu den fluktuierenden Elementen der Bewegung (welche den Aktionen beiwohnen) auszeichnen.16 So können Organisationen, wie Verbände und Parteien zwar als Teile von sozialen Bewegungen in Erscheinung treten, gelten aber nicht ohne das diffuse Sympathisantentum und die notwendige Aktionsbeteiligung derer, als soziale Bewegungen.17

An diesem Punkt schlägt Rucht vor, soziale Bewegungen als Handlungssystem möglichst auf einer Mesoebene in den analytischen Blick zu nehmen, da sie zum einen einer „relativ authentischen Verkörperung der Motive und Befindlichkeiten ihrer Anhänger“ bedürfen, „als auch - zumindest fallweise - strategisch operierende Handlungssysteme mit Interventions- absicht auf der Makroebene“18 sind. Nach Luhmann besteht das Medium der Kommunikation von Protestbewegungen, in der Verdichtung von Solidarität, welche aber fortwährend prekär bleiben muss, da es sich um keine Zwangsgemeinschaften handelt oder Loyalität der Anhängerschaft über materielle Gratifikationen oder kontraktlich-zukunftsweisende Übereinkünfte sicherzustellen wäre.19 Die Problematik liegt also in der wenig abstrahierbaren und über konkrete Medien herstellbaren Notwendigkeit, diese - wie auch immer geartete - Solidarität über Identifikationsangebote, charismatische Elemente, soziale Gratifikationen und Suggestionen einer besseren Zukunft, bei der Anhängerschaft zu erwirken und aufrechtzu- erhalten - was allerdings eine Sensibilität der Bewegung für die Orientierungen ihrer Sympathisanten voraussetzt.20 Anderseits gelten sie unter der strategischen Motivation, sozialen Wandel mittels Protesthandlungen herbeizuführen, als rationalisierungsbedürftig, was aber natürlich die Gefahr der Verselbstständigung von der Bewegungsbasis (durch Organisierung und Reduktion von Spontaneität und Themen) in sich bürgt.21 Bei dem Beschreibungsversuch einzelner konkreter sozialer Bewegungen, stößt man auf eine Vielzahl von mehr oder minder angemessenen Typologien, wobei sicherlich eklatant ist, dass die Nützlichkeit derer, mit dem analytischen Erkenntnisinteresse der Betrachtung variiert. Ohne in diesem Kapitel näher darauf eingehen zu wollen, seien ein paar dieser Kategorien kurz benannt. Soziale Bewegungen könnten z.B. differenziert werden nach a) dem Ziel des angestrebten Wandels (persönlicher oder struktureller); b) der strategischen Ausrichtung (Reform oder Revolution); c) der Konfliktbereitschaft (konsens- oder konfliktorientiert); d) der ideologischen Fasson (konservativ oder progressiv etc.); e) der Richtung der Aktionen (innen- oder außenorientiert); f) der Eigenart der Trägerschaft (Status- oder Klassenbewegung etc.); g) den Kontextbedingungen (Krisen- oder Wohlstandsbewegungen); h) der normativen und inhaltlichen Positionierung zum Modernisierungsprozess (pro-, antimoderne und ambivalente); i) der Form der dominanten Handlungslogik (instrumentell oder expressiv).22 Relativ kongruent zu den einzelnen Typologiekategorien, gestaltet sich auch die dimensions- analytische Vorgehensweise bei der Beschreibung sozialer Bewegungen. Hier gilt es einige deskriptive Aspekte nicht zu vernachlässigen, wie z.B. die Ideologie der sozialen Bewegung; die Struktur der Anhängerschaft; die Organisationsform und -intensität; die Strategien, sowie das Aktionsrepertoire; der Entstehungs- und Entwicklungsdynamik der sozialen Bewegungen und ggf. der Kontextstruktur, Ursachen, Folgen und Funktionen der sozialen Bewegungen. Mit diesem relativ rudimentär anmutenden, thematischen Annäherungsversuch soll nun in höherer Explikationsbreite, die sozialhistorische Sukzession der Moderne, in Hinblick auf die für soziale Bewegungen relevanten Aspekte, in desktiptiv-interpretativer Verfahrensweise, in Angriff genommen werden. Dabei gilt es im Voraus, ein paar Worte auf die von mir bemühte Modernisierungsperspektive zu verwenden.

3. Modernisierung

Die wohl entscheidenste Einsicht der neueren soziologischen Modernisierungsperspektiven liegt m.E. nach in der Nicht-Annahme von konvergenztheoretischen, ethnozentristischen, exklusiven und evolutionären Modernisierungsunterstellungen begründet. Mehrheitlich nehmen diverse Autoren Abstand von der Auffassung, Modernisierung sei ein feststehendes Muster der kulturellen Evolution und betonen im Gegenzug das Paradigma der vielfachen und variablen Moderne (und Modernisierung). Mögen zwar verschiedene Modernisierungs- theorien - namentlich bei Parsons und Luhmann - wohl in sich reichliche theoretische Konsistenz aufweisen, so zeigen sich bei komparativ-empirischen Analysen doch einige ansatzspezifische Schwächen und Problemlagen dieser Entwürfe. So scheint die funktionalistische Systemtheorie, welche ohne jegliche Handlungskategorie auszukommen versucht, wohl schwerlich in der Lage dazu zu sein, strategisches, interessengeleitetes, motivationales und zielgerichtetes Operieren verschiedener Systemelemente hinreichend zu erklären23. Aber auch das Übergehen von Systemimperativen (Touraine) bei der Beschreibung von Gesellschaft (, welche er als Produkt des Handelns von sozialen Bewegungen begreift) kann zu folgenreichen Verkürzungen führen, welche eine angemessene Darstellung der sozialen Wirklichkeit unterminiert.24 So schließe ich mich guten Gewissens der Auffassung Ruchts an, welcher eine komplementäre Betrachtung von Funktions- und Handlungssystemen bei der Analyse der in unserem Falle interessierenden Thematik - der sozialen Bewegungen - als am fruchtbarsten erachtet und deshalb eine Analyse auf Mesoebene anstrebt.25 Dabei sind funktional integrierte Systeme eher umweltorientiert und strukturieren sich entlang der Leistungskategorie von außen nach innen und finden ihre Umweltdemarkierungen über die Form ihrer Kommunikationsmedien und Systemfunktionen.26 Dahingegen strukturieren sich sozial integrierte Systeme umgekehrt und entlang von Werten und Solidarität von innen nach außen; und ihre Austauschbeziehungen sind auf die Transaktion von Ähnlichem gerichtet.27 Da nun aber nicht der Theorievergleich die Schlüsselstellung dieses Kapitels einnehmen sollte, muss ich es bei dieser sehr beschränkten Ausführung belassen und werde mich nun den fassbareren und relevanteren Aspekten des Modernisierungsprozesses unter der vorangestellten Mehrebenenperspektive zuwenden.

Idealtypisch bilden natürlich traditionale Gesellschaften (segmentär bis stratifikatorisch differenziert) die Kontrastfolie, welche zur Beschreibung der Modernisierungstendenzen primär herangezogen wird. In Abgrenzung dazu werden z.B. die Auflösung von schicksalhafter Fügung des Menschen in traditionale, gottgegebene oder althergebrachte Legitimation- und Begründungszusammenhänge, sowie die Abnahme der Wirkmacht von mechanischer Solidarität und die Dynamisierung von vormals statischen Sozialordnungen thematisiert. So steht an erster Stelle, die sich seit dem Übergang von archaischen Stammesgesellschaften zu komplexeren, modernen Hochkulturen einstellende, funktionale Differenzierung, welche zur Ausbildung gesellschaftlicher Subsysteme (Ökonomie, Politik, Recht etc.) mit den ihnen eigenen Kommunikationsmedien führte - was also einen Wandel des Modus der Systemintegration bedeutet. Damit einher gingen auch sukzessive Säkularisierungen (Entzauberung), welche die Deutungshoheit und Geltungsmacht der Religion zunehmend in Frage stellten, was in den Augen Ruchts, die entscheidende „Zäsur“ beim Übergang zur modernen Gesellschaften darstellt.28 Mit fortschreitender Rationalisierung und Differenzierung wurden die sich bildenden Subsysteme tendenziell autonomer, traten in Abhängigkeit von ihren systemischen Funktionskriterien und Eigenlogiken in spezifische Interpenetrationszusammenhänge mit anderen sozialen Teilsystemen und wurden zunehmend institutionalisiert.

Diese strukturellen und sektorialen Wandlungen blieben natürlich für das in gesellschaftliche Bezüge eingebundene Individuum auch nicht folgenlos - was als Wandel der Sozialintegration bezeichnet werden kann. Dabei sieht sich das handelnde Subjekt vermehrt von vorgefertigten (traditionalen oder transzendentalen) Weltdeutungen befreit, aber auch veranlasst, entscheidende Sinnsetzungsprozesse stärker ich-zentriert zu organisieren. Hierbei kommt es im Zuge der Steigerung der gesellschaftlichen Leistungsfähigkeit sowohl zu einem Zuwachs an Lebenschancen und einer Pluralisierung von Sinnhorizonten, als auch ein zu einem Anstieg des Konfliktpotenzial. Ein weiterer, sich langsam durchsetzender Prozess ist als Übergang von Statuszuweisung zu Statuserwerb zu bezeichnen, welcher als Bewertungs-instanz, neue Leistungskriterien an die Stelle von Geburt und Gunst treten lässt.29 Auch die Zunahme an Rollenflexibilität ist als Folge der sich vollziehenden Differenzierung von funktionalen Teilsystemen und lebensweltlichen Sphären zu konstatieren, welche in ihrer Konsequenz, ein Mehr an Individualisierung begünstigte.30 Insgesamt kann von einer sich parallel bedingenden Interdependenz dieser beiden Entwicklungstendenzen: a) funktionale Differenzierung und b) Ich-Zentrierung ausgegangen werden.31

[...]


1 Eisenstadt 1964: 584.

2 Rucht 1994: 77.

3 Rucht 1994: 77.

4 vgl. Raschke 1985: 11.

5 vgl. Raschke 1985: 77f.

6 vgl. Raschke 1985: 78.

7 vgl. ebd.

8 vgl. ebd.

9 vgl. ebd.

10 vgl. ebd.

11 vgl. Rucht 1994: 77; Raschke 1985: 77.

12 vgl. Raschke 1985: 12.

13 vgl. Rucht: 1994: 78.

14 vgl. Rucht 1994: 79f.

15 vgl. Raschke 1985: 79.

16 vgl. Raschke 1985: 80.

17 vgl. ebd.

18 Rucht: 1994: 80.

19 vgl. ebd.

20 vgl. ebd.

21 vgl. Rucht 1994: 81.

22 vgl. Rucht 1994: 82.

23 vgl. Rucht 1994: 46.

24 vgl. Rucht 1994: 45.

25 vgl. Rucht 1994: 80.

26 vgl. Rucht 1994: 44.

27 vgl. Rucht 1994: 45.

28 vgl. Rucht 1994: 52.

29 vgl. Rucht 1994: 53.

30 vgl. Rucht 1994: 54.

31 vgl. ebd.

Details

Seiten
28
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640758814
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162112
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
Schlagworte
soziale Bewegungen Moderne; Ökologiebewegung

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Titel: Soziale Bewegungen als historisch gewachsene Entitäten der Moderne