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Tanzstile im HipHop

Entwicklung und Charakteristik

Studienarbeit 2008 9 Seiten

Sport - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1. Definition von HipHop: MCing, DJing, Writing, B-Boying

2. Die Anfänge: Eastcoast vs. Westcoast
2.1 Eastcoast: B-Boying
2.2 Westcoast: Popping und Locking, Electric Boogaloo

3. Heute: Clowning und Krumping

4. Literaturangabe

5. Mediaempfehlungen

1. Definition von HipHop:

Oberbegriff für eine Straßenkultur, zu der Musik, Kunst und Tanz gehört:

In allen diesen Bereichen ist die Kreativität des einzelnen Künstlers sehr wichtig. Die Säulen dieser Kultur sind das MCing und DJing, das Writing und das B-Boying.

DJ ing und MC ing: Statt Livemusik war dank der Schallplatte Tanzmusik zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar. In den 70er Jahren begannen DJs den Plattenteller nicht nur als bloßes Wiedergabegerät, sondern kreativ als Instrument zu benutzen, u.a. um beliebte Tracks in die Länge ziehen zu können. DJs der ersten Stunde waren Kool Herc, Grandmaster Flash und Afrika Bambaataa (Krekow, 1999).

Der MC, der „Master of Ceremonies“, begleitete als eine Art rappender Moderator und Animateur die HipHop-Performances.

Writing: Graffitis sind mit Spraydosen angebrachte Bilder oder Schriftzüge auf Oberflächen des öffentlichen Raums, beliebt sind v.a. Züge, die die Kunstwerke dann „von ganz alleine“ verbreiten. Auch hier steht die Kreativität des Künstlers im Vordergrund (Krekow, 1999).

B-Boying: Bei B-Boying oder Breaking, Locking, Popping bzw. Electric Boogaloo handelt es sich um Bewegungstechniken und Tanzstile, die in den Großstadtghettos der amerikanischen Ost- bzw. Westküste entstanden sind. Sie sind als ein „Bewegungskult zu betrachten, mit dem sich der Einzelne oder eine Gruppe Anerkennung innerhalb einer Gemeinschaft verschafft, und zwar über nonverbale Kommunikation“ (Kimminich, 2003, S. 2). Bei der Herausbildung verschiedenster Tanz- und Bewegungsstile wird auf Tanztraditionen und Körpertechniken verschiedener Kulturen zurückgegriffen.

2. Die Anfänge: Eastcoast vs. Westcoast –

2.1 Eastcoast: B-Boying

Das B-Boying entwickelte sich Anfang der 70er Jahre an der Eastcoast Amerikas. Das „B“ in B-Boying steht für „break“, denn getanzt wurde während den Breaks, in denen der DJ rhythmische Instrumentalparts verlängerte (vgl. Kimminich, 2003, S. 3). Der Begriff „Breakdance“ ist eine spätere, durch die Medien geprägte Bezeichnung, die die unterschiedlichen Tanzstile des HipHop subsumiert (vgl. Salaverria, 2005, S. 1).

1969 wurde als Startschuss des Tanzes im HipHop der James Brown Hit „ Get on the good foot “ genannt, der zunächst „ Good Foot Style “ hieß und bereits Drops und Spins mit einbezog, d.h. die Tänzer ließen sich fallen, drehten sich in verschiedenen Körperpositionen am Boden und schnellten im Takt zur Musik wieder hoch. Die immer wieder hochfedernden Bewegungen brachten diesen Tänzern den Spitznamen „ Boie-oie-oings “ ein (vgl. Rode, 2002, S. 119/120). Durch die verstärkte Miteinbeziehung der Arme und Hände entwickelte sich das sogenannte Floor - oder Footwork, das aus schnellen, oft eine Kreisform beschreibenden Schrittfolgen besteht. Zu dieser Zeit, der sogenannten Old-School, machte die Floor - oder Footwork den eigentlichen Bestandteil des Tanzes aus, später diente Footwork vorwiegend als Auftakt zu den am Boden ausgeführten, akrobatischen Power moves (vgl. ebenda).

So genannte Freezes, eine erstarrte, wie eingefroren wirkende Pose, setzten an bestimmten Musikstellen visuelle Akzente oder stellten die Abschlusspose einer Darbietung dar. Wichtig dabei ist, dass der Tänzer hierbei, wie in seiner Footwork, seine individuelle Note in den Tanz mit einbringt. Darin liegt auch bis heute das Hauptanliegen eines jeden HipHop-Tänzers: seinen eigenen, für Außenstehende identifizierbaren persönlichen Stil zu entwickeln. Das simple Kopieren eines Stils oder Moves, genannt Bitting, ist allgemein in der HipHop-Community sehr verpönt (Krekow, 1999).

Ende der 70er Jahre ging die erste Tanzperiode zu Ende und es kamen Bewegungsabläufe aus verschiedenen Kampftechniken hinzu, aus denen vielzählige Power moves entstanden sind (vgl. Kimminich, 2003, S. 4). Zu dieser Zeit waren nämlich Kung-Fu-Filme sehr populär. Da fast alle Erfinder des Breakdance nie ein formales Tanztraining erhalten haben, eigneten sich Kung-Fu-Videos zum

Abschauen einzelner Moves am besten: es wurden meist Ganzkörperbewegungen gezeigt – im Gegensatz zu Tanzfilmen, in denen oft nur die Füße sichtbar sind (vgl. Rode, 2002, S. 124). Auch Video-Spiele wie Street Fighter dienten als Inspirationsquelle. Die B-Boys leiteten verschiedene Figuren aus der Kampfkunst ab und kreierten ein Repertoire sich ständig weiterentwickelnder Power moves. Allen voran prägte die Rock Steady Crew in New York den sogenannten akrobatischen New Style (Kimminich, 2003, S. 4).

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Details

Seiten
9
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640757251
ISBN (Buch)
9783640757671
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v162061
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,0
Schlagworte
Hip Hop Rap MC DJ Writiung B-Boys B-Boying Freestyle Grand Master Flash Uprock Downrock Breakdancing Electric Boogaloo Funk Freeze Ballett Popping Locking Krumping Tanzstile Battle Footwork Floorwork Power moves Ticking Biting Bitting Breaker Breakdance Rap Music Hip Hopper Old School New School Westcoast Eastcoast Robot Style Tommy the Clown Tight Eyez Clowning

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