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Kreativität im Unternehmen - Schaffung einer kreativitätsfördenden Unternehmenskultur

Hausarbeit 2003 23 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung

2. Kreativität
2.1. Was ist Kreativität?
2.2. Formen der Kreativität
2.3. Kreativitätsbereiche
2.3.1. Der kreative Mensch
2.3.2. kreatives Denken und kreativer Prozess
2.3.3. kreative Produkte
2.4. Kann man Kreativität lehren?
2.4.1. externe kreativitätshemmende Faktoren
2.4.2. interne kreativitätshemmendes Faktoren
2.4.3. persönliche kreativitätsfördernde Faktoren und deren Messung

3. kreativitätsfördernde Unternehmenskultur
3.1. Managementkonzepte
3.2. Arbeitsorganisation und Führung
3.3. Problemlöseprozesse: Anwenden von Kreativitätstechniken
3.3.1. Brainstorming
3.3.2. Brainwriting
3.3.3. Synektik
3.3.4. Tilmag
3.3.5. Mind-Mapping
3.3.6. Morphologischer Kasten
3.3.7. 6-Hüte-Methode (nach de Bono)
3.4. Der Einfluss der Akteure
3.5. Einfluss des physischen Arbeitsumfeldes

4. Resume

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2-1: Kreativitätsbereiche

Abbildung 2-2: Die Denkweise der Gehirnhälften

Abbildung 2-3: Modell für die Gesamtstruktur des Verstandes

Abbildung 2-4: Problemlösung und Denkoperation

Abbildung 2-5: Kreative Produkte

Abbildung 3-1: Kreativität auf Ebene der Mitarbeiter und des Unternehmens

Abbildung 3-2: Beispiele für Kreativitätstechniken

1. Einleitung

Immer öfter wird man heutzutage damit konfrontiert, dass Personen aus dem engeren Umfeld Unzufriedenheit über ihren Arbeitsplatz äußern. Dies hat jedoch nicht immer damit zu tun, dass Gehalt oder Arbeitsaufgaben nicht stimmen. Eher wird das Arbeitsumfeld und das Verhältnis zu den Mitarbeitern negativ bewertet.

In der heutigen Wirtschaftssituation kann dies jedoch für ein Unternehmen Folgen mit sich bringen, die deren Wettbewerbsposition schwächen. Motivierte Mitarbeiter treten zum Einen den Konsumenten in einer völlig anderen Form gegenüber als unmotivierte Kollegen. Andererseits weisen Individuen, die sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, ein höheres Kreativitätspotenzial auf. Kreativität fördert Innovationen im Unternehmen und zählt daher zu den wichtigsten Wettbewerbsfaktoren.

Ausschlaggebend für ein befriedigendes Arbeitsumfeld und Kreativität im Unternehmen ist somit die Unternehmenskultur.

In unserem Seminar „Selbständigkeit“ ging es auch darum herauszufinden, wie ich selber meine Kreativität anregen und daraus entstandene Geschäftsideen umsetzen und beurteilen kann.

Ich empfinde es jedoch genauso wichtig, nach erfolgreicher Umsetzung meiner Idee, mein Personal auf gleichem Wege zu animieren und deren Kreativität zu fördern. Nur so kann das Bestehen meiner Geschäftsidee und der weitere Erfolg gesichert werden.

Ich habe mir für diese Arbeit zum Ziel gesetzt, zu erläutern, wie ich eine kreativitätsfördernde Unternehmenskultur für meine Mitarbeiter schaffen kann. Dabei werde ich auf ablauf- als auch auf aufbauorganisatorische Fragen unter psychologischen Aspekten eingehen. Eine wichtige Rolle wird auch die Unternehmensgestaltung in rein physischer Art spielen.

Es soll im ersten Schritt geklärt werden, wie Kreativität „entsteht“ und diese beeinflusst werden kann.

Im nächsten Schritt ist zu klären, wie die Erkenntnisse aus der Kreativitätsforschung auf die Unternehmenskultur übertragen werden können.

Bei der Darstellung des Themas werde ich teils auf theoretische Grundlagen in der gängigen Literatur eingehen. Ein großer Teil dieser Arbeit wird jedoch auch davon geprägt sein, wie ich persönlich mir mein Arbeitsumfeld mit meinen Mitarbeitern vorstelle und welche Aspekte zu meinem persönlichen Wohlgefühl beitragen würden. Hier wird schon deutlich, dass eine funktionierende Unternehmenskultur auch immer von den Akteuren abhängig ist.

2. Kreativität

2.1. Was ist Kreativität?

„Unter Kreativität verstehen wir das Zusammenfügen von Kenntnissen aus unterschiedlichen Erfahrungsgebieten, um neue, bessere Ideen hervorzubringen.“[1]

Wissenschaftlicher definiert wird Kreativität als „kontextspezifisches, subjektives Urteil über die Neuartigkeit und den Wert des Ergebnisses gesehen, das aus dem Verhalten eines Einzelnen oder einer Gruppe resultiert“.[2]

Dadurch wird impliziert, dass eine kreative Idee kontextabhängig ist. In unserem Fall soll also auf die Abhängigkeit vom Kontext Arbeitsplatz eingegangen werden.

Grundsätzlich ist jeder Mensch kreativ. Oft wird dies nicht erkannt, da Kreativität mit Künstlern u.a. verbunden wird. Einzigartige und hervorragende Ideen werden als kreativ angesehen.

Dabei ist jede noch so kleine individuelle Veränderung alltäglicher Vorgehensweisen meist schon mit Neuartigkeit verbunden. Sei es die Veränderung einer gewohnten Arbeitserledigung oder das Lösen von Konflikten durch persönliche Bewältigung neuer Situationen.

Selbst der Lebensraum eines jeden Mitmenschen ist Ausdruck von dessen Kreativität. Jede Wohnung hat ihren individuellen Charakter und unterscheidet sich von allen anderen.

Die Aufgabe im Untermnehmen liegt also nicht darin, unsere Mitarbeiter kreativ zu machen, sondern deren Potentiale zu fördern und zu nutzen.

2.2. Formen der Kreativität

Von ästhetischer Kreativität spricht man bei Künstlern. Sie dient dem Selbstzweck und führt zu Kunstwerken.

Problemlösende Kreativität wird dagegen gerichtet und als Mittel zum Zweck eingesetzt. Es handelt sich hier also um u.a. im Unternehmen realisierbare Form, die auf unternehmerische Ziele gerichtet und von jedem Mitarbeiter zu realisieren ist.

Durch sie werden Lösungsansätze geschaffen, aus denen dann Ideen, Erfindungen und Innovationen erzeugt werden.

Mit dieser Form werde ich mich in der Arbeit beschäftigen.

2.3. Kreativitätsbereiche

Im Unternehmen unterscheidet man verschiedene Bereiche, durch die Kreativität zum Ausdruck kommen kann:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2-1: Kreativitätsbereiche

Quelle: Geschka/ Moger / Rickards, 1993, S. 176, verändert

2.3.1. Der kreative Mensch

Ausschlaggebend für die Kreativität ist das menschliche Gehirn. Die Gehirnhälften unterscheiden sich in ihrer Denkweise:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2-2: Die Denkweise der Gehirnhälften

Quelle: Vgl. Kirckhoff, 1994, S. 102 ff., verändert

Heutzutage wird vorrangig die linke Hemisphäre vom Menschen genutzt. Deutlich geworden ist jedoch, dass Kreativität die Aktivität der rechten Gehirnhälfte erfordert und diese somit nicht ausreichend trainiert wird. Dies führt dazu, dass heutige Problemlösungen oft rational und logisch gesucht werden – d.h. mit Hilfe der linken Gehirnhälfte.

Es ergibt sich die Konsequenz, dass kreatives Denken zunehmend trainiert werden muss und somit die Fähigkeiten der rechten Hemisphäre entwickelt werden müssen.[3]

2.3.2. kreatives Denken und kreativer Prozess

Das Denken setzt sich nach GUILFORD aus Denkinhalten, -operationen und –produkten zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2-3. Modell für die Gesamtstruktur des Verstandes

Quelle: Schlicksupp, 1989, S. 38

Daraus ergeben sich nun unterschiedliche Kombinationen, die verschieden genutzt werden können.

Die Denkoperationen sind in der Tätigkeit des Denkens zu trennen. Die Operation des Bewertens ist hinderlich für die kreative Phase, sie zählt zu den analytischen und logischen Inhalten. Weiterhin sind konvergentes und divergentes Denken zu unterscheiden.

Divergentes Denken beruht auf:

- Ideenflüssigkeit - Fähigkeit innerhalb kurzer Zeit viele verschiedene Ideen hervorzubringen.
- spontane Flexibilität - Fähigkeit in einer relativ unstrukturierten Situation verschiedenartige Lösungen für ein Problem zu finden.

Konvergentes Denken beruht auf:

- Ideenbündelung – Fähigkeit, Informationen zu sammeln und zu einem Ergebnis zu bündeln (ergebnisorientiertes Denken – Analytik).
- Schnelligkeit - Fähigkeit in einer relativ kurzen Zeit eine Lösung zu finden ( diese aus verschiedenen Möglichkeiten heraus zu filtern).

[...]


[1] West, 1999, S. 11

[2] Vgl. West, 1999, S.11f

[3] Vgl. Edwards, 1990, S. 40ff

Details

Seiten
23
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638210768
Dateigröße
586 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16148
Institution / Hochschule
Universität Kassel – FB Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Kreativität Unternehmen Schaffung Unternehmenskultur
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