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Friedrich Dürrenmatt - Schriftsteller und Maler

Hausarbeit 2010 12 Seiten

Biographien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Wer war Friedrich Dürrenmatt?

2. Familie

3. Kindheit, Schule und Studium

4. Schriftstellerei
4.1 Motive
4.2 Berühmte Werke
4.3 Dramentheorie

5. Malerei
5.1 Beziehung der Malerei zur Schriftstellerei

6. Meinung, öffentliche Auftritte und Auszeichnungen

7. Letzte Jahre, Tod

8. Eigene Stellungnahme

9. Literaturverzeichnis

1. Wer war Friedrich Dürrenmatt?

Friedrich Dürrenmatt gilt als einer der renommiertesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Durch seine Dramentheorie bezog er sein Publikum und seine Leser auf eine Art und Weise mit ein, wie es vor ihm nur Berthold Brecht ähnlich getan hat. Zudem war Dürrenmatt ein Gesellschaftskritiker, der sich auch in wichtige politische Debatten mit einbrachte.

Doch nicht nur als Schriftsteller genoss Friedrich Dürrenmatt höchstes Ansehen. Er war ebenso ein hervorragender Künstler, der seine künstlerische Begabung auch mit seiner literarischen verknüpfte. So sind heute viele seiner Werke in Neuchâtel, seinem Wohnort, ausgestellt.

In meiner Dokumentation beschreibe ich die wichtigsten biographischen Ereignisse Dürrenmatts und gehe dabei ebenfalls auf seine große Leidenschaft, die Malerei, ein. Im Anschluss daran beziehe ich persönlich Stellung zu Friedrich Dürrenmatts Leben und Schaffen.

2. Familie

Friedrich Dürrenmatt kam am 5. Januar 1921 in Konolfingen, das im Kanton Bern liegt, zur Welt.[1] Neben Friedrich hatten seine Eltern Reinhold und Hulda Dürrenmatt eine Tochter namens Vroni. Entsprechend des Berufes des Vaters, der ein protestantischer Pfarrer war, und der frommen Gläubigkeit der Mutter, wurden die Kinder streng christlich erzogen. Friedrichs Großvater väterlicherseits, Ulrich Dürrenmatt, war Politiker und Dichter im Dorf Herzogbuchensee und prangerte mit seinen satirischen Gedichten Missstände in der Gesellschaft an. So musste dieser für einige seiner Werke sogar ins Gefängnis, was sein Enkel später als eine „Ehre“ ansah, „die ihm (…) nicht widerfahren ist“[2]. 1935 entschloss sich die Familie schließlich dazu, nach Bern zu ziehen, was aus finanziellen Gründen erforderlich war, da sich die Weltwirtschaftskrise auch zunehmend in der Schweiz bemerkbar machte.[3] Sein Vater konnte dort eine Stelle als Pfarrer am Diakonissenhaus annehmen.

3. Kindheit, Schule und Studium

Als die Familie Dürrenmatt 1935 nach Bern zog, besuchte Friedrich zunächst ein öffentliches Gymnasium, ehe er anschließend aufgrund seines schlechten Benehmens auf das Humboldtianum wechselte und dort sein Abitur absolvierte. Er selbst bezeichnete seine Schulzeit als die „übelste Zeit“ seines Lebens und fiel vor allem durch mittelmäßige bis schlechte Noten auf.[4] Schon früh kritisierte Dürrenmatt die autoritären Strukturen der Schule und grenzte sich zunehmend von seinem Vater ab, dessen religiöse Frömmigkeit er grundsätzlich ablehnte.

Ablenkung verschaffte ihm schon in seiner Kindheit die Malerei, auf die er durch einen Dorfmaler aufmerksam wurde, der ihn und seine Schwester zeichnete. Von dort an zeichnete er im Atelier des Dorfkünstlers vor allem Katastrophen, Sintfluten und Kriege. Mit seinen düsteren Kreuzigungsbildern drückte Friedrich Dürrenmatt schon in seiner Kindheit seine Abneigung zur christlichen Erziehung, die er vor allem durch seinen Vater erhielt, aus. Dürrenmatts Mutter nahm die künstlerischen Versuche ihres Sohnes durchaus wahr. Sie zeigte einige seiner Werke unter anderem dem Künstler Cuno Amiet, der Maler bzw. Vertreter des Impressionismus war. Die expressionistischen Malereien Dürrenmatts gefielen ihm aber nicht. Seinen Kunststil behielt Dürrenmatt jedoch bis zu seinem Tod bei und griff diese auch in seinen schriftstellerischen Werken immer wieder auf.[5]

Nach dem Abitur drängten Dürrenmatts Eltern ihn dazu, Theologie zu studieren, was er jedoch ablehnte. Zwar war es immer Dürrenmatts Traum, Maler zu werden, jedoch entschloss er sich im Jahr 1941 schließlich dazu, Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik in Zürich zu studieren. Nach kurzer Zeit wechselte er jedoch die Universität und zog wieder nach Bern, wo er das Studium nach zehn Semestern abbrach. Dürrenmatt, der nun zu malen und zu schreiben begann, entdeckte neben seiner zuvor schon vorhandenen Leidenschaft zur Malerei, seine Passion zur Schriftstellerei und entschloss sich 1943 dazu, Schriftsteller zu werden.

[...]


[1] Vgl. Keel, Daniel: „Über Friedrich Dürrenmatt“, Zürich 1998, Seite 19

[2] Ebenda, S.19

[3] Vgl. Von Streit, Angela: „Friedrich Duerrenmatt“ <http://oregonstate.edu/instruct/ger341/angela.htm > (07.04.10)

[4] Vgl. Kuhrt, Nicola: „Friedrich Dürrenmatt- Der Literat als Maler“ <http://www.duerrenmatt.net/biographie/>(08.04.10)

[5] Vgl. Witte, Lars: „Friedrich Dürrenmatt / Biographie“ <http://www.xlibris.de/Autoren/Duerrenmatt/Biographie?page=0%2C0> (09.04.10)

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