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Typen von Wohlfahrtsstaaten

Hausarbeit 2010 23 Seiten

Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Glossar

1. Einleitung

2. Die Typologie von Esping-Andersen
2.1 Dekommodifizierung
2.2 Stratifizierung
2.3 Mischverhältnis öffentlicher und privater Vorsorge
2.4 Zusammenfassung

3. Länderstudien
3.1 Deutschland
3.2 Schweden
3.3 Großbritannien
3.4 Niederlande

4. Schlussbetrachtung

5. Ausblick

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Zusammenfassung der zentralen Merkmale der drei Welten von Wohlfahrtsstaaten

Tabelle 2: Wohlfahrtsstaatliche Ausgaben in % des jeweiligen BIP, 2005, 2007

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Glossar

Äquivalenzprinzip - nur derjenige erhält Leistungen, der zuvor auch einen entsprechenden Beitrag zur Finanzierung des Sicherungssystems geleistet hat Bedarfsprinzip - Leitbild für eine gerechte Einkommensverteilung, wonach die Verteilung des Einkommens am individuellen Bedarf bzw. an individueller Bedürftigkeit orientiert werden soll. Das Bedarfsprinzip gilt als eine die Marktverteilung korrigierende Verteilungsnorm und kommt u.a. in weiten Teilen der Sozialgesetzgebung zum Ausdruck commodity - (engl.) Ware Solidaritätsprinzip - auch Solidarprinzip: Leistungsanspruch richtet sich in der Regel nach der Bedürftigkeit und nicht nach dem individuellen Risiko der Versicherten; durch den Grundsatz „Einer für alle, alle für einen“ charakterisiert welfare mix - Mischverhältnis öffentliche und private Vorsorge

1. Einleitung

„Als moderner Wohlfahrtsstaat gilt ein Gemeinwesen, das die Benachteiligung größerer Gruppen im ökonomischen Reproduktionsprozess […] durch Geld-, Sach- und/oder personenbezogene Dienstleistungen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen kompensiert […], die soziale Teilhabe aller Bürger/innen gewährleistet und […] sicherstellt, dass niemand von einer allgemeinen Wohlstandsmehrung ausgeschlossen ist (soziale Gerechtigkeit).“ (Butterwegge 1999: 15). So lautet die Definition des Wohlfahrtsstaates nach Butterwegge, welche nur eine unter vielen ist. Der dänische Politikwissenschaftler und Soziologe Gøsta Esping-Andersen ging einen Schritt weiter, denn er wollte nicht definieren, sondern die real vorhandenen Wohlfahrtsstaaten typologisieren. Eine Typologie dient der Einteilung von homogenen Gruppen anhand festgelegter Merkmalsausprägungen (Gabler Wirtschaftslexikon 2010). Daher veröffentliche er 1990 sein vielbeachtetes Werk „The Three Worlds of Welfare Capitalism“, in welchem er eine Typologie von Wohlfahrtsstaaten entwickelte (Esping-Andersen 1990). Er kommt in seinen Untersuchungen zu dem Schluss, dass es konservative, liberale und sozialdemokratische Typen von Wohlfahrtsstaaten gibt.

In dieser Hausarbeit werden wir uns nun genauer mit der Fragestellung beschäftigen, inwieweit die Typologie Esping-Andersens tatsächlich hilfreich ist, die institutionellen Strukturen unterschiedlicher Wohlfahrtsstaaten zu beschreiben. Können einzelne Länder tatsächlich den Typen klar zugeordnet werden oder gibt es womöglich Mischtypen? Um diese Fragen beantworten zu können, wird im Folgenden zunächst die Typologie mit ihren drei Indikatoren Dekommodifizierung, Stratifizierung und Mischverhältnis öffentlicher und privater Vorsorge (welfare mix) vorgestellt, um ein erstes Grundverständnis der Thematik herbeizuführen. Daran anknüpfend werden im Hauptteil vier Länderstudien vorgestellt. Es handelt sich dabei um Deutschland, Schweden, Großbritannien und die Niederlande. Innerhalb der einzelnen Länderstudien wird auf die jeweiligen Sicherungssysteme für die Risiken Alter, Erwerbslosigkeit und Krankheit eingegangen. Im Schlussteil werden die gewonnenen Ergebnisse der Länderstudien analysiert und mit den Auswertungen Esping- Andersens verglichen bzw. in Bezug zur Ausgangsfrage gesetzt. Ergänzend wird am Ende der Hausarbeit kurz die Kritik an den Ausführungen Esping-Andersens aufgegriffen und ein Forschungsausblick gegeben.

Als Literaturquellen der gesamten Untersuchung dienten hauptsächlich die Werke von Esping-Andersen (1990) und Schmid (2002) für die Typologie und die Werke von Schubert, Hegelich und Bazant (2008) sowie von Schmid (1996) für die vier Länderstudien.

2. Die Typologie von Esping-Andersen

Esping-Andersens Typologie von Wohlfahrtsstaaten ist einer der sechs Schulen der vergleichenden Wohlfahrtsstaatenforschung zuzuordnen (Ostheim/Schmidt 2007: 43). Verortet wird sie dort im Machtressourcenansatz, welcher besagt, „dass die Inhalte der Politik durch die wirtschaftliche und politische Machtverteilung zwischen gesellschaftlichen Gruppen oder Klassen mit gegensätzlichen Interessen geprägt werden“ (ebenda: 40). Die jeweilige Ausgestaltung der Wohlfahrtsstaaten ist somit ein Ergebnis von Klassenkämpfen und hängt u.a. ab von der Stärke und Regierungsbeteiligung von christ- und sozialdemokratischen Parteien (ebenda: 43).

Nachfolgend wird nun eine Einführung in die Typologie von Wohlfahrtsstaaten nach Esping- Andersen gegeben. Dabei werden die Begriffe Dekommodifizierung, Stratifizierung und Mischverhältnis öffentliche und private Vorsorge genauer erläutert (ergänzend siehe dazu auch Schmidt 2002).

2.1 Dekommodifizierung

Laut Esping-Andersen ist Dekommodifizierung “[…] that citizens can freely, and without potential loss of job, income, or general welfare, opt out of work when they themselves consider it necessary“ (Esping-Andersen 1990: 23). Es geht also darum, den Erhalt von wohlfahrtsstaatlichen Leistungen von der Teilhabe des Individuums am wirtschaftlichen Geschehen bzw. von der Erwerbsarbeit zu entkoppeln. Gegenpart zur Dekommodifizierung ist die Kommodifizierung. Sie besagt wiederum, dass seit Beginn der Industrialisierung Erwerbsarbeit notwendig ist, um wohlfahrtsstaatliche Leistungen zu erhalten. Dies liegt daran, dass Arbeitnehmer seitdem Beiträge in diverse Versicherungen zur sozialen Sicherung einbezahlen mussten, um auch deren Leistungen zu erhalten. Arbeit wurde in diesem Prozess somit mehr und mehr als Ware angesehen und führte dadurch zur Kommodifizierung (commodity [engl.] - Ware) (Esping-Andersen 1990: 36f.). Dekommodifizierung bedeutet nun eine Art der „Emanzipation“ der Arbeit vom Markt, also eine Auflösung der Verbindung von Erwerbsarbeit als notwendige Bedingung für wohlfahrtsstaatliche Leistungen (Esping- Andersen 1990: 22).

Esping-Andersen verwendet in seiner Analyse den Grad der Dekommodifizierung als seinen Hauptindikator zur Einordnung von Wohlfahrtsstaaten in seine Typologie. Als Grundlagenmaße zur Messung des Grades der Dekommodifizierung verwendet er die Ausprägung der staatlichen Sicherungssysteme für die drei Hauptrisiken Alter, Erwerbslosigkeit und Krankheit. Er untersucht dabei u.a., welche Kriterien Personen erfüllen müssen, um in ihrem jeweiligen Land wohlfahrtsstaatliche Leistungen zu empfangen. Außerdem untersucht er die Höhe der Leistungen in Relation zum jeweiligen Durchschnitts- einkommen und ob es staatliche Maßnahmen gibt, die den Bedarf der Inanspruchnahme der Sicherungssysteme überprüfen (Pfeifer 2004: 11). Desweiteren untersucht Esping-Andersen noch den Abdeckungsgrad der Bevölkerung durch die jeweiligen Sicherungssysteme (Esping- Andersen 1990: 47).

Im Ergebnis stellt Esping-Andersen fest, dass sich drei Gruppen von Staaten anhand ihrer Dekommodifizierungsgrade unterscheiden lassen. Als erste Gruppe sind angelsächsische Staaten zu nennen. Sie haben einen sehr niedrigen Dekommodifizierungsgrad und machen Bedarfsprüfungen zur Voraussetzung von wohlfahrtsstaatlichen Leistungen. Esping-Andersen gruppiert diese Staaten in den liberalen Typ von Wohlfahrtsstaaten. Die zweite Gruppe sind die konservativen Wohlfahrtsstaaten, die in Kontinentaleuropa anzutreffen sind. Sie haben einen mittleren Grad der Dekommodifizierung. Dennoch sind Sozialleistungen zumeist immer noch an die Erwerbstätigkeit gebunden. Die Sozialversicherungen sind hier statussichernd. Zu guter Letzt gibt es eine Ländergruppe mit einer sehr hohen Dekommodifizierung. Es handelt sich hierbei um die skandinavischen Länder, in denen universalistische Leistungen völlig unabhängig von der Erwerbsarbeit erbracht werden. Sie bilden nach Esping-Andersen den sozialdemokratischen Typ von Wohlfahrtsstaaten.

2.2 Stratifizierung

Stratifizierung bedeutet übersetzt Schichtung und soll im Sinne Esping-Andersens die Auswirkungen der staatlichen Wohlfahrtssicherung auf die gesellschaftliche Schichtung abbilden (Pfeifer 2004: 12). Um die Stratifizierung konkret messen zu können, verwendet er wiederum verschiedene Indikatoren, die nun kurz vorgestellt werden. Es sei vorweggenommen, dass der Aspekt der Stratifizierung die Ergebnisse der Dekommodifizierung bestätigt. Dementsprechend werden die einzelnen Indikatoren bereits mit den drei Typen von Wohlfahrtsstaaten in Verbindung gebracht.

1. Esping-Andersen misst den Anteil von bedarfsgeprüften Leistungen an den gesamten Sozialausgaben eines Staates sowie die jeweiligen Ausgaben für private Renten- und Krankenversicherungen als Anteil an deren Gesamtausgaben (Esping-Andersen 1990: 69 und 78). Liberale Wohlfahrtsstaaten weisen bei diesen beiden Indikatoren einen hohen Anteil auf (Pfeifer 2004: 12).

2. Die Anzahl der Rentensysteme und die Ausgaben eines Staates für Beamtenpensionen in Prozent des BIP sind Indikatoren für konservative Wohlfahrtsstaaten (Esping- Andersen 1990: 69 und 77). Denn je höher die Anzahl der Rentensysteme für einzelne Berufsgruppen ist und je höher die Ausgaben für Beamtenpensionen sind, desto stärker ist auch die konservative Ausrichtung der Sicherungssysteme. Sie weisen eindeutig auf eine Schichtung hin (Pfeifer 2004: 12).

3. Der Abdeckungsgrad von staatlichen Renten- und Krankenversicherungen bezogen auf die Bevölkerung zwischen 16 und 65 Jahren und das Verhältnis von durchschnittlicher zu maximaler Leistungshöhe in den sozialen Sicherungssystemen sind nach Esping-Andersens Ausführungen die Indikatoren für den sozialdemokratischen Typ (Esping-Andersen 1990: 69 und 78). Ein hoher Deckungsgrad und eine niedrige erreichte Ratio sprechen für den universalistischen Ansatz des sozialdemokratischen Typs (Pfeifer 2004: 13).

Es lässt sich als Ergebnis festhalten, dass liberale Wohlfahrtsstaaten eine Schichtung von Bevölkerungsgruppen eher verstärken, dass konservative Wohlfahrtsstaaten die bereits bestehende gesellschaftliche Schichtung beibehalten bzw. konservieren und dass sozialdemokratische Wohlfahrtsstaaten eine Schichtung so weit wie möglich verhindern wollen.

2.3 Mischverhältnis öffentliche und private Vorsorge

Dieser Indikator steht für das Mischverhältnis von staatlicher und privater Vorsorge in einem Land (zum Beispiel die Altersvorsorge). Welches Mischverhältnis in einem Land genau vorliegt, versucht Esping-Andersen erneut anhand von Indikatoren zu messen. Dabei misst er hauptsächlich, welcher Anteil des Bruttoinlandsproduktes jeweils für staatliche Renten, Beamtenpensionen, Betriebsrenten und individuelle Rentenversicherungen ausgegeben wird (Pfeifer 2004: 13f.). Der rechtliche Status der Maßnahmen wird von Esping-Andersen dazu verwendet, um zwischen privaten und staatlichen Vorsorgeleistungen unterscheiden zu können. Demnach sind individuelle Vorsorgeleistungen und Betriebsrenten der privaten Vorsorge zuzurechnen und alle anderen Leistungen, die in irgendeiner Art und Weise über Gesetze gestaltet und gesteuert werden, sind dem Staat zuzuordnen (Esping-Andersen 1990: 81).

Wieder ergeben sich als Ergebnis unterschiedliche Ausprägungen des Mischverhältnisses in den drei Typen von Wohlfahrtsstaaten. Im liberalen Typ dominieren private Vorsorgeleistungen deutlich gegenüber den staatlichen. In konservativen Wohlfahrtsstaaten herrscht hingegen ein stärkeres Mischverhältnis mit einem höheren Abdeckungsgrad staatlicher Vorsorgemaßnahmen vor. Im sozialdemokratischen Typ wiederum dominiert die staatliche Vorsorge vollkommen (Esping-Andersen 1990: 85f.).

2.4 Zusammenfassung

Esping-Andersens Typologie von Wohlfahrtsstaaten ist viel komplexer, als sie hier kurz wiedergegeben wurde. Für eine Vertiefung der Thematik sei ausdrücklich Esping-Andersens Grundlagenwerk empfohlen. Als Ergebnis halten wir nun fest, dass es drei Typen von Wohlfahrtsstaaten gibt und dass diese sich durch eine unterschiedliche Ausprägung deutlich voneinander unterscheiden. In Tabelle 1 sind die drei Typen noch einmal gegenübergestellt. Man sieht, dass der liberale Typ den Schwerpunkt der Wohlfahrtsproduktion am Markt sieht, der konservative Typ in der Familie und der sozialdemokratische Typ im Staat. Die zentralen Werte und Ziele sind dementsprechend Marktfähigkeit, Sicherheit und Gleichheit.

Tabelle 1 Zusammenfassung der zentralen Merkmale der drei Welten von Wohlfahrtsstaaten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung und Ergänzungen nach Esping-Andersen 1990

3. Länderstudien

Die Wohlfahrtsstaaten aus Deutschland, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden werden nun in ihrer historischen Entwicklung und mit ihren jeweiligen Charakteristika in den Sicherungssystemen für Erwerbslosigkeit, Alter und Krankheit vorgestellt. Dabei werden wir die Ausprägung von Dekommodifizierung, Stratifizierung und das Mischverhältnis von öffentlicher und privater Vorsorge mit den uns zugänglichen Quellen untersuchen. Es sei vorweggenommen, dass eine komplette Analyse mit den zuvor vorgestellten komplexen Indikatoren nicht möglich ist. Die hier vorgestellten Ergebnisse sprechen lediglich für oder gegen eine bestimmte Form von Wohlfahrtsstaat. Ein abschließender Vergleich mit den Ergebnissen der Typologie erfolgt erst in der Schlussbetrachtung.

3.1 Deutschland

Der deutsche Wohlfahrtsstaat hat seine Ursprünge in den Sozialreformen unter Otto von Bismarck Ende des 19. Jahrhunderts. Die heutigen Sozialversicherungen sind in ihren Grundformen immer noch auf diese Zeit zurückzuführen (Hegelich/Meyer 2008: 127). Für einen ausführlichen historischen Abriss wird die Lektüre von Hegelich/Meyer 2008 empfohlen.

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist in Deutschland als Pflichtversicherung aufgebaut. Jedoch sind Selbstständige und Beamte von dieser Versicherungspflicht ausgenommen. Ebenso Erwerbstätige, die mit ihrem jährlichen Bruttoarbeitsentgelt die Beitragsbemessungsgrenze von 66 000 € (Westdeutschland, Ost: 55 800 €) überschreiten. Sie können sich freiwillig versichern. Die Arbeitslosenversicherung dient dazu, bei einem Arbeitsplatzverlust die Existenz zu sichern. Durch das sogenannte Äquivalenzprinzip wird sichergestellt, dass nur derjenige Leistungen erhält, der zuvor auch einen entsprechenden Beitrag zur Finanzierung der Arbeitslosenversicherung geleistet hat. Die Lohnersatzquote liegt bei maximal 67% des letzen Gehaltes (Arbeitslosengeld I), wobei einschränkend berücksichtigt werden muss, dass für die Dauer der Zahlung die Einzahlungszeiten entscheidend sind. Ist die zugestandene Dauer abgelaufen, so wird nur noch das lohnunabhängige pauschale Arbeitslosengeld II gezahlt. Staatlich verpflichtende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gehören mit zur Arbeitslosenversicherung (de Souza Soares 2007: 21).

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist in Deutschland zweigeteilt. Neben der allgemein verpflichtenden Rentenversicherung gibt es auch ein gesondertes System für Beamte, die daraus ihre steuerfinanzierten Pensionen beziehen und somit selbst keinen Beitrag leisten müssen.

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Details

Seiten
23
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640738380
ISBN (Buch)
9783640738694
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v160601
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Seminar für Soziologie
Note
1,3
Schlagworte
Esping-Andersen Wohlfahrtsstaaten Typologie

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