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Schönheistideale: Im Vergleich Asien, Afrika und die westliche Welt

von Steffi Gensel (Autor) Barbara Bohn (Autor)

Hausarbeit 2010 23 Seiten

Gesundheit - Ernährungswissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

3 Schönheitsideal in der westlichen Welt
3.1 Vorherrschendes Ideal und deren Ursachen
3.2 Entwicklung

4 Schönheitsideal in China
4.1 Vorherrschendes Ideal und deren Ursachen
4.2 Entwicklung

5 Schönheitsideal in Afrika
5.1 Vorherrschendes Ideal und deren Ursachen
5.2 Entwicklung

6 Schlussfolgerung

7 Bewertung der Literaturquellen

8 Literaturverzeichnis
8.1 Bücher
8.2 Internetseiten

9 Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

„Es heisst, niemand liebt dich, wenn du dick bist. . . insbesondere, wenn du eine Frau bist“

(LIGGETT, A. und LIGGETT, J., 1989, S. 14).

In der heutigen Zeit wird man mit dieser Aussage, unabhängig davon auf welchem Teil der Erde man lebt, konfrontiert. Es ist nebensächlich, ob man einen Bestseller oder ei- ne Zeitschrift liest, den Fernseher einschaltet um eine Daily Soap oder einen Spielfilm anzuschauen, man trifft überall schlanke Frauen an. Es wird mit Schlankheit unbewusst Schönheit, Liebe, Wohlstand, Erfolg, Sexualität und Glück assoziiert (vgl. LIGGETT, A. und LIGGETT, J., 1989, S. 14). Dies ist ein Grund, weshalb einige Frauen, auch solche, die eine ansehnliche Figur aufweisen, Minderwertigkeitskomplexe entwickeln und über- legen, mittels welcher Diät sie schnell und effektiv abnehmen können, um möglichst bald die vermeintlichen Erfolge des Schlank-Seins zu erreichen, nämlich erfolgreich, glück- lich und in einer festen Beziehung zu sein. Dieser Irrglaube macht den meisten Menschen heutzutage schwer zu schaffen (vgl. FOX, K., 1997).

Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu recherchieren, wie die einzelnen Schönheitsideale aus unserem und aus anderen Kulturkreisen, insbesondere aus Afrika und China, aufgebaut sind und wie sie sich entwickelt haben. Des Weiteren wollen wir einen kurzen Überblick geben, inwiefern sich Schönheitsideale auf den Alltag der einzelnen Individuen ausüben und ausgeübt haben. Die Arbeit soll auf die weibliche Bevölkerung begrenzt werden, da wir der Ansicht sind, dass dieses Phänomen einen stärkeren Einfluss auf Frauen ausübt als auf Männer. Zudem spielt ein persönlicher Effekt eine Rolle, da es uns schwer fallen würde, uns mit der männlichen Denkweise zu identifizieren.

2 Begriffsdefinitionen

Schönheitsideal = ist eine körperliche Erscheinung, die zu einer bestimmten Zeit als vorbildhaft schön gilt (BÜNTING, K. D., 1996, S. 1020).

Schönheit = sehr ansprechendes, hübsches Äußeres von etwas, jemandem (ebd.).

Ideal = Nicht besser möglich, vollkommen, den höchsten Anforderungen, Vorstel-

lungen entsprechend (BÜNTING, K.D., 1996, S. 553)

3 Schönheitsideal in der westlichen Welt

3.1 Vorherrschendes Ideal und deren Ursachen

In den USA und Europa bestimmt eine jugendlich aussehende und schlanke Frau das vor- herrschende Schönheitsideal, dabei werden die Maße 90-60-90 (cm-Umfang von Brust, Taille und Hüfte) angestrebt. Des Weiteren werden gerade und weiße Zähne sowie mög- lichst keine Körperbehaarung im Bereich der Achseln, Beine und im Schambereich als schön dargestellt. Im Gegensatz dazu gilt fülliges und glänzendes Haupthaar als ein star- kes Kriterium für Schönheit und Attraktivität. (vgl. unbekannt1, 2009). Eine schöne eben- mäßige, braune Haut ist ein absolutes Muss. Obwohl inzwischen allgemein bekannt ist, dass übermäßige Sonneneinstrahlung und das regelmäßige Besuche im Solarium schäd- lich sein können, nimmt man dieses Risiko gerne in Kauf (vgl. LIGGETT, A. und LIG- GETT, J., 1989, S. 72), denn „Bräune ist sexy, weil sie für die Welt außerhalb des ver- staubten Büros steht, für Sonne, Strand und Meer, für Lebensfreude, Unabhängigkeit und Freiheit“ (SCHIPPERGES, I. und SIMON, V., 2008). Schönheit wird, dank der Mode-, Fernseh-, Film- und Werbeindustrie, mit Erfolg und Macht assoziiert (vgl. KOBALD, R., 2007). Die Gesellschaft gewährt den Menschen, die das Schönheitsideal verkörpern, die besseren Chancen im Leben. Hierzu gibt es zahlreiche empirische Untersuchungen. Bei- spielsweise zeigen Sie auf, dass besser aussehende Personen über größere soziale Fähig- keiten verfügen als weniger attraktive Menschen. Weitere Untersuchungen besagen, dass die Erfolgsquote bei Stellenbewerbungen höher liegt. „[...] daß sie für identisch schrift- liche Leistungen bessere Bewertungen erhalten (LANDY, D., SIGALL, H., 1974, S. 29, 299-304; MARUYAMA, G. und MILLER, N., 1980, S. 6, 384 - 390) und bei simulierten Geschworenenurteilen weniger hart bestraft werden“ ( KLUGE et al., 1999, S. 19). Somit kann man also behaupten, dass attraktiven Menschen bessere Fähigkeiten zugeschrieben werden und ihnen somit auch bessere Chancen gewährleistet werden, die das Leben er- leichtern können (vgl. ebd.).

3.2 Entwicklung

Am Anfang des 20. Jahrhunderts galt eine Frau, die eine große Oberweite und ein schönes Dekolleté besaß, als die Verkörperung des Schönheitsideales. (vgl. ENDERS, G., 1999) Doch im Laufe der Emanzipation, Anfang der 20er Jahre, kam auch die erste Schlank- heitswelle. Die Frauen kämpften um Gleichberechtigung und eine androgyne, schlanke Figur mit kurzen Haaren wurde anvisiert. (vgl. ebd.) Zur Zeit des Nationalsozialismuses wiederum waren üppigere Formen gern gesehen. Es wurde den Frauen „die Aufgabe der Mutterschaft“ propagiert, zu der weibliche Formen charakteristisch sind. (vgl. ENDERS, 5 G., 1999). In der Nachkriegszeit änderte sich das Ideal nicht, jedoch unterschieden sich die Beweggründe. Die Zeit nach dem Krieg war „eine Zeit des Mangels und der Entbeh- rungen“, so dass ein wohl genährter Körper mit Reichtum gleichgesetzt werden konnte (vgl. ebd.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.1: Das britische Model Twiggy

Ende der 60er Jahre, als die Bevölkerung nicht mehr unter den Auswirkungen des Krieges zu leiden hatte, schwenkte das Schönheitsideal wieder in die entgegengesetzte Richtung. Das britische Model Twiggy( 3.1) besaß mit seinem recht androgynen Erschei- nungsbild einen beispielhaften Körperbau. Zeitgleich erfolgte eine Studentenbewegung, „die gesellschaftliche Umwälzungen forderte und der feministischen Bewegung zu einem Aufschwung verhalf“ (ebd.).

In den 80er Jahren wurden zwar die Ansätze der sogenannten „Twiggy-Figur“ beibehalten, die schlanke Taille und Hüfte etwa, jedoch rückte der weibliche Busen nun erneut mit in den Vordergrund. Die Kombination von einer sehr schlanken Figur mit einem gleichzeitig voluminösen und wohlgeformten Busen stellt auch im 21. Jahrhundert noch ein gängiges Schönheitsideal dar. Betrachtet man den Wandel des Schönheitsideals in der westlichen Zivilisation in diesem Jahrhundert, fällt auf, dass das Schönheitsideal davon abhängt, ob sich die Frauen gerade in einer Phase der Emanzipation befinden, dann herrscht das androgyne, schlanke Ideal vor, oder ob es gerade eine Phase des Mangels war, dann waren die üppigeren Figuren gefragt.

[...]

Details

Seiten
23
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640755226
ISBN (Buch)
9783640755271
Dateigröße
946 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v160450
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,0
Schlagworte
Schönheit Ideal Schönheitsideal Asien Afrika Europa Haut Haare Figur Kosmetik

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