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energyLINE. Zurück in eine dystopische Zukunft

Fachbuch 2010 262 Seiten

Politik - Klima- und Umweltpolitik

Leseprobe

Inhaltsangabe

Abstrakt

Résumé

Abstract

Vorwort

Einleitung

Sequenz

Kohlendioxid Schübe

Demographisches

Syndikalismus

Konservative Revolution

Delta - Reaktionäre Modernität

Mythos
Manichäismus in Zentralasien
Bundeswehr in Mazzar-e-Sharif/Task Force der US-Armee

(K)ein Durch Durchbruch für Finanzmärkte

Techné und Technologie

Posthumanismus & konvergierende Technik (CT)

Ideengeschichtliche Verortungen 180 Selbstbehauptung zur Abschaffung des Menschen

Utopie und gesellschaftliche Gestaltung

Dystopische Gesellschaft

Biosphärische Welt

201 Globalisierung der Ökonomie

204 Grenzen

Dank

Literaturverzeichnis

Sachregister

Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme

Kemp, Peter Heinrich, EnergyLine. Zurück in eine dystopische Zukunft.

Das Dáo-Symbol auf der Titelseite entstammt der Stele von »Xi’an« in deren Umfeld Soldaten die ISAF unterstützen (die Stele wurde in der Nähe der Stadt Balch, Afghanistan, aufgefunden; ein Kopie der Stele von »Xi’an« steht in Paris, sie kann als Weg ins 21. Jh. bezeichnet werden). Das Dáo-Symbol steht für »Auf den Weg« und kann im Prinzip nach der Bewegung des Kosmos umschrieben werden. Das Zeichen symbolisiert Grundsätze der Wandlungen im menschlichen Wesen. Buddhisten sehen darin die Bedeutung »bodhi« »Erleuchtung«, im Judentum steht dieses Dào-Zeichen für »Daojing« »die Thora«, in muslimischen Schriften wird es in der Bedeutung »richtiger Weg« verwendet, im Christentum steht es für die »Logos-Idee« nach dem Evangelisten Johannes (Unterstützung bei der Sinnfindung durch Ulricke Wilmes-Schmitz, Meisenheim/Glan, China Companion Bonn).

Dem Dáo-Symbol wird auch das lateinische Wort »iter«, »der Weg« zugrunde gelegt. Die Bezeichnung »iter« steht für die Abkürzung von International Thermonuclear Experimental Reactor und bezeichnet so den Kernfusionsreaktor bei Marseille, der 2050 in Betrieb gehen soll.

Le Dao-symbole sur la page de couverture provient de la stèle de "Xi'an" afin de soutenir ceux qui les entourent des soldats de la FIAS (la ville voisine de Balkh, en Afghanistan a été trouvé; une copie de la stèle de "Xi'an" est à Paris, elle peut comme un moyen au 21 siècle sera appelé). Les stands Dao-symbole de »Sur le chemin«, et peut être décrite, en principe, par le mouvement du cosmos. La marque symbolise les principes de l'évolution des êtres humains. Bouddhistes voir ce que signifie «bodhi», «Lumières dans le judaïsme, que le caractère Dao pour »Daojing« »la Torah», dans les écrits musulmans est-il utilisé pour dire «bon sens», dans le christianisme il représente le »Logos idée», selon saint Jean (aide à trouver un sens par Ulrike Wilmes-Schmitz, la maison Meisenheim/Glan (Rhénanie-Palatinat), la Chine Companion Bonn). Le Dao-icon et du mot latin «ITER», «le chemin« parcouru. Le terme »ITER« est l'acronyme de réacteur thermonucléaire expérimental international, et donc décrit le réacteur de fusion nucléaire à Marseille, qui entrera en exploitation en 2050.

The Dao-symbol on the front page is taken from the stele of "Xi'an" support all those around the ISAF soldiers (the stele was found near the town of Balkh, Afghanistan, a copy of the stele of "Xi'an" might Paris, it can be called into the 21st century). The Dao-symbol stands for "On the way and can be described in principle by the movement of the cosmos. The mark symbolizes the principles of changes in human beings. Buddhists see this as meaning "bodhi," "enlightenment, in Judaism this is Dao-sign for" Daojing "the Torah," in Muslim writings is it used to mean "correct way", in Christianity it is the "Logos idea, "according to the Evangelist John (support in making sense of Ulricke Wilmes-Schmitz, Meisenheim / Glan, China Companion Bonn). Dao-icon "and the Latin word 'iter', 'the way used. The term "iter" is the abbreviation for International Thermonuclear Experimental Reactor and so designated the nuclear fusion reactor at Marseille, which will start operation in 2050.

Ich schicke voraus, dass der Mensch ein Evolutions-Produkt der Erde ist; so gelten auch evolutionsbiologische Erkenntnisse für ihn. Der Natur- und Technikphilosoph Hans Jonas erlangte weltweite Anerkennung mit seinem Hauptwerk »Das Prinzip Verantwortung«, dass wir für die Biosphäre als weltethische Perspektive für die Moderne der technologischen Zivilisation haben: »Und dass es in Zukunft eine Welt geben soll - eine die geeignet ist für menschliche Bewohnung (…), das wird breitwillig (besonders) bejaht, als ein allgemeines Axiom«. Je suppose que cete homme est un produit é volutif de la terre, y compris les constatations de l' é volution s'appliquent à lui. Le philosophe de la nature et technique Hans Jonas gagn é une reconnaissance mondiale de son œ uvre principale » Le principe de responsabilit é« que nous avons pour la biosph è re en tant que point de vue weltethische pour la civilisation technologique moderne, » Et est-il à l'avenir d'un monde - celui qui est adapt é pour l'habitation humaine (...), qui est dans le particuli è re-ment positive, comme un axiome g é n é ral « .

I would guess that that man is an evolutionary product of the earth, including evolutionary biology findings apply to him. The natural and technical philosopher Hans Jonas gained worldwide recognition with his major work "The principle of" responsibility that we have for the biosphere as a global ethical perspective for the modern technological civilization, "And is it in the future a world - one that is suitable for human habitation (...), which is broadly willing in the affirmative, as a general axiom."

Abstrakt: EnergyLine. Zurück in eine dystopische Zukunft. Das Paradox des Scheiterns der Weltgipfel (Menschengipfel) und das Scheitern der USA im Irak und Afghanistan, Bankenkrise, die Katastrophen im Sommer 2010 - Lehren aus apokalyptischen Szenarien ziehen, stellt sich nicht mehr als Frage nach Willensfreiheit - ob als Leib-Seele- Problem oder demokratischer Frage. Sie stellt sich insbesondere, als Umweltrelevante isomorphe Parallelität vieler Aspekte derselben Prozessmannigfaltigkeit mittels Vernetzung unserer Rechner. Der Mensch macht sich mit Techné einen Großteil der Natur Untertan - schickt sich nun zum wiederholten Male an, zum Schöpfer zu werden? Hier gibt das in sich geschlossene System der Entscheidungsfreiheit keinen Raum mehr. Die Entscheidungsträger der Erde - die Eliten - haben begriffen, dass die Geosphäre geowissenschaftlich nicht mehr uneingeschränkt deterministisch ist - Spiegelneuronen (Empathieneuronen) zeigen mentale Fähigkeiten auf und versetzen Menschen und verschiedene Säugetierarten in die Lage, Gedanken und Verhalten anderer Lebewesen zu erfassen, als seien es ihre eigenen Gedanken. Das entspricht synergetischen chemisch-physikalische vernetzten, fraktalen Prozesse und konviviale Bewusstseinserscheinungen. Deutschland, das weniger Ingenieure ausbildet, als es in Rente schickt, hat nach oben beschriebener Situation um fremde Talente nach zusuchen (aus dem Sohnesreichtum = Youth Bulges), die es aus China mit seinen 27 Mio. Studenten, in technisch-naturwissenschaftlichen Instituten zu rekrutieren vermag und die eine kohärente Energiepolitik durchziehen, die nicht von politisch Andersdenkenden blockiert wird. Bereits bis 2020 werden asiatische Firmen über 500 Milliarden Euro in Europa und den USA für die Erforschung alternativer Energie und Grüne Technologie ausgeben, fast dreimal so viel wie westliche Gesellschaften insgesamt ausgeben wollen. Mehrere Universen mit unterschiedlichen Natur-gesetzen sind in Sicht, Vorstellungen, wie es sein könnte, warum bei der Entstehung des Universums mehr Materie als Antimaterie entsteht. Mit dem »strahlenden Geld« das die Deutsche Regierung unverhofft einnimmt, nimmt sie in Kauf, dass die Energiewirtschaft mehr entscheidet als sie als gewählte Regierung oder das zu demokratischen Mitteln zupackende Volk, dem nicht bekannt ist, was im »Atom-

Geheimvertrag« paraphiert wurde. Das ist ein Skandal, das wir bisher aus dystopischen Staatsformen kennen.

CV: Peter H. Kemp, geb. 1939 in Meisenheim/Glan (Rheinland-Pfalz), ist verh., Vater zweier Töchter, Retuscheur, Ingenieur, Chemiker, Geowissenschaftler, Dozent an der FU Berlin (Umwelt-Strafrecht/ Hochgebirgs-Geoökologie/Labor-Praktikum)/ Der Ramakrishna-Mission in Kalkota, im Aschram Sri Aurobindo (Aurobindo Ghose) verdankt er seine Ansätze der »Integralen Theorie« und Personalführung 1984/85/ Leiter Wiss. Techn. Dienst im Landeskriminalamt Berlin/ forensische Chemie/ABC-Bekämpfung/Umwelt-Krisenmanage- ment; Gutachter am OLG Berlin, Bundesminister des Inneren/Bundesminister Umwelt (Beirat der BRD Globale WBGU/Nukleare Nachsorge); Reiseleitung Algerien, Libyen, Sudanländer. Associate des Hans-Jonas-Zentrums & Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften & Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Hambacher Schloss). Umfangreiche Publikations-und Vortragstätigkeit zu Konflikt-Transformations- Schutz, Erneuerbare Energien, Proprietäre Chemie (Coal-to-liquid), nicht-Newtonsche Fl.: Wüsten, Flussdünen S-Tibet/Tsangpo), Kapillar-poröse-Ökosysteme, EL-Politik, Soldaten aus der Dritten Welt, Konservative Revolution. Bücher: » The Changing Himalayan Landscape in W-Nepal «; » Calcium-Carbonat-Gips-Bildungen in Sebkhas « (Heat Mass Transfer) ; » Meisenheimer Jugend « Saar-Lor-Lux; » Singende Sande « Reisen im Maghreb, Sahara, Sudanländer; » Reise zum hl. Kailash in Tibet « ; » Auf den Weg « nach Europa « .

CV : Peter H. Kemp, né en 1939 dans Meisenheim/Glan (Rhénanie-Palatinat), est marié, père de deux filles, retoucher, ingénieur, chimiste, géologue, professeur à l'Université libre de Berlin (Environmental Criminal Law / Haut-geoecologist/Labor-Lessons / La Mission Ramakrishna dans Kalkota dans l'ashram de Sri Aurobindo (Aurobindo Ghose) son approche de la «théorie intégrale» et 1984/85 leadership. Directeur de la Recherche. Service technique pénal de l'Etat Bureau de Berlin / chimie médico-légale / ABC-contrôle / crise de l'environnement, des experts du tribunal régional supérieur de Berlin, ministère de l'environnement et l’ìnterieure (Allemagne Conseil consultatif sur la Global Environnement / Nucléaire Entretien); Guide de l'Algérie, la Libye, du Soudan global. Adjoint de Hans-Jonas- Center de Berlin-Brandebourg et l'Académie des Sciences et le Centre national pour l'éducation politique Rhénanie-Palatinat (Château de Hambach). Nombreuses publication et conférences sur la protection de transformation des conflits, les énergies renouveables, des produits chimiques propriétaires (Charbon-to-liquid), non-newtonien florins: désert, dunes rivière S-Tibet/Tsangpo), les écosystèmes capillaire-poreux, les pays en développement des politiques, des soldats du Tiers-Monde, conservateur Révolution. Livres: »L'évolution du paysage dans l'Himalaya« W-Népal, »Le Calcium Carbonate de Formations de Gypse dans Sebkhas« (Heat Mass Transfer), »Enfance et jeunesse« (Meisenheim, Rhénanie- Palatinat/Region Saar-Lor-Lux), »En plein essor des sables«, Voyage dans le Maghreb, le Sahara, le pays le Soudan, »Voyage au Kailash au Tibet sainte«, »Sur le chemin de l'Europe«.

CV: Peter H. Kemp, born 1939 in Meisenheim/Glan (Rheinland-Pfalz, South-W of Germany), is married, Father of two daughters, retoucher, engineer, chemist, geologist, professor at the Free University of Berlin (Environmental Criminal Law/High-geoecologist/Labor-Lessons/ The Ramakrishna Mission in Kalkota in the ashram of Sri Aurobindo (Aurobindo Ghose) its

approaches to the »Integral Theory« in personnel management 1984/85/ Head of Research. Technical Service State Criminal Office Berlin / Forensic Chemistry / ABC-control / Environmental Crisis, Experts at the Higher Regional Court Berlin, Ministry of Environmental (Germany Advisory Council on Global Environ /Nuclear Aftercare); Guide in Algeria, Libya, Sudan countries. Associate of Hans-Jonas-Center & Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and National Centre for political Education Rheinland-Pfalz (Hambach Castle, South-W of Germany). Extensive publication and Lectures on conflict transformation protection, renewable energy, proprietary chemicals (coal-to-liquid), non-newtoian Flow sands: desert, river dunes S-Tibet/Tsangpo), capillary-porous ecosystems, Developing Countries Policy, Soldiers from the Third World, Conservative Revolution. Books: "The Changing Himalayan Landscape in W-Nepal", "Calcium carbonate-gypsum formations in Sebkhas" (Heat Mass Transfer), "Meisenheimer youth" (Saar-Lor-Lux), "Booming Sands" Travel in the Maghreb, Sahara, Sudan country, "Journey to the holy Kailash in Tibet", "On the way to Europe."

Résumé: Ligne de l'énergie. Retour dans une future dystopiques. Le paradoxe de l'échec du G20 (sommet humain) et l'échec américain en Irak et en Afghanistan, la crise bancaire, les désastres de l'été 2010 - Leçons tirées de scénarios apocalyptiques, tout cela n'est plus une question de libre arbitre - de problème corps-esprit, ou de question démocratique. Ce problème se pose surtout en tant que parallèle isomorphe des nombreux aspects de la diversité mise en réseau par le biais de nos ordinateurs. L'homme maîtrise une grande partie de la nature grâce à la Techné - il s’apprête à présent à devenir une fois de plus Créateur. Il n’y a plus de place dans le système clos de la liberté de choix. Les décideurs de la planète - les élites - ont compris que la géosphère n'est plus entièrement déterministe - Les neurones miroirs (neurones d’empathie) prouvent qu’il existe des capacités mentales permettant aux humains et à divers mammifères de comprendre les pensées et le comportement d’autres êtres vivants comme si c’étaient leurs propres pensées. Cela correspond à des agents physiques et chimiques reliés entre eux de façon synergétique. L'Allemagne, qui forme moins d'ingénieurs qu’elle n’en envoie à la retraite, doit chercher des talents étrangers (la richesse de la jeunesse=youth bulges) et elle recrute en Chine, qui avec ses 27 millions d'étudiants répartis dans plusieurs établissements techniques et scientifiques, peut mener une politique énergétique cohérente non entravée par les dissidents politiques. Les entreprises asiatiques comptent dépenser d’ici 2020 plus de 500 milliards d’euros en Europe et aux USA pour la recherche d’énergies alternatives et propres, ce qui est environ 3 fois plus que ce que les sociétés occidentales ont l’intention d’y consacrer. Avec « l’argent radioactif »qu’il encaisse de façon inespérée, le gouvernement allemand accepte que le lobby de l’atome ait plus de pouvoir que le gouvernement élu démocratiquement ou les citoyens qui, eux, ignorent le contenu du « contrat secret ». Ceci est un scandale tel que nous ne le connaissions jusqu’à présent que dans les états dystopiques (avenir dystopique).

Abstract: EnergyLine. Back in a dystopian future: The paradox of the failure of the World Summit (people summit) and the U.S. failure in Iraq and Afghanistan, banking crisis, the disasters in the summer of 2010 - Lessons from apocalyptic scenarios is no longer as a question of free will - as the mind-body problem or democratic issue. It arises mainly as Environmental isomorphic parallelism of many aspects of the same process diversity through networking our computers. Man makes himself Techné with much of the natural subject - send now to once again to become the creator? Here, the self-contained system of choice no

more room. The makers of the world - the elites - have realized that the geo-sphere geo- science is no longer fully deterministic - mirror neurons (empathy neurons) point to mental skills and enable people and gather different species of mammals in the situation, thoughts and behavior of other living beings as if they were their own thoughts. This corresponds to synergistic chemical and physical network, fractal processes and convivial consciousness phenomena. Germany, which formed fewer engineers than it sends in pension, zusuchen after the above described situation to foreign talent to (from the son's wealth = Youth bulges) that recruit in China, with its 27 million students in technical and scientific institutions and can run through a coherent energy policy that is not blocked by political dissidents. Already by 2020, Asian companies will spend about 500 billion € in Europe and the United States for research into alternative energy and green technology, to almost three times as much as Western societies spend a whole. With the »brilliant money«, which the German government takes unexpectedly, it takes into account that the energy industry more decisive than the elected government or to democratic means, can-do people, who do not know what was in the »atomic secret« initialed. This is a scandal that we know so far from dystopian forms of government.

Vorwort

Nicht einmal der derzeitige Aufschwung der Wirtschaft in Deutschland (Spätsommer 2010) der von der Nachfrage aus dem Ausland getragen wird, bringt einen Konsens zwischen Regierung und Volk. Selten hat sich eine Regierung so geschadet wie die Aktuelle und Ansehens- und Vertrauensverlust insgesamt beschleunigt. Mitten im Strom der Ereignisse ist noch nicht absehbar, welche Prozesse in Gang gesetzt wurden. Keiner der Millionen Ökonomen dieser Welt hat die Krisen exakt vorausgesagt, geschweige denn, wie die Sequenz vom Platzen der Immobilienblase über den Zerfall der »Credit Default Swaps«1 bis hin zur Finanzkrise. Die Bankenkrise in Griechenland, Öl im Golf von Mexiko, Feuerinferno in Russland, Waldbrände in Deutschland und spanischen Ferieninseln, Gletscherschmelze in Grönland sowie in peruanischen Hochanden sowie Tibet - hinterlassen ein mulmiges Gefühl, wie der Vulkanausbruch auf Sumatra (Mount Sinaburg) in Indonesien oder das Salzwasser, das über die Arme des Ganges ins Landesinnere von Bangladesch dringt. Von den fürchterlichen Überschwemmungen in Pakistan ganz zu schweigen.

Außenpolitische Umweltpropleme in Bezug auf AKW, die gibt es im Iran. Bei einem möglichen Angriff auf den Iran durch USA/Israel habe ich das Gefühl, dass allen Unkenrufe zu Folge das gerade vorbereitet zu werden scheint, als ob nicht die Ereignisse des bisherigen 21. Jh. bereits ausreichen, um uns Menschen in lebensbedrohende Gefahr zu bringen.2 Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad warnt zu Recht vor einem möglichen Angriff von Seiten Israels oder den USA auf seine in Betrieb gesetzten Atomkraftanlagen: Dies werde einen Gegenschlag mit sehr großen Auswirkungen zur Folge auf den hochkomplexen Planeten haben. Eigentlich sollte jedem politisch Denkenden bewusst sein, dass sich der Sauerstoff in demokratischen Ländern weder in der Retorte schaffen noch halten lässt.

Zu dem »Quäntchen Merkel« - im positiven wie im negativen Sinn, fehlende Führung (wird gesagt, aber nicht gewünscht, denn Führungsqualität ist nicht von Seiten der Konzerne gefragt, um effektives Reagieren im »Globalem Fenster« zu ermöglichen) - jedenfalls ist sie als kluge Physikerin und Kanzlerin nicht zu beneiden. Aber Krisen ziehen doch schließlich immer wieder herauf, wie zuletzt die Rücktrittswelle der CDU-Landesminister und die verkorkste Wahl im Zuge des Bundespräsidenten. Joachim Gauck durfte es einfach nicht werden. Jetzt scheint sich ein »Fall Christian Wulff« zu entwickeln, nachdem der Fall Thilo Sarrazin gelöst zu sein scheint. Der Tagesspiegel3 schreibt: »Für den Staatsrechtler Hans Heribert von Arnim ist der Vorgang um Thilo Sarrazin rechtlich nicht zu beanstanden, »politisch ist aber ein immenser Schaden entstanden«. Und Bundespräsident Christian Wulff habe schwere Fehler gemacht. Vor allem, »dass er die Bundesbank kaum verschleiert aufforderte, die Entlassung Sarrazins zu beantragen. Damit hat er sich präjudiziert und den Eindruck der Befangenheit erweckt«…»Als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war, hat Wulff aber geradezu machiavellistisch gehandelt und den gordischen Knoten durchgehauen - zulasten der Bundesbank«…»Blamiert sei sie auch deshalb, weil sie zweimal ihre Meinung habe ändern müssen. »Erst hat sie das Buch Sarrazins zu seiner Privatangelegenheit erklärt, dann äußerten sich Angela Merkel und Christian Wulff, woraufhin die Bank einen Entlassungsantrag gestellt hat. Anschließend die zweite Kehrtwendung: Die Bank einigt sich mit Sarrazin auf dessen Rücktritt, muss aber die Begründung für den Entlassungsantrag wieder zurückziehen. Und jedes Mal scheint sie nur zu vollziehen, was die Politik vorgegeben hat - erst Angela Merkel, dann Christian Wulff«.

Dass Sarrazin wegen umstrittener Thesen zur Vererbung von Intelligenz und der Integration von Muslimen seinen Job bei der Bundesbank aufgeben, muss? Na, ja - da hat er sich vergriffen. Dabei ist sein Buch »Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen«, zum erfolgreichsten Sachbuch nach 45 zu werden. Nicht nur der Chefredakteur der SZ lobt Sarrazin, auch Ulrich Schmidt, Korrespondent der »Neuen Züricher Zeitung« (NZZ) bescheinigt Sarrazins Ausführungen als eine der »besten Analysen aktueller deutscher Befindlichkeit«, und er attestiert den Deutschen, »die Lust an der politischen Schweinegrippe«.4 Er (Schmidt) kenne kein anderes Land, in dem »der Unterschied zwischen der niederschmetternden Durchschnittlichkeit politischer Ereignisse und ihrer medialen Vermarktung so groß« sei wie in Deuschland. Aus jedem gesellschaftlichen Diskurs wird ein Kulturkampf.

Ich bin anderer Meinung, jedenfalls, was eine bestimmte Vergangenheit betrifft. Die wurde im Mainstream verwässert, wie ich am Wahlerfolg von Frau Ysilanti (Y) aufzeigen werde. Was sich da verbirgt ist von anderer Art, deren Auswirkungen wir nicht absehen können: Ich meine innenpolitischen - Energiepolitisch: Das Zermürben Y nach ihrem Wahlgewinn (es war einer, auch mit 0,1% über Herrn Koch) in der Hessenwahl von den eigenen Leuten. Mit Wortbruch und dergleichen wurde eine zukunftsfähige Energiepolitk diskreditiert - ohne dass jemand in der Republik aufstand und Scheiße brüllte. Ich zeige auf, dass Y bereits der Vorgeschmack der derzeitigen »Protest-Bewegung« ist. Natürlich entläd sich vieles und es wird auch in Deutschland Tee getrunken, »Die Zeit« schreibt Ende September 2010 (Nr 39): »Es liegt ein Hauch von Tea Party über der Bundesrepublik«.5 Die Kanzlerin setzt in der Auseinandersetzung mit dem deutschen Volkszorn auf die Strategie Verantwortung repräsentativer-demokratischer Politik, was ich bereits als »Dystopische« Zielrichtung begreife. Natürlich wird diese ernste Situation verdeckt mit Nonsens. Da muss der Spaß auf »Deubel« komm raus funktioniere, auch auf de’Insel (Mallorca). Wer von uns Blooforze Dicke had‘ dann noch de Puschd no Middernaachd üba a’schtännich e recherchierd Saach sich abrackere, von Wege de Milliarde Bits/s.

Und Ach, Frau Merkel da nutzt alles Klagen nicht, das es vielleicht letztendlich auch braucht, um klar zu stellen, dass größere, für die »Globale Community« und »hyperdynamische Welt« stets die Investitionen der Zukunft wirtschaftlicher Hauptnutznießer bei sich selber liegen (das nennen wir »Marktversagen«). Warum »ihre Politik« von wildgewordenen Finanzhaien bestimmt wird und sie sich vor sich her treiben lassen, statt sie mit harter Hand zu regulieren, liegt so einem wie mir auf der Hand. Da aber Produktion und Verwertung ingenieurmäßiger Technologie die Grundlage unserer zukünftigen Gesellschaft bestimmen und zeitentscheidende energetische Grundlagen erneuerbare Energien und Reaktoren-Konzepte sind, hatte ich gehofft, dass sie, vormals Kanzlerin der kleinen Schritte, als Visionärin neuen Zuschnitts, die »das Jahr 2050 im Blick« und »nicht mehr und weniger als Revolution« (auch das von Frau Bruns)6 der Energie-Versorgung verkündete. Es ist hinreichend bekannt, dass Wachstum trotz Krise in der Windkraft stattfindet (insbesondere mit dem Repowering), dass Osmose-Kraftwerke für die Erzeugung von Strom aus Salzwasser genutzt werden können, oder dass die über die Erde brausenden Winde - zur Stromerzeugung ebenso zu Buche schlagen. Dass Reaktoren-Kraftwerke mit superkritischem Wasser, Höchst- Temperatur-Reaktoren, schnelle Reaktoren, Salzschmelzen-Reaktoren, nicht nur als »Schwarze Schwäne« zu deklarieren sind (Brückentechnologie: Verlängerung der Laufzeiten herkömmlicher Atom-Reaktoren ist nicht nur wegen der »Abfallproblematik« menschenverachtend und hinsichtlich der Strahlenproblematik unakzeptabel). Was die Beschwerden der Stadtwerke in Deutschland betrifft, die ihre Investitionen bezüglich der Kraft-Wärmekopplung/KWK gefährdet sehen, zeigte sich ihre Fraktionsspitzen gelassen. Und werden sehen, was sie für die Kritikführer tun können. In Deutsch: Sie erwarten, dass die Kritiker mit Zugeständnissen »strahlender Euro« zufriedengestellt werden können, die ihrerseits natürlich bereits kräftig für sich Vorteile verschaffen wollen. Wohlwissend, dass die derzeitige Entscheidung der Laufzeitverlängerung der zukünftigen Stromerzeugung und Energieumwandlung (Kraft-Wärme-Kopplung/KWK) diametral entgegen steht. Je nach Verwendungszweck werden auf dem deutschen Markt ja verschiedene Größen von Anlagen der Kraft-Wärmekopplung/KWK bereits angeboten - diese müssen nur ausgeschöpft werden. Von kleinen motorbetriebenen Anlagen der Kühlschrankgröße bis hin zu Schiffsaggregaten. Gasturbinen-Anlagen gestatten es, Prozesswärme bis zu 500°C zu erzeugen. Besonders gute Einsatzgebiete sind da Blockheizkraftwerke mit unterschiedlicher Ausrichtung und Auslastung.

Über Hintergründe der Mythen, Irrtümer, Potentiale und Fakten in der Energiedebatte wird natürlich auch in diesem Buch diskutiert und der Öffentlichkeit vorgestellt, denn es handelt sich um lebende und das Leben unterstützende Systeme. Vor allem scheint eine nachhaltige ökonomische und Bildungsentwicklung sowie zielgerichtete soziale und weitere ökonomische Gerechtigkeit von Nöten zu sein, das von der herrschenden Regierung nicht vertreten wird.7 Wir müssen uns vor Augen halten, dass wir derzeit in einer DNA-und Informations-Gesellschaft leben (einer Wissensgesellschaft), die hinsichtlich unseres Informationszeitalters (David Gelernter) und technologischer Führungsposition sowie seines Gewichts (wie eine Art Konjunkturpaket) zielgerichteter und effektiver arbeiten könnten. Mut und Realismus fordert die Elite der regenerativen Energiewirtschaft von der Politik, wie Riester und Latte Macchiato (Beratung zur Altersversorgung mittels iPad in der Kaffeelounge am Dialogtresen einer Deutschen Bank zur sauerstoffreichen Wissensdemokratie). Deutschland könnte seine Rolle in dem weltweiten Abkommen zur Finanzregulierung (Wachstum versus Konsolidierung) und Bekämpfung des Klimawandels mittels Kraft- Wärme-Kopplung/KWK den größten Teil der eingesetzten Energie in Nutzenergie umsetzten und das als Mittelmacht weiter festigen. In zukünftiger Kraft-Wärme-Kopplung/KWK erzeugte Wärme und Strom könnten verbrauchernah (in den Stadtwerken) entstehen und ohne Leitungsverluste zwischen Produktionsstätte und Verbrauer eingesetzt werden. Für entstehende Leitungsverluste (auch Netzverluste genannt, betragen bei Hochspannungsleitungen bis 5% auf 100 km) sollten in Zukunft keine Kosten für Errichtung und Unterhalt überalterter Kraftwerke/ Netz-Leitungssysteme anfallen. Es wurde lange Zeit über Netze, Produktion und Vertrieb von Energie in Europa gesprochen, zum Teil auch gehandelt, doch wesentliche Umsetzungen fehlten. Da kommt die fehlende Handhabung (Vorgaben) des Staates ins Spiel (wie das zukünftige Leitungsnetz und der Zugang dazu auszusehen hat: Wir brauchen stabile Netzleitungen, die viel Strom mit geringen Verlusten weit transportieren).

Da einzelne Kraftwerk-Maßnahmen begrenzte Potentiale haben, sind sie gemeinsam für eine zügige Umsetzung der »Energiewende« notwendig. Darum erwähne ich das Beispiel - DESERTEC8 - Partner Schott Solar in Spanien als umfassenden Ansatz, das sich wohl in der Anfangsphase befindet (Stand Anfang 2010). Im Rahmen dieses Projekts ist die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten vorgesehen (und soll aufgebaut werden). Durch eine Verknüpfung der Stromnetzleitungen dieser Regionen soll sichergestellt werden, dass die lokal unstet verfügbare Energie (Wind- und Solarstrom) durch Überschüsse anderer Regionen kompensiert werden können. Zudem soll die Erzeugung des in Europa benötigten Stroms in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung9 (Sahara), hohen Windgeschwindigkeiten (West-Afrikanische Atlantikküste, Mauretanien), trotz Netzverluste wirtschaftlicher sein.

Es kommt nicht nur auf die Gesamtmenge emittierter Treibhausgase an, insbesondere ist es die Erwärmung zwischen 1,5 und zwei Grad für was und wie unser Schicksal als Spezies künftig entschieden wird. Angesichts der Notwendigkeit in Deutschland eine nachhaltige Energieversorgung aufzubauen stellt sich mir die Frage inwieweit anstehende Investitionsentscheidungen trotz AKW-Verlängerung genutzt werden können um einen stärkeren Einstieg in regenerative Energieversorgung zu realisieren.

Auf einem Tonbandgerät wurden vor geraumer Zeit Stimmen Verstorbener eingefangen, die uns helfen wollen über die »instrumentelle Transkommunikation« (ich berichte in dem Kapitel Techné und Technik) uns das Wissen Ehemaliger zunutze machen, um Durchbrüche vorwärts zu treiben. Auch wenn die Herkunft der Stimmen Verstorbener spekulativ blieben, so ist ihre Botschaft eindeutig: Es geht ihnen um einen Bewusstseinswandel in der Energiepolitik, denn am Zieldreieck (Klimaschutz, Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähige Preise) hat sich nichts verändert, es sollte stringent umgesetzt werden.

Der Hintergrund dieser Studie ist mein Wunsch, der vor Jahrzehnten noch unter Sozialistischen Prinzipien gearbeitet hatte und jetzt auf die Rettung der Biosphäre als Ersatzreligion setzt.10

Vom Standpunkt der Umwelt im Jahr 2010 reagiere ich mit vorliegender Studie auf eine nostalgische Erinnerung an die Veranstaltung der 80er sowie meine zwanzig-jährige berufliche Ausrichtung, der Idee und Titel entstammen.11 Das vorliegende Buch »EnergyLine«12 dokumentiert die Ergebnisse des 38. Zeit-Forums Wissenschaft vom 3. Sept. 2010 und führt die Diskussion weiter unter Annahme folgender Plausibilitätsgründe: Es ist eine Politik-Techné-Antwort13 auf den Deutschen Regierungsbeschluss zur Laufzeit- Verlängerung der AKW. In siebzehn Kapiteln verknüpfe ich mobile LINE, Long interspersed nuklear Elements mit technofuturistischen Beziehungen: 1949 war West-EU eine Ansammlung von Nationalstaaten. Binnen 50 Jahre einigten wir uns innerhalb der EU-15- Länder auf Rahmengesetzgebungs-Kompetenz auf die Eurozone, in der die Klimapolitik der EU mit einer Stimme vertreten wird. Wir gehen von einer Sogwirkung auf alle noch nicht in der EU angehörenden West- und östl. Länder Europas aus. Zukünftige Integrationsprozesse sind aus Referenz-Entwicklungsprozesse gegenüber den BRIC-Staaten14 zu sehen, der nicht mehr aufzuhalten ist. Die Vereinheitlichung der Energie-, Umwelt- und Klimapolitik aus Gründen des internen Marktes mit Ressourcenpolitischen Rahmenbedingung (Biosphäre) ist notwendig und in einer Energie Charta bereits vorgegeben.

Am ersten Oktober-Wochenende (2010) mit dem Tag der Deutschen Einheit haben die Organisatoren des Aktionsbündnisses »Rechtspopulismus stoppen« viel zu tun. Gleich zwei

Form ist PU als Schaumgummi oder als Bauschaum bekannt. Polyurethane können je nach Wahl des Isocyanats und des Alkohols völlig unterschiedliche Eigenschaften aufweisen), die ein nichtproportionales, sprunghaftes Fließverhalten zwischen abiotischen und biotischen Materialien aufzeigen.

Veranstaltungen werden zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit in Berlin stattfinden. Für den 3. Oktober ruft die Vereinigung »Pro Deutschland« zu einer »Solidaritätsdemonstration für Thilo Sarrazin« auf - auch wenn SPD-Mitglied Sarrazin sich von Zustimmung aus dem rechten Lager klar distanziert hat. Und am 2. Oktober wird der umstrittene niederländische Politiker und Islamkritiker Geert Wilders15 auftreten und über die »Bedrohung durch den Islam als totalitäre Ideologie« referieren. Der Ort der Veranstaltung soll aus Sicherheitsgründen erst einen Tag zuvor bekannt gegeben werden. »Für uns macht es das natürlich schwieriger, eine Gegenveranstaltung zu organisieren, wenn wir den Ort noch nicht wissen - aber es wird trotzdem auf jeden Fall eine Aktion geben«, sagt der Sprecher von »Rechtspopulismus stoppen«.

Schließlich und nicht zu Letzt - sind für mich meine Reiseerlebnisse im Orient und Okzident und die nie versiegende Hoffnung auf Versöhnung im »Licht von DESERTEC«, Tipasa16 und Annaba17 in N-Afrika, in einem der großartigsten islamischen Länder (Algerien). Ich stelle dem Leser dieser Studie das islamische Land Afghanistan nicht als Bedrohung vor, aus der die Gnosisforschung den »Ur-Mythos« von Atlantis, Herkunft des NS-Mythos, mit seinen Wurzeln im Manichäismus, sowie den sexuellen Verfehlungen der Arier und ihre Vermischung mit anderen Völkern, belegt - und sich in jedem Fall positiv auf den »Modernismus« auswirkte. Von dem ganz abgesehen, dass es nicht anachronistisch ist, religiöse Strömungen des Manichäismus und Islamismus im Durchbruch für Finanzmärkte, mit Querverbindungen zum Technè-Diskurs des Posthumanismus mit konvergierender Technik (CT) zu bemühen. Strategie à la Apelles heißt, empathische Gewinne im Nachhaltigen zu erzielen, durchaus mit möglichst vielen »Schwarzen Schwänen« und nicht Bundeswehrsoldaten in Afghanistan die Wiedergeburt des Messias mit Wiederaufstieg im

Lichtreich versprechen - denn das werden einige bereits bemerkt haben, wurden zu »Grauen Schwäne« aus Extremistan.

Überhaupt ist der islamische Raum mit dem Manichäismus für uns völlig unbekannt geworden und islamische Länder nur auf Extremismus und Terrorismus der Taliban reduziert18.

Einleitung

Erneuerbare Energieträger wird neben den konventionellen Stromerzeugern bis dahin bereits die Hälfte des Marktes ausmachen, schätzt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Ihr Anteil an der europaweiten Stromproduktion werde sich bis 2030 von 16 auf 48 Prozent verdreifachen. Verdrängen dürften sie die traditionellen Versorger aber nicht. Im Sinne der Versorgungssicherheit werden im EU-Strom-Mix derzeit »alle verfügbaren Energieträger benötigt«.

Dass eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen dürfte, wird seit Jahren von Fachkollegen diskutiert. Vor Jahren kam es an der Strombörse in Leipzig zum ersten Mal zu »negativen Preisen«, weil starker Wind wehte, die Nachfrage gering war und ein Großteil der AKWs ihre volle Leistung ins Netz einspeiste. Immer öfter klemmen Netzleitungsbetreiber ganze Windparks ab, um das Netz stabil zu halten. Grundlast-Kraftwerke (Braunkohle KW und AKW) lassen sich nicht flexibel abfahren. Mit gedrosselter Leistung sind nur jene Anlagen abgefahren worden - die über die Zeit gerettet werden sollten (z. B. AKW Neckarwestheim 1).

Es ist perfide - aber einer Verlängerung der Laufzeiten von AKW (Acht Jahre für alte, 14 Jahre für neue AKW, Anfang September 2010 im Bundestag beschlossen), steht folgendes bevor: Das funktioniert nicht, da die Stromnetze nicht ausreichen, wenn die erneuerbaren Energien nicht völlig ausgebremst werden sollen.19

Ohne die Laufzeitverlängerung der AKW sind wir bis 2020 in internationalen Vereinbarungen möglicherweise so weit - so die Annahme, dass wir eine Sättigungskonzentration (Carbon Footprint) der Treibhausgase für das Ende des 21. Jh. in ein paar Jahren erst festlegen können. Mit diesem Stabilitätsziel - angenommen mit 500 ppm CO2 und 550 ppm CO2-Äquivalent - verhandeln wir im Lauf der Jahre bis 2050 pro-Kopf Emissionszertifikate für einzelne Staaten bzw. Staatenbündnisse. Der Pro-Kopf-Ansatz regelt schrumpfende und schnellwachsende Bevölkerung oder Migrationen ohne die Notwendigkeit,

Emissionsziele neu zu verhandeln. Über den Reduktionspfad verbleibender Jahre entscheidet jeder Staat (Staatenbund) für sich, soll aber gewisse Mindestziele je Dekade erreichen. Mit einer Basis der jüngsten IPCC-Szenarien, wird von maximalen global zulässigen Emissionsmengen an Treibhausgasen in 100 Jahren ausgegangen (= 3.000 - 3.500 Mrd. Tonnen CO2). Diese Emissionsmenge beeinflusst atmosphärische Treibhausgas- Konzentrationen maßgeblich (wegen der langen CO2-Verweilzeit). Für 2020 wird bei einer Bevölkerung von 7,67 Mrd. Menschen eine kumulierte CO2-Emissionsmenge von 800 Mrd. Tonnen ausgewiesen [27 Mrd. Tonnen CO2/Jahr(a)] und bis 2050 bei einer Weltbevölkerung von 9,3 Mrd. Menschen = 1935 Mrd. Tonnen CO2 (38,7 Mrd. Tonnen (t) C02/a). Das alles pasiert, unter der Annahme, dass bis 2050 bis 65% der zulässigen Treibhausgase emittiert werden und die Weltbevölkerung 9,3 Mrd. Menschen hätte.20 Die unterstellte Gleichbehandlung für alle auf der Erde lebenden Menschen in dieser Periode werden allerdings Ausgleichsmechanismen eingeräumt, weil die Ungleichverteilung zu groß sein wird und wir von Verhandlungsprozessen zugunsten heutiger Industrieländer ausgehen. 2,3 Billionen US-Dollar, so hoch schätzt der IWF die Kosten der größten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren weltweit. Für hunderte von Milliarden Euro hat alleine Deutschland Rettungsschirme gespannt - erst für die Finanzindustrie, dann für die Wirtschaft und schließlich für den Euro. Über 30 Mrd. wurden von Bund, Ländern und Gemeinden (vom Steuerzahler) für Konjunkturprogramme ausgegeben.

Aus Sicht der Steuerzahler möchte ich mich zunächst einmal darum auf das leistungsstarke Bürgertum mit seinen Ingenieuren konzentrieren und frage nach den zivilisatorischen Veränderungen bezüglich Modernisierung (Finanzierung) und seinen neuen Generationen von AKW in der vierten Generation (Ich frage nicht nach »Spin-Doktoren« als Brückenglieder sondern bemühe mich im Sinne »kernchemischer Konvergenzen«),21 setze

Gedanken von Spiegelneuronen (Empathieneuronen) und Kolonisation in der Genetik an, verknüpfe emotionale (künstliche) Intelligenz mit PC-Wissenschaft, die ich wie Goleman, in der Biosphäre ansiedele. Schließlich beziehe ich Ingenieur-Entwicklungen von Evolutions- und Entropie-Prozesse22 des Biosphären-Bewusstseins mit ein und entschlüssele »nachhaltig« zurück, decodiere sie.

In diesem Zusammenhang taucht im »Zustands des globalen Gleichgewichts« der Begriff »nachhaltig« /»sustainable« auf, wie im Bericht »Die Grenzen des Wachstums« an den Club of Rome: »We are searching for a model output that represents a world system that is: 1. sustainable without sudden and uncontrollable collapse (...)«.23 Das Adjektiv »sustainable« findet schließlich in den 70er Jahren im Ökumenischen Rates der Kirchen Eingang, »just and sustainable society«. Schließlich findet sich »sustainable« 1980 in der »World Conservation Strategy«, einer Richtlinie für den weltweiten Naturschutz, die unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs der Vereinten Nationen erarbeitet wurde.

Nach meinem Umweltverständnis setzt sich »Nachhaltigkeit aus drei Kompartimenten« zusammen, die auch im Web als »Drei-Säulen-Modell« Eingang finden. Die ökologische Nachhaltigkeit umschreibt das Ziel, Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies umfasst Artenvielfalt, Klimaschutz der Biosphäre. Ökonomische Nachhaltigkeit stellt das Postulat auf (Hans Jonas), dass die Wirtschaftsweise so angelegt sein sollte, dass sie dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand darstellt. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Endlichkeit geowissenschaftlicher Ressourcen. Die soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der

Der Spin ist im Gegensatz zum Isospin nicht nur eine dem Drehimpuls analoge Eigenschaft, sondern auch in Wirklichkeit ein Drehimpuls.

Derzeitige Höchsttemperaturreaktoren (der vierten Generation) - gehen auf den Kugelhaufenreaktor zurück (der in Jülich bis 1988 betrieben wurde) bei dem bis zu 1000 Grad entstehen. Kühlmittel ist Helium. He hat Vorteile, dass es chemisch stabil und die Anlage nicht angreifen. Trotzdem (stellt die Temperatur) hohe Anforderungen an Material. Neben Stromgewinnung wird Prozesswärme für die chemische Industrie erzeugt, vor allem H2, der als transportabler und effektiver Energiespeicher gilt.

Partizipation aller Mitglieder einer Gemeinschaft. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte und soziale Gesellschaftsstruktur zu erreichen. Nachhaltigkeit betrifft alle Betrachtungsebenen (so auch philosophisch), während derzeit aus ökologischer Perspektive ein globaler Ansatz verfolgt wird (Rettung des Planeten Erde), steht hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit nationale Blickwinkel im Vordergrund, wie Mobilität und Energieversorgung. Eine nachhaltige Entwicklung in produzierenden Unternehmen verfolgt »saubere Produktion« mit Schwerpunkt auf erneuerbarer Ressourcen, der Minimierung des Wasserverbrauches und der Reduktion des Abfalls.

Richard Wilkinson und Kate Pickett,24 legten zu diesem Thema ein Buch vor (2009) vor und führten aus - inwieweit die gute Gemeinschaft mit Vertrauen und soziale Beziehungen, sich als seelische Gesundheit auf das Leben auswirken, und fragten: Wer hat unter diesen Bedingungen die Chancen das 65. Lebensjahr zu erreichen? Männliche Schwarze in New York (Harlem) oder Einwohner des hochwasserüberfluteteten Tieflandes Bangladesch?

Ihre Antwort: Die Armen Bangladechs erreichen eher das Alter von 65, obwohl sie um einiges ärmer sind als die Schwarzen Männer in den USA. Ein »normales« konservatives Leben ist ihrer Meinung nach ein lebenswertes und soziale Gesellschaftsstruktur: Sie trägt zur Verlängerung des Lebens bei. Zwischen einem »konservativem Leben«, der »Mitte« als »Ort der Sicherheit und Beständigkeit«, auch der Geschichte des deutschen Lebens »nicht links oder rechts« praktizieren, sie Ausgleich auf dem Land, der Industrie und dem Alltag.

Die Mitte berührt das Gute und Böse, Schuld und Unschuld sowie moralische Verantwortung eines jeden Einzelnen von uns (bürgerliche »Konservativen Revolution«) und dem daraus entwickelten »reaktionären Modernismus«. Konservative Ströme25 stecken in althergebrachten Ideen, wie bisher üblich, auf alte Werte der Mitte besinnend, von etwas Bestehendem ausgehend und etwas Bestehendes bejahend. An Hergebrachtem festhaltend, zum Konservatismus neigend, auf der sicheren Seite sich befindend, in der klassischen Naturwissenschaft wird vom Anfangs- und Endpunkt eine Situation betrachtend, nicht jedoch vom Weg selbst abhängend (wie in modernen Physik), denn konservativ sollte nicht mit rückschrittlich, altmodisch oder rückständig belegt werden und sei es in einem verborgenen Winkel. Konservativ lebt aus der Mitte, aus der Ordnung, die sein muss. Es handelt sich um eine Geisteshaltung, eine Werteordnung, welches der Staatsphilosoph Edmund Burke (1729- 1797) in England begründete. In Deutschland wurden konservativ Revolutionäre Ströme von Otto von Bismarck (1815-1898) geprägt.

Die »Konservative Revolution« bezeichnet die geistig-politischen Ströme jung- konservativer Kräfte in der Weimarer Demokratie bis nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich für einen autoritären Staat aussprachen und angeblich mit liberalen Werten Widerstand entgegenbrachten. Interessant ist, dass sie sich Techné-mäßig sowohl von den Ideen der revolutionären Bewegung der Franzosen als auch Aufklärung abgrenzten. Die Konservative Revolution verstand sich als eine Gegenrevolution, sie setzte konservative Maßstäbe, trachtete nach dem Umsturz bestehender Ordnung und setzte auf die Erstarkung der abendländischen Kultur. Ihre Gruppen waren nicht streng parteipolitisch organisiert, hatten Vertreter wie Edgar Jung, der einen durch eine Elite geführten autoritären Staat propagierte. Sie hatten großen Einfluss auf die Ausprägung des politischen Bewusstseins der jüngeren Kriegsgeneration der Weltkriege. Ein wichtiger Führer war A. Moeller van der Bruck, der das Buch »Das Dritte Reich« geschrieben hatte, das als ein Titel mit Thema später von NS übernommen wurde. Dagegen steuerte Oswald Spengler »Der Untergang des Abendlandes« mit seiner geschichtlich gesteuerten sozialromantischen, antiparlamentarischen, antidemokratischen Studie - die Konservative Revolution zu den geistigen Wegbereitern des NS - mit Wurzeln in »manichäischen26 Linien Zentralasiens, zu erstaunlichen mythischen Bezügen, mit »religiösem Impuls, der höchste Kunst, die NS-Techné hervor gebracht hat und die wir heute noch haben«.27

»Kunst und Religion sind von ihrer Natur her Freunde oder Feinde, aber sie können getrennt nicht leben«. Gelernter ist sich seiner Meinung sicher, dass die Wende zum Agnostizismus in westlichen Ländern und der Niedergang, in dem er Kunst mit einbegriffen sieht, einander bedingen. Dieser Konservative, der nicht nur zwischen der Malerei und PC schwer einzuordnen ist, wartet schließlich mit einer weiteren Überraschung auf. Nämlich - vor dem des Atheisten, der zu seiner Überzeugung zu intellektuellem Ernst gelangte. Da hat er Respekt. Natürlich ist das eine hypothetische Diskussion, die uns auch gut tun würde, die wir wieder lernen müssten und nicht an der »heilen Welt« des Fernsehers versacken müssten. Die Selbstbehauptung zur Abschaffung des Menschen in Deutschland bette ich für den einen oder anderen (ebenso) in mythischen Räumen an (Utopie). Es lassen sich deutliche Züge erkennen, die dystopischen Gesellschaften entsprechen und die posthumane Globalisierungs-Tendenzen der Ökonomie und Technik aufzeigen, Hintergrund sind wohl die philosophischen Techné-Aspekte des 19./20. Jh. Die Orientalistik und Altphilologie hat das bislang von der Theologie besetze Thema aufgenommen und beginnt sich breitenwirksam dem Mythos lichtbekränzter Apostel zu widmen, einem durch Sanftmut expandierenden Licht- und Schatten-Thema Zentralasiens (der Seidenstraße). Die neben Marxismus mächtige und folgenschwere gnostische Bewegung war sicher Ende der Weimarer Zeit im Ausgang des NS-Systems, der über mythische Elemente und Symbole zumal in ganz »manichäische«, konservativen Strömen sich entwickelte und als Wurzelwerk des Abendlandes (nicht nur in Deutschland) eine wesentliche Eigenart entwickelte. Zwischen der Geschichte und Alltag klafften unvermeidliche Risse. Umso deutlicher beim schwärzesten Kapitel deutscher Vergangenheit, zwischen Eroberungskriegen, Auschwitz auf der einen und dem Alltag mit dem Blockwart gibt es keine Überbrückung. Und es ist schockierend, wie in Deutschland an Wunschvorstellungen einer zumindest im Herzen guten Elite und ihrer Techné, allen gegenteiligen Hiweisen zum Trotz, festgehalten wurde. Die verbreitete Ansicht vom NS-Funktionär in den oberen Etagen der Gesellschaft, der das Beste (menschenmögliche) aus der Lage gemacht hat, ist seit 1945 als Mythos weitergetragen und von der sich besser fühlenden Gesellschaft hofiert worden. In Abteilungen des AA wurden NS-Täter protegiert, Widerständler gegen das NS-Regime diskriminiert. Archivare des Amts hintertrieben die Arbeit der Historiker.28 &29

»Schwarze Schwäne«30 gibt es natürlich überall, vor allem im privaten Erleben und nicht zu glaubender verbrecherischer Realität (so auch bei uns im derzeitigen Deutschland). Im Alltag wird erfolgreich die Doppellehre vom Schwert vertreten: Das Schwert, das tötet, und dem Schwert, das Leben schenkt und zwar dem, den es tötet, war es das blutigste und Paradoxeste (Koan) - als Übung im mitfühlenden Töten, für die Akteure keine Vernichtung von Menschenleben, sondern sie betrachten das als Dienst am Menschen.31

Der Vergleich und Sprung im Zusammenhang mit der Abweichlerin Dagmar Metzger (und den drei anderen Abgeordneten in Hessen) als »Anschlag auf den Rechtsstaat« vorzuwerfen - ist für den einen oder anderen perfid: »Aber die nachhaltigste Verletzung des Demokratieprinzips findet dann statt, wenn Parteien nicht nur unangemessen auf die Meinungsbildung ihrer Abgeordneten einwirken, sondern das Auswechseln von Abgeordneten erzwingen, die das Wahlvolk bestellt hat«.

Daraus konstruierten die Medien: Wenn letzteres geschehe, »begäben wir uns (Deutschen) auf den Weg zum Totalitarismus, ein Modell, das in Deutschland mit dem Nationalsozialismus (ich sage in einer normalen dystopische Gesellschaft) und dem SEDRegime verbunden war und überwunden scheint«, so das Zitat. Der verständliche Wunsch nach Geschlossenheit einer Partei habe seine Grenze in der Eigenverantwortung des Abgeordneten, die er aus seinem Gewissen ableitet.

Dazu rufe ich folgendes in unser Gedächtnis zurück: In der Landtagswahl am 27. Januar 2008 verlor die CDU ihre absolute Mehrheit und die SPD wurde mit wenigen Prozentpunkten Abstand zweitstärkste Partei nach der CDU. Andrea Ypsilanti strebte nach der Wahl eine von der SPD geführte Regierungsbildung unter Beteiligung der Linken an. Dies wurde ihr innerparteilich als strategischer Fehler ausgelegt. Roland Koch hätte wegen der Stimmenverluste und resultierender innerparteilicher Widerstände abgelöst werden müssen. Frau Ypsilante hätte vielleicht den Rat bekommen müssen, an jenem schicksalhaften Tag den hessischen Landestagpräsidenten um sofortige Neuwahlen zu bitten, dem er hätte zustimmen müssen - und Ypsilanti höchstwahrscheinlich deutlich für sich hätte entscheiden können. Die anvisierte Rot-Grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung durch Die Linke (Magdeburger Modell) stand angeblich im Gegensatz zu Aussagen Ypsilantis vor der Wahl, mit denen sie wiederholt jedwede Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen hatte.

Anfang November 2008 kündigten die vier Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion an der geplanten Wahl zur Ministerpräsidentin nicht für Ypsilanti zu stimmen. Damit war die Absicht, eine Minderheitsregierung von SPD und Grünen unter Tolerierung durch die Linken zu bilden, im Hessischen Landtag gescheitert, und die beabsichtigte Abstimmung wurde abgesagt.

Am 8. November 2008 verzichtete Ypsilanti, bei der nun von allen Parteien anvisierten Neuwahl im Januar 2009 erneut als SPD-Spitzenkandidatin anzutreten, und schlug den Landtagsabgeordneten Thorsten Schäfer-Gümbel für diese Aufgabe vor. Sie übernahm die politische Verantwortung für die jetzt deutlichen Stimmverlusten der hessischen SPD am Wahlabend der Landtagswahl (am 18. Januar 2009) und trat als Landes- und Fraktions- Vorsitzende zurück.32

Das damalige sich entspinnende hessische Drama ist in seiner Heftigkeit nicht ohne den gärenden Konflikt innerhalb der hessischen SPD und dem TV-und Lese-Publikum erklärbar. Vor allem die Meinungen in der Tagespresse, von wegen nicht schaffbar für Y. oder sie hält dem politischen Druck nicht stand, weil…, oder sie als ehemalige Stewardess…, bei ihrer Herkunft keine Chance (Vater Werksarbeiter bei Opel). Mit der Wahlverweigerung der hessischen Abgeordneten wird es medial ernst, denn es wird mit Wortbruch-Keulen geschwungen. Beck ist für alles gut und er tritt als noch viel tapsiger »Dummerjan« des »Linksschwenks«33 in Berlin auf. Den Spin-Doktoren, die sich in der politischen und journalistischen Ebene befinden, geht es nicht um die mögliche Vermittlung von Ideologie oder Grundsätzlichem, sondern um Verwässerung und darum, dass eine Frau eben nicht solch‘ einen Erfolg haben darf. Ganz geschickt werden Meinungen aus dem Dunstkreis von AKW-Oligarchen (so hörte ich es in den Fluren des BMI) von Auftraggebern und deren Politik im Mainstream (möglichst positiv) dargestellt und in jeder Situation die bestmögliche öffentliche Aufmerksamkeit verschafft um reale Wirkmechanismen »runter gefahren« (Reales und nicht mehr zu ergründen). Dabei wird mit Bildern (z.B. Fototerminen, Events für die Kameras der Presse) PR-mäßig gearbeitet und die Vergangenheit von Frau Ypsilanti als Stewardess in den Vordergrund gerückt, mit dem Fazit: Nicht politisch belastbar mit ihrem familiären Hintergrund und als ehemalige Stewardess. Die Spin-Doc’s nutzten wahrlich den Mainstream für ihre Ziele (Agenda-Setting). Sie ergründen die öffentliche Meinung, passen sich diesem Sog an und bleiben als »Graue Eminenz« im Hintergrund.

Die Spin-Theorie können wir dem reaktionären Modernismus und evolutionären Techné- Prozess empathischer Politik nachhaltig gegenüber stellen: Das heißt, reaktionärer Modernismus als Grundlage und Element der Moderne, der Politik-Techné im geistigen Vermögen zu akzeptieren, einen anderen in seinen Konflikten, seinen Gefühlen zu erkennen und »Touchscreenen«, denn wir können räumlich interagieren, auch ohne das Reale zu sehen - also quasi Touchscreen-Interaktion ohne Touchscreen, wie mir ein HPI-Wissenschaftler (vom Hasso-Plattner-Institut) in Potsdam erklärte. Reaktionäre Modernisten gliedern den Spin im Reich der Kultur (nicht in der Zivilisation) an, sie sehen darin Schönheit und Ästhetik, als Ausdruck des Willens zur Macht und Instrumente machtpolitischer Ziele. Das ist ein symbiotischer Vorgang, die auch das Miteinander, das wortlose Verstehen und Wahrnehmen bewusster sowie unbewusster, kognitiver, emotionaler Techné-Prozesse verschmelzen.

Auch diese Wege offenbaren, dass wir uns im Sauerstoff der Biosphäre (Demokratie braucht Sauerstoff, Tom Schimmeck) bewegen, denn unser Wissen dazu basiert auf physikalisch-chemischen-biologischen Vorstellungen, dass die Menschen als »lebender Organismus« funktionieren und jeder von uns in ihr (der Biospäre) Leben kann (wächst und …), vor allem, wenn wir sie pflegen und nicht mit Öl/Chemikalien oder Radioaktivität34 vergiften.

Das kann nicht sein: Der Ausstieg aus umweltfeindlichen Kernvorgängen und Einstieg in die nachhaltige Energiezeugung der vierten Reaktorgeneration sind natürlich kein Allheilmittel im Bereich apokalyptischer Energie-Mythen (in der Klima- und Öl- Katastrophe), aber ein sinnvoller Mix - der Erfolg für Ypsilanti bedeutet hätte, zusammen mit dem Visionär für Solarstrategie, Hermann Scheer.35

Das bereits hervorragend im Kino-Dokumentarfilm »DIE 4. REVOLUTION - EnergyAutonomy« anhand seiner Protagonisten beschrieben wurde, dass der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien innerhalb der nächsten Jahre möglich sein kann. Die Frage nach den Ressourcen (Energievorkommen) lautet daher: Welche Energievorkommen ist für den Menschen nutzbar?

Und zu welchen Preisen kann welche Ressource verfügbar sein? Prinzipiell gibt es auf der Erde vier potentielle Energiequellen: Sonnenenergie (Wasserstoff),36 Geothermische Energie, Kernenergie, Energie der Gestirne. Ähnlich wie die im Film die 4. Revolution dargestellt integriere ich die Biosphäre als lebendes und das Leben unterstützendes System mit ein, das den Mantel des Planeten Erde mit der ihn umgebenden Atmosphäre umfasst und welche Chancen eine nachhaltige ökonomische Entwicklung sowie soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet.37

Als ich vor kurzem »Halfpasthuman« in die Hand bekam und darin las, fühlte ich mich durch Clif High angesprochen. Clif hat, wie ich verstehe, eine Methode entwickelt, mit der er Sprachstrukturen des World Wide Web analysiert und über »Prädiktive Linguistik« den Inhalt herausfiltert. Clifs Meinung nach besitzen wir alle die Fähigkeit, in unseren Sprachmustern etwas vorwegzunehmen und zu erkennen, das wir als ein »Durchsickern der Zukunft« rückentschlüsseln können (empathisch?). Clif ist nicht der Einzige, der diesen Effekt bemerkt hat - denken Sie z. B. an »Global Consciousness (Bewusstsein) Projekte«, die Gentrifizierung (im Gräfe-Kiez in Berlin-Kreuzberg, im Kollwitz-Platz im südl. Prenzlauer Berg oder am Reuterplatz in Berlin-Charlottenplatz), die dafür sorgten, dass soziale Gegensätze aufeinanderprallen.

Zu solchen »Global Consciousness Projekten«, u.a. »China und Deutschland im 21. Jh. als Chance, Risiko und Perspektiven« sowie im »Nachhaltigen Güter- und Wirtschafts-Verkehr« (österreichische Preisverleihung 2009) sprach Uwe Möller (Generalsekretär, Club of Rom) einprägsamen. Das sind neue Dimensionen des Handelns, die inzwischen durch den Begriff »Nachhaltigkeit« bzw. »nachhaltige Entwicklung« geprägt werden. Möller zu den Konsequenzen für Mobilität und Verkehr: »Es ist offensichtlich, dass die Notwendigkeit, möglichst bald eine nachhaltige dematerialisierte Wirtschaft mit erheblich geringeren Materialströmen einzuführen ist, auch mit einschneidenden Konsequenzen für unsere Mobilitätsanforderungen und Verkehrssysteme verbunden sein müssen. Damit dürfte ebenfalls feststehen, dass die bisherige Praxis, Wirtschaftswachstum mit ständig steigendem Verkehr von Gütern und Personen gleichzusetzen, sich ad absurdum führen, denn auch die Mobilität hat Grenzen. Welche quantitativen und qualitativen Auswirkungen sich im Einzelnen auf die Mobilitäts- und Verkehrsstrukturen ergeben werden, sind heute noch nicht absehbar. Vor allem geben uns die Länder […] China und Indien zu denken, dass wir nur über begrenzte Reserven und Förderkapazitäten verfügen«.

Möller mahnte zu einer rationelleren Energieverwendung, zur Umstellung auf »saubere« umweltfreundliche Treibstoffe und zu neuen Mobilitätssystemen, um den zu erwartenden Mobilitäts-Anforderungen in den großen weiter wachsenden Siedlungsräumen manichäischer Regionen (Seidenstraße) begegnen zu können. Im Vergleich zu Europa sind diese Räume (ebenso die ländlichen Regionen Chinas) sehr arm, das sie einmal nicht waren. Ich möchte daran erinnern: Shanghai sieht zwar aus wie New York, die Provinzen aber nicht. Wenn China im bisherigen Tempo wächst wird es in 20 Jahren die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung der »Olivenstaaten« Europas erreichen. Indien hat eher die Chance einen Platz in der höheren Etage, einnehmen zu können, müsste seine Ungleichheit und Bildungsprobleme in den Griff bekommen.

In »Global Consciousness Projekten« stoßen wir bereits allenthalben über die »Moderne« - über die Eingangsgebäuden zu 1920 eröffneten U-Bahnhöfen und planlosen, unsozialen Mietskasernen-Metropole (Berlin der 20er Jahre). Was heißt das, woher kommt der Begriff

»Moderne« überhaupt her? Ich fing an darüber nachzudenken und mündete beim »Bürger im Bürgertum«. Der Begriff ist in unserer Gesellschaftsschicht angesiedelt, zwischen sozialen Orten des Adels sowie Klerus, den Arbeitern und Landarbeitern (Bauern). Bürgertum tritt mit unterschiedlichen Gesichtern auf: Im Handel und der Industrie, als verspotteter Spießbürger, ehrgeiziger Unternehmer, Biedermann, als Mensch des Fortschritts und reaktionärer Verteidiger des Status Quo. Historiker glauben, dass Bürgertum bereits seit dem frühen Mittelalter besteht. In der Gegenwart stellt sich die Frage mit dem rapiden »zivilisatorischen Veränderungen«38 mit Dringlichkeit. Seit dem Umdenken und Umorientieren, das die Wende 1989 in Deutschland einleitete, beispielsweise in der Suche nach neuen Werten - im Tribut an alte Formen, in Distanz zu linker Weltverbesserei, aber auch in der massenhaften Verbreitung der Kataloge des Versandhandels »Manufaktum«, der alte Wertarbeit in neue Fertigung steckt und teuer verkauft. Das Bürgertum hat sicher mit dem Bürgertum im klassischen Sinn kaum noch etwas zu tun. Aber für mich schwingt doch noch etwas von einer historisch gewordenen Erscheinung mit hinein »in eine österreichische Entwicklung der späten Weimarer Republik, als die NSDAP begann den Arbeitern und einfachen Bürgertum Anschluss an die Wasser- und Stromversorgung erschloss und das Alltagsleben der Menschen in bislang unbekanntem Ausmaß veränderte«: Elektrizität, Telefon und die ersten PKWs gaben der sich entwickelnden bürgerlichen Gesellschaft ein neues Gesicht. Das sind für mich Vorläufer »eines Modernismus« (und ist Ausdruck der Zweiten Industriellen Revolution). Trotz massiver industrieller Entwicklung dieser bürgerlichen Gesellschaft mit seinen Ingenieuren und Facharbeiter an den Hochöfen blieb Deutschland aber immer noch eines der wichtigsten europäischen Agrarländer (verglichen mit Frankreich und England). Das Ablösen durch zunehmende NS-Durchdringung der starken Gruppe des Feudalismus und grundbesitzendem Landadels bestimmte das politische Geschehen in den Industriezentren nachhaltig. Ländereien gaben wohl aufgrund ihrer Größe immer noch Rechte (Lehen) an Vasallen zur Nutzung weiter. Das Lehen wurde auch im ländlichen Agrarbereich Grundlage für gegenseitige Treuepflichten zwischen Lehnsherren und Lehnsmännern (Vasallen zum Teil bis in das 20. Jh. - aufgehoben vor dem 19. Jh.). Uns fällt es schwer, diese Abhängigkeiten vorzustellen, aber weiterhin standen »eigenständige Bauern«, als »Leibeigene« in Abhängigkeit zum Grundherrn.

Die autoritären Strukturen in den Familien und Dorfgesellschaft und die Verinnerlichung der Machtverhältnisse, vor allem von Eltern zu Kindern - gingen zunehmend auf das NS- System über. Das Abstreifen des Mikrokosmus aus der dargestellten Demütigung (im Film »Das weißen Band«), die Denunzierung und Drohung, wurde von der Jugend dankbar angenommen. Zum besseren Begreifen des Umfeldes versuche ich Bilder aus dem Film: »Das weiße Band« - Eine »Deutsche Kindergeschichte« (von Michael Haneke, 2009) in dieser Einleitung zu reflektieren. Die Bilder dieses Films spüren den Ursachen des gesellschaftlichen Terrors und der Gewalt nach und finden einen eigenen und wirksamen Ausdruck für die stattfindende Dynamik in dem ländlichen Deutschland: Bilder im Film zeigen gedemütigte Frauen und kleine Kinder, die missbraucht werden, »Gesundheitliche Maßnahmen« besiegen Behinderungen, »Reinigung« wird durch körperliche Strafen erreicht. Die Gruppe, die Schule, das elterliche Heim auch noch der sonntägliche Gottesdienst »der Nächstenliebe« werden zum Ort verdeckter sexueller Furcht. Sinnesfreuden gelten nur für den Mann.39 Mit seiner Betrachtung der sog. »Schwarze(n) Pädagogik« steht Filmemacher Haneke in einer langen Tradition von Spiel- und Dokumentarfilmen, die sich mit Kirche, Heimen, der Schule als Ort der Repressionen und Gewalt beschäftigten: Es ist ein Flug zu François Truffauts Klassiker »Les Quatre Cents Coups« (1959), wo der Protagonist in einer Besserungsanstalt unter einem harten patriotischen Regiment eines selbstherrlichen Lehrers leidet. Auch hier ist die Sprache40 eine perfide Waffe, wenn sie sich gegen die Opfer richtet, denn im Problembereich der sexualisierten Gewalt ist das die Regel. Die Folgen für Opfer, Täter und die Gesellschaft kommen so nicht ans Tageslicht und werden keiner Problemlösung zugeführt. Sprache spiegelt und schafft eine herbe Wirklichkeit - eben auch Gewaltwirklichkeit auf den modernen Straßen der Städte (Berlin, Breslau…). Sie kann verschleiern und bagatellisieren, wenn wir von »sexueller Gewalt an Kindern, Jugendlichen, Schwachen«, »Beziehungsdramen«, »Familienstreitig-keiten«, »Verschickung« oder »Arbeit in der »Moderne« (Industrie) macht frei« reden, wo es (auch zum Teil) um Mord geht. wurden Täteropfer und damit jener deutsche Typ, der später Hitler und dem NS-System die Stiefel ablecken«.

Dem Umstand nach, dass diese Kinder eben jener Gesellschaft zwei Kriege erleben und einige von ihnen zu den größten Verbrechern des 20. Jh. werden sollten, ergeht die Botschaft: »Die Kinder, denen die Eltern unter der Fuchtel des Staatsprotestantismus der Seele zertreten, Hinter »Eichwald, verbergen sich semantische Schnittmengen aus Eichmann und Buchenwald, und im großen modernen Krieg erlöst sich die misshandelte deutsche Seele«.41 Die Nationale Revolution spielt sich unter pseudo-legaler Fassade ab, denn solange es »modern ist« und legal erscheint, in Verordnungen festgezurrt zu sein, handelten ohne zu hinterfragen Angestellte und Beamte (Ingenieure). Sie führten aus, wie ein Ausschnitt der Reisekostenabrechnung des Leiters des Judenreferates im »Auswärtigen Amt«, Franz Rademacher, offen zeigt. »Liquidation von Juden in Belgrad und Besprechung mit ungarischen Emissären in Budapest«, heißt es.42 Sie legten Vermerke an, das ist eine Kunst - diese Vermerke effektiv zu steuern. Deutsche Eliten und Ingenieure erfüllten aus Gründen der Selbsterhaltung, meistens wegen ihres Fortkommens, aus Begeisterung oder Selbsttäuschung dem verbrecherischen NS-System, mit nur wenigen Ausnahmen, ihre Pflicht! Deutsche Ingenieure, die ihrer Stellung nach und ihrem eigenen Selbstverständnis nach Hüter von Recht und Moral waren, hüllten sich in Schweigen.

Tiefer Abscheu überkommt mich als Ingenieur vor diesen »Ingenieuren« und »Menschen- Bürgern« mit diesem Verständnis, das für mich ähnlich ist wie, »Lasst uns beten für die perfiden Juden«,43 wo nicht nur jede Liebe erdrückt wird. So eine Fürbitte bedeutete für den jüdischen Publizisten Günther B. Ginzel aus Köln »ein Liebesdienst an antijüdische und reaktionäre Kreise in der katholischen Kirche«. Hier wurde die Sprache der Gefühle verstümmelt und in das Gegenteil verkehrt. Welch verheerende Wirkung müssen diese liebesheuchelnden Monstergesichter auf die Kinder (ihre eigenen Kinder) gehabt haben; auf sie, die doch in ihren ersten Lebensjahren in ihrer Abhängigkeit nur diese eine Sprache verstehen!44 Verzweifelt müssen diese Mädchen und Jungens einsam geweint haben, da sie aus den Erwachsenengesichtern nie erfuhren, ob sie geliebt oder ob sie zurückgestoßen wurden. Immer wieder waren die Botschaften doppelt, und nie wurde klar, nie verständlich, eher verwirrend - diese Liebesbeteuerungen der Erwachsenen. Obwohl der Manichäismus vordergründig ausgerottet war, überlebte die Lehre der verstellten Liebe. Unter anderem darum, weil ihn seine hasserfüllten Verfolger mildlächelnd in der Welt versprühten.

Die gesellschaftliche Leitfunktion des (Land)Adel blieb in Preußen und Ostpreußen unangefochten. »Nobilitierenden«45 galten als Ausdruck gesellschaftlichen Aufstiegs im Bürgertum, das Reserveoffizierspatent ist Nachweis »vaterländischer Gesinnung« auf den Gütern, Güter deren Ländereien fast an die Größe Bayerns heranreichten. Die Nobilitierten begriffen es als eine Standeserhebung in den Adelsstand; und das war in Staaten mit monarchischer Staatsform möglich und kann nur von einem souveränen Monarchen ausgehen; unter dem Nobilitierungsrecht wird demnach auch das Recht verstanden, das ein Monarch hat, um eine Person in den Adelsstand zu erheben (z.B. wie in Groß Britannien).

Im deutschen Bürgertum entsprach die Modernisierung = der Militarisierung = Identifikation mit dem wilhelminischen Staat. Das drückte sich bereits in modischen Matrosenanzügen bei den Kindern reicher Bürgerfamilien aus; stolz wurden Fotos im Freundeskreis herumgezeigt. Diese antagonistische Klassengesellschaft der frühen Industrialisierung in Deutschland (wo sich eine differenzierte Schichtengesellschaft bildete, die in sozialer und politischer Distanz zwischen Arbeiterschaft (Land und Stadt), Bürgertum und Adel verfügte, wurde für das NS-System nicht überbrückbar. Das wurde erst mit Untergang des NS-Systems und Flucht ermöglicht, wobei Flüchtlinge aus dem »fernen Osten« in im Süden und Westdeutschland nicht gerne gesehen wurden. Auch da wurden die Armen zum Teil menschenunwürdig verjagt.

Für die »Moderne« finde ich noch einen Aspekt sehr erwähnenswert: Die Zerstörungen im 2. Krieg in Deutschland waren nicht so gravierend, wie es den Anschein hatte. Jedenfalls hatte Deutschland 1945 eine größere industrielle Kapazität als im Jahr 1939. Zerstörtes konnte dank vorhandener Kapazitäten in der Industrie schnell und notgedrungen wiederaufgebaut werden. Menschenlücken sowie fehlende Fachkräfte wurden mittels Arbeitskräfte aus Griechenland, Italien, Spanien und später Türkei überbrückt (Anlagen und dgl. notgedrungen repariert). Die Modernisierungen wurden vorweg genommen durch wirtschaftliches Dirigieren und Kalkulation als Folgen des kalten Krieges stark beschleunigt, denn die Teilung Deutschlands begünstigte, so perfid das klingt, ebenso Modernisierungseffekte. Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass es für den angelsächsischen Sozialwissenschaftler mit jüdischen Hintergrund Herf und dem Historiker Peukert (deutscher Kommunist) außer Frage steht, dass für Nationalisten Naturgesetze mit Gesetzmäßigkeiten der Geschichte identisch sind, und naturwissenschaftliche Vorgänge in der Hinsicht verstehen, dass sie mit physikalischen- und biochemischen Gesetzen, der Natur übereinstimmen und das entsprechend formulieren! Wenn Daniel Morat46 auf den widersprüchlichen » reaktionären Modernismus« im Zusammenhang mit » konservativen Revolutionäre« und der » reaktionären Modernisten« hinweist, so ist das nur bestätigend aufzufassen .

Sowohl im NS-System wie auch im Stalinismus wurde aufgrund kompromisslosen Glaubens an die Beherrschbarkeit der Natur und Gesellschaft geglaubt, im Gegensatz zu den Opfern übrigens - die zu Rivalen wurden. Viele Maßnahmen stellten sich im Nachhinein als Fehler heraus: Flüsse/Seen in Russland mussten nicht umgeleitet werden, so dass der einst gewaltige Aralsee wegen der Baumwolle austrocknete und ganze Landstriche im Tiefland von Turfan oder im Kysylkum zu Salzsteppen verkamen.47

Zu solch gravierenden Fehlern kam es im Modernisierungsprozess Deutschlands nicht. Osmose-Kraftwerke, die an Flussmündungen nachhaltig Elektrizität aus Salzwasser erzeugen, sind und waren im BMU durchaus in der Diskussion, nur nicht für Binnenländer (wie Deutschland) geeignet. Anja Car vom GKSS-Forschungszentrum48 in Geesthacht bei Hamburg tüftelte trotzdem seit Jahren an Osmose-Verfahren, bei dem Strom aus Salzwasser gewonnen werden kann. Wir schätzen dass an Orten mit Süß- und Salzwasser in unmittelbarer Nachbarschaft (wie in Norwegen nicht in Bangladesch!), die eine steile Küste mit schmaler Brachwasserzone haben, insgesamt bis zu 12 Milliarden KW-Stunden und damit rund ein Zehntel der im Land verbrauchten Elektrizität in Osmose-Kraftwerken gewonnen werden können.

Wenige Quellen gibt es zu militärischen Versuchen weltweit, die meist im Rahmen der Rüstungsforschung stattfindet und etwa Tests zur Giftigkeit von Chemie- oder zur Infektionswirkung von biologischen Waffen enthalten, sowie die Auswirkung von Meerwasser- Versalzung (Osmose-Verfahren zur Entsalzung) auf Metalle (U-Boote), Radioaktivität, Ultraschall oder elektromagnetischen Feldern (Feldstärken) auf den menschlichen Körper untersuchen. Auch aktuelle tatsächliche Kriegführung hat Elemente von Menschenversuchen, wenn die Wirkung, Nebenwirkung und Effektivität neuartiger Waffensysteme auf eigene und gegnerische Kombattanten und Zivilisten im Krieg erprobt wird (z. B. Uran-Munition).49

Bekannt wurde mir durch verschiedene Quellen, dass es im NS-Deutschland während des 2. Krieges ein Atomprogramm zum Bau einer Plutonium- bzw. Uranbombe gegeben hatte. Weniger bekannt dürfte sein, dass es daneben auch Forschungen zum Bau einer H-Bombe (Wasserstoff-Bombe) gab. Geleitet wurden diese Arbeiten von Kurt Diebner, dem Sprengstoffspezialisten des NS-Systems, der von Heereswaffenamt und Reichsforschungsrat auch mit dem Bau der Uran- bzw. Plutoniumbombe beauftragt war. Den Anstoß für die Ausdehnung des Programms auf H-Bomben-Versuche gaben grundlegende theoretischen Arbeiten zweier deutscher Wissenschaftler aus dem Jahr 1942: Der Aero-Dynamiker Adolf Busemann veröffentlichte eine »Stoßwellenfokussierungstheorie«, und eine Arbeit des Physikers Guderley ermöglichte die Beschreibung einer implodierenden Stoßwelle. Ziel war es, mittels konvergenter Stoßwellen in kugelsymmetrischen Anordnungen so hohe Temperaturen und Drücke zu erzeugen, dass damit eine Kernfusion50 auszulösen ist.

Im Unterschied zu einer Atombombe, wo schwere Kerne wie [235]Uran oder[239] Plutonium durch Neutronen gespalten werden, basiert eine Wasserstoffbombe auf der Fusion leichter Kerne: Die Wasserstoffisotope[2] H und[3] H verschmelzen zu He (Helium). Um einen solchen Prozess in Gang zu setzen, ist jedoch zunächst eine gewaltige Anfangsenergie erforderlich, da die elektrischen Abstoßungskräfte der Kerne überwunden werden müssen. Für eine solche Zündung experimentierten NS-Wissenschaftler mit Implosionsverfahren: Die zu verschmelzende Masse sollte zusammengesprengt werden.

Welche gewaltigen Energien in einer Kernfusion schlummerten, war bereits seit Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre bekannt. Ernest Rutherford entdeckte, dass Atomkerne verschmelzen können, indem er Stickstoff mit Alphateilchen bestrahlte und Sauerstoff erzeugte. In den 40er arbeiteten Physiker an dieser Technik, um das Verschmelzen von Atomkernen als Energiequelle nutzen zu können. Die Wissenschaftler hatten die Kernfusion als den Prozess entdeckt, aus dem sich die ungeheuren Energiequellen der Sterne speisten. Sofort nach Bekanntwerden der Arbeiten wurde eine Arbeitsgruppe zusammen gestellt, um erste Experimente zur Auslösung des Sternenfeuers unter irdischen Bedingungen durchzuführen. Der Arbeitsgruppe gehörten neben Diebner Wissenschaftler wie Trinks, Czulius, Herrmann, Hartwig und Sachsse an.

Ende 1943 waren sie soweit, ein erstes Experiment durchführen zu können. Als Kernfusionsstoff wurde Deuterium (schweres Wasser) benutzt. Auch bei der ersten US- amerikanischen H-Bombe im Mike-Versuch 1952 handelte es sich um eine Deuterium- Bombe. Das Deuterium wird durch eine Hohlladung bis auf Fusionstemperaturen komprimiert. Bei Diebner heißt es dazu: »Als Sprengkörper diente eine Hohlkugel von 20 cm

Durchmesser. Um eine konzentrierte Zündung zu gewährleisten, wurde die Kugel durch mehrere Sprengkapseln (Zeitzündung durch Knallzündschnur) gezündet«. Die Versuche misslangen jedoch notwendigerweise aus anderen Gründen. Mit herkömmlichen Sprengstoffen waren Verdichtungsstoßwellen zur Erreichung von Fusionstemperaturen nicht zu erzielen. Die Zündung einer H-Bombe erforderte eine neue Sprengstoff-Qualität: Plutonium.

Ich stimme der These zu, dass es der Zuweisung technologischer NS-Spezifik bedurfte, die allein obskuren, selbstzerstörerischen und aussichtslosen Modellen und Projekten entstammte, eine Perspektive fehlte allerdings. Und wenn, dann erscheinen sie als Blaupausen und Baumuster, die bis zum letzten Kriegstag von Industrieunternehmen unter billigender In Kauf-Name des Todes von Häftlingen und Zwangsarbeitern gefertigt wurden, deren Technologiestränge durch Know-how-Transfer bzw. Unternehmensneugründung und Forschungseinrichtungen zwar zum Teil in die »Nach-45-Zeit« hinüber gezerrt werden konnten (Folge: »reaktionärer Modernismus«). Der populär- bzw. reaktionär wissenschaftliche Mainstream des NS-Technikdiskurses aus der Rüstung in zivile Technik umzuleiten, der heutzutage noch das technizistische Faszinosum deutscher NS-Forschung bestaunt und preist, ist aber eine andere Sache für sich. Realistisch gesehen lassen sich die meisten Entwicklungen (z. B. atomare Aufrüstung, atomare Metastrukturen geeignet für Tarntechniken von U-Booten/Flugzeugen; PC,51 Düsenflugzeuge, Mercedes, Volkswagen usw […]) nicht nur aus Materialgründen dem Versagen der NS vorwerfen. Fehlleistungen und -Einschätzungen lagen im Management begründet, im Kompetenzgerangel der Dienststellen. Um das Chaos generell abzuwenden, in das offene Systeme versinkenn, wird der historischen Gesetzmäßigkeit (dialektischer Materialismus), und der Techné eine stabilisierende, ordnungstiftende Funktion beigemessen, im Gegenteil, der Mensch kann nur in mimetischer Anpassung an den als kalt empfundenen Prozess der Modernisierung überleben. In Verbindung mit den jeweiligen Siegern (es waren ja auch »faustische Menschen«) erwies sich Techné als »Wohltat und Segen«, in Verbindung mit dem sogenannten »Weltjudentum/Kapitalismus« dagegen als »Fluch«. Technik im Faschismus oder Bolschewismus entwickelte sich in Frankreich/Deutschland/Italien zu - »reaktionärem Modernismus« - als das Bemühen einer nationalen Fundierung technischer Rationalität.

1968 schrieb Barbara Miller Lane in ihrer Studie - Architektur and Politics in Germany 1918-1945 - dass die Architekturtheorie im NS viel zu krude und inkonsistent war, als dass man dessen Architektur an Stil-Merkmalen festmachen könnte. Ab 1986 stand die Studie von Hartmut Frank - Faschistische Architekturen - zur Verfügung, in dem im EU-Raum unmissverständlich deutlich gemacht wird, dass es keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen Tradition, Formensprache/Faschismus bzw. funktionalistischer Formensprache und Antifaschismus gibt. Und wenn der Faschismus schon nicht in der Lage war, einen eigenen architektonischen Stil zu entwickeln, dann konnte es schon gar keinen prä-faschistischen Stil geben, der einen dementsprechenden Stil vorwegnimmt.

Wer heute bei Google ein Suchwort eingibt oder eine Sexseite aufruft denkt sicher nicht an die Energie, die seine Anfrage verschlingt. Der steigende Energieverbrauch der »Serverfarmen«, bereitet den Betreibern Sorgen. Und für den Stromhunger (IuK, Informations-und Kommunikationstechologie) geben diese Betreiber genau so viel Euros aus, wie für Personal, sagt Thomas Mikolajick vom » Nanoelektronic Material Laboratory« in Dresden. IuK-Techniken werden nicht nur zum ökologischen Problem, sondern zu einem wesentlichen Kostenfaktor. Darum wird an verschiedenen Einrichtungen unter der Egide des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an intelligenten Systemen gearbeitet, die berechnen, wann wie viel Leistung der Markt (Verbraucher) benötigt (Spitzencluster »Cool Silicon« in Sachsen ist so eine Einrichtung).

Die IuK sollte in Zukunft funktionieren. Trotzdem kommen wir nicht herum, auch an intelligenten Energieeinrichtungen zu arbeiten. Für das größte physikalisch-chemische Experiment der Kernfusion werden daher Magnete aus Russland verwendet, supraleitende Kabel aus Finnland, Beschleunigungs-aggregate aus den USA. Nicht nur hinsichtlich der Kosten kann kein einzelnes Land die Kernfusion alleine schultern. Das gilt nicht nur für den LHC in Cern bei Genf (Large Hadron Collider am Europäischen Kernforschungszentrum), der ein Puzzle ist, dessen Teile aus aller Welt kommen. Auch im geplanten ITER ist es so und im Röntgenlaser X-FEL, oder den in Darmstadt geplanten Teilchenbeschleuniger FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Die zuletzt genannte Anlage, gehört mit > 1Mrd. € zu den teuersten Forschungsanlagen, die derzeit in Europa geplant sind. FAIR (soll dem Darmstädter GSI Helmholtzzentrum angeschlossn werden) und soll geladene Atome auf Lichtge-schwindigkeit beschleunigen können und dabei Ionen-Strahlen mit bisher unerreichter Intensität erzeugen (mit deren Hilfe der Aufbau von Atomkernen untersucht werden soll; es soll also herausgefunden werden, was unsere Welt im Innersten zusammenhält).

In von Allan Bullock 52 vorgetragenen »parallelen Leben« werden begriffliche Unklarheiten deutlich: Verabschieden müssen wir uns nicht von einem optimistischen Fort- schrittsbegriff, sondern von der optimistischen Erwartung, dass die Geschichte einem »Mehr« an Humanität und Liberalisierung zustrebt. Modernisierungsprozesse, angesichts Bolschewismus, NS/Faschismus - sind interessant, sie weisen schwer wiegende Brüche auf. Verglichen mit dem Kommunismus unter Stalin wirkten NS weniger radikal, verstanden er es doch, den Eindruck zu erwecken, Gewalt als Reaktion auf kommunistischen Widerstand einzusetzen. »Das sind doch Menschen - die Worte von David Grossman und Gottfried Benn sollen hier Programm für die Lehrstunde über die Notwendigkeit historischer Differenzierungen sein. Die Suggestivkraft der Moderne, so die subtile Botschaft, hat einen Webfehler und ist natürlich nicht die Reduktion des Lebens auf Physik und Chemie und wäre auch ohne Shoa an ihr natürliches Ende gekommen«.53

[...]


1 CDS, ein »Credit Default Swap« = ein Kreditderivat zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen. Es erlaubt den Handel mit Kreditrisiken. CDS ähneln Versicherungen gegen Ausfälle von Unternehmensanleihen oder Kreditpapieren.

2 Vgl. Ripley A., The Unthinkable. N. Y. 2008. »Fesselnden und luzide [...]. Eine packende Untersuchung über die Psychologie und Physiologie der Panik, Heldentum, und Trauma [...] Facing die Wahrheit über die menschliche Fähigkeit zur Risiko-und Katastrophenmanagement, entpuppt sich allerdings viel weniger beängstigend, als im Dunkeln bleiben werden.« NPR, National Public Radio. Wir müssen in Betracht ziehen, dass nicht umstritten ist, ob nicht schon der Normalbetrieb eines AKWs gesundheitsgefährdend ist. Immer wieder wurden dazu Untersuchungen in Auftrag gegeben. Erst 2009 machte eine Studie Schlagzeilen. Die Erhebungen des BfS zeigten, dass Kinder, die im Umkreis von einigen Kilometern eines AKWs leben, ein deutlich höheres Leukämie-Risiko haben. Das Ergebnis wird von Niemand bestritten, aber einen direkten Zusammenhang der Tumorhäufigkeit mit den AKWs wollte keiner aus der Studie ableiten.

3 Christian Tretbar, Schwere Fehler, Tsp. 17. Sept. 2010: 2.

4 Andrea Nüsse, Erfolgsrausch, Tsp. 2. Okt. 2010: 21.

5 Verändert nach Wikipedia, die »Tea-Party«-Bewegung gleicht einer Art »Konservativer Revolution« - Bewegung als Reaktion auf Bankenrettungsversuche und Konjunkturpakete. Sie begann damit ihre Anhänger gegen Steuerpolitik und andere Maßnahmen zu mobilisieren. Der Name bezieht sich auf die Boston Tea Party von 1773 in den USA.

6 Tissy Bruns, Atom und Revolution (Sie dachte als Spin-Doc sicher an Y?), Tsp. 8. Sept. 2010.

7 Eine deutliche Schichtenabhängigkeit zeigt sich, sagte Mathias Albert von der Uni Bielefeld, der die 16. Shell-Studie, am Dienstag 14.9.2010 unter folgendem Thema in Berlin vorstellte: » Soziale Kluft wird immer größer«. Die Studie erstellte M. Albert, Klaus Hurlemann und Gudrun Quenzel sowie TNS Infratest Sozialforschung (München) im Auftrag von Shell. Fast ein Viertel der Befragten zählt nach dieser Studie zur Unterschicht und unteren Mittelschicht. Deutschlands Kapital liegt in den Begabungen seiner Bürger. Und Bildung bleibt nach der Studie der Schlüssel zum Erfolg.

8 Ex-Umweltminister Klaus Töpfer leitet seit 2009 das Institut für Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und wirbt für das Wüstenstromprojekt DESERTEC (Sahara). In den Mitgliedsländern Marroko, Algerien, Tunesien, Libyen u Ägypten - taucht die Frage auf, ob DESERTEC nicht ein neue Form des Kolonialismus darstellt.

9 Im Innern der Sonne verschmelzen Wasserstoffkerne zu He-Kernen. Dabei wird hohe Energie frei, die in Form von Licht u Wärmestrahlung auf unsere Erde auftrifft. Die Sonnenstrahlen können direkt genutzt werden, etwa zur Stromerzeugung mit Solarzellen oder solarthermischen Anlagen. Die Energie der Sonne ist aber auch Motor des globalen Wasserkreislaufs u des Wetters/treibt das Wasser-u Windkraftanlagen. Jede Form von Biomasse ist ohne Sonne nicht denkbar.

10 Mitte der 1970er Jahre war ich Mitglied einer Maoistischen Gruppe (Roter Morgen Hamburg) und als FH- Student der Chemie an der FH Aachen-Jülich, Fachbereichsvertreter im ASTA […]. Bei der Vertiefung in mein FH-Ingenieurthema tangierten mich Leistungen des NS-Systems. Mir wurde bekannt, dass die »Fluid-Gnosis« auch zur synkritischen Verbindung herangezogen wurde, vor allem dem Buddhismus sowie arischem Christentum. Ich habe mich mit »Nichtnewtonsche« Fluiden, Polyurethan-Schmelzen auseinander gesetzt: Kemp, Einbau niedermolekularer Diole in Schwefelvernetzbare Polyesterurethane (1973); PU sind Kunststoffe, welche aus der Polyadditionsreaktion eines Polyesters oder eines Acrylates und eines Polyisocyanats entstehen. Polyurethane können, je nach Herstellung, hart, spröde, aber auch weich und elastisch sein. In aufgeschäumter

11 Kemp, Geoökologische Wechselwirkungen vom Standpunkt der Umweltwissenschaften, in: H. Burger, G. Jentzsch, Theo Rauch (Hrsg.) Aspekte der Zukunftsforschung in den Geowissenschaften. MS Geographisches Inst. FU Berlin, 4, 1980; Vgl. Kemp, Schadstoffeinflüsse und Wechselwirkungen in der Landschaft. Geoökodynamik, 2, Darmstadt 1981 (Es wirkten mit der FU-Wissenschaftler Heinz Burger, der Geophysiker Gerhard Jentzsch, heute Prof. Uni Jena, der Volkswissenschaftler, heute Prof. Theo Rauch, der Sozial- /Wirtschaftswissenschaftler Rolf Kreibisch, Gründer und Leiter des Berliner Inst. für Zukunfts- /Technologiestudien, IZT und ehemaliger Präsident der FU. Nicht zuletzt seien die beiden Professoren genannt, der Politologe/Ökonomie Elmar Altvater, OSI (FU), sowie der Wirtschaftsphilosoph Hans Poser, Inst. Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- & Technikgeschichte (TU-B), die mich als späten Doktoranden im Nebenfach Philosophie über Entropie prüften.

12 EnergyLINE, wird in Kernraftwerken als energy Long interspersed nuclear element (LINE) bezeichnet aber auch in Genetik und Genealogie (wie Evolution) als Type der Retrotransposons, wird eine Klasse der transponierbaren DNA-Sequenzen bezeichnet. Retrotransposons verwenden RNA als mobile Zwischenstufe, d.h. unter Retrotransposons verstehen wir auch bewegliche Elemente.

13 Darunter verstehe ich Proprietäre Capture-Verfahren wie Herauslösen von Kohlendioxid aus der Atmosphäre; die empathische Frequenzumlenkung an Metastrukturen, das zur Tarnung von U-Boot-Türmen, Kampfflugzeugen der NS diente; heute werden diese Metastrukturen zur Tarnung der US- Bomber, Kampfhubschrauber Verwendet.

14 Kemp, BRIC (Brasilien, Russland, Indien, China), 2009: 469.

15 Seit dem Mord von Mohammed Bouyeri an dem Regisseur und Filmemacher Theo van Gogh 2004 steht der niederländische Politiker Geert Wilders (Partei für die Freiheit und seit 1998 Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten, gilt als ausgesprochener Islamkritiker) unter ständigem Polizeischutz.

16 Camus, Albert, Hochzeit des Lichts, Heimkehr nach Tipasa. Luchterhand 1988.

17 Augustinus von Thagaste, in Numidien, heute Souk Ahras in Algerien; gest. in Hippo Regius, heute Annaba; in der Nähe von Annaba, in Sétif und benachbarten Orte, Guelma und Kherrata, war am 8. Mai 1945 Schauplatz von Massaker mit einer nur schwer anzugebenden Anzahl erschossener und hingerichteter Algerier. Es demonstrierten hunderttausende unbewaffnete Algerier für die Unabhängigkeit ihres Landes. 45.000 wurden vermutlich von franz. Fremdenlegionäre ermordet. Nicht nur durch Sklavenhandel wurde Afrika schwere Wunden beigefügt, sondern ebenso durch rücksichtslose Missachtung der Menschenrechte, dafür wir um Vergebung bitten.

18 Globalgeschichte: Das westliche Geschichtsbild sollte wieder der islamischen Kultur und ihrer Bedeutung für das »globale Geschehen« gerecht werden.

19 Nach einer Studie der Energie-Agentur DENA hätten bis 2015 mindestens 850 Km neue Netzleitungen gebaut werden müssen, tatsächlich sind es nur 80 Km und angesichts der komplizierten Genehmigungsverfahren und sowie großem örtlichen Widerstand ist mit einem schnellen Ausbau nicht zu rechnen.

20 Friedrich Löper, IGC, Inter-Governmental Consultations on Asylum, Refugee & Migration Policies in Europe, N-Amerika & Australia), wären oben genannte Werte bei 210 Tonnen CO2/Kopf für die Periode bis 2050, 3,5Tonnen CO2/a und Kopf.

21 Spin-Doktor ist eine aus der Chemie übernommene Bezeichnung für einen Medien-, oder politischen Berater für Öffentlichkeitsarbeit. Die Bezeichnung wird von den Medien besonders im Bereich der Politik benutzt und hat einen abwertenden Unterton, da sie andeutet, dass der so Bezeichnete Ereignisse und deren Darstellung mit dem richtigen Dreh oder Drall (engl. Spin) versieht, also manipuliert. Chemisch gesehen ist es eine quantenmechanische Eigenschaft der Elementarteilchen, die einen Eigendreh-Impuls der Materie-Teilchen beschreibt. Obwohl die Vorstellung von rotierenden Teilchen als Ursache für den Spin nach heutiger Sichtweise falsch ist, können wir dieses Bild vom Drall heranziehen, um den Vorgang zu verstehen. Der Spin verhält sich (z. B. unter Rotationen im Kompartiment) wie der Drehimpuls. Ferner gilt der Erhaltungssatz des Drehimpulses.

22 Entropie, Maß für die Unordnung eines Systems - Je mehr Chaos in einem System steckt, desto höher ist die E.; letztlich Maß für die chaotische Verteilung von Energie/Materie): Mathematische die Entropie- Einschätzung, verschiedene Methoden zur statistischen Abschätzung der Shannon-Entropie auf Basis von endlichen Stichproben, phy. Zustandsgröße in der Thermodynamik u der stat. Mechanik, Summe der in dem System produzierten, in das System importierten und der aus dem System exportierten Entropie (Entropiekraft in der Physikalischen Chemie); Info-Theorie, die Shannon-Entropie als Maß der Informationsdichte u Sozialwissenschaften: Informationsmangel in den Sozialwissenschaften (übernommen aus der Informationstheorie). Zu erwähnen ist ebenso die Negentropie als Kurzbezeichnung für negative Entropie.

23 Dennis L. Meadows, The Limits of Growth. 1972.

24 Richard Wilkinson, Kate Pickett, Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind. 2009: 94.

25 Armin Mohler, Karlheinz Weissmann, Die Konservative Revolution in Deutschland 1918/32. Graz 2005: 497ff.

26 Alexander Böhlig: Die Gnosis: Der Manichäismus, 2002; Rudolf Steiner: Der Manichäismus Bln, 1904; aus: Die Tempel- und die Goldene Legende; GA 93.

27 David Gelernter, Judaism, a way of Being. Yale Uni Press 2009.

28 Ernst Piper, Furchtbare Diplomaten (Zur Studie über die Verstrickung des AA in der Nazi-Zeit), Tsp. 28. Oktober 2010.

29 Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Moshe Zimmermann, Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich u in der BRD. Blessing München 2010.

30 Nassim Taleb, Die Logik des Schwarzen Schwan macht das, was wir nicht wissen, viel bedeutungsvoller als das, was wir wissen. Schwarze Schwäne werden oft dadurch verursacht und verschlimmert, dass sie unerwartet kommen. Aus, Der Schwarze Schwan, 2010: 4.

31 Kemp, 2009: 435; Vgl. Eckard Voland, Bio-Philosoph; Richard Dawkins, Der Gotteswahn, 2008: 244ff.;

32 Ypsilanti wird dem linken Spektrum der SPD zugeordnet. Bundesweit bekannt wurde sie, als sie 2003 die »Hartz-Reformen« als »sozial unausgewogen« kritisierte und sich damit gegen dem damaligen Kanzler Schröder stellte (Auf dem SPD-Bundesparteitag stimmte sie der Agenda 2010 jedoch zu). Im Hessen-Wahlkampf forderte Ypsilanti eine Stärkung von Ganztagsschulen, eine Rücknahme der Verkürzung der Gymnasial-Schulzeit sowie Abschaffung der Studiengebühren in Hessen. Zudem trat sie für die Einführung von Mindestlöhnen sowie ein Präventionsprogramm gegen Kindesvernachlässigung ein. Ypsilanti plädierte zudem für einen verstärkten Einstieg in »Erneuerbare Energien« und band »Hermann Scheer« als Ministerkandidaten in ihren Wahlkampf ein. Ihre Energie- und industriepolitischen Ansichten wie die Einbeziehung des alternativen Nobelpreisträgers »Scheers« waren parteiintern umstritten und führten zu Konflikten (warum? Zu interessant und kopflastig in der »einfachen Basis der hessischen SPD). Clement hatte aus diesem Grund eine Woche vor der Landtagswahl in einem Gastbeitrag für die Welt am Sonntag von der Wahl Ypsilantis bzw. der hessischen SPD indirekt abgeraten. Er nannte Ypsilanti nicht beim Namen: Y ist Mitbegründerin des »Institutes Solidarische Moderne«.

33 Tom Schimmeck, Am besten nichts neues, Westend 2010: 145.

34 Vgl. Hans Jonas; ungeachtet einer Anordnung der US-Umweltbehörde (EPA) verwendete BP weiterhin die umstrittene Chemikalie »Corexit«, um das Öl aufzulösen und so zu verhindern, dass es zur Meeresoberfläche aufsteigt. Die EPA mahnte die BP an, nach Alternativen zu suchen. Über langfristige Folgen der Chemikalie ist nichts Gutes zu berichten.

35 Hermann Scheer, wird den Fortgang der von ihm angestoßenen Energierevolution auch nicht mehr erleben, er verstarb am 14. Okt. 2010.

36 Sonnenenergie ist mit Katalysatoren in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) spaltbar. Die im H2 gespeicherte Energie lässt sich je nach Bedarf in andere Energieformen umwandeln. H2 ist eine Sekundärenergie, da zur Herstellung Primärenergie aufgewendet wird. Erzeugung H2: Eine Zelle von Fa. ODB-Tec erzeugt H2 aus Sonnenlicht/wird als Solar-H2 der Zukunft die autarke Energieversorgung von Einfamilienhäusern ermöglichen. Im industriellen Maßstab wird Wasserstoff zurzeit hauptsächlich durch Reformierung von Erdgas erzeugt. Aber auch aus leichten KW (Benzin, Kohle, Methanol, Biomasse). In den Reformierungsverfahren wird den aus C- Wasserstoffen-Ketten bestehenden fossilen Energieträgern in mehreren Schritten H2 entzogen (Nebenprodukte sind u.a. Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeldioxid). - Wasser-Elektrolyse; in der Brennstoffzelle wird das umgekehrte Prinzip genutzt, um die zuvor chemisch im H2 gespeicherte Energie wieder in elektrische zurückzugewinnen. Weitere Verf. Vergärung von Biomasse (Kvæner-Verfahren) sowie die Herstellung von H2 aus Grünalgen (Mithilfe von Algen lässt sich auch Biosprit weitaus effektiver herstellen als aus Pflanzen (siehe dort).

37 Vgl. Polunin, Nicolas, Our use of Biosphere Ecosystem, and now Ecobiome. In, Environemteal Conversation. 11, 1984:198; D. Boeke, V. D. Corces: Transcription and reverse transcription of retrotransposons, In: Annu. Rev. Microbiol. 43, 1989: 403-34.

38 Hermann Rudolph, Was ist Bürgertum, Tsp. 25. Juli 2010: 2.

39 Hinweis: Der Islam braucht wie im Christentum eine sexuelle Revolution: Seyran Ates, Der Islam braucht eine sexuelle Revolution. Eine Streitschrift. Berlin 2009.

40 Monika Gerstendörfer, Der verlorene Kampf um die Wörter. Berlin 2007.

41 Thomas Assheuer, In DIE ZEIT, 11. März 2010:53.

42 Dieser Ausschnitt einer Reisekostenabrechnung ist der Titelseite des Tsp, vom 26. OKT. 2010 entnommen. Der Herausgeber, H. Rudolph schreibt auf der gleichen Seite: »Dass die Erkenntnisse über die Rolle des AA im »Dritten Reich«, die eine Forschergruppe erarbeitet hat, für die BRD keine wirkliche Überraschung darstellen, macht die Betroffenheit darüber nicht geringer. Und dass die Verwicklung der Diplomaten in das NS-Regime auch nur der entsprach, in der sich der überwiegende Teil der dt. Gesellschaft damals befand, nimmt der Arbeit der Historiker nichts von ihrer beunruhigenden Wirkung. Denn sie belegt, wieder einmal, das Ausmaß u das Gewicht der Hypothek, die die zwölf Jahre für das Bewusstsein der Deutschen von ihrer Geschichte u damit eben auch für ihr Bild von sich selbst bilden«. Jost Müller-Neuhof läßt seinen Beitrag auf der folgenden Seite des Tsp. enden: […] »Erstaunlich war nur, wie lange der Schweige-und Beschönigungsbund im AA hielt. Es zeigt, wo der Nachteil von Leuten liegen kann, die sich für etwas Besseres halten: Für sie ist unvorstellbar, schlecht gewesen zu sein«.

43 Hubert Wolf, Papst und Teufel. Die Archive des Vatikans und das Dritte Reich. München 2008: 98.

44 Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift bekam ich das Büchlein in die Hände von Dagmar Margotsdotter- Fricke, »Die Zauberhaft. Von sexualisierter Gewalt im Märchen und wie betroffene Prinzessinnen dennoch Königinnen werden können«. Rüsselsheim 2006. Die Autorin benennt zu diesem schwierigen Thema, z.B. Christa Mulack, Das Mädchen ohne Hände. Wie eine Tochter sich aus der Gewalt des Vaters befreit. Zürich 1995; ders., Etwas so unvorstellbares. Sexueller Missbrauch und das Schweigen der Mütter. Stuttgart 1999.

45 Nobilitierung = eine Standeserhebung in den Adelsstand. Sie ist nur in Staaten mit monarchischer Staatsform möglich und kann nur von einem souveränen Monarchen ausgehen; unter dem Nobilitierungsrecht verstehen wir das Recht, das ein Monarch hat (König oder Kaiser), um eine Person in den Adelsstand zu erheben.

46 Daniel, Morat, Von der Tat zur Gelassenheit bei M. Heidegger, E. Jünger, F. Georg Jürgen, 1920-1960. 2007; Kopfmüller, J.; Sarkar, S.: Nachhaltige Entwicklung zwischen ökologischer Modernisierung und struktureller Veränderung, in Wechselwirkung, Jg. 15, 1993/6.

47 Kemp, Versalzung des Ökosystems Aralsee (Syndrom). Salinsation of the Aral Sea ecosystem: The Aral Sea Syndrome. Federal Environment Ministry (BMU), Wiss. Beirat der Bundesregierung Deutschland - Globale Umweltveränderung (WBGU), Bonn 1997.

48 In Geesthacht - südöstlich von Hamburg - und Teltow bei Berlin engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im GKSS-Forschungszentrum (Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffsbau und Schifffahrt) in den Bereichen Küsten- und Materialforschung sowie der Regenerativen Medizin. Unter dem Motto »wissen schafft nutzen« erforschen sie unter anderem die Sturmfluten von morgen und blicken in das Auge des Hurrikans. Ihre neuen Materialien und Schweißverfahren machen Autos und Flugzeuge leichter und helfen so Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Mit der Hilfe von speziell entwickelten Kunststoffen suchen die Wissenschaftler nach umweltfreundlichen Energiequellen und entwickeln Materialien, die für die Medizin von großem Nutzen sind.

49 Aaa Nr. 136 - Graue Zone /www.anti-atom-aktuell.de/archiv/136/136 graue/zone.htm

50 Kernfusion im ITER soll in drei Kammern erfolgen: I. Im Reaktor wird ein dünnes Gas (Plasma) auf >100 Mio. °C erhitzt. Durch Elektromagnete wird das Plasma im statu nascendi gehalten. Annähernd 50 Komponenten erzeugen ein Magnetfeld, das 200.000-mal stärker ist als das auf der Erde. Netzleitungen (extrem tief abgekühlte Magnete) leiten den Strom annähernd verlustfrei zu den Verbraucher; II. in der Plasmakammer verschmelzen Kerne von Deuterium D /radioaktivem Tritium T zu Helium He = extrem energiereiche Neutronen. Die entstandene Wärme wird in Strom gewandelt (könnte ab dem Jahr 2050 Grundlage der Strombversorgung sein); III. Auslass- der Divitator am Boden des Reaktors ist für extrem hohe Temperaturen ausgelegt. Über diesen Weg wird Gas abgesaugt.

51 Konrad Ernst Otto Zuse, PC-Pionier, 1910-1995.

52 Allan Bullock, Hitler und Stalin, parallele Leben. 1991.

53 Florian Illies, Schaut auf diese Kunst! In DIE ZEIT, 11. März 2010:45; Vgl. David Grossman, Death as a Way of Life: Israel Ten years after Oslo. N Y 2003; Moshe Zimmermann, Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma. Aufbau Verlag 2010.

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Titel: energyLINE. Zurück in eine dystopische Zukunft