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Qualitätssicherung für logistische Dienstleistungen

Darstellung am Beispiel der Auftragsabwicklung

Seminararbeit 2006 18 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. DIE AUFTRAGSABWICKLUNG ALS TEILFELD DER LOGISTISCHEN DIENSTLEISTUNGEN

2. GRUNDLAGEN
2.1 Der Begriff der Qualitätssicherung
2.2 Der Begriff der Auftragsabwicklung
2.3 Die Einflussebenen der Qualität von logistischer Dienstleistungen

3. FUNKTION DER AUFTRAGSABWICKLUNG IN BEZUG AUF DIE EINFLUSSEBENEN DER QUALITÄTSSICHERUNG
3.1 Vorauseilender Informationsfluss und Potentialqualität
3.2 Nacheilender Informationsfluss und Ergebnisqualität
3.3 Begleitender Informationsfluss und Abwicklungsqualität

4. AUSBLICK FÜR LOGISTISCHE DIENSTLEISTUNGEN UND

DEREN QUALITÄTSSICHERUNG

Literaturverzeichnis

Elektronische Quellen

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Auftragsabwicklung (IWB 2001, S.25)

Abbildung 2: Betrachtungsebenen der Logistikleistung (vgl. Klapper 1993, S.89)

Abbildung 3: Organisation der Qualitätssicherung von logistischen Leistungen (vgl. Wildemann 1997, S.399) 7

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Die Auftragsabwicklung als Teilfeld der logistischen Dienstleistungen

Logistische Dienstleistungen wurden für eine lange Zeit vom eigenen Unternehmen durch- geführt; es galt das Prinzip der Eigenständigkeit. Werkfuhrparks führten die Transporte durch und Lager wurden in eigener Regie betrieben. Nur wenige Unternehmen ließen dies von externen Dienstleistern ausführen und konnten so ihre Kräfte und Ressourcen auf ihre Kerngeschäftsfelder, der Produktion von Gütern, konzentrieren (vgl. Gudehus 2005, S.827). Inzwischen vergeben die Produktionsunternehmen einen zunehmenden Teil der Logistikdienstleistungen an externe Dienstleister. Die logistischen Dienstleistungen um- fassen ein weites Spektrum: neben Transport- und Frachtleistungen stehen Lagerhaltung, Umschlag, Qualitätskontrolle, Kommissionierung, Verpackung, Montage und Etikettierung bei vielen externen Logistikdienstleistern auf dem Programm (vgl. Baumgarten 2003, S. 21ff.).

Zu logistischen Dienstleistungen gehört auch das Aufgabenfeld der Auftragsabwicklung (vgl. Pfohl 1974, S. 578). Im Mittelpunkt dieser steht die Übermittlung, „datenmäßige Bearbeitung und Kontrolle der Aufträge vom Zeitpunkt der Auftragsaufgabe bis zur Ankunft der Rechnung beim Kunden“ (Klee/Türks 1970, S. 69). Da die Auftragsabwicklung den Ausgangspunkt für alle weiteren logistischen Dienstleistungen darstellt, legen die Unternehmen hier besonderen Wert auf die Qualitätssicherung dieser. Im Folgenden werden die Begrifflichkeiten, die einzelnen Qualitätsebenen sowohl als auch die Methoden der Qualitätssicherung für die Auftragsabwicklung erläutert.

2. Grundlagen

Die Betrachtung der Qualitätssicherung für logistische Dienstleistungen erfordert eine Definition der zentralen Begriffe Qualitätssicherung und Auftragsabwicklung, die stellvertretend für die logistischen Dienstleistungen eingesetzt wird. In diesem Kapitel wird zunächst der Begriff der Qualitätssicherung definiert. Dabei wird nicht unterschieden, ob es sich um materielle Produkte oder Dienstleistungen handelt. Im zweiten Schritt wird ein Überblick über die Auftragsabwicklung gegeben. Anschließend werden die Einflussebenen von Qualitätssicherung für logistische Dienstleistungen näher erläutert.

2.1 Der Begriff der Qualitätssicherung

Nach der EN ISO 9000:2000 Punkt 3.2.11 ist Qualitätssicherung als Teil des Qualitätsmanagements definiert. Qualitätsanforderungen werden dabei durch das Erzeugen von Vertrauen erfüllt (vgl. Köhler 1995, S. 33f.), das heißt, es soll unter Berücksichtigung vorgegebener Grenzwerte ein festgelegtes Qualitätsniveau erreicht werden. Das Qualitätsmanagement legt die Verfahren sowohl zur Erreichung als auch zur Prüfung der Qualität eines Produktes fest. Wildemann definiert Qualität als die „Abwesenheit von Fehlern“(1997, S. 380), was nach Collard den Begriff der Prävention nach sich zieht (vgl. 1989, S.4). Darin gilt es, „das Eintreten eines oder mehrerer unerwünschter Ereignisse zu verhindern“, so Peters und Meyna 1988, S.301. Als Schlussfolgerung ist das Ziel der Qualitätssicherung zu nennen: Fehler, die im laufenden Erstellungsprozess auftreten, sind zu beseitigen und ihr zukünftiges Auftreten zu verhindern.

Bezugsobjekt der Qualität ist entweder ein Produkt oder eine Tätigkeit. Betrachtet werden dabei alle Eigenschaften und Merkmale, die Einfluss darauf haben, inwieweit das Produkt bzw. die Tätigkeit bestimmte Anforderungen erfüllen kann. Die Anforderungen werden von außen vorgegeben, zum Beispiel vom potentiellen Käufer des Produkts oder durch den Vorgesetzten dessen, der die betrachtete Tätigkeit auszuüben hat (vgl. Sieker 2000, S.29).

2.2 Der Begriff der Auftragsabwicklung

Eine Auftragsabwicklung ist „die Abfolge von notwendigen Aktivitäten zur vollständigen Bearbeitung eines Kundenauftrages. Diese Aktivitäten umfassen administrative und operative Tätigkeiten zur Auftragserfüllung, die sowohl seitens der Lieferanten mit Auftragsbestätigung, Lieferung und Rechnungserstellung, als auch durch den Kunden in Form von Auftragserteilung, Abnahme der Lieferung und Rechnungsbegleichung auszuführen sind“ (ROI Management Consulting AG 2006). Ziel der Auftragsabwicklung ist es, das Unternehmen mit seiner marktlichen Umwelt zu verbinden, indem die vom Kunden gestellten Anfragen und Aufträge in innerbetriebliche Vorgaben und Handlungsanweisungen umgesetzt werden (vgl. Wildemann 1990, S. 96).

Da der Begriff der Auftragsabwicklung in Literatur und Praxis sehr vielfältig ausgelegt ist (vgl. Darr 1992, S. 18), wird im Folgenden eine Abgrenzung des Terminus vorgenommen.

Grundlegend dafür ist die Abbildung 1. Horizontale Pfeile stellen die zeitliche Reihenfolge und den Informationsfluss dar, vertikale die Planung und Steuerung.

Unternehmensführung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Auftragsabwicklung (IWB 2001, S.25)

Hierbei ist die Hauptaufgabe der Auftragsabwicklung eine kosten- und zeitoptimale Her- stellung der Produkte. Sie beinhaltet alle Aktivitäten zur Transformation von Aufträgen in verkaufsfähige Produkte. Nach Tränckner (1991, S.6) sind die notwendigen Tätigkeiten zur Angebotserstellung vorgelagert. Somit initiiert die Aufforderung zur Lieferung eines bestimmten Produkts die Auftragsabwicklung. Diese Aufforderung kann sowohl durch externe Kunden als auch durch interne, also Eigenfertigungsaufträge geschehen (vgl. Kurbel 1998, S.167). Man untergliedert die Auftragsabwicklung in einen kaufmännischen und einen technischen Bereich nach Eversheim (vgl. 1996, S.85 und S.227): die kauf- männische Auftragsabwicklung umfasst die Aufgaben der Kalkulation, des Einkaufs und der Finanzbuchhaltung. Vertrieb, Entwicklung und Konstruktion, Arbeitsplanung, Materialdisposition, gesamte Produktion und schließlich Versand werden zur technischen Auftragsabwicklung gezählt (in Abbildung 1 dunkel dargestellt).

2.3 Die Einflussebenen der Qualität von logistischer Dienstleistungen

Alle logistischen Leistungen haben einen immateriellen Charakter. Sie stellen den Über- brückungsbedarf zwischen Produktions- und Konsumtionsprozessen materieller Güter sicher. Dieser existiert hinsichtlich des Ausgleiches von Güterarten und -mengen, der auf- grund von Arbeitsteilung entsteht, hinsichtlich der Überwindung von Raumdisparitäten und hinsichtlich zeitlicher Disparitäten, die durch unterschiedliche Zeitstrukturen von Produktion und Konsumtion hervorgerufen werden.

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Details

Seiten
18
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640735556
ISBN (Buch)
9783640735587
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v160356
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
1,4
Schlagworte
Qualitätssicherung Dienstleistungen Darstellung Beispiel Auftragsabwicklung

Autor

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Titel: Qualitätssicherung für logistische Dienstleistungen