Lade Inhalt...

Frauen in der Politik

Politische Unterrepräsentation von Frauen in der BRD

Seminararbeit 2010 19 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Statistische Daten zur Unterrepräsentation von Frauen
2.1 Frauenanteil in den Größten Parteien
2.2 Frauenanteil im Bundestag
2.3 Frauen im Parteivorstand

3. Faktoren zur Unterrepräsentation von Frauen
3.1 Sozio- kulturelle Einflüsse
3.2 Institutionelle Faktoren
3.3 Einflüsse der Parteien

4. Frauen und Demokratie
4.1 Fraueninteressen
4.2 Demokratische Gerechtigkeit
4.3 Emanzipationsansatz
4.4 Feministische Demokratietheorie

5. Résumée

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Noch 2005 schrieb Alice Schwarzer in der Emma: „Eine Frau im Kanzleramt wäre eine historische Zäsur.“[1]

Mittlerweile ist dieser Bruch vollzogen und die Bundesrepublik Deutschland hat nun schon in zweiter Amtsperiode eine Frau im Kanzleramt.

2005, als es an die erste Kandidatur einer Frau um das Kanzleramt ging, konnte man sich das noch nicht so ganz vorstellen. Altkanzler Gerhard Schröder nahm an, gegen eine Frau „ein leichteres Spiel zu haben“[2]. Dieses Spiel hat er zwar verloren, aber gewonnen haben die Frauen dennoch nicht. Nur weil eine Frau nun die Regierungsgeschäfte leitet, bedeutet noch lange nicht, dass Frauen nun der Weg in die Politik vollkommen offen steht.

Der Frauenanteil der deutschen Bevölkerung beträgt über 50%.[3] Der Anteil in den Parteien hingegen nur 30%.[4]

Betrachtet man diese Zahlen, ergibt sich ein ungleiches Bild. Frauen sind in der Politik, verglichen mit ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung, unterrepräsentiert.

Was aber führt zu dieser Unterrepräsentation von Frauen in der Politik? Und welche Lösungsvorschläge bietet die feministische Demokratietheorie?

Um diese Fragen beantworten zu können, wird in dieser Arbeit zuerst ein Überblick über den Frauenanteil in den größten Bundesdeutschen Parteien[5] und in Führungspositionen anhand statistischer Daten gegeben. Folgend werden die Einflussfaktoren, die die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik der BRD begünstigen, erläutert. Im Anschluss daran werden, ausgehend von den Auswirkungen die eine gleichwertige Repräsentation von Frauen für die Demokratie hat, Theorien und Alternativen aus der feministischen Demokratietheorie dargestellt. Abschließend folgt ein Résumée.

Die deutsche Forschung zur Repräsentation von Frauen in der Politik wird angeführt von Beate Hoecker. Sie verfasste in den neunziger Jahren die Basiswerke zur deutschen Frauenforschung. Aufbauend auf ihren Erkenntnissen haben zudem Gesine Fuchs, Isabelle Kürschner, Brigitte Geißel und Silke Kinzing einen wichtigen Beitrag zur Forschung geleistet. Auch im Bereich der feministischen Demokratietheorie hat Beate Hoecker bedeutsame Studien vorgelegt, des weiteren ist hier Barbara Holland-Cunz zu nennen deren Erläuterungen diesbezüglich eine der Grundlagen dieser Arbeit ist. In der englischsprachigen Theorieforschung sind vor allem Anne Phillips, Iris Marion Young und Chantal Mouffes hervorzuheben. Auffällig in der Frauen- beziehungsweise Feminismusforschung ist, dass es kaum männliche Vertreter gibt. Alle hier verwendeten Werke zum Thema Frau sind auch von Frauen verfasst worden. Zudem ist noch anzuführen, dass die Feminismusforschung, vor allem in jüngster Zeit, ein wenig erschlossenes Gebiet ist, das viele Lücken aufweist.

2. Statistische Daten zur Unterrepräsentation von Frauen

2.1 Frauenanteil in den Größten Parteien

Laut statistischem Bundesamt sind 1,6 Millionen Bürger der BRD in Deutschland Mitglied einer Partei, dies entspricht ungefähr 2,6 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung.[6] Der Frauenanteil davon beträgt, wie oben bereits erwähnt, nur 30%. Zwischen den Parteien gibt es aber zudem noch große Unterschiede bezüglich des Frauenanteils. Folgende Tabelle verdeutlicht dies.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl.: Kürschner, 50/2009, S. 20.

In den Vorständen entspricht die Repräsentanz etwa dem Anteil der Abgeordneten, wobei die Frauen bei den konservativen Parteien und der FDP etwas aufholen und höher repräsentiert sind, als in ihrem Anteil unter den Abgeordneten.

[...]


[1] http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2005/juliaugust-2005/editorial/.

[2] Ebd.

[3] Vgl.: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Bevoelkerungsstand.psml

[4] Vgl.: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/6-Politische-partizipation-und-buergerschaftliches-engagement/6-4-Frauen-und-maenner-in-der-institutionalisierten-interessenvertretung/6-4-2-parteimitgliedschaften-und-parteiaemter.html

[5] Größte Parteien der BRD: CDU/ CSU, SPD, Die Grünen, FDP und Die Linke.

[6] Vgl.: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/6-Politische-partizipation-und-buergerschaftliches-engagement/6-4-Frauen-und-maenner-in-der-institutionalisierten-interessenvertretung/6-4-2-parteimitgliedschaften-und-parteiaemter.html

Details

Seiten
19
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640733682
ISBN (Buch)
9783640734320
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v160309
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Institut für Politikwissenschaft
Note
2,7
Schlagworte
Politik Unterrepräsentation Emanzipation Frauen in der Politik Demokratietheorie feministische Demokratietheorie Frauen Gender CSU Gleichberechtigung Feminismus

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Frauen in der Politik