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Die Wahrheit der Fotografie

Kunststatus und die Behandlung im Schulunterricht

Hausarbeit 2009 14 Seiten

Kunst - Fotografie und Film

Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung

2.Die Fotografie und ihre Möglichkeiten

3.Geschichte der Fotografie

4.Von der Macht und der Wahrheit der Fotografie

5.Von der Technik Fotografie zur fotografischen Kunst

6.Im Schulunterricht
6.1.Die Wahrheit der Fotografie im Unterrichtskontext
6.2.Hauptintention
6.3.Methodische Überlegung
6.4.Ziele und Kompetenzen

7.Zusammenfassender Schluss

Quellennachweis

1.Einleitung

Mit den ersten entstandenen Fotografien war eine verblüffende Technik entstanden, die es möglich machte, Gesehenes abzubilden. Ob dieses Abbild der Wahrheit entspricht stand früher nicht zur Debatte. Heute hingegen wird die Wahrheit der Fotografie immer mehr in Frage gestellt. Damals rechnete auch niemand damit, dass aus der Fotografie einst eine Kunstform werden würde. Heute ist es für uns selbstverständlich, dass wenn wir ein Kunstmuseum besuchen, auch Fotografien an der Museumswand hängen. Künstlerische Fotografien gehören für die Meisten von uns genauso an die Museumswand, wie Bilder der Malerei. Die Fotografie musste sich jedoch erst einmal als Kunstform durchsetzten. Die Malerei hatte lange Zeit der Fotografie gegenüber einen Vorteil und dies nicht zuletzt durch ihre Geschichte und Tradition. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Fotografie es geschafft hat sich in der Kunst zu etablieren.

Um die Stellung der Fotografie in der frühen Gesellschaft zu durchleuchten, beschreibt diese Arbeit zunächst die Geschichte der Fotografie.

Weiterhin werden die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Fotografie aufgezeigt und die Breite des Nutzens erläutert. Später geht es um die Wahrheit und die Macht der Fotografie. Anschließend wird auf den heutigen Kunststatus der Fotografie eingegangen. Hierbei werden die Aspekte der Macht und der Wahrheit berücksichtigt.

Diese Arbeit soll den Weg, den die Fotografie durchlaufen hat, in den Grundzügen darstellen und beschreiben, wie es zu dem heute geklärten Kunststatus gekommen ist. Im letzten Teil der Arbeit zeigt ein Unterrichtsentwurf, wie sich das Thema „Wahrheit der Fotografie“ in eine Unterrichtsreihe zum Kunststatus der Fotografie, einbetten ließe. Dieser soll zeigen, wie man eine eher komplizierte Thematik kindgerecht vermittelt und Schülerinnen und Schülern die Fotografie als Kunstform näher bringt.

2.Die Fotografie und ihre Möglichkeiten

Die Fotografie bezeichnet sowohl den Vorgang des Abbildens eines Gegenstandes auf Papier, Glas oder einem Film, als auch das Endprodukt, das Lichtbild (kurz: Foto).

Der Begriff Fotografie (oder Photographie) stammt aus dem griechischen. „Phos“ bedeutet Licht bzw. Helligkeit und „graphein“ beschreibt das Zeichnen, Ritzen und Malen. Das Fotografieren beschreibt zwei Phasen: die Aufnahme mit Hilfe einer Kamera[1] und das Entwickeln und Fixieren der Negative und deren Abzüge, die Bilder.

Bei der analogen Fotografie wird das Lichtbild auf einen lichtempfindlichen Träger (meist Fotopapier) projiziert und darauf gespeichert. Die digitale Fotografie ermöglicht das Bild als elektronisches Datenmaterial zu speichern.

Die Fotografie dient einer Vielzahl von Verwendungszwecken. Fotografiert wird sowohl aus künstlerischer Intention, als auch aus kommerziellen Zwecken (Werbefotografie), sowie aus gesellschaftlich- sozialen Zwecken (Privatgebrauch, Amateurfotografie).

In Wissenschaften dient die Fotografie der Dokumentation (geschichtliche Ereignisse, Sachverhalte).

Über die Jahre gewann die Fotografie zunehmend Anerkennung neben der Malerei als Kunstform und dient heute nicht mehr nur der Dokumentation von malerischen Bildern.[2]

Betrachtet man die Fotografie im Vergleich zur Malerei hinsichtlich des Nutzens, so ist festzustellen, dass die Fotografie ein sehr vielfältig genutztes Medium ist. Während die Malerei meist mit künstlerischer Absicht geschieht, wird die Fotografie mit verschiedensten Intentionen genutzt. Bemerkenswert ist die Breite der Nutzer.

Es handelt sich hierbei nicht nur um Künstler oder Menschen, die die Absicht haben etwas Künstlerisches zu schaffen. Für verschiedene Nutzer des Mediums Fotografie gibt es verschiedene Gründe die Fotografie zu nutzen. Jeder kennt das Foto auch als Erinnerungsfoto an den Urlaub, den Geburtstag oder die Taufe. Das Foto hält die

Erinnerung der Menschen fest. Man kann fast von einem Ritual sprechen, wenn es um die Fotografie bei Familienfeiern geht. Eine Hochzeit ohne Erinnerungsfotos ist in der heutigen Zeit undenkbar. Schließlich sind Fotos ja auch eine Art Trophäen, die wir mit nach Hause bringen und uns an die Wand hängen.

Zudem werden Fotos häufig als Geschenk verwendet, dann wird eine Tasse, ein T-Shirt oder ein ganzer Kalender mit Erinnerungsfotos bedruckt, um Persönlichkeit zu suggerieren.

Fotos dienen als Hilfsmittel: in der Wissenschaft zum Beispiel dienen sie der Dokumentation.

Von Fotos wird gelernt.

Fotografie kann dem Mensch etwas zeigen, was er mit bloßem Auge nicht sehen kann. Dies können zum Beispiel Vergrößerungen von Insekten oder von kleinsten Strukturen sein oder bewegte Szenen. Eine persönliche Sammlung von eigenen Fotos findet sich wahrscheinlich in fast jedem Haushalt. In Erinnerungsalben werden Fotos aus Kindheitstagen eingeklebt, an den Wänden entstehen persönliche Museen von Portraits oder Fotos, die nur selten durch ihre Eigenartigkeit faszinieren. Andere Fotos wurden mit künstlerischer Absicht gemacht.

Zu bestimmen, ob ein Foto Kunst ist oder nicht, ist häufig schwer.

Fotos lösen Emotionen beim Betrachter aus und regen zum Denken an.

[...]


[1] Kamera: aus dem lat./ camera obscura bedeutet: die dunkle Kammer

[2] Mehr dazu im Abschnitt zum Kunststatus der Fotografie

Details

Seiten
14
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640733286
ISBN (Buch)
9783640733958
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v160225
Institution / Hochschule
Universität Siegen
Note
2,0
Schlagworte
Fotografie Schule Unterrichtsentwurf Thema Fotografie

Autor

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Titel: Die Wahrheit der Fotografie