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Trendsportarten als Variante im Schulsport unter trainingswissenschaftlichen Aspekten

Examensarbeit 2003 115 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Zum Forschungsstand
Allgemeine Hinweise

1. Trendsportarten
1.1 Begriffsbestimmung und Charakteristik
1.2 Die Entstehung und Verbreitung von Trendsportarten
1.2.1 Die "Erfindung" (Innovation)
1.2.2 Die Entwicklung und Verbreitung im eigenen Milieu
1.2.3 Entfaltung und Wachstum – Übergang vom Randsport zum Trendsport
1.2.4 Die Trenddiffusion – Der Wechsel von der (Bewegungs-)Subkultur zum Massenkult
1.2.5 Die Etablierung

Teil A Trainingswissenschaftliche Aspekte
2. Die sportliche Leistungsfähigkeit
2.1 Grundlagen
2.2. Die physisch-motorische Zielsetzung von Sportunterricht
2.3. Die sportliche Leistungsfähigkeit und ihre Komponenten
2.3.1 Konditionelle Fähigkeiten
2.3.2. Koordinative Fähigkeiten
2.3.3 Messverfahren konditioneller und koordinativer Fähigkeiten
2.3.3.1 Messverfahren konditioneller Fähigkeiten
2.3.3.2 Messverfahren koordinativer Fähigkeiten
2.3.3.3 Zur Problematik der Messverfahren und ihrer Auswertung
2.4 Zur Trainierbarkeit von Fähigkeiten im Kindes- und Jugendalter
2.4.1 Die Trainierbarkeit konditioneller Fähigkeiten
2.4.2 Sensible Phasen
2.5 Konsequenzen für den Schulsport
3. Anforderungsprofile ausgewählter Trendsportarten
3.1 Kurzbeschreibung der schriftlichen Befragung
3.2 Inline-Skating
3.2.1 Koordinative Fähigkeiten
3.2.2 Konditionelle Fähigkeiten
3.2.3 Ergebnis
3.2.4 Übersicht Anforderungsprofil Inline-Skaten
3.3 Klettern
3.3.1 Koordinative Fähigkeiten
3.3.2 Konditionelle Fähigkeiten
3.3.3 Ergebnis
3.3.4 Übersicht Anforderungsprofil Klettern
3.4 (Kick-)Box Aerobic, Tae Bo
3.4.1 Gesamtdarstellung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten
3.5 Ergebnis der fähigkeitsbezogenen Analyse
4. Zur Relevanz trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse für den Schulsport – Schulsport und Leistung
4.1 Ergebnis

Teil B Pädagogische Aspekte
5. Der pädagogische Stellenwert von Trendsportarten
5.1 Der pädagogische Stellenwert von Trendsportarten bei Söll
5.1.1 Klettern 66
5.1.2 Inline-Skaten 67
5.1.3 (Kick-)Box Aerobic, Tae Bo, Qigong
5.2 Allgemeine Problemfelder
5.2.1 Reizverlust durch Institutionalisierung?
5.2.1.1 Reglementierungen
5.2.1.2 Auflehnung gegen schulische Bevormundung, Noten und Fremd- bestimmung
5.2.1.3 Die Szene
5.2.1.4 Reizverlust? – Eine Frage der Inszenierung!
5.3 Die motivationale Ebene
5.4 Die Lehrerqualifikation
6. Resümee und Ausblick
7. Befragung Giessener Sportstudierender zum Anforderungs- profil koordinativer und konditioneller Fähigkeiten von ausgewählten Trendportarten
7.1 Grundlagen und Konzeptionalisierung der Befragung
7.2 Die zeitlich-organisatorische Planung
7.3 Ergebnisse
7.3.1 Koordinative Fähigkeiten
7.3.2 Konditionelle Fähigkeiten
8. Literaturverzeichnis
8.1 Hinweise zum Anmerkungsteil
9. Verzeichnis der Abbildungen, Diagramme und Tabellen

Einleitung

Kaum ein anderes Unterrichtsfach der Schule wird so stark diskutiert wie das Fach Sport. In den Diskussionen geht es unter anderem um die generelle Frage, ob Sport in der Schule auf Grund der geringen Stundenzahl überhaupt zu rechtfertigen ist, da Trainingseffekte nicht zu erwarten seien und, ob nicht Vereine und ähnliche Organisationen als Lehranstalt für den Sport besser geeignet wären.

Betrachtet man die Lehrpläne "Sport" und vergleicht die gestellten Aufgaben und Ziele mit denen anderer Fächer, erschließt sich zwangsläufig die einzigartige Stellung und Bedeutung dieses Faches. Die Anforderungen gehen weit über das reine Vermitteln von Sportarten hinaus. Als Orientierung seien hier nur einige Schlagworte genannt, wie die allseitige Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Leistung, Befähigung zur kompetenten Auseinandersetzung mit der Welt des Sports und der Medien, Erhaltung der Gesundheit, Förderung eines Gesundheitsbewusstseins, Hinführung zum lebenslangen Sport treiben, Anleitung zur sinnvollen Freizeitgestaltung, Entwicklung eines positiven Selbstbildes, Schaffen von (ökologischem) Umweltbewusstsein und die Bildung sozialer Kompetenzen.[1]

Diese Zielsetzungen führen auf eine weitere Diskussionsebene, nämlich wie oben genannte Ziele erreicht werden sollen, also welche Inhalte und Methoden am zweckmäßigsten erscheinen.

Übergreifendes Thema dieser Arbeit ist die theoretische Erörterung der Frage, ob Trendsportarten eine sinnvolle beziehungsweise zweckmäßige Ergänzung des bestehenden Sportartenangebots in der Schule darstellen. Sie ist dazu in zwei Haupteile (Perspektiven) gegliedert; einen trainingswissenschaftlichen und einen (sport-)pädagogischen Teil.

Diesen vorangestellt ist eine Charakterisierung und die Darstellung eines Entstehungs- und Entwicklungsmodells von Trendsportarten.

Die Diskussion um den Einbezug von Trendsportarten wird derzeit in erster Linie an Hand pädagogischer Überlegungen geführt. Der trainingswissenschaftliche Aspekt, also der "sportliche Nutzen" von Trendsportarten, wird dabei nur marginal bearbeitet. Eine Tatsache, die unverständlich ist, solange die allseitige Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten als Hinführung zur sportlichen Leistungsfähigkeit immer noch im Mittelpunkt des Faches Sport steht. Die angestrebten Ziele wie Gesundheit und die Schaffung sozialer Kompetenzen ergeben sich aus dem Sport treiben quasi als positive Begleiterscheinungen; sie sind dem Sport immanent.[2]

Der erste Hauptteil (Teil A – Trainingswissenschaftliche Aspekte) setzt sich zunächst mit der Bestimmung der sportlichen Zielsetzung und den Inhalten von Schulsport im allgemeinen auseinander. Das daraus entwickelte Fähigkeitskonzept ist die Grundlage für die weitere trainingswissenschaftliche Bearbeitung des Themas. Ferner gilt es zu klären wie koordinative und konditionelle Fähigkeiten bestimmt werden können und in welchem Maße sie im Kindes- und Jugendalter trainierbar sind. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach den "Sensiblen Phasen", als Zeiträume besonderer Trainingseffizienz, diskutiert. Der Grund für die ausführliche Behandlung dieser Punkte in Kapitel 2 ist darin zu sehen, dass ihr Ergebnis die fähigkeitsgebundene Beurteilung von Trendsportarten erst rechtfertigt. Wären koordinative und konditionelle Fähigkeiten nicht von elementarer Bedeutung für die sportliche Leistungsfähigkeit beziehungsweise wären sie nur teilweise oder bedingt in der Schulzeit trainierbar, wäre ein anderer Betrachtungsansatz als sinnvoller zu erachten.

In Kapitel 3 werden exemplarisch ausgewählte Trendsportarten an Hand theoretisch-analytischer Überlegungen dahin gehend begutachtet, wie sich die einzelnen Fähigkeiten in denselben niederschlagen.

Als Basis und Diskussionsgrundlage für die eigene Beurteilung wurde eine schriftliche Befragung bei den Sportstudierenden der Universität Giessen durchgeführt, deren Ergebnisse nur soweit im darstellenden Teil dieser Arbeit wiedergegeben werden, wie es der Themenbearbeitung dienlich ist.

Die Befragung erfolgte unter dem Gesichtspunkt wie angehende Lehrerinnen und Lehrer[3] subjektiv Trendsportarten hinsichtlich ihres Anforderungsniveaus an einzelne Fähigkeiten bewerten. Eine genaue Beschreibung der Befragung und alle Ergebnisse sind im Anhang (i) beigefügt.

Als Überleitung zu dem zweiten Hauptteil wird in Kapitel 4 die Frage bearbeitet, in welchem Maße Erkenntnisse aus der Trainingswissenschaft respektive Trainingslehre, die vordergründig auf den Leistungssport bezogen sind, auch für den Schulsport Gültigkeit besitzen und unter welchen Bedingungen sie wirksam werden.

Der zweite Schwerpunkt dieser Arbeit (Teil B – Pädagogische Aspekte) besteht in der Überführung der gewonnen Ergebnisse in die sportpädagogische Diskussion.

Die Erörterung der pädagogischen Perspektiven von Trendsportarten in Kapitel 5 erfolgt zunächst in der konkreten Auseinandersetzung mit der Position von Söll, als Vertreter des Sportartenkonzepts und der als einer der schärfsten Kritiker von Trendsportarten im Schulsport gesehen werden kann.[4] Die Argumentation bezieht sich auf die pädagogisch bedeutsamen bildenden Werte von Trendsportarten.

Abschließend werden allgemeine Problemfelder bearbeitet, die sich aus der Fragestellung "Trendsportarten in der Schule?" ergeben. Dabei geht es unter anderem um den möglichen Reizverlust durch die Institutionalisierung von Freizeitaktivitäten, hier Trendsportarten, unter Berücksichtigung didaktisch-methodischer Überlegungen. In diesem Kontext wird auch das Entwicklungsmodell von Trendsportarten bedeutsam.

Im Resümee in Kapitel 6 werden die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit kurz zusammengefasst und als Ausblick Überlegungen angestellt wie eine weitere wissenschaftliche Bearbeitung dieser Thematik aussehen könnte.

Aus dem Aufbau dieser Arbeit wird deutlich, dass das Anliegen in der ganzheitlichen Bearbeitung der Thematik "Trendsportarten in der Schule" besteht. Ganzheitlich bedeutet hier die Berücksichtigung trainingswissenschaftlicher und pädagogischer/didaktischer Aspekte. Wegen der Komplexität und Vielschichtigkeit der einzelnen Themengebiete, der zum Teil unterschiedlichen Modelle und Argumentationen, ist es verständlicherweise nicht möglich, alle Aspekte aufzugreifen beziehungsweise detailliert zu bearbeiten. Die für die Bearbeitung wesentlichen Punkte sind jedoch beschrieben.

Zum Forschungsstand

Schulsportforschung, als eine eigenständige intermediäre Wissenschaftsdisziplin, hat sich in Deutschland bislang nicht etablieren können. War sie in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) noch fester Bestandteil der bildungspolitischen Konzeptionalisierung, wurde sie nach der Wende nicht konsequent weitergeführt[5].

Im Folgenden ist eine kurze Übersicht zur Zielsetzung dieses Wissenschaftsgebietes dargestellt und der Problematik, die dem Defizit an Schulsportforschung zu Grunde liegt. Sie basiert schwerpunktmäßig auf einer Darstellung von Friedrich[6], in der einzelne Positionen zu diesem Thema, unter anderem von Balz, Borkenhagen, Drenkow/Hummel und Scherler, zusammengefasst sind.

Untersuchungsgegenstand dieses Forschungsgebietes wäre beispielsweise die sportdidaktische Frage nach der Zielsetzung von Schulsport, unter Einbezug empirischer Erkenntnisse zu den (trainingswissenschaftlichen) Wirkungen von Schulsport. Dazu müssten die konkreten Lehr- und Lernbedingungen analysiert und zentrale sportdidaktische Aspekte zu den Inhalten und Methoden berücksichtigt werden.

Die Schulsportforschung würde somit eine komplexe wissenschaftliche Disziplin darstellen, die einzelne Teildisziplinen zweckmäßig zusammenführt. Die Gründe für das Fehlen eines solchen Gesamtkonzeptes liegen in dem Umstand begründet, dass es zu einer immer stärkeren Ausdifferenzierung der Forschungsgebiete/-gegenstände kommt.[7] Grundlegend ist diese Tendenz nicht als falsch zu betrachten, ginge dadurch nicht selten der Gesamtzusammenhang und Praxisbezug verloren. Hierin muss derzeit das grundsätzliche Manko gesehen werden. Nämlich, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle und Argumentationen gibt, die in sich zwar begründbar und folgerichtig sind, aber im Gesamtzusammenhang beziehungsweise in ihrer Umsetzung nicht wirksam werden. In diesem Kontext hat Schack[8] eine Übersicht zu den bisherigen Forschungen zum Thema Schule erstellt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es eine Vielzahl zum Teil stark divergierender Forschungskonzepte mit unterschiedlichen Erkenntnisinteressen gibt, deren Ergebnisse nicht auf einen Nenner zu bringen sind. Zu einem ähnlichen Resultat kamen bereits 1985 Hofmann und Treutler: Sie stellen fest "..., dass in der Forschungspraxis Ergebnisvergleiche und gegenseitige Ergebnisnutzung als Bedingungen einer hohen Wirksamkeit der Forschung haeufig nicht oder nur mit Einschraenkungen moeglich sind. Es mangelt an Einheitlichkeit bzw. Uebereinstimmung hinsichtlich der Anwendung von Untersuchungsmethoden und Auswertungsverfahren, der Anwendung von Kriterien zur Ermittlung und Bewertung...sowie der Auswahl von Untersuchungsmerkmalen."[9]

Die Tatsache, dass zwischen beiden Standortbestimmungen der Schulforschung fünfzehn Jahre liegen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass diesem Bereich lange Zeit nur wenig Beachtung geschenkt wurde und auch in naher Zukunft kein Aus-/Aufbau einer fest etablierten und strukturierten Schulsportforschung zu erwarten ist.

Die Forderung, die dahinter steht, ist die Erarbeitung wissenschaftlicher (empirischer) und zweckmäßig umsetzbarer Ergebnisse. Und ferner die Zusammenführung der unterschiedlichen Ansätze und Methoden beziehungsweise deren Ergebnisse.

Hinsichtlich der Themenstellung dieser Arbeit würde dies bedeuten, dass auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen klar definiert werden könnte, wo die Schwerpunkte aus den vielfältigen Zielen von Schulsport zu setzen sind, und wie diese inhaltlich und methodisch wirksam umgesetzt werden könnten. Als konkretes Beispiel ist die Frage nach den konditionellen und koordinativen Trainingseffekten eines einmal wöchentlich stattfindenden Schulsports zu nennen.[10] Könnten diese belegbar ausgeschlossen werden, wäre beispielsweise eine Schwerpunktverlagerung der Zielsetzung von Schulsport auf die soziale und kognitive Ebene zu rechtfertigen. Andererseits wäre eine solche Erkenntnislage Basis für eine fundierte Forderung zur zeitlichen Erweiterung des Schulsports.

Derzeit erfolgt die Schwerpunktsetzung der Ziele von Schulsport nach dem Ermessen der Lehrer.

Auf Grund oben beschriebener Erkenntnisse wäre der nötige Handlungsspielraum der Lehrer nicht beschnitten, sondern sie würden vielmehr eine Hilfe zu einem erfolgreichen und effektiven Unterricht darstellen.

Auf den Forschungsstand der einzelnen Themenbereiche wird in den jeweiligen Kapiteln beziehungsweise Abschnitten eingegangen.

Allgemeine Hinweise

Die Auswahlkriterien der bearbeiteten Positionen und Modelle waren der allgemeine Verbreitungsgrad, die Übersichtlichkeit und Schlüssigkeit sowie die Relevanz für die Themenstellung dieser Arbeit.

Die Quellen/Belegstellen sind in den Fußnoten angegeben. Die unterschiedlichen Quellenverweise ("Vgl.", "Siehe hierzu", usw.) sind im Anhang (ii.1) erläutert. Anmerkungen sind mit "Anm.:" gekennzeichnet.

Ist der Verfasser im Text genannt, ist die Fußnote zur Quelle/Belegstelle direkt nach dem Namen gesetzt.

Bei inhaltlichen Wiedergaben ist die Fußnote zur Quelle/Belegstelle am Ende des jeweiligen Passus.

Begriffe wie Lehrer oder Schüler werden nur in der maskuline Form genannt. Entsprechende Aussagen beziehen sich auch auf Lehrerinnen oder Schülerinnen, sofern nichts anderes angegeben ist.

1. Trendsportarten

Trendsportarten beziehungsweise die Verwendung des Begriffs Trendsportarten zur Beschreibung neuartiger Bewegungspraktiken sind ein relativ junges Phänomen in unserer Gesellschaft. Vorläufer wie Windsurfen, Skateboardfahren oder Roller-Skating fanden zwar schon in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern entsprechenden Anklang. Ihr Durchbruch als massenkulturelle Erscheinung mit entsprechenden Sinngebungen und einer extensiven Kommerzialisierung erfolgte jedoch erst in den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts.[11] Entsprechend jung ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet im Rahmen einer Trendforschung. Sie steht in einem Spannungsfeld zwischen kommerziellen Interessen und wissenschaftlichem Anspruch. Einheitliche oder allgemein anerkannte Methoden zur Erforschung von Trends liegen derzeit nicht vor.[12] Ebenso wenig wie eine eindeutige Definition was Trendsportarten sind und welche Bewegungspraktiken ihnen zugerechnet werden können.

Eine Begriffsbestimmung und damit Eingrenzung des Begriffs Trendsportarten als Gegenstand dieser Arbeit ist jedoch unerlässlich, um möglichen Missverständnissen vorzubeugen.

Sie soll insbesondere als Abgrenzung zu dem gelten, was allgemein häufig mit Trendsportarten in Verbindung gebracht wird, wie kurzfristige Modeerscheinungen und leistungslose Spaßorientiertheit. Als Akteure werden vielfach nur rücksichtslose Kids mit anarchistischen Zügen, aber ohne Wertempfinden, gesehen, die mit zum Teil entsprechendem kriminellen Potential in Gangs die öffentliche Ordnung stören. Die sogenannten Streetszenen. Eine Ursache dafür ist sicherlich die irrige Annahme vieler Bevölkerungsteile, dass so ziemlich alles was derzeit im Trend ist und in irgendeiner Form mit Bewegung zu tun hat, zu dem Bereich der Trendsportarten zu zählen wäre, sei es das U-Bahn Surfen, oder die Nachahmer-Aktionen von MTV's "Jackass".[13] Bezogen auf die folgende Charakteristik und Entstehungsgeschichte von Trendsportarten, ist die Frage natürlich erlaubt, ob sie nicht tatsächlich dort auch in irgendeiner Weise unter zu bringen wären, was weiter zu der Frage führt was "Sport" eigentlich ist. Dies soll aber nicht Gegenstand dieser Arbeit sein.

Vorwegnehmend sei gesagt, dass bei Bearbeitung der Frage, ob Trendsportarten für den Schulsport geeignet sind, nur diese näher betrachtet werden, die zumindest auf den ersten Blick aus pädagogischer und trainingswissenschaftlicher Sicht als zweckmäßig beurteilt werden können und teilweise in der Schulpraxis schon umgesetzt werden.

1.1 Begriffsbestimmung und Charakteristik

Trotz fehlender eindeutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse oder Schematisierungen, gibt es eine Reihe von Merkmalen, die eine gewisse Charakterisierung zu lassen, da sie in der Literatur fast einheitlich wiedergegeben werden und somit allgemeine Anerkennung finden. Auf dieser Basis und dem dieser Arbeit gesetzten Themenschwerpunkt, werden Trendsportarten hier, in Anlehnung an Lamprecht/Stamm und Schwier[14], wie folgt definiert und näher bestimmt:

»Trendsportarten sind neuartige Bewegungs- und Spielformen mit zum Teil neuartigen Sportgeräten. Sie basieren häufig auf bekannten und etablierten Bewegungspraktiken. Ihre Abgrenzung zu traditionellen Sportarten findet durch die Neuorganisation und -interpretation und ihrer Einbindung in den Lebensalltag statt.«

Neuartige Bewegungs- und Spielformen

Die vorgenommene Trennung zwischen neuartigen Bewegungs- und Spielformen begründet sich in der Tatsache, dass es eine Reihe von Trendsportarten gibt, die sich in ihren motorischen Grundzügen kaum von ihren traditionellen Vorläufern unterscheiden, wie beispielsweise das Streetball.[15] Die die Bewegungsabläufe bestimmenden Regeln (zum Beispiel Schrittregeln) gelten dabei nach wie vor. Lediglich die äußeren Bedingungen, wie Spielfeldgröße, Spielerzahl oder Spieldauer, sind verändert. Es handelt sich dabei also um eine neue Spielform, aber nicht um eine neue Bewegungsform.

Die Neuartigkeit bestimmter Trendsportarten, in Bezug auf die Bewegungsabläufe, resultiert vielfach aus der Adaption von Bewegungen verschiedener traditioneller Sportarten und ihrer Kombination zu einer neuen Sportart. Box-Aerobic oder Tae-Bo verbinden Bewegungssequenzen des bekannten Aerobics mit fernöstlichen Kampfsporttechniken zu einer neuen Sportart beziehungsweise zu einer neuen Ausprägung von Fitnesssport. Neuestes Beispiel in dieser Richtung ist eine Fitnesssendung im Deutschen Sport Fernsehen (DSF) mit dem Titel "Come on Baby"[16], bei der Bewegungen aus den unterschiedlichsten Sportarten (Ballspiele, Leichathletik, Schwimmen und Anderen) mit Aerobicelementen verbunden werden. Begleitet wird das Fitness-Programm durch einen Live-DJ und gelegentlich mittrainierende prominente Gäste.

Der in diesem Kontext von Schwier[17] verwendete Begriff des Samplings umfasst ferner die Einbezugnahme von Musik beziehungsweise Live-Konzerten und organisierten Partys in sportliche Wettkämpfe. Resultate sind Events wie die "X-Games", die Völkl-Competition, die Streetball- und die Streetsoccer-Tour oder die "Boarder-Week", die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausgehen.

Neuorganisation und -interpretation

Neuorganisation heißt hier, dass die Ausübung dieser Sportarten zum großen Teil nicht mehr in festen Vereinsstrukturen mit geregelten Trainingszeiten und auf vorgegebenen Trainingsplätzen stattfindet, sondern innerhalb informeller Gruppen, welche sich nicht selten eher zufällig zusammenfinden. Dies gilt im Besonderen für die Skaterszenen in den Großstädten.[18]

Darüber hinaus ist ein Trend zur Individualisierung erkennbar. Sie findet einerseits innerhalb der Gruppen statt, andererseits bezieht sie sich auf die Auswahl der betriebenen Sportarten.

Ein Schlagwort, das mit der Individualisierung häufig verbunden wird, ist der individuelle Stil. Während bei vielen traditionellen Sportarten wettkampforientiert gehandelt wird (höher, schneller, weiter), tritt bei vielen Trendsportarten das Wie in den Vordergrund.[19] Gleiche oder ähnliche Bewegungsmuster erfahren eine individuelle Ausprägung: So ist beispielsweise der Korbleger beim Streetball durch die Schrittregel in seinem Grundmuster vorgegeben. Durch die Variation der Ausführung (Windmill-Slam, Three-Sixtiy oder Ähnliches) zeigt der Akteur sein "wirkliches" Können. Die Anerkennung in der Gruppe oder Szene hängt vordergründig von dem Stil ab. Gleiches gilt auch für die Ausführung von Bewegungen beim Inline-Skating (Free-Style), Carving oder BMXing. Die Kreativität und der Spaß bei der Bewegungsausführung nehmen damit eine neue, dominierende Dimension an.[20]

In Bezug auf die Individualisierung bei der Auswahl von Sportarten ist zu registrieren, dass solche (Trend-)Sportarten immer mehr Zulauf erfahren, die individuelle Trainingszeiten zulassen. Dies trifft nicht nur auf die zuvor genannten Disziplinen zu, sondern gilt ferner auch für das Mountain-Biking, Trekking, Surfen sowie den gesamten Fitnessbereich.[21]

Die Neuinterpretation von Sportarten schließt auch den Bereich der Extremisierung und Geschwindigkeitsorientierung mit ein. Also das Finden und Ausschöpfen der eigenen Grenzen respektive das Setzen immer neuer zu erreichender Ziele. Sei es in Bezug auf eingegangene Wagnisse oder der Steigerung von Belastungsintensität und Belastungsdauer.[22]

Die Einbindung des Sports in den Lebensalltag

Eine Reihe von Trendsportarten, insbesondere diejenigen, die allgemein unter den Oberbegriff Fun-Sportarten fallen, wie Inline-Skating, Skate-Boarding, BMXing oder Snowboarding, beschränken sich nicht nur auf das Sporttreiben als solches. Sie sind Teil eines Lebensgefühls beziehungsweise eines Lebensstils. Dieser Lebensstil drückt sich vor allem bei den jugendlichen Protagonisten und Anhängern in ihrem gesamten Habitus, sprich Verhalten, Musik, Sprache und Kleidung aus. Der Sport wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Lebens, auch über das Sporttreiben oder die eigentliche Bewegungstätigkeit hinaus.[23] Diese Tendenz, ist allerdings auch bei immer mehr erwachsenen Trendsportlern erkennbar.[24]

An dieser Stelle muss ergänzend angemerkt werden, dass es auch viele Kinder und Jugendliche gibt, die das Sporttreiben ganz aus ihrem Lebensalltag verbannt haben. Sie werden häufig unkorrekter Weise als Computer-Kids bezeichnet.[25] Die Schere zwischen sportlich Aktiven, für die Sport konkreter Lebensinhalt ist, und sportlich Inaktiven geht immer stärker auseinander, was durch entsprechende medizinische Befunde belegbar ist.[26]

1.2 Die Entstehung und Verbreitung von Trendsportarten

Kindern und Jugendlichen kommt in dem Entwicklungsprozess von Trendsportarten eine besondere Rolle zu. Dies gilt zumindest für einen großen Teil des Spektrums Trendsportarten, insbesondere den Fun-Sportarten. Die im Folgenden beschriebenen Entwicklungsphasen sind ähnlich wie die oben beschriebenen Merkmale allgemein anerkannt und werden von Schwier und Lamprecht/Stamm[27] in ähnlicher Weise idealtypisch/modellhaft beschrieben. Die Darstellung der Entwicklung dient einerseits der weiteren Charakterisierung von Trendsportarten und ist andererseits bei der pädagogischen Betrachtung im Teil B dieser Arbeit von Bedeutung.

1.2.1 Die "Erfindung" (Innovation)

Neuartige Bewegungs- und Spielformen entstehen meist aus dem spielerischen und kreativen Umgang mit Materialien, Räumen und Ideen und setzen an vorhandenen Bedürfnissen und körperbezogenen Dispositionen an. Das heißt sie sind ein Produkt aus dem natürlichen Bewegungsbedürfnis und der Auseinandersetzung mit den gegebenen Möglichkeiten. Dies bezieht sich einerseits auf die Entwicklung neuer Sportgeräte durch die Kreativität einzelner (z.B. Snurfer[28] /Snowboard oder Windsurfbrett). Andererseits auf die Umsetzung von Bewegungsbedürfnissen innerhalb eines sozialen und/oder lokalen Rahmens (z.B. Streetball in den Hinterhöfen amerikanischer Ghettos oder Beach-Volleyball am Strand von Santa Monica, Kalifornien).

Insbesondere Jugendliche gelten hier auf Grund ihrer Experimentierfreude, ihres Ideenreichtums und ihrem natürlichen Bewegungsbedürfnis als "Entwickler" vieler neuer Bewegungsformen.

1.2.2 Die Entwicklung und Verbreitung im eigenen Milieu

Sofern die neue Bewegungsform oder das neue Sportgerät eine entsprechende Attraktivität besitzt, werden sie von Interessenten bestimmter Milieus übernommen und zu einer Bewegungspraxis mit zum Teil eigenen Stilelementen weiterentwickelt. Die Neuartigkeit der Stilelemente führt nicht selten zu einer Ablehnung bei den Vertretern traditioneller Sportarten. Ablehnung und bewusstes Akzeptieren der Außenseiterstellung bedingen einander. Dies führt teilweise soweit, dass die Ablehnung durch provozierende Verhaltensweisen, die Kleidung, Sprache, Musik und das Aufsuchen verbotener Plätze[29] mit einbeziehen, gesucht wird, um so die eigene Position in der Gesellschaft zu exponieren und sich abzugrenzen.[30]

1.2.3 Entfaltung und Wachstum – Übergang vom Randsport zum Trendsport

Während sich die oben gemachten Aussagen auf lokal begrenzte (Rand-) Gruppen beziehen, beginnt mit der multi-medialen Verbreitung der Übergang von der Rand- zur Trendsportart. Plattformen sind hier vor allem das Internet, Szene (Print-)Magazine und das Fernsehen (DSF, MTV, Viva, NBC-Giga). Zielgruppe sind meist Kinder und Jugendliche. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die industriell-kommerzielle Aufbereitung der Sportart (Sportgeräte, Bekleidung und Zubehör) und dazugehörige Werbestrategien, sofern die Industrie entsprechende Marktchancen sieht.

Die Adressaten, also Kinder und Jugendliche, sehen in der neuen Bewegungsform und besonders in dem damit verbundenen stilisierten Habitus, eine Chance der Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung und die Möglichkeit der Abgrenzung zur Erwachsenenwelt. Dass diese szene-eigenen Codizes nicht selbstgeschaffen sind, sondern aus ihren meist amerikanischen Ursprüngen adaptiert werden, ist dabei zweitrangig. Für die Aufgabenstellung dieser Arbeit ist relevant, dass diese neuen Bewegungsformen für Kinder und Jugendliche so attraktiv sind, dass sie häufig stundenlanges Üben zur Verbesserung ihrer Leistung in Kauf nehmen.

Die Differenz zwischen traditionellen Sportarten und den neuen Bewegungspraktiken, einhergehend mit den unterschiedlichen Zielsetzungen des Sich-Bewegens (Wettkampfbezug versus Fun und Stilisierung), tritt dabei deutlich hervor.

1.2.4 Die Trenddiffusion – Der Wechsel von der (Bewegungs-) Subkultur zum Massenkult

In dieser Phase schwenkt die bislang eher ablehnende Haltung der breiten Masse gegenüber der neuen Trends langsam in Interesse an ihnen um. Unterstützt wird diese Tendenz durch die nun zum Teil noch massivere Aufbereitung durch die Sportartikelfirmen und die verstärkte Präsenz in den Erwachsenenmedien.[31]

Mit der Akzeptanz ihrer extravaganten Sportart in der Gesellschaft, ihrer Aufnahme in den Sportvereinen und Verbänden, weiter mit der Schaffung von Regelwerken und der Kommerzialisierung ihres Lebensstils, geht für viele Trendsetter der Reiz des Besonderen und Abgrenzenden verloren. Sie suchen sich nicht selten daraufhin neue Nischen. Entweder durch die Verlagerung ihres Aktionsraumes, Abwandlung und Extremisierung der Bewegung (Speed-Skating, Downhill oder Free-Style beim Inline-Skaten) oder durch die Orientierung zu neuen Bewegungsformen.

1.2.5 Die Etablierung

Diese letzte Phase beschreibt den Übergang von der Trendsportart zur "Normalsportart". Damit ist allerdings nicht gemeint, dass sie ihren besonderen Charakter bezüglich der Inszenierung (Party-Events) oder ihrer spaßorientierten Ausrichtung verlieren, sondern dass sie Einzug in den gesamtgesellschaftlichen Lebensalltag gefunden haben. Beispielsweise gehören die sonntäglichen Skater mittlerweile genauso zum Straßenbild wie die Jogger. Trainingskurse werden von verschiedenen Institutionen angeboten und teilweise werden die Sportarten auch in den Schulsport integriert.

Anmerkend sei gesagt, dass die oben gemachten Aussagen keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen. Sie haben stark verallgemeinerte Züge und treffen nicht für alle Trendsportarten gleichermaßen zu. Eine detailliertere Merkmalsbeschreibung findet sich bei Schwier[32], der im einzelnen die Stilisierung, das Tempo, die Virtuosität, den Aspekt der Extremisierung, der Ordalisierung und das Sampling als Merkmalskriterien nennt. Bei Betrachtung der Sportarten, die potentiell zu den Trendsportarten gerechnet werden können[33], fällt auf, dass die fitness-orientierten Sportarten einen großen Platz einnehmen. In welchem Maße sie in das Entwicklungsmodell eingeordnet werden können, ist fraglich, da besonders hier die Sportartikel-Industrie als initialisierende Kraft bei der Kreation neuer Trends gesehen werden muss.

Ein häufig verwendeter Begriff im Zusammenhang mit den Trendsportarten ist die sogenannte Szene. Eine differenzierte Betrachtung derselben erfolgt im Abschnitt 5.2.1.3 dieser Arbeit im Rahmen der konkreten Problemstellung, ob die Institutionalisierung von Trendsportarten durch die Schule nicht zu einem Identitätsverlust der Szene führt.

Ausgehend von dem in Punkt 1.2 beschriebenen Entwicklungsmodell, stellt sich berechtigterweise die Frage, ob die im Folgenden näher betrachten Sportarten (Inline-Skating, Klettern und (Kick-)Box Aerobic/Tae-Bo) überhaupt noch als Trendsportarten gelten. Ihrem gesellschaftlichen phänomenologischen Charakter nach, erfüllen sie mittlerweile die Kriterien der vorletzten beziehungsweise letzten Entwicklungsstufe. Sie stehen an der Schwelle zur Etablierung als Normalsport. In der sportpädagogischen Diskussion gelten sie jedoch nach wie vor als Trendsportarten. Vor diesem Hintergrund ist die vorgenommene Auswahl gerechtfertigt.

Teil A Trainingswissenschaftliche Aspekte

2. Die sportliche Leistungsfähigkeit

2.1 Grundlagen

Zur Beantwortung der Frage, ob Trendsportarten als ergänzende Alternative für den Schulsport aus trainingswissenschaftlicher Sicht geeignet sind, gilt es zunächst einige grundlegende Aspekte zu bestimmen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Was soll und kann der Schulsport hinsichtlich der körperbezogenen motorischen Entwicklung leisten? Wo liegen dabei die Schwerpunkte?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Welche trainingswissenschaftlichen Inhalte sind für die angestrebten Ziele relevant?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Welche Kontroll-/Messverfahren stehen zur Verfügung den Status quo und die Entwicklung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten zu überprüfen?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Können diese Faktoren entwicklungsgemäß und zielgerichtet geschult werden? Welche günstigen oder ungünstigen Voraussetzungen gibt es hinsichtlich ihrer Trainierbarkeit?

2.2. Die physisch-motorische Zielsetzung von Sport unterricht

"Bildung fällt nicht vom Himmel; sie ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit bestimmten, kulturell als bedeutsam empfunden Gegenständen. Körperliche Bildung und Erziehung erfolgt in der Auseinandersetzung mit der Bewegung als einem Kulturgut."[34]

Daraus lässt sich folgender Bildungsauftrag konkretisieren: Die Ausbildung respektive Vermittlung lebensnotwendiger Kenntnisse, Fertigkeiten und Kulturtechniken, einhergehend mit der Persönlichkeitsbildung und der Heranführung an gesellschaftliche Grundtatbestände (Normen) durch die Auseinandersetzung mit ihnen.

Auf die physisch-motorische Ausbildung bezogen bedeutet dies die Vermittlung allgemeiner, vielseitiger und grundlegender Fähigkeiten im Sinne einer motorische Grundlagenausbildung. Diese Zielsetzung von Sportunterricht findet sich fast durchgängig in der neueren sportpädagogischen Literatur.[35]

Im Folgenden gilt es zu klären, was konkret hinter dem Begriff motorische Grundlagenausbildung stehen könnte und auf welche Inhalte er sich bezieht.

Die nachstehenden Sachverhalte sind in erster Linie der am Vereins- und Leistungssport orientierten, trainingswissenschaftlichen Literatur entnommen, haben aber überwiegend allgemeinen Charakter und sind somit auch für den Schulsport relevant.

2.3. Die sportliche Leistungsfähigkeit und ihre Komponenten

"Die sportliche Leistungsfähigkeit ist das beobachtbare, messbare, in Elemente, Komponenten zerlegbare und analysierbare äußere Erscheinbild der sportlichen Leistung".[36] Sie wird im Wesentlichen von informationell-determinierten Fähigkeiten (koordinative Fähigkeiten) und energetisch-determinierten Fähigkeiten (konditionelle Fähigkeiten) bestimmt, die in direkter Wechselwirkung zueinander stehen.[37] Ihr jeweiliger Ausprägungsgrad ist einerseits genetisch bestimmt, aber auch in hohem Maße trainierbar.

Während in der Sportwissenschaft prinzipiell Einigkeit über Aufbau und Struktur der konditionellen Fähigkeiten herrscht[38], haben sich zur Erklärung und Beschreibung motorischer Koordinationsvorgänge zwei heterogene Betrachtungsweisen herauskristallisiert. Die prozessorientierte und die fähigkeitsorientierte Perspektive.[39]

Weiter werden auch innerhalb des Rahmens der fähigkeitsorientierten Perspektive die koordinativen Fähigkeiten hinsichtlich ihrer Einzelmerkmale, ihrer Wirkung und ihrer Trainierbarkeit zum Teil sehr unterschiedlich diskutiert. Bei der Auswahl der in dieser Arbeit benutzten Strukturierungsmodelle waren vor allem ihre Übersichtlichkeit, ihr Verbreitungsgrad in der sportwissenschaftlichen Literatur und ihre Zweckmäßigkeit für die gestellte Thematik entscheidend.

2.3.1 Konditionelle Fähigkeiten

Abb.1: Modell zur Ausdifferenzierung der Kraft-, Schnelligkeits- und Ausdauerfähigkeiten sowie der Beweglichkeit[40]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Maximalkraft Reaktionsschnelligkeit Kurzzeitausdauer Gelenkbeweglichkeit

Schnellkraft Beschleunigungsfähigkeit Mittelzeitausdauer Dehnungsfähigkeit

Kraftausdauer Bewegungsschnelligkeit Langzeitausdauer

Relativkraft

Das Niveau der konditionellen Fähigkeiten ist ein wesentliches Kriterium für den Erwerb und die Umsetzung sportlicher sowie alltäglicher Bewegungsfertigkeiten.

Es ist offensichtlich, dass die Schulung konditioneller Fähigkeiten dementsprechend als Bestandteil einer motorischen Grundlagenausbildung gesehen werden muss.

2.3.2. Koordinative Fähigkeiten

Der Komplex der koordinativen Fähigkeiten und ihr Ausprägungsgrad sind die zweite entscheidende Komponente der sportlichen Leistungsfähigkeit. Sie können wie folgt gekennzeichnet werden:

"[Sie] ...sichern die Bewältigung koordinativer Alltags-,.[und] Arbeitsanforderungen sowie die allgemeine Lernbefähigung motorischer Disponibilität [Verfügbarkeit, vielfältige Einsetzbarkeit],... [sie] haben regulierende Auswirkungen auf das motorische Lernen, zur Aneignung motorischer Handlungskombinationen, zum Erwerb sportmotorischer Fertigkeiten, da bei Lernprozessen auf die verfestigten und generalisierten Verlaufsqualitäten koordinativer Fähigkeiten zurückgegriffen werden kann... Das drückt sich vor allem durch Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Aneignung motorischer Fertigkeiten sowie deren Konstanz (Stabilität, Störanfälligkeit) aus. [Weiterhin haben sie] ...erheblichen Einfluß auf die Ausschöpfung der Potentiale energetisch-organischer Leistungsvoraussetzungen."[41]

Die Bedeutung koordinativer Fähigkeiten liegt also in ihrer Relevanz als Grundlage für das Erlernen und die Ausführung fast sämtlicher Bewegungen, gleich ob im Sport oder im (beruflichen) Alltag. Daraus ergibt sich zwangsläufig der zweite Schwerpunkt der motorischen Grundlagenausbildung, nämlich die Schulung koordinativer Fähigkeiten.

Wie oben bereits erwähnt, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze, Konzepte und Modelle zur Beschreibung koordinativer Fähigkeiten und der einzelnen Fähigkeitsausprägungen, ihrer Spezifizierung/Definition, ihrem Zusammenwirken und ihrer Abgrenzung zueinander.[42]

Aus der Menge autorenbezogener Begrifflichkeiten und Inhaltsgebungen orientiert sich die weitere Bearbeitung an den von Blume[43] und Hirtz[44] ähnlich beschriebenen Modellen:[45]

Abb.2: Koordinative Fähigkeiten[46]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die obige Abbildung soll verdeutlichen, dass die einzelnen Fähigkeitsmerkmale in direkter Verbindung miteinander stehen, das heißt, dass sie bei Bewegungshandlungen auch mehr oder minder gemeinsam wirksam werden.

Die koordinativen Fähigkeiten im Einzelnen werden hier nur kurz skizziert[47], vor dem Hintergrund, dass die angesprochenen Modelle mit den jeweiligen Definitionen in der einschlägigen Literatur hinreichend beschrieben sind.[48]

Differenzierungsfähigkeit

Sie beschreibt die Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen einer Gesamtbewegung, also die präzise Unterscheidung von Kraft-, Raum- und Zeitparametern.

Gleichgewichtsfähigkeit

Die Gleichgewichtsfähigkeit ist die Fähigkeit das statische und dynamische Gleichgewicht beizubehalten beziehungsweise nach Bewegungen wieder herzustellen.

Reaktionsfähigkeit

Sie umfasst das Vermögen auf bestimmte Signale/Reize (äußere/innere) mit entsprechender Geschwindigkeit reagieren zu können.

Umstellungsfähigkeit

Diese Fähigkeit ermöglicht es Handlungen/Handlungsprogramme bei geänderten Situationen den neuen Begebenheiten adäquat anzupassen.

Rhythmisierungsfähigkeit

Bewegungen können auf Grund dieser Fähigkeit an von außen vorgegebene Rhythmen und/oder der Bewegung immanenten Rhythmen angepasst werden.

Orientierungsfähigkeit

Die Orientierungsfähigkeit umfasst die Raum-Zeit orientierte Bewegungssteuerung und bestimmt damit die Lageveränderung des Körpers.

Der Grund für die Hinzunahme der Umstellungsfähigkeit zu dem Modell von Hirtz beziehungsweise für das Weglassen der Kopplungsfähigkeit bei dem Blum'schen Modell, hängt mit der Konzeption des Fragebogens (siehe Anhang, Punkt i) zusammen[49] und wird ferner wie folgt begründet:

Die Kopplungsfähigkeit, von Harre als Fähigkeit beschrieben Teilkörperbewegungen, Einzelbewegungen und Operationen zu einer zielgerichteten Gesamtbewegung zu koordinieren, kann im Rahmen der Definition der Differenzierungsfähigkeit bestimmt werden, da sie deskriptiv für Teil- und Gesamtbewegungen gesehen werden kann.

Die Umstellungsfähigkeit hingegen stellt nach eigenem Verständnis einen eigenen neuen Bereich dar. Diese Fähigkeit beschreibt das grundsätzliche Vermögen innere Prozesse den äußeren Einflüssen situations-adäquat anzupassen. Wie die anderen koordinativen Fähigkeiten, kann aber auch diese Eigenschaft nicht isoliert betrachtet werden, sondern sie steht in enger Verbindung mit anderen koordinativen Fähigkeiten, insbesondere der Reaktions- und Differenzierungsfähigkeit.

Im Wesentlichen bleibt festzuhalten, dass es sich bei der Beschreibung der koordinativen Fähigkeiten um Modelle, also um hypothetische Konstrukte handelt, was einerseits die oben vorgenommene Variation erlaubt, sofern sie begründet ist, andererseits aber Probleme bezüglich ihrer objektiven Beurteilung (Messung) mit sich bringt.

2.3.3 Messverfahren konditioneller und koordinativer Fähigkeiten

In den folgenden Abschnitten werden Messverfahren vorgestellt, die es ermöglichen sollen den Ist-Wert verschiedener Fähigkeiten und ihre Veränderung infolge sportlichen Trainings zu ermitteln. Die ausführliche Bearbeitung des Themenbereichs "Messverfahren" liegt darin begründet, dass sie die Grundlage für eine Reihe trainingswissenschaftlicher Aussagen darstellen, die auch für den Schulsport von elementarer Bedeutung sind.

Neben anderen Verfahren werden über solche Tests allgemeine Aussagen zur Trainierbarkeit von Fähigkeiten abgeleitet und Trainingsinhalte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Im konkreten Fall könnte also über solche Tests die Bedeutung von Trendsportarten zur Schulung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten messtechnisch erarbeitet werden.

[...]


[1] Vgl. Lehrplan Sport, Gymnasialer Bildungsgang, Entwurf (Stand: 03.06.2002) und Lehrplan Sport für die Mittelstufe.

[2] Anm.: Ullmann spricht in diesem Zusammenhang vom vielfältigen Sinnpotenzial des Sporttreibens. Vgl. Ullmann (2002/1), Seite 35.

[3] Anm.: Das Gros der Sportstudierenden der Giessener Universität sind Lehramtsstudenten.

[4] Anm.: Während Söll's Positionen von einigen Sportwissenschaftlern kritisch beurteilt werden, werden sie von vielen (Schul-)Praktikern geteilt. Nach Döhring (2002/2 – Gesprächsnotiz).

[5] Vgl. Friedrich (2000/1), Seite 7. Ferner: Balz (1997/3), Seite 249ff.; Waschler (1995/1), Seite 36ff.

[6] Vgl. Friedrich (2000/1), Seite 7ff.

[7] Vgl. Friedrich (2000/1), Seite 8.

[8] Vgl. Friedrich (2000/1), Seite 7f.

[9] Hofmann (1985/1), Verfasser (Kurz-)Referat.

[10] Anm.: Korrekterweise muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Stundentafel 3 Stunden Sport pro Woche vorsieht. Aufgrund von Stundenstreichungen ist der obligatorische Sportunterricht an manschen Schulen auf zwei Stunden reduziert. Andererseits gibt es auch Schulen, an denen das Wochenstundenpensum mittels Arbeitsgruppen o. Ä. über drei Stunden liegt. Nach Döhring (2002/2 – Gesprächsnotiz).

[11] Vgl. Schwier (2000/2), Seite 57.

[12] Vgl. Schwier (2000/2), Seite 54ff.

[13] Anm.: Diese Aussage basiert unter anderem auf informellen Gesprächen mit Verwandten, Bekannten und Freunden und kann meines Erachtens - zumindest im gewissen Rahmen - durchaus verallgemeinert werden.

Zur Erläuterung: "MTV's Jackass" ist eine Sendung von MTV (Musik Television), in der eine Gruppe junger Erwachsener verschiedene, häufig stunt-ähnliche, Aktionen durchführen. Exemplarisch wäre das Befahren von Treppen mit Snowboards in Städten zu nennen oder das Springen über Rampen mit verschiedenen fahrbaren Untersätzen.

[14] Vgl. Stamm (1998/1), Seite 6ff.; Schwier (1998/1), Seite 7.

[15] Vgl. Schwier (2000/2), Seite 76 (Abb. 2); Schwier (1998/1), Seite 9.

[16] Anm.: Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Kapitels, Oktober 2002, jeweils wochentags um 07.15 Uhr und 08.15 Uhr, Montags nur 07.15 Uhr.

[17] Vgl. Schwier (1998/1), Seite 10.

[18] Vgl. Söll (2000/1), Seite 377; Lamprecht (1998/2), Seite 6.

[19] Anm.: Ausnahmen bilden Sportarten wie Tanz, Eiskunstlauf, Rhythmische Sportgymnastik.

[20] Vgl. Lamprecht (1998/2), Seite 6.

[21] Vgl. Oltmanns (1998/1), Seite 20.

Anm.: Bezüglich des Fitnesssports könnte gegenargumentiert werden, dass man beim Aerobic (mit all seinen Ausprägungen) oder beispielsweise auch beim Spinning an bestimmte Programmzeiten gebunden ist. Bei der Vielzahl der angebotenen Kurse bleibt aber genügend Raum für eine individuelle Zeitplanung.

[22] Vgl. Schwier (1998/1), Seite 11.

[23] Vgl. Schwier (1998/3), Seite 15.

Anm.: Eine differenziertere Betrachtung der hier und im Folgenden beschriebenen Gruppen (-eigenschaften) erfolgt in Abschnitt 5.2.1.3 "Die Szene" in konkreter Auseinandersetzung mit der Problematik, die aus diesem idealtypischen Muster entsteht.

[24] Vgl. Fußnote 27 in Absatz 1.2.4.

[25] Anm.: Unkorrekter Weise, weil viele Computerspiel begeisterte Kids auch in den Trendsportarten aktiv sind.

[26] Anm.: Diese Befunde beziehen sich auf die wachsenden Zahlen adipöser Kinder in Folge falscher Ernährung und Bewegungsmangel, Stoffwechselkrankheiten und/oder Haltungsschäden.

[27] Vgl. Schwier (1998/1), Seite 12f.; Schwier (2000/2), Seite 57ff; Lamprecht (1998/2), Seite 6ff. Die Aussagen und Begrifflichkeiten in den Abschnitten 1.2.1 bis 1.2.5 beziehen sich, sofern nichts anderes angegeben ist, auf diese Texte.

[28] Anm.: Vorläufer des Snowboards.

[29] Anm.: Verbotene Plätze sind beispielsweise Einkaufszentren, in denen das Inline-Skaten verboten ist, Fußgängerzonen oder Hochhäuser, die als Plattform für das Base-Jumping genutzt werden.

[30] Vgl. Oltmanns (1998/1), Seite 21.

[31] Anm.: Das Interesse der Sportartikelfirmen einerseits und der Gesellschaft andererseits hängt mit dem veränderten Stellenwert von Jugend/Jugendlichkeit zusammen. Es ist das Ergebnis einer noch immer andauernden Entwicklung, die sich seit einigen Jahrzehnten vollzieht und die an folgenden Punkten festmacht werden soll:

- Mit Jugend wird häufig Vitalität und Lebensfreude verbunden, die auch von Erwachsenen angestrebt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Körperlichkeit zu nennen, d. h. ein „junger und knackiger“ Körper wird für viele immer wichtiger – sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Ein sportlicher Mensch gilt im Berufsleben als leistungsfähiger und hat somit häufig bessere Chancen als unsportlich wirkende Mitbewerber.
- Durch den hohen Bildungsstandard und ihrer Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Entwicklungen, sind Jugendliche besonders im Bereich der Technologie beziehungsweise ihren Anwendungsmöglichkeiten vielen Erwachsenen voraus.
- Durch entsprechendes Taschengeld und Jobs haben Jugendliche heute zum Teil nicht unerhebliche finanzielle Möglichkeiten, sodass sie einen entsprechenden Anteil am Konsum haben, wodurch sie für die Konsumgüterindustrie (Kleidung, Sportartikel, Musik, Computer usw.) einen wichtigen Faktor darstellen und von Interesse sind.

Gleichzeitig weiß die Industrie natürlich auch um den "Vorbildcharakter" der Jugendlichen und erhofft sich durch die Etablierung von jugendtypischen Entwicklungen/Moden eine anschließende Eröffnung von Marktsegmenten bei den Erwachsenen.

Vgl. Referatspaper des Verfassers zum Seminar "Sportpädagogik zwischen Moderne und Postmoderne" im Sommersemester 1999 (Schwier) mit... (Fortsetzung nächste Seite)

dem Thema: Pluralisierungstendenzen der Körper- und Sportkultur. Literaturgrundlage dort: Schwier (1998/1), Seite 7-13; Schwier: Spiele des Körpers. Jugendsport zwischen Cyberspace und Streetstyle, Hamburg, 1998, Kapitel 2, Seite 24-38.

[32] Vgl. Schwier (1998/1), Seite 10.

[33] Vgl. Übersicht bei Schwier (1998/1), Seite 9; Schwier (2000/2), Seite 76.

[34] Söll (2000/1), Seite 6.

Anm.: Es wurde bewusst dieses Zitat von Söll benutzt, da der kulturelle Aspekt in der späteren pädagogischen Betrachtung seiner Argumentation (Kapitel 5) bedeutsam wird.

[35] Anm.: Ein detaillierter Literaturverweis erscheint an dieser Stelle überflüssig. Diese Zielsetzung findet sich fast in jeder Literaturangabe dieser Arbeit, die sich mit dem Thema "Inhalte und Ziele von Schulsport" befasst.

[36] Martin (1999/1), Seite 69.

[37] Vgl. Martin (1999/1), Seite 66 auf der Grundlage von Gundlach, H.: Systembeziehungen körperlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten. In: Theorie und Praxis der Körperkultur 17 (1968) 2, Seite 198-205.

[38] Vgl. Teipel (1988/1), Seite 48.

[39] Vgl. Roth (1994/3), Seite 191ff.

[40] Eigene Darstellung in Anlehnung an: Martin (1993/2), Seite 89.

[41] Martin (1999/1), Seite 83, in Anlehnung an Hirtz (1994/1) Seite 115ff.; ferner Roth (1994/3), Seite 192.

[42] Vgl. Neumaier (1999/1), Seite 92ff.; Blume (1987/1), Seite 29ff.; Rieder (1987/1), Seite 75ff.; Weineck (1997/1), Seite 554ff.; Fetz (1998/1), Seite 144ff.; Teipel (1988/1), Seite 50ff; Schnabel (1997/1), Seite 114ff., ferner die bei Schnabel auf Seite 115 genannte Literatur von Farfel, Pöhlmann, Roth, Bös/Mechling, Hirtz, Singer, Hotz, und Lijach.

[43] Vgl. Blume (1987/1), Seite 29ff.

Anm.: Auch Harre beschreibt sieben Fähigkeitsmerkmale, ähnlich wie Blume. Vgl. Martin (1993/2), Seite 59.

[44] Vgl. Hirtz (1994/1), Seite 132.

[45] Anm.: Die genaue Begründung und Rechtfertigung für die Modifikation/Zusammenführung der Modelle auf sechs Fähigkeitsmerkmale folgt auf Seite 22f. dieser Arbeit.

[46] Eigene Darstellung in Anlehnung an: Martin (1999/1), Seite 84.

[47] Anm.: Zu den folgenden Definitionen vgl. Martin (1993/2), Seite 59f.

[48] Anm.: Literaturangaben siehe Seite 21, Fußnote 42 dieser Arbeit.

[49] Anm.: Bei der Erstellung des Fragebogens stellte sich in der Vorab-Befragung bei den meisten Studierenden heraus, dass sie mit der Unterscheidung der Begriffe Kopplungs- und Umstellungsfähigkeit große Probleme hatten.

Details

Seiten
115
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638209748
ISBN (Buch)
9783638699433
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v16016
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Sportwissenschaften
Note
Sehr gut
Schlagworte
Trendsportarten Variante Schulsport Aspekten

Autor

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Titel: Trendsportarten als Variante im Schulsport unter trainingswissenschaftlichen Aspekten