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Motivation im Sport – Mental zum Erfolg

Hausarbeit 2005 14 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportpsychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung Motiv und Motivation
2.1 Motiv
2.2 Motivation
2.3 Alltäglicher vs. fachpsychologischer Motivationsbegriff
2.4 Entstehung von Motiven und Motivarten
2.4.1 Die Triebtheorie nach Freud

3 Die Leistungsmotivation

4 Intrinsische vs. Extrinsische Motivation

5 Motiviert werden, motiviert bleiben
5.1 Die Wirkung der Persönlichkeit auf die Motivation
5.2 Die Beeinflussung der Motivation durch Veränderungen
5.3 Die Auswirkung der Ergebnisanalyse auf die Motivation

6 Schlussbetrachtung

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Seit jeher trachten die Menschen danach, sich in Wettkämpfen zu messen, um den Schnellsten, Stärksten oder Geschicktesten zu ermitteln. Das Streben danach, zu den Besten zu gehören, scheint in der Natur des Menschen fest verankert zu liegen.

Schon früh erkannte man, dass zielgerichtetes Trainieren zu einem besseren Ergebnis im Wettkampf führt.

Nicht nur im Hochleistungssport, sondern auch im Breiten- und Schulsport stellt sich immer die gleiche Frage: Wie kann die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflusst werden, um so ein optimales Leistungsniveau zu erreichen?

Es gibt verschiedene Wege Lösungsmöglichkeiten auf diese Frage zu finden. Neben der Ausprägung von Fertigkeiten eines Sportlers und der physiologischen Vorbereitung spielt auch der psychologische Aspekt dabei eine herausragende Rolle. Die Relevanz des Letzteren wird deutlich, führt man sich einmal die typischen Rechtfertigungen eines Sportlers nach einer Niederlage vor Augen: „Ich habe mich heute einfach nicht gut gefühlt“, „Ich habe meine Konzentration verloren“, „Ich war nicht aggressiv genug“, oder „Ich hab´ mir selbst eingeredet, dass ich gegen ihn verlieren würde“ (vgl. Terry 1990, 8).

All dies sind triftige und durchaus nachvollziehbare Gründe für eine schwache Leistung. Dennoch liegen alle innerhalb unserer Einflussmöglichkeiten.

Im Folgenden soll das Hauptaugenmerk auf die psychologische Bereitschaft und Verfassung, also auf die Motivation des Sporttreibenden gelegt, und ihre Relevanz für die sportliche Leistung herausgearbeitet werden.

Auf Grund der Breite und Tiefe des Themenbereichs „Motivation“ werde ich mich auf bestimmte Aspekte beschränken (siehe Inhaltsverzeichnis).

2 Begriffsbestimmung Motiv und Motivation

2.1 Motiv

Der Begriff „Motiv“ kommt von dem lateinischen Wort movere - bewegen, antreiben.

Allgemein bezeichnet ein Motiv die Beweggründe des menschlichen Verhaltens als willentliche Entscheidung, die das Antriebselement für das Handeln darstellen. In der traditionellen Motivationspsychologie werden primäre (naturgegebene) von sekundären (erlernten) Motiven unterschieden. Einer Handlung geht selten ein einzelnes Motiv voraus, meistens ist es ein ganzes Bündel von Motiven. Das Geschehen richtet sich dabei nach den stärkeren Motiven, die schwächeren werden abgedrängt. Die Umsetzung von Motiven in Handlungen bezeichnet man als Motivation (vgl. http://www.sing-lang.uni-hamburg.de, 20.7.2005).

2.2 Motivation

„Die Motivation ist der Vorgang, durch den einer Handlung auf der Basis eines bestimmten Motivs der Antrieb gegeben wird. Im Unterschied zum Begriff des Motivs wird durch den Motivationsbegriff der Prozess bezeichnet, der die Dynamik des Handelns bedingt.“ (Microsoft Encarta Enzyklopädie Professional 2003). Die Motivation wird durch kognitive Prozesse, wie Erwartungen und Abwägung von Wahrscheinlichkeiten, angetrieben und beeinflusst. Der Ablauf des Motivationsgeschehens wird sowohl von der Person als auch von der aktuellen Situation bestimmt (vgl. Eberspächer 1987, 52-53).

2.3 Alltäglicher vs. fachpsychologischer Motivationsbegriff

Im psychologischen Sinne ist Motivation nicht das, was dieser Begriff im alltäglichen Zusammenhang, wie etwa mit schulischer Leistung oder mit Berufstätigkeit, bedeutet, also z.B. eine hohe Bereitschaft zur Leistungserbringung im Sinne eines außen liegenden, oft mit wirtschaftlichen Interessen begründeten Nutzenbegriffs. Der Motivationsbegriff im Sinne der Psychologie meint vielmehr den Drang zu einer Aktivität, unabhängig davon, ob diese einen bestimmten Nutzen hat, oder nicht. Der Begriff hat also keine positive Konnotation, sondern ist im Wesentlichen neutral. Hohe Motivation kann daher weder als gut noch als schlecht bezeichnet werden. In der Fachpsychologie ist dieser Begriff bewertungsfrei.

In der Motivationspsychologie können grundsätzlich zwei Perspektiven eingenommen werden: Man kann sich den unbewussten bzw. unreflektierten Prozessen widmen, deren Auslöser eines Verhaltensimpulses physiologischer oder emotionaler Natur sind; auf der anderen Seite kann man die bewussten und reflektierbaren Willensprozesse betrachten. Die Annahme, dass es zwei Arten von Motiven gäbe, geht auf verschiedene Untersuchungen Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Tests ergaben, dass bewusste und unbewusste Motive nicht miteinander korrelierten (http://www.stangl-taller.at, 2005). Neuere Untersuchungen ergaben, dass die explizite und die implizite Motivation keineswegs von einander zu trennen seien; vielmehr sind sie eng verbunden zu betrachten und beeinflussen sich gegenseitig (http://www.stangl-taller.at, 2005).

2.4 Entstehung von Motiven und Motivarten

Die Motivationsforschung beschäftigt sich grundlegend immer mit der gleichen Fragestellung:

„Wie und wodurch kommt eine Aktivität, eine Handlung und eine Bewegung zustande, und welches ist das Ziel der Handlung?“ (Thomas 1978, 98).

Menschen verhalten sich in unterschiedlichen Situationen auf verschiedene Arten und Weisen. Man kann also vermuten, dass dieses Handeln auf eine Vielzahl von Motiven und Zielen zurückzuführen ist. Wissenschaftler und Philosophen, wie z.B. Freud (s. Punkt 2.4.1) versuchten durch das Festlegen von Grundtendenzen und dem Aufstellen von Triebtheorien eine Art Ordnung in diese unüberschaubare Vielfalt zu bringen (vgl. Thomas 1978, 98).

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Details

Seiten
14
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640726905
ISBN (Buch)
9783640727636
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v159817
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen – Institut für Sportwissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
Motivation Sport Mental Erfolg

Autor

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Titel: Motivation im Sport – Mental zum Erfolg