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Die Aktivitätsfelder des Change Management in Geschäftsprozessen

Studienarbeit 2010 11 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Problemeinführung

2. Bedeutung des Change Managements
2.1 Begriff Change Management
2.2 Zielsetzung und Nutzen des Change Managements

3. Anforderungen an das Change Management

4. Hauptaufgaben des Change Managements im Geschäftsprozess
4.1 Kommunikation und Information
4.2 Integration und Partizipation
4.3 Schulung

5. Methoden für das Change Management

6. Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Problemeinführung

Da bekanntlich nichts beständiger ist als der Wandel, müssen sich die Menschen immer wieder mit Veränderungen und neuen Herausforderungen in ihrem Leben auseinander- setzen. Bezogen auf das unternehmerische Umfeld bedeutet dies, dass in der heutigen Zeit bspw. durch neue Kundenbedürfnisse, dem gesteigerten Wettbewerb oder durch die Einführung neuer Technologien die Unternehmen ständigen Veränderungsprozessen unterworfen sind. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Unterneh- men Projekte durchführen, die notwendig gewordene Veränderungen auch umsetzen, wobei die Umgestaltungsprozesse von den Leistungsträgern auch mitgetragen werden müssen.1 An diesem Punkt können sich jedoch Probleme in der Form ergeben, dass Pro- jekte zur Veränderung von Prozessen durch die Mitarbeiter im Unternehmen nicht ak- zeptiert bzw. nur halbherzig umgesetzt werden, da sich Menschen für gewöhnlich gegen Veränderungen wehren.2 Ein Change Management soll die betrieblichen Veränderungs- prozesse unterstützen und helfen, Widerstände bei deren Umsetzung zu überwinden.3 Welche Aktivitäten es dabei entfalten kann, wird in dieser Arbeit näher betrachtet.

2. Bedeutung des Change Managements

2.1 Begriff Change Management

Change Management bildet einen Kernprozess, mit dem Unternehmen - in einem sich ständig wandelnden geschäftlichen Umfeld - ihre Geschäftsstrategie realisieren können und trotzdem sowohl wettbewerbs- als auch handlungsfähig bleiben.4 Mit dem Change Management werden Veränderungsprozesse geplant, angeregt, reflektiert und stabili- siert, um diese durch die systematische sowie organisierte Anwendung von Wissen, Hilfsmitteln und Ressourcen durchzuführen.5 Hierbei bilden tief greifende bzw. grund- legende Veränderungen bei Werten, Paradigmen und Verhaltensweisen den Gegenstand des Change Managements,6 wobei dieser Prozess von Individuen, Gruppen sowie der gesamten Organisation mit getragen werden muss.7

2.2 Zielsetzung und Nutzen des Change Managements

Das Change Management leistet eine Unterstützung dahin gehend, den gesamten Wand- lungsprozess zu harmonisieren, welcher die notwendigen internen und externen Verän- derungsprozesse beinhaltet, die zur Sicherung der Überlebensfähigkeit des Unterneh- mens dienen.8 Dabei müssen immer die gleichen Veränderungsfaktoren berücksichtigt werden:9

- Strategie und Ziele, ergeben sich aus den Anforderungen des Marktes oder der Auftraggeber
- die sich daraus ergebende Unternehmensstruktur in der Aufbau- und Ablauforga- nisation
- Ausstattung des Unternehmens, z.B. in Technologie, des Budgets oder anderer Ressourcen
- betroffene Mitarbeiter mit ihren Fähigkeiten und ihrer Rolle im Unternehmen
- Führungskräfte, deren Aufgabe darin besteht, die miteinander verknüpften Verän- derungsfaktoren zu steuern.

Neben der Berücksichtigung dieser Faktoren, muss das Change Management auch die verschiedenen Verfahrensweisen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung miteinan- der verbinden, um ein Ergebnis bspw. im Hinblick auf den Umsatz und Gewinn oder die Kundenzufriedenheit zu erreichen, mit dem alle Beteiligten zufrieden sind.10 Dabei gilt es, jede am Veränderungsprojekt beteiligte Person einzubeziehen und dadurch so- wohl Willens- und Wissensbarrieren zu beseitigen als auch die Projektakzeptanz zu erhöhen.11 Ziel sollte sein, die Betroffenen dahingehend zu motivieren, dass sie die Ver- änderungen als Chance und Lernprozess verstehen.12 Damit wird erreicht, dass sich die Mitarbeiter sowohl mit der Strategie und den Zielen des Unternehmens identifizieren als auch Eigenverantwortung übernehmen und eine entsprechende Änderungsbereitschaft aufbringen; des Weiteren können durch ein erfolgreiches Change Management die Transparenz von Projektziel und -nutzen hergestellt sowie die projektbedingten Maß- nahmen umgesetzt werden.13

3. Anforderungen an das Change Management

Das Change Management sollte als Prozess behandelt werden, damit sich die daraus resultierenden Ergebnisse messen lassen; bei einem Prozess erfolgt eine eindeutige De- finition der Ziele, der relevanten Funktionen sowie Daten; darüber hinaus kann ein Pro- zess gesteuert und eindeutig beschrieben werden.14 Zur Umsetzung der Veränderungs- ziele und -strategie sollte ein Change Team gebildet werden, welches für einen eindeu- tigen, transparenten sowie zweiseitigen - für das gesamte Unternehmen bindenden - Informationsfluss zuständig ist.15 Denn offene Kommunikation und Vertrauen sind für das Change Management unternehmensinterner Veränderungen unabdingbar.16 Der für den Change Management Prozess erforderliche Kommunikationsplan sollte Hauptaus- sagen, relevante Kommunikationswege und geeignete Medien, Kontaktmöglichkeiten, Zeitpläne sowie die Möglichkeit zum Feedback beinhalten.17 Die Schritte, die der Change Management Prozess durchlaufen sollte, lassen sich wie folgt darstellen:18

1. Zielorientiertes Management: beinhaltet eine eindeutige und klare Zielformulie- rung, um Missverständnisse zu vermeiden sowie Akzeptanz für Veränderungsmaß- nahmen zu gewinnen.

[...]


1 Vgl. Schuh, Erfahrungen mit Change Management Projekten, S. 10; Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, S. 31.

2 Vgl. Hammer, in: Scheer u.a., Change Management im Unternehmen, Vorwort II S. VIII.

3 Vgl. Hammer, in: Scheer u.a., Change Management im Unternehmen, Vorwort II S. IX.

4 Vgl. Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 16; Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, S. 28

5 Vgl. Kostka/Mönch, Change Management, S. 9; Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 16.

6 Diese Veränderungen betreffen strategische, strukturelle sowie personelle Unternehmensgrößen, so Kostka/Mönch, Change Management, S. 9; vgl. Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Ver- änderungsprozessen, S. 28.

7 Vgl. Kleingarn, Change Management, S. 54.

8 Vgl. Du Mont, Change-Management, S. 39.

9 Vgl. Kostka/Mönch, Change Management, S. 15 f.; führen weiter aus, dass die erhofften Ergebnisse bei Veränderungsvorhaben nicht eintreten, wenn sich die Veränderungen nur auf einzelne Unterneh- mensfaktoren beschränken.

10 Vgl. Kostka/Mönch, Change Management, S. 17; Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, S. 31.

11 Vgl. Gontard/Neufang, ARIS - Das Change Management Instrument in Großprojekten - Ein Beispiel aus einer SAP-Einführung, S. 281; Schuh, Erfahrungen mit Change Management Projekten, S. 13.

12 Vgl. Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, S. 28 f.

13 Vgl. Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 17.

14 Vgl. Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 17.

15 Vgl. Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 17;

16 Vgl. Exeler/Wilms, Change Management mit ARIS, S. 27.

17 Vgl. Abolhassan, Der Change Management-Prozess bei IDS Scheer, S. 17;Beger/Gutzeit, Der Mensch im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen, S. 28 ff.

18 Vgl. Exeler/Wilms, Change Management mit ARIS, S. 28 ff.

Details

Seiten
11
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640770328
ISBN (Buch)
9783640770441
Dateigröße
414 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v159509
Institution / Hochschule
Fachhochschule Lausitz in Senftenberg
Note
1,3
Schlagworte
Consulting Change Management Geschäftsprozess

Autor

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