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Arbeit über den Drusenaufstand

Frankreichs Schwierigkeiten im Umgang mit der Selbstbestimmung der Bevölkerung in Syrien

Hausarbeit (Hauptseminar) 2000 33 Seiten

Geschichte - Asien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte
2.1. Die Besetzung Syriens durch die französischen Truppen und die Rolle des Nationalismus
2.2. Die französische Verwaltung
2.3. Die Struktur der Verwaltung

3. Die Religionsgemeinschaft der Drusen

4. Die Ereignisse, die zum Aufstand führten
4.1. Die Gemeinsamkeiten von Nationalisten und Drusen
4.2. Die wirtschaftliche Situation

5. Der Aufstand
5.1. Erste Zusammenstöße zwischen Drusen und Mandatsmacht .
5.2. Der Verlauf des Aufstandes
5.3. Zusammenstöße zwischen Nationalisten und der Mandatsmacht
5.4. Die Ausbreitung der Aktivitäten in den Norden
5.5. Strategien, den Aufstand auszuweiten
5.6. Die Schlussphase des Aufstandes
5.7. Der Abschluss der Kampfhandlungen

6. Schluss

7. Quellen

8. Literaturverzeichnis

9. Zeichenerklärung

1. Einleitung

In dieser Arbeit soll die Entwicklung zum Aufstand der Drusen, der von 1925-1927 stattfand, beschrieben werden. Dieser Aufstand ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil er sich über die Ethnie und Religions- gemeinschaft der Drusen hinaus zu einem Aufstand in ganz Syrien ausweitete. Die Franzosen, die zu dem Zeitpunkt als Mandatsmacht das Land verwalteten, sahen sich einer Phalanx aus intellektuellen Nationalisten und drusischen Bergbauern gegenüber, die sich ihrer Herrschaft widersetzten. Die Fragen, die sich stellen, sind: Wie konnten die intellektuellen Eliten aus Damaskus und den anderen großen Städten sich mit den Drusen verständigen, um einen gemeinsamen Aufstand zu koordinieren? Wo lagen die Gemeinsamkeiten und Gegensätze der unterschiedlichen am Aufstand beteiligten Gruppierungen?

Als Quellengrundlage soll der Bericht der französischen Mandats- verwaltung für Syrien und Libanon an den Völkerbund dienen. Hier wird beschrieben, wie die Lage eskalierte und es zu bewaffneten Ausein- andersetzungen kommen konnte. In diesen Berichten wird auch die Aussage getroffen, dass die Drusen alleine, provoziert durch ihre besonders schwieriges Verhältnis zu Obrigkeiten und ihre komplizierten Vorstellungen von Ehre und Tradition, für den Ausbruch des Aufstandes verantwortlich waren. Diese Einschätzung soll in dieser Arbeit überprüft und analysiert werden.

Zuerst werde ich die Vorgeschichte kurz skizzieren, dann die Rahmenbedingungen der zu bearbeitenden Region vorstellen, um auf das eigentliche Thema dieser Arbeit einzugehen. Dabei werde ich die Religionsgemeinschaft der Drusen ausführlich darstellen und ihre Beziehungen zu den Nationalisten in den städtischen Gebieten klären. Das Schlussresümee soll schließlich mögliche Antworten auf die oben gestellten Fragen vorstellen.

Die Berichte der französischen Mandatsverwaltung beschreiben ausführlich die Ereignisse aus der französischen Perspektive.1 Hierbei ist zu beachten, dass die Situation Frankreichs in den Gebieten des Nahen Ostens auch immer im Zusammenhang mit den Ereignissen in Europa und der Politik des Völkerbundes zu sehen ist. Ohne dass ich weiter auf den Völkerbund eingehe, ist zu beachten, dass Frankreichs Interesse in dieser Zeit, wie im späteren Verlauf dieser Arbeit noch deutlich werden wird, vor allem auf seine Positionierung zu Deutschland gerichtet war.

Zwei Werke der Sekundärliteratur sind von zentraler Bedeutung für diese Arbeit: Zum einen die Arbeit von Philip S. Khoury2, zum anderen die Arbeit von Birgit Schäbler3. Khoury geht sehr ausführlich auf den Ablauf der französischen Mandatsverwaltung ein, während Schäbler die Lebensweise der Drusen beschreibt. Bei der Umschrift der drusischen Namen lege ich die Arbeit von Birgit Schäbler zu Grunde. Für die geläufigeren Namen beziehe ich mich auf die Schreibweise, die in der „Geschichte der Arabischen Welt“ von Ulrich Haarmann benutzt wird.4

2. Die Vorgeschichte

Durch die Niederlage des Osmanischen Reiches im 1. Weltkrieg und dessen in der Folge von den Entente-Mächten durch diverse Abkommen5 in Einflusssphären aufgeteilten Gebiete kam es dazu, dass der nördliche Teil des historischen Syriens6 unter französische Kontrolle fiel. Die Franzosen bekamen das Mandatsgebiet Syrien inklusive des späteren Libanon zugesprochen.7 Irak, Palästina und Trans-Jordanien kamen unter britische Kontrolle. Russland fiel aufgrund der Revolution aus den Abkommen heraus. Italien gab seine Ansprüche in Anatolien wegen des starken Widerstandes der Türken auf. Im Folgenden konzentriere ich mich daher aufgrund der räumlichen Relevanz für den Aufstand der Drusen auf die Politik Frankreichs und Großbritanniens.

Die französische Regierung, die sich seit 1860 als Schutzmacht der katholisch-unierten Maroniten sah, wollte den Christen ein möglichst großes Refugium innerhalb ihres Mandatsgebietes zugestehen.8 Dabei wurde der Wunsch der nichtchristlichen Bevölkerungsgruppen nach Selbstverwaltung, wie sich noch später herausstellen wird, kaum berücksichtigt. Daraus ergaben sich von Beginn an Probleme. Es gab noch weitere Gründe, warum Frankreich an dem Gebiet zwischen Alexandretta im Norden, Tyros im Süden und Mossul im Osten interessiert war: Investitionen in die Infrastruktur, Häfen und Straßen sollten sich schon bald für die Franzosen auszahlen und einen strategischen Vorteil für die weitere wirtschaftliche Erschließung bringen. Die Basis war zuvor durch die Übernahme der Anteile des Deutschen Reiches an der TPC gelegt worden.9 Zu Beginn hofften die Franzosen selbst auf weiteres Öl zu stoßen, wurden aber nach vielen Bohrversuchen enttäuscht. Weiterhin sollte, vor allem durch die Kolonialpartei in Frankreich unterstützt, die kulturelle Durchdringung des Landes zu Vorteilen führen und die christlich-französische „Botschaft“ verbreiten.10 Spätestens ab 1933 war der Französischen Regierung klar, dass die strategischen und wirtschaftlichen Vorteile des Mandates sich in Grenzen hielten und es allenfalls Prestige einbrachte.11

Das Gebiet Richtung Norden wurde sehr schnell durch die „Grüne Armee“ unter Mustafa Kemal Pascha bedroht, so dass weitere Expansionspläne in Richtung Anatolien und Armenien fallengelassen wurden.12 Die finanzielle Lage war nach dem Ersten Weltkrieg außerdem so prekär, dass keine größeren militärischen Aktionen finanziert werden konnten.13

Die Bevölkerung der besetzten Gebiete hoffte auf die von den 14 Punkten Wilsons gestützte Selbstbestimmung der Völker und formierte sich schon am 3. Juni 1919 zum Allgemeinen Syrischen Nationalkongress, um die sofortige Unabhängigkeit Syriens einschließlich des Libanons, Palästinas und Teilen des heutigen Irak unter der Herrschaft von Faisal ibn Al-Husayn als König zu fordern und der King-Crane-Kommission zu unterbreiten.14 Schon vorher war Faisal auf der Pariser Friedenskonferenz gewesen, um mit dem damaligen französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau über den zukünftigen Status Syriens zu verhandeln. Die Gespräche verliefen für beide positiv. Faisal akzeptierte die Unterstützung Frankreichs bis zur Unabhängigkeit, und Frankreich hatte Zeit gewonnen, um den ersten Schritt als Mandatsmacht ohne direkte Konfrontation mit der syrischen Elite, die Besetzung des Landes durch französische Soldaten, durchzuführen.15 Beide unterschätzten aber die mangelnde Einigkeit der arabisch muslimischen Seite. Gegen Faisal wurde während seiner Zeit in Paris intrigiert, und als er wieder zurückkehrte, die Verhandlungsergebnisse als Misserfolg gewertet. So kam es dann bei der Besetzung durch die französischen Soldaten zu Kämpfen, die mit der Niederlage der syrischen Truppen bei Maysalun am 24. Juli 1920 eine entscheidende Wendung erhielten und die Besetzung durch die zukünftige Mandatsmacht einleiteten.16

Als Frankreich das Mandat für Syrien und den Libanon in San Rémo am 25. April 1920 zugesprochen bekam, gab es theoretisch mehrere Möglichkeiten, das Land zu verwalten. Doch praktisch hatten sich die Franzosen für eine Verwaltung nach marokkanischem Vorbild schon entschieden. Vor allem die Ergebnisse der durch den amerikanischen Präsidenten Wilson initiierten und von den anderen Siegermächten boykottierten King-Crane-Kommission wurden dabei nicht berücksichtigt. Die USA waren bei den Verhandlungen mit dem Osmanischen Reich nicht direkt beteiligt, da sie ihm nicht den Krieg erklärt hatten. Daher fehlte den USA auch die Einflussmöglichkeit auf die spätere Organisation der Mandatsverwaltung. Ein weiterer Grund für die fehlenden Einflussmöglichkeiten der USA war die Nichtmitgliedschaft im Völkerbund. Dieser war zwar auch von Woodrow Wilson initiiert worden, doch der US-Senat hatte dem Beitritt nicht zugestimmt].17 Den Briten und Franzosen kam das gelegen, da sie besser die in den Geheimverhandlungen vom 16.5.1916 zwischen Picot, Sykes und Sassonow vereinbarten Grenzziehungen umsetzen konnten.18 Die Russen waren durch die Revolution als Partner ausgefallen und hatten die Britische wie auch die Französische Regierung kurzfristig in Schwierigkeiten gebracht, da die Bolschewiki das Geheimabkommen zwischen Frankreich, Großbritannien und dem zaristischen Russland noch vor Kriegsenden veröffentlichten.19 Doch Großbritannien konnte das Misstrauen unter den verbündeten Arabern zerstreuen, indem die Hoffnung auf Unabhängigkeit nach dem Krieg bestärkt und die Wichtigkeit des Sykes-Pikot Abkommens heruntergespielt wurde.20 Zu dieser Strategie der Beruhigung der Araber gehörten die Botschaft von Hogarth vom Januar 1918 und das Abkommen der Sieben vom Juni 1918.21 Letztgenannte Beschlüsse bestätigten die Vereinbarungen der Hussein-McMahon Korrespondenz und beruhigten die arabische Seite.22 Da der Ausgang des Krieges bis zum Waffenstillstand am 11. November noch nicht fest stand, war diese Entwicklung für die Entente Mächte sehr wichtig. Weiterhin war das Sykes-Pikot Abkommen, dank der Hussein- MacMahon Korrespondenz und der damit für die Briten verbundenen günstigeren Verhandlungsposition gegenüber Frankreich, in ihrem Sinne gestaltet worden. D.h. den Franzosen fehlte der Rückhalt in der arabischen Bevölkerung, und der Wunsch nach einer komplett französischen Levante konnte nicht erfüllt werden. Die Briten hatten das Ziel, eine Landverbindung zwischen Basra und dem Mittelmeer zu erhalten. Diese Verbindung sollte dazu dienen, eine Bahnlinie zwischen Basra und z.B. Haifa errichten zu können, um eine weitere Verbindung unabhängig vom Suezkanal innerhalb ihres Kolonialreiches zu haben.

2.1. Die Besetzung Syriens durch die französischen Truppen und die Rolle des Nationalismus

Wie weiter oben schon erwähnt, kam es zu einem Gespräch zwischen Clemenceau und Faisal auf der Pariser Friedenskonferenz. Faisal wollte die in Syrien schon fast vollendeten, die Unabhängigkeit des Landes betreffenden Tatsachen im Nachhinein absegnen lassen und mit den bekannten Plänen der Französischen Regierung abstimmen. Diese Absprachen scheiterten jedoch vollkommen und wurden am Ende mit Waffengewalt durch die Franzosen in ihrem Sinne gelöst.

Die Truppen der Briten, die bis dato die Gebiete besetzt hielten, zogen Mitte November 1919 geordnet ab und überließen den Franzosen bis zu den vereinbarten Grenzen das Feld. Die britische Regierung hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Unabhängigkeitsbestrebungen der Araber in den Gebieten des heutigen Syriens und des Libanons, die später den Franzosen zufallen sollten, weder behindert noch unterstützt. Die Franzosen galten den Briten auf der kolonialpolitischen Bühne immer noch als Rivalen, und sollten es deshalb nicht zu einfach in ihren neuen Mandatsgebieten haben. Noch während der Phase des Abzugs der britischen Truppen drohten die arabischen Nationalisten mit Aufständen, um eine Besetzung durch Frankreich zu verhindern.23

Die Franzosen ihrerseits hatten mehrere Gründe, nicht mit den Nationalisten zusammen zu arbeiten:

Der erste Grund bestand in der Angst vor dem Nationalismus, der nur den moslemischen Fanatismus verdecken und somit ein Angriff auf den „christlichen Kulturraum“ darstellte würde. Damit war eine Zusammenarbeit mit den Führern und Köpfen der Nationalisten um Faisal sehr schwierig geworden. Die Briten hatten sich, wie schon weiter oben erwähnt, die bessere Position durch die Korrespondenz zwischen Hussein und McMahon gesichert. Den Franzosen blieb daher nur die Zusammenarbeit mit den regionalen ethnischen und religiösen Minderheiten. Hierunter zählten vor allem die Alawiten, Drusen, Schiiten, Armenier und Kurden. Die meisten christlichen Konfessionen waren aufgrund der langen französischen Einflussnahme ohnehin zur Zusammenarbeit bereit.

Der zweite Grund bestand darin, dass diese Minderheiten im Falle der Etablierung eines sunnitischen Kalifats durch die Haschemiten um Faisal nicht so anfällig für unerwünschte Einflüsse gewesen wären. Hinzu kam mit den Zionisten in Palästina eine weiter Fraktion die eine immer wichtigere Rolle im Nahen Osten, von den Briten durch die Balfour-Deklaration vom 2.11.1917 protegiert, übernahm.

Der dritte Grund, warum die Franzosen nicht mit den Nationalisten in Syrien zusammenarbeiten wollten, war die Sorge, dass die Idee der Selbstbestimmung nach Nordafrika in die wirtschaftlich viel wichtigeren Gebiete Frankreichs hätte überspringen können.24

Das Hauptziel der französischen Außenpolitik war viel mehr wie auch schon zu der Friedenskonferenz in Paris, die Sicherung der Grenze zu Deutschland und der rasche Aufbau einer sicheren Verteidigung, sowie die Sicherung des westlichen Mittelmeeres. Dafür wurden sehr viele Ressourcen aus den Kolonien benötigt.

2.2. Die französische Verwaltung

Die Franzosen teilten das ihnen zur Verwaltung unterstellte Gebiet in mehrere Staaten auf. In einem Erlass vom 5. Dezember 1924 wurden die Gebiete Aleppo, Damas und der Sanjak Alexandretta zum Staat Syrien mit der Hauptstadt Damaskus gebildet. Ebenfalls am 5. Dezember 1924 wurde der Staat der Alawiten der aus den Sanjaks von Latakia und Tartus mit der Hauptstadt Latakia gegründet.25 Damit schufen sie kleine Räume in denen relativ homogene Bevölkerungsstrukturen vorherrschten. Auf der anderen Seite wurden damit Handelsräume, Gebiete mit einer alten Identifikationsstruktur auseinandergerissen..26

[...]


1 Rapport À La Société Des Nations Sur La Situation De La Syrie Et Du Liban, Année 1925, République Française, Ministère Des Affaires Étrangères, Paris, Imprimerie National, 1926 und Année 1927 - 1928.

2 Khoury, Philip S.: Syria and the French Mandate, The Politics of Arab Nationalism 1920- 1945, Princton, 1987.

3 Schäbler, Birgit: Aufstände im Drusenbergland, Ethnizität und Integration einer ländlichen Gesellschaft Syriens vom Osmanischen Reich bis zur staatlichen Unabhängigkeit 1850- 1949, Gotha, 1996.

4 Haarmann, Ulrich(Hrsg.): Geschichte der arabischen Welt, München, 2001, 4. Auflage. Siehe Kapitel 9.

5 Während des Krieges einigten sich die Mächte Großbritannien, Frankreich, Russland und Italien in Geheimabkommen über die Aufteilung des Osmanischen Reiches: Bei diesen handelt es sich um: 10.4.1915 das Konstantinopelabkommen, das Abkommen von London vom 26. April 1915, das Sykes-Pikot Abkommen am 16.5.1916, die Husayn-McMahon Korrespondenz vom 14.7.1915-10.3.1916, das Saint Jean de Maurienne Abkommen vom

17. April 1917, die Balfourdeklaration vom 2. November 1917, die Botschaft von Hogarth vom Januar 1918, die Deklaration der Sieben vom Juni 1918. Howard, Harry N.: The KingCrane Commission, Beirut, 1963, S. 19.

6 Mit historischem Syrien sind die heutigen Länder Israel, Jordanien, Libanon, Palästina und Syrien gemeint.

7 Dies geschah am 12.8.1922 in Genf.

8 Die Franzosen intervenierten 1860 zugunsten der Maroniten im Kampf gegen die Drusen. Erst als die Briten zugunsten der Drusen eingriffen einigten sich die Beteiligten auf einen autonomen Sandschak unter der Führung eines christlichen Gouverneurs. Siehe auch: Matuz, Josef: Das Osmanische Reich, Grundlinien seiner Geschichte, Darmstadt, 1996, 3.Auflage, S. 233.

9 TPC: Turkish Petroleum Company. Mejcher , Helmut: Sinai, 5.Juni 1967, Krisenherd Naher und Mittlerer Osten, 1998, München, S. 150ff.

10 Die Ziele des französischen Kolonialismus waren komplex, irrational und geprägt durch die Niederlage 1870/71. Schölling, Gregor: Das Zeitalter des Imperialismus in: Oldenbourg, Grundriss der Geschichte, Bleicken, Gall, Jakobs(Hrsg.), München, 1991, Band 15, S. 136.

11 Yapp, M.E.: The Near East since the first World War, London and New York, 1991, S. 86.

12 Die Gebietsabtrennungen des ehemaligen Osmanischen Reiches die Auf der Friedenskonferenz von Sèvres durch die Entente Mächte diktiert wurden, hatte Mustafa Kemal, der später Atatürk genannt wurde, nicht akzeptiert und den Kampf gegen die Besatzungsmächte fortgesetzt. Die Franzosen schlossen am 20.10.1921 im Vertrag von Ankara endgültig Frieden mit den Türken. Griechen, Italiener und Briten wurden bis 1924 bekämpft. Der „Krieg“ endete somit für die Türkei erst mit der Ausrufung der Republik, am 29.10.1923 und der Abschaffung des Kalifats am 3.3.1924.

13 Vor allem die „Rheinlandfrage“ war für die Französische Regierung entscheidend. Die Politik zentrierte sich auf die Schwächung Deutschlands. Siehe auch: Haas, Christa: Die Französische Völkerbundspolitik 1917 - 1926, Dortmund, 1996, Inauguraldissertation der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, S. 78-81.

14 Henry Churchill King war seit 1902 der Präsident des Oberlin Collage. Er war ein Kenner des biblischen Palästinas und Mitglied des YMCA. Charles R. Crane hatte seine eigene Firma für die Herstellung von Rohren. Er war der Vizevorsitzende des Finanzkomitees von Wilsons Kampanginenfonds und hatte schon viele Reisen in den Nahen Osten gemacht. Die Kommission sollte, gemäß der 14 Punkte Wilsons, die Wünsche der einheimischen Bevölkerung in Hinsicht auf die zukünftige Regierung feststellen. Howard, Harry N.: The King-Crane Commission, Beirut, 1963.

15 Rusell, Malcom B.: The First Modern Arab State, Syria under Faisal, 1918-1920, Minneapolis, 1985, S. 36.

16 Abu Khaldun, Sati al-Husri: The Day of Maysalun, A Page from Modern History of the Arabs, Washington, 1966, S.3.

17 Ostrower, Gary B.: The Leag of Nations, from 1919 to 1929, New York, 1996, S. 27.

18 Die russische Regierung war ursprünglich am Sykes-Pikot Abkommen beteiligt gewesen. Für die russische Seite führte Sassonow die Verhandlungen. Das Abkommen bestätigte das Konstantinopel-Abkommen vom März - April 1915, in dem Russland der Bosporus zugesprochen wurde. Auf der anderen Seite waren die Ereignisse im Nahen Osten, sicher nicht im Zentrum des Interesses des Völkerbundes und dessen Instrumentalisierung durch die Briten und Franzosen.

19 Howard, Harry N.: The King-Crane Commission, Beirut, 1963, S. 4.

20 Dessen Vereinbarungen auch durch die Ereignisse des Krieges auf nun veränderten Prämissen beruhten. Mejcher, Helmut: Der arabische Osten im 20. Jahrhundert 1914-1985, Haarmann, Ulrich (Hrsg.): Geschichte der Arabischen Welt, München, 2001, 4. Auflage, S. 443.

21 Dawn, C. Ernest: From Ottomanism to Arabism, Essays on the Origins of Arab Nationalism, Urbana, Chicago, London, 1973, S. 114ff.

22 In der Hussein-MacMahon-Korrespondenz vom 14. Juli 1915 bis zum 10. März 1916

verhandelten die Briten und die Haschemiten und die zukünftige Aufeilung der Gebiete des Osmanischen Reiches. Es bildet die Grundlage für die arabische Unterstützung der Kriegsführung der Brieten in Syrien. Mejcher, Helmut: Der arabische Osten im 20. Jahrhundert 1914-1985, Haarmann, Ulrich (Hrsg.): Geschichte der Arabischen Welt, München, 2001, 4. Auflage, s. 440.

23 Rusell, Malcom B.: The First Modern Arab State, Syria under Faisal, 1918-1920, Minneapolis, 1985, S. 106-113.

24 Khoury, Philip S.: Syria and the French Mandate, The Politics of Arab Nationalism 1920- 1945, Princton, 1987, S.53.

25 Ein Sanjak war ein Verwaltungsbezirk im Osmanischen Reich. Der Begriff „Staat“ ist für die einzelnen Territorien sicher zu hinterfragen aber doch zu vertreten, da sie von den Franzosen als solche behandelt wurden und über einige Kennzeichen eines Staatswesens verfügten.

26 Khoury, Philip S.: Syria and the French Mandate, The Politics of Arab Nationalism 1920- 1945, Princton, 1987, S.57.

Details

Seiten
33
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783640719099
ISBN (Buch)
9783640719549
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v159198
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,0
Schlagworte
Arbeit Drusenaufstand Frankreichs Schwierigkeiten Umgang Selbstbestimmung Bevölkerung Syrien

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Titel: Arbeit über den Drusenaufstand