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Selbstgesteuertes Lernen in der beruflichen Bildung

Ein Überblick

Referat (Ausarbeitung) 2010 14 Seiten

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Eingliederung der Ausarbeitung in den Seminarkontext

2. Problemaufriss

3. Von der Relevanz des selbstgesteuerten Lernens in der Praxis

4. Methoden des selbstgesteuerten Lernens
4.1 Methoden des selbstgesteuerten Lernens in der Literatur
4.2 Eine exemplarische Auflistung
4.3 Beispielhafte Beschreibung einiger Methoden
4.3.1 Projektmethode
4.3.2 Stationenlernen
4.3.3 Wochenplanarbeit
4.3.4 E-E-E

5. Die neue Rolle des Lehrenden

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Wie oft erinnert man sich an die Zeit der Schule, Ausbildung, Studium, Aus- und Weiterbildung und die damit verbunden zähen Unterrichtsstunden, die einfach nicht verrinnen wollten, zurück. Ein jeder von uns kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch gut an solche Situationen erinnern. Aber sicherlich gab es auch die Stunden, in denen man sich gewundert hat, dass die Zeit schon wieder um und scheinbar so schnell verronnen war, in denen man vom Lehrenden beschäftigt wurde und Spaß daran hatte, sich neue Lerninhalte selbstständig zu erarbeiten, in denen man so stark in einen Lernprozess vertieft war, dass man gar nicht auf die Idee kam einen Blick auf die Uhr zu werfen. Nach diesen Stunden hatte man dann auch meist das Gefühl etwas gelernt zu haben. Gerade, aber nicht nur, durch Prozesse des selbstgesteuerten Lernens (das ab hier als SL bezeichnet werden soll) werden solche Gefühle bei den Lernenden erreicht.

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich daher im Schwerpunkt mit den Methoden des SL und muss immer unter dem Schwerpunkt der beruflichen Bildung betrachtet werden. Hierfür wird zu Beginn eine Eingliederung dieser Ausarbeitung in den Seminarkontext vorgenommen, anschließend folgt der eigentliche Problemaufriss gefolgt von der Relevanz des selbstgesteuerten Lernens für die Praxis. Danach schließt mit den Methoden des SL der eigentliche Schwerpunkt dieser Ausarbeitung an. Hierzu wird mit der neuen Rolle des Lehrenden ein weiterer wichtiger Aspekt ergänzt. Abschließend werden in einem kurzen Fazit noch einmal die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und mögliche weitere Fragestellungen erläutert.

1. Eingliederung der Ausarbeitung in den Seminarkontext

Bei dieser Ausarbeitung ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht für sich alleine betrachtet, sondern in den Kontext des Seminars „Portfolio, Lerntagebuch & Co. Instrumente zur Unterstützung selbstgesteuerten Lernens und zur Zertifizierung?“ eingegliedert werden muss.

Was bedeutet dies für den Leser? Sie muss in den Zusammenhang mit den jeweiligen Ausarbeitungen von Tobias Münzel und Michael Mayerosch gesetzt werden. Grundlage hierfür war ein umfangreiches Gruppenreferat, welches während des Seminarblocks gehalten wurde. Wer an dieser Stelle also grundlegende Erläuterungen zu den Begriffen des selbstgesteuerten Lernens, der geschichtlicher Herkunft und den bildungspolitischen Zusammenhängen erwartet, wird in dieser Ausarbeitung nicht fündig werden. Der Themenschwerpunkt liegt, wie einleitend bereits formuliert wurde, auf den Methoden und der Relevanz des SL in der heutigen Gesellschaft. Was bringt dem Leser also das reine Methodenwissen? Das Wissen über verschiedene Methoden, die beim SL zum Einsatz kommen, soll dem Leser als eine Art Übersicht dienen. Nach dem, häufig ermüdenden, durcharbeiten von theoretischen Konstrukten und Vorgehensweisen wird hier ein konkreter Einblick die Praxis des SL gegeben. Dieser ist nicht allumfassend, gibt dem Leser jedoch einen guten Überblick und versetzt ihn in die Lage, möglicherweise auch eigene Interessensschwerpunkte zu bilden. Wer also auf der suche nach praxisbezogenen Methoden ist, wird hier mit großer Wahrscheinlichkeit fündig werden.

2. Problemaufriss

„Am Anfang war die Tafel...“ so lautete der Titel eines Buches von Rudolf Donnert aus dem Jahre 1990. Dieser Buchtitel fast den Gedanken zusammen, der sich in nahezu jedem Fachbuch zu dieser Thematik wiederfindet: Der schnelle Wandel, gerade in der beruflichen Bildung, hat zur Folge, dass das Aneignen neuer Kompetenzen, Fähigkeiten und neuen Wissens meist von der Eigeninitiative der Person selbst abhängt und nicht mehr von einem Lehrer vor einer Tafel. Um das persönliche Wachstum zu verbreitern müssen also neue Wege bestritten, Fertigkeiten aufgefrischt und persönliche Verhaltensweisen verändert werden. Dabei gilt fast immer: Wer rastet, der rostet und wer stehenbleibt fällt zurück. (vgl. Donnert 1990, S. 5) Ein jeder von uns hat diese Sprichwörter sicherlich schon einmal gehört. Doch gerade in diesem Kontext sind sie so zutreffend wie selten zuvor.

Ein weiterer Aspekt spricht für den Einsatz verschiedener Methoden des SL in der beruflichen Weiterbildung: Ein Großteil der professionellen Lehre (zumindest erhebt sie diesen Anspruch) in den meisten Weiterbildungsinstitutionen ist von einer Armut im methodischen Vorgehen geprägt (vgl. Kommescher 1987, S. 7). Auf die heutige Zeit übertragen dominieren dabei häufig zwei Methoden:

1. Der Frontalunterricht

Bei dieser Form verfallen die Dozenten häufig in einen endlosen, von einer Powerpoint-Präsentation unterstützen, Monolog. Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer weicht hierbei relativ schnell einem Zustand der Langeweile und somit auch Unaufmerksamkeit.

2. Die Gruppenarbeit

Diese Form stellte sich anfänglich als sehr abwechslungsreich heraus, wird aber durch ihren beinahe alltäglichen Einsatz in Bildungsinstitutionen als lästig und nicht zielführend erachtet. Häufig wird ihr daher der Status eines „Lückenfüllers“ aufgrund mangelnder Kreativität des Dozenten zugesprochen.

Ein letzter Aspekt soll hier abschließend die Wichtigkeit der Methoden des SL darstellen. Lernende sollen im Idealfall ihre eigenen Lehrer sein. Dies ist nicht zuletzt eine alt pädagogische Forderung, sondern ein aktuell relevanter Trend in der pädagogisch-psychologischen Diskussion. Nicht selten vermischen sich dabei ideologische, gesellschaftliche und pädagogisch-psychologische Argumente. (vgl. Konrad 1999, S. 10)

3. Von der Relevanz des selbstgesteuerten Lernens in der Praxis

Folgende Tabelle zeigt die typische Aufgabenverteilung zwischen Lehrenden und Lernenden. Dass sie damit den Unterrichtsalltag an deutschen Schulen widerspiegelt soll uns an dieser Stelle nicht weiter stören, da sie sich ohne nennenswerten Aufwand oder Abweichungen auf die berufliche Bildung übertragen lässt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. Konrad 1999, S. 14)

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Details

Seiten
14
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640749690
ISBN (Buch)
9783640749775
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v159005
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg – Berufs- und Betriebspädagogik
Note
2,0
Schlagworte
Selbstgesteuertes Lernen Schule Bildung Lernen Methoden

Autor

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Titel: Selbstgesteuertes Lernen in der beruflichen Bildung