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Emily Apter - Twenty theses on translation

Nothing or everything is translatable?

Essay 2010 4 Seiten

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe

Emily Apter - Twenty theses on translation Nothing or everything is translatable?

Im Laufe der Jahrtausende entstanden durch die vielen Völker, die sich auf unserem Planeten an den unterschiedlichsten Orten ansiedelten, eine Vielzahl von verschiedenen Sprachen und Dialekten. Aus diesem Grund ist es, selbst in unserer Zeit, unverzichtbar, Übersetzungen anzufertigen, um mit den verschiedenen Nationen zu kommunizieren. Doch was ist eigentlich eine Übersetzung?

Übersetzung ist, einem Lexikoneintrag entnehmend, die „Übertragung eines Textes in eine andere Sprache“[1]. Doch obwohl die Definition des Begriffs der Übersetzung treffend und simpel zu sein scheint, verbirgt die oberflächliche Beschreibung ein Problem, auf das an dieser Stelle nicht hingewiesen bzw. eingegangen wird. Emily Apter hingegen versucht in ihrem Buch „The Translation Zone- A New Comparative Literature“ anhand von zwanzig Thesen den Begriff und die Problematik des Übersetzens zu beschreiben und zu spezifizieren.

Apters Thesen unterliegen einem bestimmten Aufbau und zeigen von der ersten bis zur letzten Behauptung einen Fortschritt. Zunächst vertritt Apter in ihrer ersten These „Nothing is translatable“ die Meinung, dass nichts übersetzbar sei. Innerhalb der Thesen zwei bis neunzehn definiert sie den Begriff der Übersetzung mit Hilfe von Vergleichen, Metaphern, etc. und zeigt sowohl positive als auch negative Aspekte der Übersetzung. „Translation is the traumatic loss of native language“ und „The translation zone is a war zone“[2] sind hierbei einige der negativen Seiten der Übersetzung. Positive Aspekte, die sich vor allem bei den letzten Thesen finden lassen, sind unter Anderem „Translation can transpose nature into data“ und „Translation is a technology“[3]. Bei näherer Betrachtung der Anordnung der Thesen wird deutlich, dass zu Beginn der Aufzählung überwiegend negative und zum Schluss beinah nur noch positive Beschreibungen der Übersetzung aufgestellt wurden. Dieser Übergang vom zuerst Negativen zum Positiven erklärt die letzte ihrer Thesen, in der es heißt, dass alles übersetzbar sei.

Da die genannten Thesen nicht durchnummeriert sind und Apter damit dem Leser die ,richtige‘ Reihenfolge der Thesen nicht vorschreibt, ist es ebenso möglich den Weg von „Everything is translatable“ zu „Nothing is translatable“ zu gehen, da in diesem Fall des Lesens von Hinten nach Vome die Thesen zunächst positiv und zuletzt negativ sind.

[...]


[1] http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/unterhaltung/buecher/index.page=1264414.html (01.05.2010).

[2] „Übersetzung ist der traumatische Verlust einer angeborenen Sprache" und „Das Übersetzungsgebiet ist ein Kriegsgebiet".

[3] „Übersetzung kann Natur in Daten transportieren" und „Übersetzung ist eine Technologie".

Details

Seiten
4
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640744701
Dateigröße
387 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v158603
Institution / Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Schlagworte
Emily Apter Emily Apter Twenty Theses Translation Essay

Autor

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Titel: Emily Apter - Twenty theses on translation