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Die Frauenfigur in der (west-)europäischen Literatur um 1800 in Austens "Emma", Flauberts "Madame Bovary" und Fontanes "Effi Briest"

Masterarbeit 2006 66 Seiten

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Stellung der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts
2.1. Allgemeines
2.2. England um 1800
2.3. Frankreich um 1850
2.4. Deutschland um 1890

3. Stereotypen des Weiblichen in der Literatur
3.1. Akzeptierte Weiblichkeit
3.2. Fatale Weiblichkeit

4. Die Darstellung der Frau in Emma
4.1. Hintergründe
4.2. Weibliche Stereotypen
4.3. Realitätsbezug und Einfluss

5. Die Darstellung der Frau in Madame Bovary
5.1. Hintergründe
5.2. Weibliche Stereotypen
5.3. Realitätsbezug und Einfluss

6. Die Darstellung der Frau in Effi Briest
6.1. Hintergründe
6.2. Weibliche Stereotypen
6.3. Realitätsbezug und Einfluss

7. Der Vergleich der Romane
7.1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
7.2. Stereotypen des Weiblichen
7.3. Fiktion und Wirklichkeit

8. Der Einfluss von Literatur auf die Gesellschaft

9. Schlussbetrachtung

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Schrift hat in der Geschichte der Menschheit stets eine bedeutende Rolle gespielt. Mit der Literatur im engeren Sinne, vor allem seit Erfindung des Buchdrucks, wurde und wird das Leben vieler Menschen revolutioniert. Literatur hat die Menschen von jeher bewegt, beeindruckt und zum Nachdenken veranlasst.

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, in welchem Maß Literatur Einfluss auf eine Gesellschaft hat. Da es aber viele Aspekte gibt, unter denen man diese Beziehung untersuchen kann, werde ich mich auf ein Thema beschränken, an dem man meiner Meinung nach besonders diesen Einfluss bemerken kann: Die Darstellung der Frau.

Das 19. Jahrhundert bietet dabei den reichhaltigsten Hintergrund, da hier bereits eine Menge Literatur in Form von Zeitungen, Romanen oder wissenschaftlichen Abhandlungen existierte, die von immer mehr Menschen gelesen wurden. Besonders die Erziehungsromane erhielten Einzug in die bürgerlichen und adeligen Haushalte. Gesellschaftlich ist das 19. Jahrhundert ein Zeitalter der Umbrüche: Revolutionen, Kriege, die soziale Frage und die Industrialisierung machen die Menschen sowohl geistig als auch körperlich mobil. Die Printmedien waren dabei ein wichtiger Begleiter.

Diese Arbeit will versuchen, die Aspekte der Gesellschaftsforschung mit denen der Literaturanalyse zu verbinden und zieht dazu je einen ausgewählten Roman der Engländerin Jane Austen, des Franzosen Gustave Flaubert und des Deutschen Theodor Fontane heran, um die tatsächliche Stellung der Frau im westlichen Europa des 19. Jahrhunderts mit ihrer Darstellung in der Literatur zu vergleichen und einen Zusammenhang bzw. eine Wechselwirkung aufzuzeigen. Dabei soll auch auf die Veränderung bzw. Entwicklung der Lage der Frau eingegangen werden. Es stellt sich die Frage, ob die Literatur ihrer Zeit voraus war, wie es bei Jane Austen oft behauptet wird, oder hinter ihrer Zeit herhinkt, wie man es bei Theodor Fontane vermuten könnte, und warum das so ist.

Da die ausgewählten Romane im Milieu des Landadels und Bürgertums spielen, beschränke ich mich bei der Analyse auf die Frauen dieser Klassen. Ferner können nicht alle Religionen berücksichtigt werden. Die Protagonistinnen sind Angehörige der anglikanischen, katholischen und evangelischen Kirche, sodass auf den Lebenswandel der jüdischen bürgerlichen Familien nicht eingegangen wird.

Für diese Arbeit wurden Emma, Madame Bovary und Effi Briest ausgewählt, da diese drei Romane eine gewisse Repräsentativität besitzen. Austen, Flaubert und Fontane gelten als für ihre Zeit und ihr Land gleichermaßen typisch, sodass davon ausgegangen werden kann, dass sie ein realistisches Bild ihrer Epoche reproduzieren. Die Romane stellen jeweils Werke dar, die am Ende der Schaffensperioden der Autoren entstanden und somit den typischen Stil des jeweiligen Autors besonders erkennen lassen. England, Frankreich und Preußen waren außerdem im 19. Jahrhundert die drei bedeutendsten europäischen Länder, deren Lebenswandel von den reichen Bürgern der Nachbarländer teilweise kopiert wurde.

In jüngster Vergangenheit sind zu diesem Thema die Arbeiten von Stephanie Catani und Christos Platritis erschienen. In den 1960er bis 1980er Jahren wurden sämtliche Romane der Autoren verstärkt analysiert. Als wichtigste Arbeiten sind in diesem Zusammenhang die Werke von Renate Brosch, Thomas Degering, Ulrike Haß, Walter Müller-Seidel und Hans-Georg Pott zu nennen.

Was in den früheren Werken meiner Meinung nach nicht hinreichend analysiert wurde, ist die Wechselbeziehung von Realität und Fiktion. Auf den ersten Blick könnte man denken, die Frau wird in Romanen so dargestellt wie es dem zeitgenössischen Bild entspricht. Andererseits muss man hier sofort differenzieren, da es sich meist entweder um ein Idealbild handelt oder um ein abschreckendes Beispiel. Das heißt, die Funktion dieser Romane ist oft die Erziehung ihrer Leserinnen und vielleicht auch deren Emanzipation.

Doch was ist eigentlich Realität? Ist das nicht eine subjektive Wahrnehmung? Und wann gilt Literatur als real und wann als fiktiv?

Die Gratwanderung liegt darin, das literarische Kunstwerk nicht zum bloßen Fall von Theorie werden zu lassen; denn die Dichtung, wie alle große Kunst, erzeugt eine eigenständige, ästhetische Wahrheit, die als solche gleichberechtigt neben anderen Formen und Wahrheiten der Welterklärung zu berücksichtigen ist.1

Literatur kann als Teil der Realität gesehen werden, aber auch als eigenständige Realität. Einerseits bildet sie ab oder ahmt nach, andererseits schafft sie ihre eigenen Wahrheiten.

Angefangen vom Vergleich des Lebens mit einer Bühne, besteht eine lange und feste Tradition des Vergleichs und der Analogie von Literatur und Leben, wobei der Literatur eine scheinbare „als ob“-Wirklichkeit zuge- sprochen wird.2

Hans-Georg Pott fragt sogar: „Gibt es eine Wirklichkeit jenseits der Literatur?“3 Darüber ließe sich streiten.

Diese Arbeit will analysieren, ob die Literatur nun der Realität bzw. Norm entgegensteuert, sie beeinflusst oder sie selbst von der Realität beeinflusst wird. Fest steht nur, dass Literatur und Realität in einer engen Wechselbeziehung zueinander stehen: Die eine existiert nicht ohne die andere. Das soll an diesen Beispielen gezeigt werden.

2. Die Stellung der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts

2.1. Allgemeines

Im Folgenden soll die gesellschaftliche Stellung der Frau in den jeweiligen Ländern und Zeiträumen, in denen die zu untersuchenden Romane spielen, beschrieben werden. Diese begann sich im Europa des 19. Jahrhunderts langsam zu verändern. Die Frauen fingen nach der Französischen Revolution vereinzelt an, um ihre Rechte zu kämpfen. Doch das gesamtgesellschaftliche Bild war immer noch das des Patriar- chats und das hieß für viele Frauen Unterdrückung und Unmündigkeit.4

Der Ehemann hat das Recht, die Frau körperlich zu züchtigen. Als Tochter untersteht sie väterlicher Gewalt, bleibt sie ledig, bis ans Lebensende. Vater oder Mann verwalten das weibliche Vermögen und bestimmen den Wohnort. Die Frau ist also ganz männlicher Gewalt preisgegeben; fast wie ein Gegenstand geht sie aus der Verantwortung des Vaters in die des Ehemanns über.5

Die Hauptaufgaben der bürgerlichen Frau bestanden in der Betreuung der Kinder und des Haushalts und dem Engagement in der Kirche. Religion spielte eine wichtige Rolle, Ehen zwischen Katholiken und Protestanten wurden normalerweise nicht geschlossen. Die bürgerliche Frau verbrachte die meiste Zeit zu Hause, sie vertrat den privaten Bereich, während der Mann aus dem Haus ging, um seinen Geschäften nachzugehen.

Schon als Kind wurde die Frau in Handarbeiten unterrichtet, was sie las, bestimmte der Vater. Dieser suchte auch den Ehemann für sie aus, das Lebensziel war es, eine ‚gute Partie’ zu machen. Liebe spielt dabei erst in zweiter Linie eine Rolle. Im Bürgertum wurde darauf zwar wesentlich mehr Rücksicht genommen als im Adel, denn dort galt es, Geld mit Geld zusammenzuführen, aber hier wie dort war man häufig darauf aus, der Frau die Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs zu geben.

In der Ehe hatte die Frau ihrem Mann zu gehorchen, ihre Pflichten zu erfüllen und Kinder zu gebären und aufzuziehen. Männern gegenüber hatte sie nur zu sprechen, wenn sie gefragt wurde und besaß keine eigene Meinung. In Deutschland und England beschränkte sich ihre Bildung in der Regel auf Lesen und Schreiben, Französisch, Zeichnen und Handarbeiten. Die Französinnen lernten oft keine weitere Sprache. Politik sollte sie nicht interessieren. Mit diesem Wissen waren sie aber immer noch wesentlich gebildeter als die unteren Schichten - inklusive der Männer -, die meist noch nicht einmal lesen und schreiben konnten.6

Nicht nur in Schulen oder am häuslichen Tisch fertigten Frauen Handarbeiten an, während vorgelesen, musiziert oder Konversation gemacht wurde, sondern auch auf gemischtgeschlechtlichen Geselligkeiten.7

Die Lebenserwartung der Frauen in diesem Jahrhundert war aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse nicht besonders hoch. Viele starben an Kindbettfieber, Tuberkulose oder Schwäche, verursacht durch die vitaminarme Nahrung, die vielen Geburten und das eng geschnürte Korsett. In den Familien gab es dadurch häufig Stiefkinder und Halbge- schwister, da die Männer nach dem Tod einer Frau meist schnell wieder heirateten.

Obwohl die gut situierten bürgerlichen Frauen mehrere Dienstboten für die grobe Arbeit hatten, blieben noch genug Aufgaben für sie übrig, da alles von Hand hergestellt werden musste. Vor allem die Waschtage, die meist einmal im Monat stattfanden, stellten eine immense Anstrengung für die Frauen dar.

Im Leben der Frau entstand (…) eine unüberbrückbare Kluft zwischen Wirklichkeit und Wunschwelt. Unausgefülltheit und Langeweile nährten eine ständige, oft vage Sehnsucht nach einem erfüllteren Leben, die dem Frauentyp der Zeit etwas Melancholisches (…) gab (…).8

2.2. England um 1800

Das Leben einer Frau aus dem englischen Landadel (gentry) war zu Beginn des 19. Jahrhundert etwas weniger streng als davor und danach. Das zeigte sich am deutlichsten an der Kleidung: Es gab noch keine Korsetts, sondern nur so genannte Stays, eine Art Schnürmieder, das weniger steif war, und keine Reifröcke. Dieser Empirestil ließ den Frauen eine relativ große Bewegungsfreiheit und war weder so freizügig wie zur Zeit der französischen Revolution, noch so hoch geschlossen wie im Viktorianismus. Trotzdem war das Leben der englischen Frauen geprägt durch Unterordnung. Ihre Kindheit verbrachten sie meist mit vielen Geschwistern auf dem Land unter der Obhut ihrer Mutter und einer Nanny. Die Familien, die es sich leisten konnten, verbrachten den Winter in London. Später wurde die Nanny durch eine Gouvernante abgelöst, die den Mädchen lesen und schreiben beibrachte und sie in den verschiedenen Hand- arbeiten und Französisch unterrichtete. In der Jugend kam dann meist noch Zeichnen hinzu und die Regeln der Etikette wurden geübt.

Mit der Konfirmation, die je nach Wunsch der Eltern zwischen 13 und 16 Jahren stattfand, vollzog sich auch der Eintritt in die Gesellschaft.9 Diesen Zeitpunkt machten viele Eltern von der ersten Periode ihrer Tochter abhängig. Denn das Mädchen war nun ‚mannbar’ und die Zeit der Werbung konnte beginnen.10 Die jungen ‚Backfische’ gingen jetzt auf viele Bälle und hielten Ausschau nach einem passenden Ehepartner. Wenn sie Glück hatten, verliebten sie sich in einen, der auch an ihnen Interesse hatte, und der ebenso in den Augen der Eltern geeignet war. Meistens wurde die Wahl des Kandidaten von der Familie gesteuert, sodass die jungen Mädchen oft nur mit solchen Männern in Kontakt kamen, die als potenzielle Ehemänner in Frage kamen. Die Wahrung der ‚Unschuld’ der unverheirateten Frau war das oberste Gebot. Hatte sie ihren Ruf erst ruiniert, konnte sie fast sicher sein, keinen Mann mehr abzubekommen, denn sie brachte damit „Schande über sich und ihre Angehörigen“.11

Die Mehrheit der Mädchen träumte frühzeitig von einer Eheschließung, die sie aus der Abhängigkeit vom Elternhaus lösen, ihnen Sexualität mit einem Mann gestatten und ihnen einen größeren Entscheidungs- und Handlungsspielraum eröffnen sollte.12

Nach der Hochzeit bekamen die Frauen meist sehr schnell das erste Kind und in rascher Folge weitere. In der Regel hatten sie Unterstützung von einer Köchin, einem Dienstmädchen, einer Nanny bzw. Gouvernante und einer Kammerfrau. In größeren Haushalten gab es zusätzlich noch einen Kutscher, einen Knecht und einen Diener für den Herrn. Das bedeutete für die Frau, dass sie zwar die Aufsicht über Haushalt und Kinder hatte, es de facto aber kaum etwas für sie zu tun gab. Sie konnte ein bisschen reiten, handarbeiten, lesen oder Besuche machen, aber das füllte den Tag nicht aus. Viele Frauen langweilten sich deshalb. Die meiste Zeit war die Ehefrau und Mutter des gentry also zu Hause, doch hin und wieder ging sie mit ihrem Mann auf Bälle oder machte Damenbesuche bei Verwandten und Freunden.

Wenn sie die Jahre der Schwangerschaften überlebte und mit ihrem Mann zusammen alterte, wurde sie früher oder später Witwe, denn der Mann war manchmal bis zu 20 Jahre älter. Dann musste sie bei einem ihrer Kinder im Haushalt leben und sich nützlich machen.

Das Hauptziel einer Frau war also, einen Ehemann zu finden und eine Familie zu gründen. Doch gab es aufgrund der Revolutionsjahre und der napoleonischen Kriege deutlich weniger Männer als Frauen. Meist kam auf vier Frauen nur ein Mann. Dieses Missverhältnis glich sich nur durch den frühen Tod der Frauen ein wenig aus, sodass ein Mann unter Umständen bis zu vier Ehefrauen ‚verschleißen’ konnte. Doch zur Zeit der Werbung gab es einen Frauenüberhang, sodass die Männer die freie Wahl hatten. Das bedeutete, dass manche Mädchen keinen Ehemann abbekamen. Diese Frauen wurden in der Gesellschaft belächelt und hatten einen schweren Stand. Sie mussten entweder bei ihrer Mutter wohnen bleiben und durch Handarbeit zum Lebensunterhalt beitragen oder bei einem Bruder im Haushalt leben.

In ärmeren Familien waren die Frauen gezwungen, in einer fremden Familie den Dienst einer Gouvernante anzunehmen. Sie gingen damit praktisch in das Eigentum dieses Familienvorstandes über, da sie von dem Geld, das sie hier verdienten, nicht leben konnten. Oder aber sie ließen sich zu Lehrerinnen an Mädchenschulen oder zu Krankenpflegerinnen ausbilden. Doch die Berufstätigkeit einer Frau war stets an das Zölibat und die Ehelosigkeit gebunden. Das Schicksal der ‚alten Jungfer’ wurde den jungen Mädchen als etwas Negatives und Unnormales dargestellt.

2.3. Frankreich um 1850

Im ländlichen Bürgertum Frankreichs um 1850 ging es ein wenig anders zu als im englischen Landadel. Bei den Reichen der Bourgeoisie gab es kaum Unterschiede zum Adel, da sie diesen nachahmten, doch bei Mittelständischen und den Kleinbürgern gab es einen etwas anderen Lebenswandel.

Bürgerliche Mädchen verbrachten ihre Kindheit zwar auch im Haus, aber sie hatten durch den Beruf des Vaters Kontakt zur Außenwelt. Denn oft hatte dieser ein Kontor oder einen Laden unten im Haus und die Mädchen mussten dort mithelfen. Doch auch sie wurden von klein auf mit der Handarbeit vertraut gemacht und konnten nicht selbst entscheiden, welche Schulbildung sie bekamen. Auch hier stellte die Konfirmation bzw. Kommunion den Eintritt in die Gesellschaft dar.

In der Praxis sehen sich die Frauen auf Bildung durch Lekt ü re verwiesen. Immer mehr Frauen des bürgerlichen Mittelstandes können und wollen lesen. Lektüre vermittelt ihnen Kenntnisse, Maßstäbe des Verhaltens, und immer mehr auch: Unterhaltung.13

Da sich viele Länder Europas an der französischen Mode orientierten, wurde hier besonderer Wert darauf gelegt. Die Frauen trugen enge Korsetts, um die Wespentaille zu betonen und einen breiten Reifrock. Der Ausschnitt war nicht so extrem wie zur Zeit der französischen Revolution, aber auch nicht so hoch geschlossen wie später in Preußen.

Die französischen Mädchen kokettierten gern, mussten aber ebenso auf ihren Ruf achten, wie die englischen. Auch die bürgerlichen Mädchen gingen auf Bälle, um einen Mann zu finden, vor allem der ‚Debütantinnenball’ spielte bei den reicheren Bürgern eine wichtige Rolle. Damit wurde eine junge Frau in die Gesellschaft eingeführt, was sich wie bisher an der Periode des Mädchens orientierte.

In der Ehe hatte die bürgerliche Frau mehr zu tun als eine englische Landadelige, denn sie hatte nicht so viele Dienstboten. Meistens gab es in bürgerlichen Haushalten eine Köchin und ein Dienstmädchen, das gleichzeitig auch die Zofe der Frau und das Kindermädchen war. Sie ging der Hausfrau in allem zur Hand, was bedeutete, dass sich die Frauen alle Arbeit des Hauses zu zweit oder zu dritt teilen mussten. An Waschtagen nahmen sie sich manchmal noch eine Hilfe. Da immer noch sehr viel selbst hergestellt werden musste, wie die gesamte Kinder- und Frauenkleidung, Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände, gab es immer viel zu tun. Da in einem bürgerlichen Haushalt viele Kinder die Regel waren, war es auch niemals ruhig.

Eine bürgerliche Frau war ähnlichen und anderen Risiken ausgesetzt als die Adelige. Sie konnte natürlich ebenfalls an Hygienemangel sterben, oft kam es aber einfach zu Überanstrengung oder gefährlichen Krankheiten. Die allein stehende Bürgersfrau lebte bei der Mutter oder musste sich als Kindermädchen selbst ihr Geld verdienen.

2.4. Deutschland um 1890

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Stellung der Frau in Europa ein wenig. Zwar trug sie immer noch Korsett und lebte in einer männerbestimmten Welt, in der ihr oberstes Ziel eine gute Ehe war, doch hatte sich der gesellschaftliche Zwang ein wenig gelockert und den Frauen einige Rechte eingeräumt. Doch Preußen war zu dieser Zeit noch auf dem Stand, auf dem Frankreich 1850 war. Dort hatte sich also nicht viel verändert. Im preußischen Landadel ging es noch sehr konventionell zu. Vor allem die Begriffe Ehre und Prinzipien spielten eine wichtige Rolle. Die Unschuld vor der Ehe und die Treue der Ehefrau waren immer noch überaus wichtig. Duelle waren zwar inzwischen aus der Mode gekommen, wurden aber hin und wieder noch ausgetragen. Berlin war eine moderne Stadt und es gab schon die Eisenbahn und Fabriken, doch gerade auf dem Land waren Traditionen und Sitten noch essenziell.

Das Korsett war inzwischen zum wichtigsten weiblichen Kleidungsstück geworden und es war sehr starr. Darin kommt der Zwang, dem die Frauen unterworfen waren, deutlich zum Ausdruck. Sie konnten sich in diesen Korsetts nur sehr eingeschränkt bewegen und sie schnürten ihnen die Luft ab. Häufige Ohnmachten waren die Folge, die den ‚schwachen Charakter’ der Frauen zusätzlich betonten. Die Kleider wurden wieder schmaler, der Reifrock verschwand und an seine Stelle trat die Schleppe. Die Kleider hatten keinen Ausschnitt mehr, sondern waren züchtig bis oben zum Hals geschlossen.

Die Kinder des preußischen Landadels lebten abgeschieden auf ihren Gütern. Den Winter verbrachten sie, wenn sie nicht allzu weit weg wohnten, in Berlin. Die Mädchen lernten im Großen und Ganzen immer noch dasselbe wie schon zuvor die Engländerinnen und hatten auch einen Hauslehrer, der es ihnen beibrachte. In den Städten gingen sie bereits auf öffentliche Mädchenschulen, denn es gab inzwischen die Schulpflicht, die auch für Mädchen galt. Dennoch:

Das Interesse der Mädchen für Küche, Kleidung und Kinder wird früh geweckt, Frau- und Mutterrolle einschließlich des Zurücksteckens, Verzichtens und Ertragens werden früh eingeübt.14

Noch immer entsprach die Bildung der Mädchen nicht im Ansatz dem Stand der Jungen. Nur ganz vereinzelt gab es inzwischen Frauen, die es durchgesetzt hatten, an einer Hochschule zu studieren. Das Abitur machten nur wenige Frauen. Die meisten Mädchen saßen nach den Jahren der Schulpflicht zu Hause herum, warteten auf einen Ehemann und langweilten sich beim Handarbeiten oder Klavierspielen.15

Der Eintritt in die Gesellschaft spielte noch immer eine wichtige Rolle. Er fand im Landadel ebenfalls auf einem Ball statt. In Preußen war es auch noch üblich, dass der passende Ehemann ausgewählt wurde, der oft deutlich älter war als die sehr junge Frau.16 Die Ehe folgte strengen Prinzipien: Die Frau sorgte für ein trautes Heim und der Mann erledigte die Geschäfte, er hatte im Landadel nicht unbedingt einen Beruf.17 „Die Ehe durfte nicht scheitern, und das hieß im Zeichen des Patriarchalismus, die Frau mußte viel schweigen, viel ertragen, sich fügen.“18 Unverheiratete Frauen betätigten sich gemeinnützig oder ergriffen einen der wenigen für Frauen offenen Berufe. Sie lebten entweder im Haushalt eines Ange- hörigen oder zunehmend auch allein.

Die dominante Haltung der Familie kommt auch darin zum Ausdruck, daß es die Norm des Erwachsenen ist, verheiratet zu sein. Singles spielen keine Rolle, sie sind nicht wirklich anerkannt, sie sind - von der alten Jungfer bis zum Hagestolz - Gegenstand des Spottes und der Karikatur.19

3. Stereotypen des Weiblichen in der Literatur

Jeder Kulturkreis hat seine Stereotypen, die von der Literatur auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden. Manche Stereotypen sind auch rein literarisch, wie die Femme fatale oder die Femme fragile. Im Folgenden sollen die wichtigsten weiblichen Stereotypen der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts erläutert werden.

3.1. Akzeptierte Weiblichkeit

Die Ehefrau

Das Dasein der bürgerlichen Frau - und dies gilt ähnlich auch für die adelige - legitimiert sich allein aus dem Status als Ehefrau und Mutter; Ehe und Familie sind die einzig sozial anerkannten weiblichen Lebensziele. Dafür werden de facto auch demütigende, ja unerträgliche innerfamiliäre Verhältnisse in Kauf genommen, die oft zu schweren psychosomatischen Erkrankungen der Frauen führen.20

Die einzig wahre Rolle der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ist also die der Ehefrau und - daraus folgend - der Mutter. In der Literatur werden diese Stereotypen verschieden dargestellt, je nachdem, ob sie als Idealbild oder Abschreckung dienen sollen.

Am häufigsten tritt die Femme enfant auf, die Kindfrau. Das liegt an der Tradition, Frauen sehr jung an oft um die 10 Jahre ältere Männer zu verheiraten. Der Wissensabstand war dann aufgrund des Altersunterschieds und der schlechten Ausbildung der Frauen enorm groß und die Ehepartner standen sich vielmehr in einem Vater-Tochter-Verhältnis gegenüber als ebenbürtig. Männer bevorzugten solche Frauen, weil sie formbar waren und sich ihren Wünschen anpassten.

Die Femme enfant ist eng verbunden mit der Femme fragile, das heißt der schwachen und kränklichen Frau. Beide können in einer Person vereint sein oder einander folgen. Schwindsucht und Bleichsucht sind die häufigsten Krankheiten dieses Typs, sowohl in der Realität als auch in der Literatur.21

Das entscheidende Merkmal der Femme fragile bildet ihre Asexualität, die sie deutlich von der aggressiven Erotik der Femme fatale unterscheidet. Passiv, zurückhaltend und kränklich, verkörpert die Femme fragile die zur

„Heiligen“ stilisierte Frau, die der durch die Femme fatale bedrohten Männlichkeit neue Selbstbestätigung zu gewährleisten scheint.22

Die Femme fragile ist „eine kindlich junge Frau, perlblaß und fast durchsichtig, die müde und angestrengt schaut und eine große Sehnsucht im Herzen trägt (…).“23 Häufig wird ihr besonders fülliges Haar beschrieben, welches seidig und weich ist und für Männer eine erotische Komponente besitzt. Die Femme fragile ist im Gegensatz zur Femme fatale für den Mann sexuell völlig ungefährlich.

Eine ähnliche Funktion wie das Haar erfüllt oft auch die Kleidung der femme fragile (…). Weiche, schmeichelnde Pelze, erlesenste Stoffe, bauschige Ärmel, duftige Schleier und elegante Schnitte werden eingesetzt, um noch mehr den Eindruck äußerster Zerbrechlichkeit zu steigern (…).24

Die Femme fragile ist eine „überzarte oder kränkliche Schönheit“25, die besonders häufig mit der Farbe weiß assoziiert wird. Das Weiße, Durchsichtige unterstreicht die Zartheit und Zerbrechlichkeit der Femme fragile und platziert sie in der Nähe von Tod und Himmelreich.

Weiß als ständiges Epitheton der femme fragile ist vor allem auch von symbolischer Aussagekraft. Reinheit und Idealität (Immaterialität), Keuschheit, kindliche Unschuld und Präexistenz auf der einen, sterile Lebensferne, Todesverfallenheit und Dekadenz auf der anderen Seite gehören in das Spektrum seiner Bedeutungen.26

In der Literatur erhält die Femme fragile etwas Elfenhaftes und Mythisches. Sie wird dort - wie zum Beispiel in Effi Briest - häufig als Geschöpf dargestellt, das in enger Verbindung zu den Elementen Luft und Wasser steht.

Doch nicht nur optisch wird man des beängstigenden Zustands der femme fragile gewahr. Auch ihre Stimme, eine rührend kindliche Stimme, verrät das fortgeschrittene Stadium der Krankheit. (…) Ein besonderer Spiegel ihrer dekadenten Zerbrechlichkeit sind auch ihre Augen, die in dem bleichen, feinen Gesicht übergroß und faszinierend schön erscheinen.27

Die Femme fragile ist eine Figur, die dem Tode nahe steht, und die ihrer Umwelt nahezu schutzlos ausgeliefert zu sein scheint. Doch auch gerade dadurch kann sie ihre Mitmenschen an sich binden und sie von sich abhängig machen. Sie leidet sichtbar und zeigt ihre Hilflosigkeit in einem leidvollen Blick.

Ihre ätherische Seelenschönheit, anämische Kränklichkeit und unterentwickelte Weiblichkeit sind nicht weniger morbide und dekadent als die perverse Grausamkeit der femme fatale und verraten ebensoviel wie diese über die spezifische Sensibilität der Epoche.28

Die Mutter

Die aufopfernde Mutter ist das Weiblichkeitsideal des 19. Jahrhunderts, das auch in der Literatur am meisten propagiert wird. „Jenseits von Mutterschaft und Ehefrauenrolle existiert keine legitime Form weiblicher Selbstverwirklichung.“29

Die Schwangerschaft gilt als der natürliche Zustand der Frau.30 Die Ehefrau und Mutter sollte dem Mann passiv gehorchen, für einen harmonischen Haushalt und wohlerzogene Kinder sorgen. Der Hauptzweck der Ehe ist also die „Erzeugung von Kindern“31.

Die literarische Mutterfigur wird oft auch als Mutter Gottes bzw. Jungfrau Maria dargestellt, die angebetet und vergöttert wird. In der männlichen Vorstellung ist die heilige Mutter asexuell und geht in aufopferungsvoller Liebe zu ihren Kindern auf. Für die Erfüllung der sexuellen Wünsche des Mannes darf sie nicht ‚beschmutzt’ werden, dafür gibt es die ‚leichten Mädchen’. Eigene sexuelle Wünsche werden der Mutter völlig abgesprochen.

Die Mütter, die nicht dem Femme - fragile -Typus angehören, führen den Haushalt in der Regel mit festem Griff und können sich den Bediensteten gegenüber gut durchsetzen.

Die Frauen (…) überleben im Patriarchat des neunzehnten Jahrhunderts durch eine Mischung aus Anpassung und indirektem Machtgebrauch. Die Mütter betreiben die >günstige< Verheiratung ihrer Töchter und lassen dieses Bestreben sogar zum Lebensinhalt werden. Auflehnung der Töchter wird bestraft, denn das vorgeschriebene Bild der Frau muß wieder zurechtgerückt werden.32

Die Keusche

Die keusche, reine Frau ist in der Literatur häufig eine Nonne, assoziiert mit der Jungfrau Maria, oder ein streng erzogenes unverheiratetes Mäd- chen. Sie dient als Vorbild für das Mädchen vor der Ehe und ist von der Welt noch unverdorben. Deshalb ist sie naiv leichte Beute für einen Mann. Die Tugend dieser Mädchen wird meist einer Prüfung unterzogen, aus der sie entweder gestärkt hervorgehen oder an der sie scheitern, je nachdem ob sie als Vorbild oder als abschreckendes Beispiel dienen sollen. Die jungen Leserinnen werden dadurch auf die Gefahren, die ihrer Unschuld drohen, aufmerksam gemacht, damit sie darauf Acht geben und sich nicht verführen lassen.33 Den Eltern wird dadurch verdeutlicht, dass sie ihre Töchter nicht zu unbedarft in die Welt hinauslassen dürfen, sondern sie mit der Realität konfrontieren müssen. Es sind entweder die völlig ahnungslosen oder die bewusst leichtsinnigen, die gerne mit dem Feuer spielen, welche ihre Tugend verlieren.

3.2. Fatale Weiblichkeit

Die Geliebte

Zu einer Geliebten kann sowohl eine unverheiratete als auch eine verheiratete Frau werden. Die unverheiratete Geliebte wird in der Literatur meist mit der Femme fatale assoziiert.34

Die Femme fatale ist „eine meist junge Frau von auffallender Sinnlichkeit, durch die ein zu ihr in Beziehung geratener Mann zu Schaden oder zu Tode kommt.“35 Doch es ist nicht nur der Mann, der Schaden nimmt, auch für die Femme fatale selbst endet die Liaison meistens tödlich.36

Unverkennbar spiegeln sich im kulturellen Bild der femme fatale zeitgenössische Bemühungen, das wissenschaftliche Tabu der weiblichen Sexualität zu sprengen, den Reiz des moralisch Verworfenen zumindest in der Kunst bewusst aufrecht zu erhalten und einen gleichermaßen selbstbewussten wie gefährlichen Umgang der Frau mit ihrer Sexualität zu inszenieren.37

Dieser rein literarische Typus dient einerseits als abschreckendes Beispiel für die Frauen, damit sie ihre Sexualität tabuisieren und verdrängen, andererseits ist die extrem wandelbare sinnliche Verführerin auch eine Männerfantasie.

[...]


1 Pott, Hans-Georg: Literarische Bildung. Zur Geschichte der Individualität. München: Fink 1995. S.9.

2 Ebd. S.15.

3 Ebd. S.33.

4 Zum Leben der bürgerlichen Frau im 19. Jahrhundert vgl. ausführlich: Grisebach, Agnes-Marie: Frauen im Korsett. Zwei ledige Bürgertöchter im 19. Jahrhundert. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch 1997. (= Die Frau in der Gesellschaft). Zur bürgerlichen Mädchenkindheit vgl. ausführlich: Hardach-Pinke, Irene: Bleichsucht und Blütenträume. Junge Mädchen 1750-1850. Frankfurt, New York: Campus 2000. (= Reihe „Geschichte und Geschlechter“ Sonderband). und: Kößler, Gottfried: Mädchenkindheiten im 19. Jahrhundert. Gießen: Focus 1979. (= Texte zu Sozialgeschichte und Alltagsleben).

5 Ziegler, Edda und Gotthard Erler: Theodor Fontane. Lebensraum und Phantasiewelt. Eine Biographie. Berlin: Aufbau-Verlag 1996. S.214.

6 Vgl. Hardach-Pinke S.67.

7 Ebd. S.161.

8 Grawe, Christian: Theodor Fontane: Effi Briest. Frankfurt/Main, Berlin, München: Diesterweg 1985. (= Grundlagen und Gedanken zum Verständnis erzählender Literatur). S.96.

9 Vgl. Hardach-Pinke S.16f.

10 Vgl. Ebd. S.28.

11 Ebd. S.78.

12 Ebd. S.25.

13 Becker, Eva D.: Literarisches Leben: Umschreibungen der Literaturgeschichte. St. Ingbergt: Röhrig 1994. (=Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft; Bd. 45). S.149.

14 Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1866-1918. Erster Band. Arbeitswelt und Bürgergeist. 31.-36. Tausend München: Beck 1994. S.57.

15 Vgl. Berg, Christa (Hg.): Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte. Band IV 1870- 1918. Von der Reichsgründung bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. München: Beck 1991. S.103.

16 Vgl. Nipperdey S.52.

17 Vgl. auch Ebd. S.48.

18 Ebd. S.51f.

19 Ebd.. S.44.

20 Ziegler S.213.

21 Vgl. Thomalla, Ariane: Die >femme fragile<. Ein literarischer Frauentypus der Jahrhundertwende. Düsseldorf: Bertelsmann Universitätsverlag 1972. S.30.

22 Catani, Stephanie: Das fiktive Geschlecht. Weiblichkeit in anthropologischen Entwürfen und literarischen Texten zwischen 1885 und 1925. Würzburg: Königshausen & Neumann 2005. (= Würzburger Beiträge zur deutschen Philologie, Band 28). S.105.

23 Thomalla S.13.

24 Ebd. S.28.

25 Ebd. S.25.

26 Ebd. S.46.

27 Ebd. S.27.

28 Thomalla S.13.

29 Catani. S.120.

30 Vgl. Ebd. S.37.

31 Ziegler S.214.

32 Kaarsberg Wallach, Martha: Die >verkaufte< Braut: Mütter geben ihre Töchter preis. In: Mütter - Töchter - Frauen. Weiblichkeitsbilder in der Literatur. Hrsg. v. Helga Kraft und Elke Liebs. Stuttgart, Weimar: Metzler 1993. S.94-113. S.111f.

33 Vgl. hierzu auch S.15: Die Kokette

34 Zum Typus der Femme fatale vgl. ausführlich: Hilmes, Carola: Die Femme Fatale. Ein Weiblichkeitstypus in der nachromantischen Literatur. Stuttgart: Metzler 1990. Siehe auch: Catani S. 90ff.

35 Hilmes S.10.

36 Vgl. Ebd. S.XI.

37 Catani S.89.

Details

Seiten
66
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640712274
ISBN (Buch)
9783640713110
Dateigröße
653 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v158360
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Germanistik
Note
1,7
Schlagworte
Literaturwissenschaft Komparatistik Frauen und Literatur Fontane Austen Flaubert Emma Effi Briest Madame Bovary

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Titel: Die Frauenfigur in der (west-)europäischen Literatur um 1800 in Austens "Emma", Flauberts "Madame Bovary" und Fontanes "Effi Briest"