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Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien

Hausarbeit 2009 20 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Definition: Religiöse Minderheit

2. Verteilung: Religiöse Minderheiten in Indien und im Exkursionsraum

3. Einzelne Religionen
3.1 Sikhismus
3.2 Jainismus
3.3 Buddhismus
3.4 Islam
3.5 Christentum
3.6 Parsismus, Bahaismus, Judentum, Adivasi

4. Sekten in Indien

5. Konfliktpotenzial

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1: Verteilung der Weltreligionen.

Quelle: www.ruhr-uni-bochum.de, Abfragedatum: 20.05.2009.

Abb. 2: Staatliche Entwicklung in Südostasien nach 1947.

Quelle: Haak Weltatlas 166 : 6.

Abb. 3: Zeitstrahl der Entstehung der Weltreligionen und religiöser Minderheiten .

Quelle: Eigener Entwurf.

Abb. 4: Symbol der Sikhs.

Quelle: www.glamfaith.org.uk, Abfragedatum: 19.05.2009

Abb. 5: Fünf K’s der Sikhs.

Quelle: www.gurmat.info, Abfragedatum: 15.05.2009.

Abb. 6: Symbol der Jains.

Quelle: www.kultur-in-asien.de, Abfragedatum: 15.05.2009.

Abb. 7: Symbol der Buddhisten.

Quelle: www.lewisbowen.uklinux.net, Abfragedatum: 13.05.2009.

Abb. 8: Symbol der Moslems.

Quelle: www.ancient-symbols.com, Abfragedatum: 15.05.2009

Tab. 1: Verteilung der Religionen und religiösen Minderheiten in Indien.

Quelle: www.censusindia.gov.in, Abfragedatum: 03.08.2009.

Tab. 2: Sila-Gebote.

Quelle: eigener Entwurf.

1. Definition: Religiöse Minderheit

Religionen prägen das Leben eines großen Teils der Weltbevölkerung und eines beachtlichen Teils der Menschen in Indien. Sie gehören zur Geschichte der Menschheit und formten nicht nur das Weltbild der Vergangenheit, sondern werden dies noch lange tun. Religion ist heute in unvergleichlich vielfältiger Weise präsent. Mittelpunkt bildet stets die Grundfrage des Daseins. Jedoch haben sich weltweit zahlreiche Menschen von den fünf Weltreligionen - Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und Judentum - über viele Jahrhunderte aus den unterschiedlichsten Gründen entfernt und ausgegliedert. Eine Ausgliederung bedeutet im wissenschaftlichen Kontext immer die Annährung an andere Religionsgruppen oder die Entstehung neuer Abstammungen im Sinne von religiösen Minderheiten.

Als religiöse Minderheit bezeichnet man den Teil eines Volkes, der sich durch spezifische Merkmale von der vorherrschenden Großreligion abgrenzt und sich durch unausweichliche Eigenschaften auszeichnet. Der Anteil der Religionsanhänger ist als Gegensatz zur dominierenden religiösen Mehrheit zu verstehen und muss unter 50% der Gesamtbevölkerung liegen. Eine Angleichung und Integration an die etablierte Mehrheit ist grundsätzlich nicht mehr möglich. Meist ist diese religiöse Gemeinschaft auf eine räumlich territoriale Einheit konzentriert.

Gleich zu Beginn meiner Arbeit soll darauf hingewiesen werden, dass die Missachtung, Verfolgung oder Diskriminierung religiöser Minderheiten kein seltenes Phänomen ist. Ausdrucksformen reichen von Verachtung und Diskriminierung über Assimilierung ( Ethnozid ) bis hin zu Völkermord ( Genozid ). Verschiedene Reiche in verschiedenen Epochen der Geschichte beherrschten diese Formen der Machtausübung gegenüber den Schwächeren. Zahlreiche Völker standen kurz vor dem Identitätsverlust durch die Zwangsverschmelzung mit weiteren unterworfenen Völkern oder der Ausrottung durch deren Übernahme (vgl. Ludwig 1985: 6-7).

2. Verteilung: Religiöse Minderheiten in Indien und im Exkursionsraum

Weltweit gibt es eine unüberschaubare Anzahl an religiösen Minderheiten, die sich mehr oder weniger aus einer der fünf Weltreligionen entwickelt haben oder sich durch Teile ihres Glaubens einer Großreligion zuordnen lassen (vgl. Abb. 1). Den größten Teil übernimmt dabei das Christentum mit ca. 32,5 %. Muslime, d.h. Sunniten und Schiiten, folgen mit knapp 20%. Weitere Religionen sammeln sich unter der 20% an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Verteilung der Religionen und religiösen Minderheiten in Indien sieht hingegen etwas anders aus (vgl. Tab. 1). Hauptreligion ist der Hinduismus: 80,50 %. Trotz zahlreicher Abwanderungen der Moslems nach der Teilung Indiens 1947, leben 13,40% auf indischem Grund.

Abb. 1 : Verteilung der Weltreligionen .

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Verteilung der Religionen und religiösen Minderheiten in Indien.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Note: * Excludes figures of Paomata, Mao Maram and Purul sub-districts of Senapati district of Manipur state.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 zeigt die Verteilung der religiösen Minderheiten sowie die Wanderungen der Hindus und Moslems nach 1947. Christen und Sikhs konzentrieren sich meist nur auf eine Region, hingegen Moslem breit verteilt sind in Indien. Buddhisten leben vor allem an der Grenze zu Nepal und China sowie an der Westküste. Im Exkursionsraum Nordindien sind neben den Hindus dementsprechend vor allem Sikhs, Muslime, Buddhisten und Jains anzutreffen. Daher wird in dieser Arbeit vor allem auf diese vier religiösen Minderheiten Bezug genommen.

Abb. 2: Staatliche Entwicklung in Südostasien nach 1947

3. Einzelne Religionen

Ebenso wie die Großreligionen durchqueren die Grundsätze der religiösen Minderheiten nicht nur den Alltag jedes indischen Bürgers, sondern bestimmen Werte und Normen, setzen Maßstäbe, bilden Lebensarten und formen Menschenbilder.

Beginnend mit der Entstehung des Hinduismus vor ca. 4000 Jahren bildeten sich im Laufe der Menschheitsgeschichte die einzelnen Großreligionen und ebenfalls zahlreiche religiöse Minderheiten heraus (vgl. Abb 3). Zu den Gründerreligionen Indiens zählen neben dem Hinduismus der Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Islamistische Führer erreichten im Laufe der Jahre durch Eroberungen eine große Anhängerschaft. Das Christentum gelangte durch Missionierungen im 1. Jahrhundert und Kolonialisierung zum indischen Subkontinent, hingegen die Parsen durch Einwanderungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Zeitstrahl der Entstehung der Weltreligionen und religiöser Minderheiten.

3.1 Sikhismus

Die Gemeinschaft der Sikhs ist die fünftgrößte Religion der Welt und ebenfalls die sichtbarste religiöse Minderheit. Im Bundesstaat Punjab ist sie heutzutage, neben den anderen 20% in Dehli, Bombay und Kalkutta, am meisten verbreitet. Weltweit wird ihre Anhängerzahl auf 20 Millionen geschätzt. Der Anteil an der indischen Bevölkerung beträgt nur 2%, ihr Einfluss im öffentlichen Leben liegt jedoch weit höher (vgl. Ludwig 1985: 139).

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Details

Seiten
20
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640715039
ISBN (Buch)
9783640715343
Dateigröße
585 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v158040
Institution / Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,3
Schlagworte
Indien Ethnien Religion Religionsminderheiten Minderheiten Asien religiöse Minderheiten Geographie Bevölkerung Sikhismus Islam Jainismus Buddhismus Christentum Muslim

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Titel: Entstehung und Bedeutung der religiösen Minderheiten in Indien