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Systemische Beratung und Systemische Fragen

von Inga Bliermann (Autor)

Referat (Ausarbeitung) 2009 10 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Definition

2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Ursprung

3. Grundbedingungen

4. Phasen Systemischer Beratung

5. Anwendung

6. Prinzipien

7. Systemische Fragen

8. Gruppenaufgabe

9. Fazit

Literatur

Einleitung

In der Sozialen Arbeit ist ein wichtiger Bereich die Beratung und das Fallmanagement. Beratung und Fallmanagement in der Sozialen Arbeit beziehen sich auf soziale Probleme, den Prozess der Hilfestellung und alle Systemebenen. Ihr Ziel ist eine verantwortete Veränderung der mehrdimensionalen Problemsituation von Personen und Gruppen. Dabei arbeitet sie kontextspezifisch, lösungs-, zukunfts- und ressourcenorientiert (Neuffer 2002: 140).

Eine wichtige Unterstützungsform ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Um diese zu erreichen, kann man verschiedene Methoden anwenden. In dieser Ausarbeitung beschränke ich mich auf die Systemische Beratung mit systemischen Fragen. Im Zuge des Seminars „Fallmanagement“ habe ich mich aus persönlichem Interesse und aus dem Grund, dass in einem anderen Seminar dieses Thema schon einmal kurz angerissen wurde, entschieden es zu vertiefen. Ziel dieser Ausarbeitung ist, diese Methode ausführlicher zu beleuchten und anhand der systemischen Fragen das Beratungsziel detaillierter zu erklären. Im ersten Kapitel wird Systemische Beratung definiert und im folgenden Kapitel wird der theoretische Hintergrund mit seinem Ursprung dargelegt. Die Systemische Beratung hat verschiedene Grundbedingungen für den Klient und den Berater, welche die Arbeit miteinander erleichtern sollen. Dieser Abschnitt ist das dritte Kapitel. Das vierte Kapitel beschreibt die einzelnen Phasen der Beratung. Es ist wichtig diese Phasen einzuhalten, da diese den Ablauf der Beratung strukturieren. In den nachfolgenden zwei Kapiteln werden die Anwendungsbereiche und Prinzipien kurz dargestellt. In der Systemischen Beratung wendet man systemische Fragen an, um eine bessere Hilfestellung zu geben und um die Klienten besser zu motivieren. Das sind jedoch nicht die einzigen beiden Gründe, die weiteren werden im siebten Kapitel mit den verschiedenen Formen erklärt. Abschließend wurde eine Gruppenarbeit durchgeführt, um den Mitstudierenden die Möglichkeit zu geben, das Thema besser zu verinnerlichen und um die Wirkung der systemischen Fragen auf die einzelnen Personen herauszufinden. Diese Wirkungen werden dann im Folgenden aufgezeigt. Am Ende dieser Ausarbeitung werden im Fazit die wichtigsten Erkenntnisse nochmals knapp zusammengefasst und das Verhalten des Beraters kurz erläutert. Im Nachstehenden wird ausschließlich die männliche Form der Betroffenen gewählt, da dieses den Lesefluss erleichtert und die Niederschrift des Themenkomplexes vereinfachte. Dies ist jedoch nicht geschlechterspezifisch zu sehen, sondern beinhaltet sowohl Frauen als auch Männer.

1. Definition

Die Systemische Beratung ist eine ganzheitliche Beratung oder vernetzende Beratung: Sie ist nicht nur für die systematische Ordnung, sondern auch für die bessere Vernetzung zuständig (vgl. Brunner 2004: 655).

Was heißt Systemische Beratung? Es bedeutet, dass die Lösung in den Blick genommen werden muss und nicht nur das Problem. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Klienten neue Sichtweisen finden, zusätzliche Handlungsmöglichkeiten erwerben und ungenutzte Ressourcen entdecken. Es ist wichtig, das Problem nicht als „Defekt“ zu sehen, den jemand hat, sondern als Ausdruck der zwischenmenschlichen Beziehung. Viele Unstimmigkeiten existieren beispielsweise nur deshalb, weil ein anderer an einer gewissen Verhaltungsweise Anreiz nimmt (vgl. www.ulsamer.de). Systemische Beratung bedeutet auch, die Klienten, ihre Probleme und ihr soziales Umfeld in Beziehung zu setzten. Die Position, die der Einzelne in der Systemstruktur einnimmt, kann sein Befinden, sein Verhalten, sowie seine Beziehungsmuster beeinflussen (ebenda). Anders ausgedrückt heißt das, nicht nur auf die Veränderung und Entwicklung des einzelnen Ratsuchenden beziehen, sondern auch auf das soziale Umfeld, damit verursachte Probleme verändert und behoben werden können (vgl. Rechtien/Irsch 2006: 148). Es ist bedeutsam, sich nicht nur auf das Problem zu fixieren, sondern den Focus auf den Lösungsweg zu richten. Um es kurz auszudrücken: Der Weg ist das Ziel.

2. Theoretischer Hintergrund

Die Systemische Beratung basiert unter anderem auf der Systemtheorie, Kommunikationstheorie sowie auf den Erkenntnissen und Methoden verschiedener Familientherapien (vgl. Adam-Lauer 2005: 683).

2.1. Ursprung

Diese systemische Therapie hat ihren Ursprung in der Familientherapie, welche teilweise durch sie ersetzt wird. Die Kernidee der Familientherapie ist, dass das Problem des Familienmitglieds nicht abgesondert betrachtet werden soll, sondern im System, das heißt die ganze Familie soll in die Therapie mit einbezogen werden. Wichtig hierbei ist, das unmittelbar wirksame Lebensgefüge dieser Person mit einzubeziehen (vgl. Brunner 2004: 655).

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Details

Seiten
10
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640734702
ISBN (Buch)
9783640734917
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v157403
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,3
Schlagworte
Systemische Beratung Fragen

Autor

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    Inga Bliermann (Autor)

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Titel: Systemische Beratung und Systemische Fragen