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Deutschland ein Einwanderungsland? Daten, Zahlen, Fakten

von Inga Bliermann (Autor)

Referat (Ausarbeitung) 2009 12 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Definition

3. Historischer Hintergrund

4. Statistik

5. Rechtliche Grundlagen

6. Gründe

7. Zuwanderungsgruppen

7. Fazit

8. Literatur

1. Einleitung

Dieses Schriftstück beschäftigt sich mit dem Thema „Deutschland ein Einwanderungsland? Daten, Fakten, Zahlen.“

Auf der ganzen Welt verlassen Menschen freiwillig oder aber auch unfreiwillig ihre Heimat, um ein neues Leben zu beginnen. Mehr als 150 Millionen Menschen weltweit leben als Migranten in einem Staat, der nicht ihre ursprüngliche Heimat ist. Dies entspricht etwa der doppelten Bevölkerungszahl der Bundesrepublik. Internationale Migration geht von Menschen aus, die ihre Familien zusammenbringen möchten, von hoch ebenso wie niedrig qualifizierten Arbeitsmigranten sowie von Asylbewerbern und anderen Flüchtlingen. Die Aufenthaltsdauer von Migranten in einem Land, sind sehr unterschiedlich. Einige wollen nur für kurze Zeit an einem fremden Ort bleiben, andere für mehrere Jahre oder gar den Rest ihres Lebens. Im ersten Punkt dieser Ausarbeitung wird eine Definition über den Begriff „Ausländer“ vorgestellt.

Im zweiten Punkt dieser Arbeit wird ein kurzer historischer Überblick des Migrationsprozesses in Deutschland erläutert und aufgezeigt. Im Anschluss daran sollen Daten in Form einer Statistik über den Migrationsverlauf der Bundesrepublik Deutschland dargestellt werden.

Um das Thema dieser Arbeit zu untermauern beschäftigt sich der vierte Punkt mit den rechtlichen Grundlagen der Zuwanderung in Deutschland.

Da Migration durch unterschiedlichste Gründe entstehen, soll in diesem Punkt Gründe und Motivation, das eigene Ursprungsland zu verlassen, beschrieben werden. Oftmals sind die Gründe in ein fremdes Land zu ziehen stark verknüpft mit den Formen der Zuwanderung. Durch diese Zuwanderungsformen erhalten Menschen einen bestimmten Status im Einreiseland und die damit verbundenen „Privilegien“. Im Punkt sechs soll explizit darauf eingegangen werden. Um diese Arbeit abzurunden und zu beenden wird im Fazit das Thema “Deutschland ein Einwanderungsland?“ aufgegriffen und kritisch betrachtet. Im Anschluss daran wird ein Ausblick für die Soziale Arbeit mit den Obengenannten Informationen formuliert und Perspektiven für die Soziale Arbeit dargelegt.

Im Nachstehenden wird ausschließlich die männliche Form der Betroffenen gewählt, da dieses den Lesefluss erleichtert und die Niederschrift des Themenkomplexes vereinfachte. Dies ist jedoch nicht geschlechterspezifisch zu sehen, sondern beinhaltet sowohl Frauen als auch Männer.

Das Thema „Deutschland ein Einwanderungsland – Daten, Zahlen, Fakten“ kann in seiner Tiefe und seinem enormen Umfang wohl kaum in einer Sitzung oder auf zehn Seiten erfasst und verdeutlicht werden. Deshalb soll diese vorliegende Arbeit lediglich einen Überblick über das Thema geben und einen Anreiz zur Vertiefung schaffen.

2. Definition

Dieser Abschnitt soll als Einstieg in das Thema „Deutschland ein Einwanderungsland – Daten, Zahlen, Fakten“ dienen. Aus vier verschiedenen Definitionen (siehe Anhang 1) wurde eine Definition ausgewählt und an dieser Stelle dargestellt.

Somit gilt für die weitere Ausarbeitung als Grundlage und für ein einheitliches Verständnis, dass „Als Ausländer alle Personen bezeichnet werden, die nicht über inländische Staatsangehörigkeit verfügen. Ausländer haben entweder eine andere Staatsangehörigkeit oder sind staatenlos“(vgl. www.bpb.de o.J).

3. Historischer Hintergrund

Zuwanderungen in Deutschland gab es schon immer. Am Ende des 19. Jahrhundert wuchs der Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland. Grund für diesen Bedarf war die expandierte Industrie. Damals kamen fast 1,2 Millionen Wanderarbeiter aus Polen nach Deutschland. Diese waren bis kurz vor den ersten Weltkrieg beschäftigt. Die Migranten wurden vom Staat sehr kontrolliert z.B. wurde darauf geachtet, das die Wanderarbeiter sich nicht auf ihre Muttersprache miteinander unterhielten. Ebenso sollte ein dauerhafter Aufenthalt bzw. Einwanderung nicht geschehen. Auch Arbeitskräfte aus Italien und Österreich, Ungarn wurden angeworben (ebenda). Auch während des ersten Weltkrieges wurden Migranten von Unternehmen und Behörden immer mehr beschäftigt (vgl. Oltmer 2005: o.S. und Di Croce 2008: 19).

In der Zeit der Weimarer Republik ging die Quote der ausländischen Arbeitsmigranten sehr zurück. Doch im gegen Zug wurde die Zwangswanderungen durch Flucht, Umsiedlung, Vertreibung etc. für das Migrationsgeschehen nach 1918 immer bedeutender. Berlin wurde zu diesem Zeitpunkt der europäische Zulaufspunkt für russische Emigranten, die von der Revolution in Russland flohen (vgl. Oltmer 2005: o.S.).

Im Nationalsozialismus fanden die größten Migrationsbewegungen statt. Sie fanden aufgrund von Vertreibung und Deportationen von 1933-1945 statt. Juden und politisch Verfolgte emigrierten vor den zweiten Weltkrieg. Dennoch wurde Deutschland in den Kriegsjahren zum Mittelpunkt von europaweiten Zwangswanderungen. Etwa 12 Millionen ausländische Zwangsarbeiter wurden für die deutsche Kriegswirtschaft beschäftigt. Wobei in Ost- und Ostmitteleuropa eine punktuelle Ansiedlung von „Volksdeutschen“ betrieben wurde. Im gegen Zug wurde die einheimische Bevölkerung deportiert oder ermordet (vgl. Oltmer 2005: o.S.).

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Details

Seiten
12
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640722921
ISBN (Buch)
9783640723300
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v157401
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,0
Schlagworte
Deutschland Einwanderungsland Daten Zahlen Fakten

Autor

  • Inga Bliermann (Autor)

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Titel: Deutschland ein Einwanderungsland? Daten, Zahlen, Fakten