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Verfahren der Cashflow-Prognose

Seminararbeit 2009 26 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1 Begriff und Bedeutung des Cashflow
2.2 Begriff der Prognose und Determinanten der Prognosequalitat
2.3 Notwendigkeit der Cashflow-Prognose

3. Prognoseverfahren
3.1 Systematisierung und Uberblick
3.2 Kritische Wurdigung im Rahmen der Cashflow-Prognose

4. Cashflow-Prognose im Kontext der Unternehmensbewertung
4.1 Vorbereitung der Prognose
4.1.1 Vergangenheitsanalyse
4.1.2 Lageanalyse
4.2 „Percentage-of-Sales“- und „T-Account“-Methode
4.3 Langfristige Abschatzung des Cashflows

5. Blick in die Praxis

6. Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: „Trade-Off zwischen Prognosekosten und Prognosequalitat.“

Abb.2: „System der strategischen Situationsanalyse.“

Abb.3: interpretation einer BCG-Matrix.“

Abb.4: „Beispielhafter Verlauf eines Produktlebenszyklus.“

Abb.5: „Beispielhafte Erfahrungskurvenverlaufe.“

Abb.6: „Beispielhafte BCG-Matrix.“

Abb.7: „Prozentualer Anteil des Fortfuhrungswertes am Gesamtwert des investierten Kapitals - eine empirische Erhebung.“

Abb.8: „Anteil der ewigen Rente am Unternehmenswert.“

1 Einleitung

In dieser Arbeit soil zunachst die Erarbeitung eines theoretischen Rahmens zur Diskussion der Verfahren der Cashflow-Prognose im Vordergrund stehen. Dabei werden nicht nur die Begriffe „Cashflow“ und „Prognose“ eingegrenzt, sondern vor allem auch die wichtigsten Motivationen erlautert, die zur Prognose der Cash­flows fuhren.

AnschlieBend werden die Verfahren systematisiert und uberblicksartig darge- stellt, sowie im Rahmen ihrer Anwendung zur Cashflow-Prognose kurz kritisch gewurdigt. Aufgrund der vielen Anwendungsmoglichkeiten der Cashflow- Prognose und der Breite des Instrumentariums kann keine abschlieBende Diskus­sion erfolgen, weshalb diese Arbeit danach den Schwerpunkt auf die Prognose von Cashflows im Rahmen der Unternehmensbewertung legen wird. Dafur wer­den zunachst die Moglichkeiten und die Bedeutung der Vergangenheits- und La- geanalyse dargestellt, sowie exemplarisch die Portfolio-Analyse als haufiges In­strument der strategischen Situationsanalyse naher betrachtet.

Fundiert durch die Ergebnisse von Lage- und Vergangenheitsanalyse soll dann die, in der Praxis haufig anzutreffende, „Percentage-of-Sales“-Methode und deren Grenzen aufgezeigt werden. Durch die von Loderer et al. vorgeschlagene Kombination mit der „T-Account“-Methode soll das Prognoseverfahren erweitert und vervollstandigt werden. Das Verfahren wird anschlieBend in die zuvor geleis- tete Systematisierung der Prognoseverfahren eingeordnet und mit kritischen An- merkungen auf eventuelle Verbesserungsmoglichkeiten hingewiesen. In der Pra­xis wird bei der Prognose haufig im Hinblick auf den Zeitraum unterschieden. Dem folgend sollen sich an das zuvor dargestellte Verfahren zur kurzfristigen Prognose einige Anmerkungen hinsichtlich der Prognose in der langen Frist an- schlieBen.

Zuletzt folgt ein Uberblick einiger empirischer Untersuchungen, die einen Blick in die Praxis ermoglichen sollen, um so insbesondere aktuelle Probleme aufzuzeigen und Ansatze fur Verbesserungen offenzulegen.

2 Grundlagen

2.1 Begriff und Bedeutung des Cashflow

Der Begriff Cashflow wurde in den funfziger Jahren von amerikanischen Wertpa- pieranalysten gepragt und fand anschlieBend seine Verbreitung in den verschie- densten Definitionen. Der Cashflow im weiteren Sinne umfasst alle Anderungen auf der Zahlungsmittel-Ebene (Kassenbestand und kurzfristig verfugbares Sicht- guthaben) eines Unternehmens. Diese konnen sowohl Einzahlungen und Auszah- lungen als auch ganze Zahlungsstrome, als Abfolge mehrerer Einzahlungen und Auszahlungen, sein.1 Ebenso umfasst der Begriff die Nettoveranderung i.S. des Einzahlungs- oder Auszahlungsuberschusses.2

Rechnungslegungs-Standards sehen oft die Aufstellung und Veroffentlichung von sogenannten „Cash Flow Statements“3 vor,4 die durch Aufspaltung der Ver- anderung des Bestands an liquiden Mitteln in den Cashflow aus operativer Tatig- keit (OCF), den Cashflow aus Investitionstatigkeit (ICF) und den Cashflow aus Finanzierungstatigkeit (FinCF) eine transparentere Sicht auf Zahlungsmittelher- kunft und -verwendung des Unternehmens ermoglichen sollen.5 Es gibt eine Viel- zahl weiterer Cashflow-Begriffe wie den „Residual Cashflow“ oder den „Free Cashflow“, mit denen Zahlungsstrome unter bestimmten Kriterien zusammenge- fasst werden. Im Folgenden soll jedoch vom Cashflow als Oberbegriff fur die Zahlungsstrome eines Unternehmens ausgegangen werden.

Neben einer direkten Erfassung der relevanten Zahlungsstrome lasst sich der Cashflow auch indirekt aus der GuV ermitteln, indem man alle Ertrage und Auf- wendungen herausrechnet, die nicht zahlungswirksam waren und alle Zahlungen hinzurechnet, die nicht gleichzeitig gewinnwirksam waren.6

Berucksichtigt man zusatzlich den unterschiedlichen Zeithorizont und gliedert den Cashflow in einen retroperspektiven (vergangenheitsbezogen) und einen prospektiven (zukunftsbezogen), so ergeben sich bereits an dieser Stelle zwei An- satze zur Prognose der prospektiven Cashflows: zum einen die direkte Prognose der Einzahlungen und Auszahlungen und zum anderen eine Ableitung aus den Plan-GuV eines Unternehmens.

2.2 Begriff der Prognose und Determinanten der Prognosequalitat

Geht man vom griechischen Wortursprung „np6yvroat^“ aus, so lasst sich die Prognose mit „Vorherwissen“ oder „Vorsehung“ ubersetzen. Keiner der Begriffe lasst jedoch die Unsicherheit deutlich werden, unter der eine Prognose stattfindet, sondern ruckt diese eher in den Bereich des mystischen Allwissens. Allgemeiner soil daher im Nachfolgenden mit der Prognose als „eine[r] bewuBte[n], auf eine definierte Fragestellung erfolgende[n] Aussage uber zukunftige Tatbestande (Entwicklungen, Wirkungen, Verhaltensweisen) von realen Systemen“7 gearbeitet werden.

Sie basiert auf dem Induktionsprinzip, bei dem aus einzelnen Beobachtungen auf allgemeine Aussagen geschlossen wird. Menschen arbeiten sowohl in der Wissenschaft als auch im Alltag oft mit dieser Methode.8 Jede Prognose beruht also auf Erkenntnissen, die aus der Vergangenheit stammen.9 Eine Verbesserung des Informationsstandes i.S. eines zweckorientierten Wissens, das sich auf zu­kunftige Gegebenheiten bezieht, tragt demnach zur Unsicherheitsreduktion bei,10 indem es die Prognosegenauigkeit erhoht.

Weitere Determinanten der Prognosequalitat sind 1. die Person des Prognos- tikers (Erfahrung, methodisches Konnen, Wissen uber Prognosegegenstand), 2. der Prognosezweck, 3. Modelle und Verfahren, die Anwendung finden, 4. die Datengrundlage und 5. der Prognosezeitraum.11

Diese Determinanten beeinflussen nicht nur die Prognosequalitat, sondern meist auch die Kosten und verursachen so einen Trade-Off zwischen diesen bei- den GroBen, wodurch sich das in Abbildung 1 dargestellte Optimierungsproblem ergibt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Trade-Off zwischen

Prognosekosten und Prognose- qualitat. Vgl. Horvath (2009), S.351; in Anlehnung an Cham­bers et al. (1971), S.47.

2.3 Notwendigkeit der Cashflow-Prognose

Der wohl naheliegendste Grund fur eine Prognose der Zahlungsstrome eines Un- ternehmens ergibt sich aus der Liquiditatssicherung. Die Liquiditatsbedingung12fordert, dass gilt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Zahlungsunfahigkeit, also die Unfahigkeit, die falligen Zahlungsverpflichtun- gen zu erfullen13, stellt den haufigsten Grund fur Insolvenzen dar.14Ein Liquidi- tatsengpass, der nicht zur Zahlungsunfahigkeit fuhrt, kann jedoch ebenso Kosten fur das Unternehmen verursachen, z.B. dann, wenn Kapitalanlagen vorzeitig li- quidiert werden mussen. Auch eine zu hohe Liquiditat sollte vermieden werden, da Liquiditat Kosten verursacht: Kreditinstitute verzinsen Sichtguthaben bis heute nur gering, sodass die Differenz zu vorteilhafteren Investitionsmoglichkeiten in Form von Opportunitatskosten berucksichtigt werden muss.15Somit ist im Rah- men der Liquiditatsplanung eine (zumindest kurzfristige) Prognose kunftiger Ein- und Auszahlungen notig.

Der Kapitalmarkt bietet weitere Anwendungsmoglichkeiten: Auf die Progno­se der OCF bauen sowohl Kreditinstitute bei der Bonitatsbeurteilung eines Kre- ditnehmers16als auch in zunehmendem MaBe Aktienanalysten bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens.17

Besondere Bedeutung kommt der Cashflow-Prognose in der Unternehmens- bewertung mithilfe der DCF-Verfahren zu.18Hierbei werden die fur das jeweilige Verfahren relevanten Cashflows mit einem geeigneten Zinssatz diskontiert, um den Wert des Unternehmens zu ermitteln. Das Prinzip der Zukunftsbezogenheit, und damit die Notwendigkeit der Prognose der Cashflows, ist dabei unstrittig.19

3 Prognoseverfahren

3.1 Systematisierung und Uberblick

Grundsatzlich kommen sehr viele Moglichkeiten in Betracht, um Prognoseverfah­ren zu untergliedern, daher soll nur eine -nicht abschlieBende- Aufzahlung wich- tiger Gliederungsdimensionen folgen: Der Zeithorizont teilt die Verfahren in kurz-, mittel- und langfristige Prognosen. Der Grad der Bestimmtheit bezieht sich auf das Ergebnis, das sowohl klassifikatorischer („Morgen wird es warm.“), kom- parativer („Morgen wird es warmer.“) als auch quantitativer („Morgen wird es 20 Grad.“) Art sein kann. Eine eher theoretische Unterteilung bietet das Kriterium der Konditionalitat, das sich auf die Prognosebedingungen bezieht.20Besonders in der Praxis wird gerne anhand eines Szenarios unterschieden und vom „worst- case“, „best-case“ und „as-is-case“ gesprochen. Weitere Kriterien konnen z.B. die Operationalitat (intuitiv oder mathematisch-statistisch), die Datenbasis (offentli- che Informationen oder „Insider“-Informationen) oder auch die Verknupfung der Variablen (quantitativ oder qualitativ) sein.21

Perridon folgend soll im Weiteren von einer Gliederung in intuitive (Progno- sewerte werden auf Basis von Intuition und Erfahrung ermittelt), extrapolierende (aus einer Vergangenheitsanalyse mittels mathematisch-statistischer Verfahren) und kausale (auf logischen Ursache-Wirkungsbeziehungen beruhend) Prognose­verfahren ausgegangen werden. Sie werden hier exemplarisch vorgestellt.

Bei den intuitiven Prognoseverfahren handelt es sich um heuristische Verfah­ren, sie basieren also auf begrenzten Erfahrungen, Meinungen und Intuitionen. I.d.R. wird zur Prognose ein Experte oder eine Gruppe von Experten befragt, es konnen aber z.B. auch Kunden zur Prognose von Umsatzen hinzugezogen wer­den. Das bekannteste intuitive Prognoseverfahren ist die Delphi-Methode. Bei dieser werden Experten unabhangig befragt. AnschlieBend wird ihnen unter An- gabe einer verdichteten Darstellung der Antworten der anderen Teilnehmer die Moglichkeit zur Korrektur ihrer Prognose gegeben. Dieser Prozess wird so lange fortgesetzt, bis keine nennenswerten Korrekturen der Einzelergebnisse erfolgen. Ein weiteres intuitives Prognoseverfahren stellt die Szenarioanalyse dar. Hier werden verschiedene Entwicklungen der EinflussgroBen angenommen und so eine

„Menge denkmoglicher, glaubwurdiger und reprasentativer Zukunftsbilder“22entworfen.

Auf Grundlage einer Zeitreihe versuchen die extrapolierenden Prognosever- fahren bestimmte GesetzmaBigkeiten in der zeitlichen Entwicklung einer Progno- segroBe zu beobachten und diese in die Zukunft fortzuschreiben,23sie gehen damit von der so genannten Zeitstabilitatshypothese aus. Dafur sind sowohl einfache Modellfunktionen wie die Mittelwertbildung oder das Verfahren der gleitenden Durchschnitte (einschlieBlich des darauf aufbauenden Verfahrens der exponentiel- len Glattung) als auch Modelle mit komplexeren Trendfunktionen denkbar, etwa logistischen, exponentiellen oder saisonalen.

Die extrapolierenden Verfahren haben sich mit der Untersuchung der Zeitab- hangigkeit der zu Schatzenden begnugt, wohingegen die kausalen Verfahren ver­suchen, erklarende GroBen heranzuziehen. Entweder wird determini stisch von einem Zusammenhang zwischen der PrognosegroBe und den EinflussgroBen aus- gegangen oder der Zusammenhang ist statistisch durch eine Wahrscheinlichkeits- verteilung anzugeben.24Ein deterministischer Zusammenhang kann z.B. die Ab- leitung der Steuerzahlung aus dem Gewinn sein. Statistische Zusammenhange finden sich hingegen in den Regressionsanalysen in Form signifikanter Korrela- tionen. So herrschte beispielsweise eine rege wissenschaftliche Diskussion infolge einer AuBerung des FASB, ob zukunftige Cashflows besser durch gegenwartige Gewinne oder durch gegenwartige Cashflows erklart werden konnen.

3.2 Kritische Wurdigung im Rahmen der Cashflow-Prognose

Intuitive Prognoseverfahren sind insbesondere von Bedeutung, wenn strukturelle Anderungen des Unternehmens oder seiner Umwelt erwartetet werden. Die An- nahme der Zeitstabilitatshypothese ist besonders dann gewagt, wenn keine Ver- gangenheitsdaten vorliegen (z.B. Einfuhrung neuer Produkte), sich Synergie- und Verbundeffekte (z.B. bei M&A-Geschaften) oder Marktverhaltnisse (z.B. staatli- che Regulierungen) andern.

[...]


1 Vgl. Kupper/Wagenhofer (2002), S.251.

2 Vgl. Breuer/Schweizer (2003), S.95 Sp.1.

3 Im Deutschen werden diese irrefuhrender Weise als Kapitalflussrechnungen bezeichnet.

4 Beispielsweise IAS 7 oder §297 Abs.1 HGB i.V.m. DRS 2.

5 Vgl. Loderer (2007), S.582.

6 Vgl. Breuer/Schweizer (2003), S.95.

7 Szyperski/Winand (1980), S.34 Sp.2.

8 Obgleich wissenschaftstheoretisch nicht unstrittig, insbesondere Karl Popper ubt daran Kritik, vgl. z.B. Popper/Miller (1983).

9 Vgl. Franke/Hax (2004), S.251.

10 Vgl. Voigt (1993), S.229.

11 Vgl. Mag (1995), S.85-87.

12 In Anlehnung an Becker (2008), S.13.

13 Vgl. §17 Abs.2 S. 1 InsO. Die Zahlungsunfahigkeit ist abzugrenzen von der Zahlungsstockung, welche anzunehmen ist, „wenn der Zeitraum nicht uberschritten wird, den eine kreditwurdige Person benotigt, um sich die benotigten Mittel zu leihen. Dafur erscheinen drei Wochen erforder- lich, aber auch ausreichend.“ (BGH - Urteil vom 24.05.2005 AZ: IX ZR 123/04).

14 Vgl. Hierl/Huber, S.278 Rn.48.

15 Vgl. Boettger (1995), S.52.

16 Vgl. Homburg (2006), S.876.

17 Vgl. z.B. Cheng/Hollie (2007), S.30; sowie DeFond/Hung (2002), S.74.

18 Vgl. IDW(2008), S.15 Rn.68; Kuhner/Maltry (2006), S.93.

19 Vgl. exemplarisch: Moxter (1983), S.102; Bretzke (1975), S.44.

20 Zur Problematik dieses Kriteriums vgl. Bretzke (1975), S.118.

21Zu den Kriterien vgl. Loscalzo (1982), S.4-5; Bretzke (1975), S.118-121; Horvath (2009), S.352.

22Kuhner/Maltry (2006), S.111-112.

23Vgl. Perridon/Steiner (1997), S.612.

24Vgl. Perridon/Steiner (1997), S.623; Horvath (2009), S.352 zahlt nur deterministische Bezie- hungen zu den kausalen Methoden, statistische Zusammenhange werden hingegen den extrapolie- renden Verfahren zugeordnet.

Details

Seiten
26
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640732647
ISBN (Buch)
9783640732869
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156803
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Schlagworte
Verfahren Cashflow-Prognose Cashflow Planung Wertorientiertes Management Unternehmensbewertung Mergers & Acquisitions Value Based Management Cash Flow Prognose

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Titel: Verfahren der Cashflow-Prognose