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Unternehmensorganisation

Aufbau- und Ablauforganisation

von Stefan Reindl (Autor) Stephanie Staudinger (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 28 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorwort

II Abbildungsverzeichnis

1 Unternehmensorganisation
1.1 Begriff Organisation
1.2 Organisation als Managementaufgabe
1.3 Problemlösungsprozess der Organisation
1.4 Formale Elemente der Organisation
1.5 Organisationsgestaltung

2 Aufbauorganisation
2.1 Grunddimension Spezialisierung
2.1.1 Aufgabenanalyse
2.1.2 Aufgabensynthese
2.2 Grunddimension Koordination
2.3 Grunddimension Konfiguration
2.4 Grunddimension Delegation
2.5 Grunddimension Formalisierung und Standardisierung

3 Ablauforganisation
3.1 Zusammenhang zwischen Aufbau- und Ablauforganisation
3.2 Grunddimensionen der Ablauforganisation
3.3 Arbeitsanalyse
3.4 Arbeitssynthese
3.4.1 Personale Synthese
3.4.2 Temporale Synthese
3.4.3 Lokale Synthese

III Fazit

IV Quellenverzeichnis

I Vorwort

Diese Studienarbeit entstand für die Vorlesung Human Ressource am Studiengang EMTA der Fachhochschule Salzburg. Human Ressource beschäftigt sich mit der Ressource Mitarbeiter in einem Unternehmen. Um heutzutage ein Unternehmen auch nachhaltig erfolgreich zu führen, ist es erforderlich, sich mit der Bedeutung von und dem bewussten Umgang mit der Ressource Mensch zu beschäftigen.

Unter Unternehmensorganisation versteht man die Art und Weise wie einzelne Abteilungen, aber auch die Umwelt oder Kultur in einem Unternehmen miteinander zu einem Ganzen verbunden werden.

Das Unternehmen wird als soziotechnisches System betrachtet und zum einen in die soziale Organisation und zum anderen die technische Organisation geteilt. Anders formuliert in die Aufbauorganisation, die sich mit der Hierarchie in und der Aufgabenzuteilung beschäftigt und in die Ablauforganisation, die sich mit der Reihenfolge und dem Zeitmanagement eines Leistungserbringungsprozesses beschäftigt.

In dieser Arbeit behandeln wir einen Teil des Themenkomplexes der Unternehmensorganisation. Unser Schwerpunkt liegt in der Gestaltung der Aufbau- und der Ablauforganisation, die gemeinsam das strukturelle sowie das prozessuale Grundgerüst des Unternehmens bilden. Bereits hier, in der Gestaltung und Planung der Organisation, werden wesentliche Entscheidungen getroffen, die sich auf das Human Ressource Management auswirken und es bedingen.

Unsere Arbeit ergibt gemeinsam mit den Studienarbeiten unserer Jahrgangskollegen eine interessante und breit gefächerte Abhandlung von einzelnen Themenbereichen rund um die Schwerpunkte Unternehmen, Organisation und Management.

Neben der in den Quellangaben angeführten Literatur haben wir auch versucht, unsere persönlichen Erfahrungen in diese Studienarbeit mit einfließen zu lassen.

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Problemlösungsprozess der Organisation

Abbildung 2: Organisatorische Gestaltung

Abbildung 3: Spezialisierung in der Aufbauorganisation

Abbildung 4: Aufgabenanalyse aufgrund des Kriteriums Verrichtung

Abbildung 5: Aufgabenanalyse aufgrund des Kriteriums Objekt

Abbildung 6: Aufgabenanalyse aufgrund des Kriteriums Rang

Abbildung 7: Aufgabenanalyse aufgrund des Kriteriums Phase

Abbildung 8: Aufgabenanalyse aufgrund des Kriteriums Zweckbeziehung

Abbildung 9: Zusammenhang Leitungsspanne & Leitungstiefe

Abbildung 10: Grunddimension Koordination - Ausrichtung auf das gemeinsame Ziel

Abbildung 11: Überblick der Koordinationsarten

Abbildung 12: Grundschema Liniensystem.

Abbildung 13: Grundschema Mehrliniensystem.

Abbildung 14: Grundschema Stab-Linien-System.

Abbildung 15: Grundschema Matrixsystem.

Abbildung 16: Grundschema Mischsystem.

Abbildung 17: Zusammenhang von Aufbau- & Ablauforganisation

Abbildung 18: Dreistufige Arbeitsanalyse

Abbildung 19: Zusammensetzung der Durchlaufzeit

1 Unternehmensorganisation

1.1 Begriff Organisation

Der Begriff Organisation wird in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Im allgemeinen Verständnis ist Organisation:

„ … eine Managementfunktion

… ein ständiger Prozess

… Ordnen von Aktivitäten

… Zusammenführung einzelner Arbeitselemente

… Regeln zur Festlegung der Aufgabenverteilung

… sichtbar in Stellenbeschreibungen, Dienstanweisungen, Betriebsordnungen, Organigrammen (…), Projektablaufplänen „ (Auer 2005: 188)

Betriebswirtschaftlich stehen nach Thommen und Achleitner (2004: 742f) die folgenden Auffassungen im Vordergrund:

Der gestalterische Aspekt:

Hier steht die Sichtweise im Zentrum, dass das Unternehmen organisiert wird. In diesem Sinne kommt dem Begriff Organisation eine Gestaltungsfunktion zu, bei der die Tätigkeit des Gestaltens des Unternehmens im Mittelpunkt steht. Die Gestaltung kann hierbei aus der Führungsetage ebenso erfolgen wie auch unter verscheiden starker Einbeziehung der Mitarbeiter.

Der instrumentale Aspekt:

Hier steht die Sichtweise im Zentrum, dass das Unternehmen eine Organisation hat. Mit Organisation ist dabei eine bewusst geschaffene Ordnung gemeint, die jedes Unternehmen aufweist, und mit der zielgerichtet am Unternehmenserfolg gearbeitet wird.

Die Organisation umfasst dabei Strukturen (Aufbauorganisation) und Prozesse (Ablauforganisation), die die Beziehungen und Handlungen beispielsweise zwischen Mitarbeitern und Sachmitteln regeln. Der instrumentale Ansatz ist der in der Betriebswirtschaft gebräuchlichste.

Der institutionelle Aspekt:

Hier steht die Sichtweise im Zentrum, dass das Unternehmen eine Organisation ist. Die Organisationslehre beschäftigt sich mit diesem Aspekt, und behandelt dabei die Frage, welche vorkommenden Gebilde als Organisationen bezeichnet werden können.

Für das weitere Verständnis dieser Studienarbeit kann der Begriff Organisation im Sinne des instrumentalen Ansatzes nach Wittlage (1998: 1) als „…die Gesamtheit der zielgerichteten menschlichen Handlungen (…), durch die ein soziales System strukturiert wird, [bzw. durch die, d. Verf.] die Aktivitäten der zum System gehörenden Elemente (Menschen, Sachmittel) geordnet, der Einsatz dieser sowie des Informationshandling geregelt werden.“ verstanden werden.

1.2 Organisation als Managementaufgabe

Jedes Unternehmen muss grundsätzlich organisieren, da zur Erfüllung der unternehmerischen Gesamtaufgabe durch mehrere Personen eine Arbeitsteilung notwendig ist. So kann jedem Beteiligten eine Teilaufgabe zugewiesen werden.

Diese Arbeitsteilung und die Zuweisung von Teilaufgaben zu einzelnen Mitarbeitern kann natürlich auf verschiedenste Weise erfolgen. Die Vielfältigkeit der Methoden führt auch zu entsprechend vielen Variationen der Organisationsform.

Organisieren aus managementorientierter Sicht bedeutet also die Gesamtaufgabe eines Unternehmens, die von Menschen und Maschinen gemeinsam erfüllt werden muss, in sinnvolle Teilaufgaben zu splitten, und diese zueinander in Beziehungen zu setzen, um Unternehmensziele optimal erreichen zu können. (vgl. Thommen/Achlietner 2004: 742f)

1.3 Problemlösungsprozess der Organisation

Problemlösungsprozesse zur Lösung organisatorischer Schwierigkeiten können nach einem allgemeinen Schema nach Thommen und Achleitner (2004: 744) in folgende Phasen unterteilt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Problemlösungsprozess der Organisation (modifiziert übernommen aus: Thommen/Achleitner 2004: 745).

1. Analyse und Ausgangslage:

Hier werden die Einflussfaktoren, die auf die Organisation eines Unternehmens wirken, betrachtet. Dabei kann grob in Umweltbedingungen und in unternehmensspezifische (interne) Faktoren unterschieden werden.

2. Zielbestimmung:

Das oberste Ziel einer organisatorischen Tätigkeit ist es grundsätzlich, durch die optimale Arbeits- und Ressourcenverteilung die Effizienz zu steigern, um den Unternehmenserfolg zu erhöhen. Organisatorische Ziele können sich dabei auf die Strukturen (Aufbauorganisation) ebenso wie auch auf die Prozesse (Ablauforganisation) beziehen.

3. Bestimmung von Organisationsmaßnahmen:

Bei der Vielzahl der Maßnahmen, die einem Unternehmen zu Erreichung der organisatorischen Ziele zur Verfügung steht, stehen ebenso die verschiedenen Formen und Komponenten der Aufbau- und Ablauforganisation im Mittelpunkt.

4. Mittelbestimmung:

Die zur Durchführung organisatorischer Maßnahmen notwendigen Mittel sind finanzieller und in erster Linie personeller Art.

Die Personen erarbeiten sowohl die organisatorischen Maßnahmen und die zur Umsetzung nötigen Organisationsinstrumente wie zB Stellenbeschreibungen, wie auch die konkrete Umsetzung.

5. Durchführung:

Bei der Umsetzung organisatorischer Maßnahmen ist besonders zu beachten, dass diese häufig eine Veränderung bestehender Strukturen und Abläufe beinhalten. Hierbei muss unter den betroffenen Mitarbeitern oft mit Widerstand und Konflikten gerechnet werden.

6. Evaluation der Resultate:

Das in der Neuordnung von Aufgaben resultierende Ergebnis der organisatorischen Aktivität zeigt auf, wie gut es dem Unternehmen gelungen ist, auf Entwicklungen und Veränderungen bezüglich Umwelt, Mitarbeiter und Unternehmen an sich zu reagieren. Die Zweckmäßigkeit der Aufbau- und Ablauforganisation steht bei diesem Punkt also im Fokus.

1.4 Formale Elemente der Organisation

Formal lassen sich nach Thommen und Achleitner (2004: 746ff) grob folgende Elemente einer Organisation unterteilen:

1. Aufgabe:

Die Aufgabe besteht aus einer bestimmten Soll-Leistung sowie aus den Aktivitäten, die zur Erbringung dieser Leistung notwendig sind.

2. Stelle:

Die Stelle ist die kleinste organisatorische Einheit im Unternehmen. Sie setzt sich aus verschiedenen Teilaufgaben zusammen, aus denen sie einen Aufgabenkomplex bildet.

3. Kompetenzen:

Sie sind nötig damit der Inhaber einer Stelle seine Aufgaben erfüllen kann. Es handelt sich dabei um Rechte und Befugnisse, bestimmte zur Aufgabenerfüllung notwendige Maßnahmen setzen zu dürfen oder ausführen zu lassen.

[...]

Details

Seiten
28
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640726035
ISBN (Buch)
9783640726325
Dateigröße
910 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156728
Institution / Hochschule
Fachhochschule Salzburg – EMTA / IMT
Note
1
Schlagworte
Unternehmensorganisation Aufbauorganisation Ablauforganisation Organigramm

Autoren

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Titel: Unternehmensorganisation