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Die Schwierigkeiten des Artikels in der deutschen Grammatik

Wissenschaftlicher Aufsatz 2010 12 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhalt

0. Vorwort

1. Artikel
1.1 Der Artikel in den anderen Sprachen
1.2 Bestimmter Artikel
1.3 Unbestimmter Artikel
1.4 Nullartikel

2. Gebrauch des Artikels
2.1 Kanzlei- und Gerichtssprache sowie Journalisten – und Kritikerjargon
2.2 Verwandtschaftsnamen
2.3. Personnamen
2.4. Ländernamen
2.5. Wortpaare
2.6 Präpositionen

3. Nichtgebraucht des Artikels

4.Literaturangaben

0. Vorwort

Ich hoffe, dass ich mit dieser kurzen Arbeit ersten Überblick über den Artikel in der deutschen Sprache geben kann.

Der erste Punkt beschreibt die drei Formen des Artikels, und zwar den bestimmten Artikel, den unbestimmten und den Nullartikel.

Der zweite Punkt gibt einen Überblick über den Gebrauch des Artikels.

Abschließend wird in Punkt drei der Nichtgebrauch des Artikels veranschaulicht.

Als Orientierungshilfe bei der Abfassung dieser Arbeit dienten mir die Bücher, die ich in den Literaturangaben aufgeführt habe.

1. Artikel

Was tun wir, wenn wir den Kindern und Deutschlernende die kleine Wörter der, die, das oder ein oder eine vorstellen? Wir können natürlich von der bestimmten und unbestimmten Artikel erzählen aber wie weit können die Kindern und die Deutschlernende sich darunter vorstellen?

Wir können einmal vor der Klasse ein Glas auf dem Tisch stellen und weisen mit einer Geste darauf hin: Dort steht ein Glas. Ist das Glas unbestimmt, das wir konkret vor uns sehen? Und ist e deutlicher bestimmt, wenn wir sagen: Dort steht das Glas? Wenn man etwas logisch denkt, würde man sagen: ich sehe doch das Glas und wie kann das Glas ein unbestimmtes Artikel sein?

Harald Weinrich spricht von einem anaphorischen ('rückwirkenden) bzw. einem kataphorischen ('vorausverweisenden') Artikel. Der anaphorische (bestimmte) Artikel ist eine Anweisung des Sprechers an den Hörer, für das mit dem Artikelverbundene Nomen rückläufig zum Textverlauf geeignete Determinanten in den Vorinformation zu suchen. Von einem kataphorischen (unbestimmten) Artikel erhält der Hörer die Gegenanweisung. Er soll nun nach geeigneten Determinanten für das betreffende Normen nicht in der Vorinformation suchen, sondern diese von der ihm noch unbekannten Nachinformation erwarten (Weinreich, 1993, S. 410)

Peter Eisenberger spricht von „definiten Kennzeichen“ bei bestimmten Artikel und von „nicht definiten“ bei unbestimmten und meint das so: „Sowohl in Ausdrücken wie a) Der Baum wird gefällt wie b) Ein Baum wird gefällt“ ist genau von einem Baum die Rede.: Aber a.“kann nur dann geäußert werden, wenn der Sprecher unterstellt, dass der Hörer weiss, worauf er sich mit dem Baum beziehen soll. Wie Sprecher und Hörer den gemeinsamen Bezug hergestellt haben, ob davon vorher die Rede war, ob auf einen Baumstumpf gezeigt wurde oder ob sie den Baum vor zwanzig Jahren gemeinsam gepflanzt haben, ist gleichgültig. Das mit dem Baum Bezeichnete ist ihm (dem Hörer) in gewisser Weise bekannt“ (Eisenberger, 1994, 163).

„Der Artikel gehört zu Ausstattung der Wortart wie Genus und Numerus. Während aber Genus und Numerus auch zur Formenbildung des Adjektivs zählen und der Numerus darüber hinaus auch beim Verbum auftritt, kommt der Artikel im eigentlichen Sinne nur dem Substantiv zu.“ (Brinkmann, H.: Die deutsche Sprache, S.48)

1.1 Der Artikel in den anderen Sprachen

Artikel gibt es nur in einigen Sprachen, zum Beispiel den germanischen Sprachen wie Deutsch und Englisch, den modernen romanischen Sprachen den keltischen Sprachen dem Griechischen dem Bulgarischen, dem Albanischen und Armenischen, Semitische Sprachen wie Arabisch und Hebräisch kennen zwar bestimmte, aber keine unbestimmten Artikel. Im Bulgarischen wird der bestimmte Artikel als Suffix realisiert. Im Schwedischen und den anderen skandinavischen Sprachen wird der unbestimmte Artikel wie im Deutschen vorangestellt, der bestimmte Artikel als Suffix realisiert. In einigen Sprachen, wie dem Isländischen kommt es auch zur Verschmelzung von Substantiv und Artikel: hestur (isl.) „Pferd“, hesturinn (isl.) „das Pferd“. Grundsätzlich kann der Artikel auch getrennt stehen (hinn hestur); dies ist aber in der Alltagssprache seltener.

Das Türkisch, das Russische und das Ukranische haben keinen Artikel. Dafür können Russisch und Ukrainisch Unbestimmtheit differenzierter kennzeichnen als etwa das Deutsche. Ein Artikel fehlt auch im Latein, den baltischen und den meisten slawischen Sprachen (eine Ausnahme bilden Bulgarisch und Mazedonisch). Die baltischen und slawischen Sprachen drücken den Bekanntheitsgrad vor allem mittels der Wortstellung aus. Aber auch Aspekt, Kasus und lexikalische Mittel (Demonstrativpronomina) können hier die Funktion des Artikels übernehmen. In den baltischen Sprachen wird die Bestimmtheit zum Teil mittels langer Adjektivformen ausgedrückt (vgl. lit. jaunas vyras „(ein) junger Mann“ vs. jaunasis vyras „der junge Mann“).

Im Albanischen wird der Artikel im Wortende gebildet. Beispiel: Arman „(ein) Schrank“; Armani „der Schrank“.

In einigen Sprachen gibt es den so genannten Teilungsartikel, so zum Beispiel im Französischen (de) und im Italienischen. Auch in einigen deutschen Dialekten gibt es den Teilungsartikel, Beispielsweise in der Deutschkärntner Mundart (zum Beispiel ane Erdäpfel).

Mit anderen Worten kann man auch sagen, dass der Artikel auf das engste mit dem Nomen verbunden ist und zur Unterscheidung des grammatischen Geschlechts sowie zur Kennzeichnung von Kasus und Numerus dient.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Grammatik)

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Details

Seiten
12
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640711826
ISBN (Buch)
9783640712809
Dateigröße
3.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156669
Note
none
Schlagworte
Schwierigkeiten Artikels Grammatik

Autor

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