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Vom Taylorismus zur Humanisierung der Arbeit. Möglichkeiten und Grenzen moderner Arbeitsplatzgestaltung

Hausarbeit 2010 15 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung
1.1. Problemstellung und Thematik

2.0 Der Taylorismus
2.1 Grundsätze des Taylorismus
2.1.1 Arbeit: Ein Definitionsversuch
2.1.2 Das Taylorsche Anreizsystem
2.1.3 Taylors Zerlegung von Arbeitsschritten
2.1.4 Personalauswahl nach Taylor
2.1.5. Die Trennung von elementaren und dispositiven Produktionsfaktoren
2.1.5.1 Untermauerung der Trennung und der Idee 6 des Taylorismus

3.0 Kritik am Taylorismus und der systematischen Rationalisierung

4.0 Die Humanisierung der Arbeit
4.1 Neue Organisationsformen
4.1.1 Job rotation
4.1.2 Job enlargement
4.1.3 Job enrichment
4.2. Arbeit Heute

5.0 Eineizzierung der Chancen und Grenzen11der Humanisierung der Arbeit

6.0 Fazit

7.0 Literaturverzeichnis

1.0 Einleitung

„Die Welt und die Art sie zu begreifen ändert sich. Diese Aussage gilt nicht nur im Zeitalter des 21. Jahrhunderts, sondern lässt sich sozioökonomisch vielmehr als ein laufender und immer währender Prozess verstehen, der die Menschheit von je her begleitet. Durch Fortschritt in Technik und Wissen änderten sich zweifelsohne Zielvorstellungen, Umwelt sowie die Gesellschaft, im Verlauf der Jahrhunderte. Der Mensch war und ist, in der heutigen Welt, die sich immer rasender entwickelt noch viel mehr, dazu gezwungen sich anzupassen.“ (Berger 2009,1)

Die oben beschriebene Entwicklung überträgt sich nicht nur auf alle sozialen Bereiche des Menschen, sondern logischer weise auch auf die moderne Betriebsführung. Das „Arbeiten“ innerhalb moderner Unternehmen unterscheidet sich ganz wesentlich von den Tätigkeiten die ein arbeitender Mensch, noch vor hundert Jahren, in der selben Branche zu verrichten hatte. Arbeiten die noch vor einigen Jahren durch den Menschen ausgeführt wurden erledigen heute wesentlich effizienter und schneller arbeitende Maschinen. Dazu kommen die vielen neuen und wesentlich komplexer gewordenen Tätigkeitsfelder, die durch ganz neue Technologien entstanden sind.

1.1 Problemstellung und Thematik

Diese in der Einleitung beschriebene Entwicklung hatte natürlich enorme Folgen für die Arbeitswelt. Der Mensch muss heute mehr können, mehr wissen und dabei hoch flexibel sein. Der Komplexitätsgrad der Arbeitsfelder macht es zudem erforderlich, dass aus alten Berufen, Kombinationen entstehen, die zur Erfüllung der Anforderungen eines Tätigkeitsfeldes nötig sind. Aus dem Mechaniker und dem Elektroniker wurde beispielsweise der Beruf des Mechatornikers, der aus beiden Arbeitsfeldern kombinierte Inhalte vereint. Kurz – die Anforderungen an den Menschen sind in vielen Bereichen gestiegen.

Der Arbeitsplatz im Betrieb gestaltet sich dabei zugegebener Maßen, je nach Art und Bestimmung der Organisation enorm unterschiedlich. Trotzdem haben im Wesentlichen alle Unternehmen, in Bezug auf eine etwaige Unternehmensphilosophie, eine einfache betriebswirschaftliche Faustformel, der es zu folgen gilt, gemein.

„Umsatz – Kosten = Gewinn“

Dies ist auch nötig, denn „[…] der Einsatz technisch hochwertiger Betriebsmittel, die aber wiederum durch die technische Entwicklung nur relativ kurze Zeit dem aktuellen technischenandard entsprechen, bedeutet in der Praxis, dass eine möglichst optimale Betriebsmittelnutzung angestrebt wird.“ (Schramhauser 2005,14)

Aus diesem Grund unternahm man in der modernen Betriebswirtschaft schon immer den Versuch, nicht nur technische Betriebsmittel, sondern auch alle organisatorische Faktoren zu rationalisieren. Dazu zählen natürlich nicht nur Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen, sondern auch das humankapital. Der arbeitende Mensch an sich, stellt einen enormen Kostenfaktor dar, der es nötig macht, die Arbeitskraft des Individuums möglichst rational und optimal zu nutzen.

Dies erkannte Taylor, der als einer der ersten Unternehmensberater den Versuch unternahm, Arbeitsabläufe und den Einsatz von Ressourcen zu optimieren bereits vor über hundert Jahren. Die erstmals wissenschaftliche Betriebsorganisation von F.W. Taylor, welche im Anschluss skizziert werden soll, ist Ausgangspunkt und Basis für den Autor, um die zuvor beschriebenen Veränderungsprozesse innerhalb der Arbeitswelt aufzuzeigen. Dabei sollen in Bezug auf die Arbeitsplatzgestaltung, Gründe für den Ende der 20er Jahre

einsetzenden Humanisierungstrend aufgezeigt werden, um die daraus resultierenden Folgen für die Organisation und die arbeitenden Individuen kritisch zu betrachten. Die aus dieser Betrachtung gewonnen Erkenntnisse sollen dazu verwendet werden, die Möglichkeiten und Grenzen der Humanisierung der Arbeit aufzuzeigen. Aufgrund der Tragweite der Thematik, ist es dem Autor jedoch kaum möglich, im Rahmen dieser Arbeit, jeden einzelnen Teilbereich der Problemstellung ausführlich zu beleuchten. Aus diesem Grund, soll in dieser Arbeit bisherige Arbeitsgeschichtliche Verlaufes nur skizziert werden. Dabei wird vor allem die vielbesagte Retaylorisierung der letzten Jahre bewusst ausgeblendet.

2.0 Der Taylorismus

F. W. Taylor gilt wie bereits erwähnt als einer der Pioniere der modernen Betriebsführung, der mit seinem „scientific management Ansatz“ Unternehmen und die Betriebswirtschaftslehre nachhaltig beeinflusst hat. Unterstützt von technischen Neuerungen und den damit einhergehenden neuen Möglichkeiten löste der Taylorismus um 1900 in Europa und Amerika eine industrielle Revolution aus.

Das „Taylor-stem“ als ganzes, stellt vor allem den Versuch dar, die Betriebsorganisation wissenschaftlich und systematisch zu gestallten. Auch heute stützen sich noch viele betriebswirtschaftliche Theorien und Managementmethoden auf Taylors Lehre. (vgl. Volpert 1995, 11. - in F. W. Taylors „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung)

2.1 Grundsätze des Taylorismus

Die Hauptintension des Taylorismus ist dieeigerung der Arbeitsleistung mit Hilfe zweier Prinzipien der wissenschaftlichen Betriebsführung. Zum einen setzt Taylor auf die Kompetenz der Unternehmensführung. Ihr obliegen nicht nur diehulung und Ausbildung des Personals, sondern vor allem der koordinierte Einsatz von betrieblichen Elementarfaktoren. Dies schließt vor allem die Auswahl des Personals für eine Tätigkeit mit ein. Zum anderen entwickelte er spezielle Anreizsysteme die vor allen auf die individuelle Bedürfnisbefriedigung des einzelnen Arbeiters Bezug nehmen.

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Details

Seiten
15
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640693320
ISBN (Buch)
9783640693443
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156536
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
Humanisierung der Arbeit Taylorismus

Autor

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