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Die Peer-Group und deren Auswirkungen auf die Sozialisation

Eine Betrachtung der Identitätsentwicklung von Adoleszenten

Seminararbeit 2010 17 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhalt

1.0 Einleitung
1.1 Thematik und Fragestellung
1.2hwerpunkte und Vorgehensweise

2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik
2.1 Die Peer-Group: Ein Definitionsversuch
2.2 Kennzeichen undruktur von Peer-Groups
2.3. Definition deszialisationsbegriffs

3.0 Peer-Groups und deren Wirkung auf diezialisation
3.1. Eineizze der Ursache für die Entstehung von Peer-Groups
3.2 Peer-Groups und diezialisation
3.3 Die Wirkungsweise und Vernetzung der wichtigstenzialisations- Instanzen

4.0 Die Peer-Group als Ort des Kompetenzerwerbs

5.0hlussbetrachtung

6.0 Literaturverzeichnis

1.0 Einleitung

Die heutigen westlichen Gesellschaften sind komplexe, aber dennoch hoch funktionalesteme, die sich durch eine Vielzahl von institutionalisiertenbsystemen auszeichnen. (vgl. Parson 2008, 88)e weisen eine enorme Fülle an individualistischen Einstellungen und Besonderheiten auf, die von den Menschen innerhalb einer Gesellschaft ausgehen. Umso mehr verwundert es, dass Gesellschaften in der Regel eineruktur besitzen, die es möglich macht, dass „[…] viele einzelne Menschen innerhalb eines geordnetenstems zusammenleben können.“ (vgl. Berger 2009, 1)

Das Phänomen der Rollengebundenheit eines jeden Individuums innerhalb einer Gesellschaft ist ursächlich für die Konfrontation mit Regeln und Normen. Der einzelne Mensch erlernt augenscheinlich ganz selbstverständlich wie man sich innerhalb der Gesellschaft bewegt und behauptet. Dieser Vorgang ist allgemein bekannt als diezialisation eines Individuums.

Bei näherer Betrachtung deszialisationsbegriffs wird dessen Tragweite und Komplexität zwangsläufig bewusst. Die erfolgreichezialisation ist eine der Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Leben als Teil der Gesellschaft. Neben den ständigen Lernaufgaben, die ein Mensch im Laufe seines Lebens zu bewältigen hat, ist vor allem die Phase der Jugend eine Periode, die diezialisation eines Menschen maßgeblich beeinflusst.

1.1 Thematik und Fragestellung

Während der Adoleszenz durchläuft ein junger Mensch entscheidende Entwicklungsphasen, die sich prägend auf sein weiteres Leben auswirken. Die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen, kulturellen und materiellen Umwelt, vollzieht sich bei einem Heranwachsenden nahezu in allen Bereichen des täglichen Lebens. Parson nennt als die entscheidendenzialisationsinstanzen während der Jugend diehule, die Familie und die sogenannte Peer-Group. (vgl. Parson 2008, 90)

Die enorme Tragweite dieser Instanzen ist im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht vollständig erfassbar. Dennoch ist es nicht möglich, dass Zusammenspiel von Peer-Group, Familie undhule völlig außer Acht zu lassen. Deshalb beschränkt sich der

Autor auf dieizzierung dieses Zusammenwirkens. Im Fokus stehen aber vor allem die Bedeutung und die Wirkung von Peer-Groups in der Adoleszenz, in Bezug auf den Kompetenzerwerb von Jugendlichen. Dieses Themengebiet weist eine hohe Aktualität auf, da für den Jugendlichen der Umgang mit Peer-Groups heutzutage deutlich eher einsetzt als vor ein bis zwei Generationen.

Die zentrale Fragestellung der vorliegenden Arbeit bezieht sich auf die Rolle der Peer Groups imzialisationsprozess. In diesem Zusammenhang soll untersucht werden, ob die Peer-Group tatsächlich ein tragendes Moment imzialisationsprozess darstellt. Es soll zusätzlich ergründet werden, in welchem Verhältnis die drei wesentlichenzialisationsinstanzen zueinander stehen.

1.2hwerpunkte und Vorgehensweise

Im Folgenden werden die Wirkungsweise und der Einfluss von „peer-groups“ auf die diezialisation von Jugendlichen untersucht. Hierbei wird es, wie bereits angedeutet, nicht möglich sein die Peer-Group völlig isoliert zu betrachten, da sich vor allem Faktoren wie die Familie und das allgemeine soziale Umfeld, zwangsläufig auf die Entstehung und die Kultur von Jugendgruppen auswirken. Um einen fundierten theoretischen Zugang zur Thematik zu erhalten, sollen die Begriffe der „Peer-Group“ undzialisation zunächst sorgfältig definiert werden, um auf dieser Grundlage, das Entstehen und die Funktionsweise von Jugendgruppen abzuleiten. Dabei wird erläutert wie Peer-Groups gekennzeichnet sind und in welchen Organisationsformen sie auftreten. Darüber hinaus soll auf dieruktur von Peer-Groups eingegangen werden. Darauf folgend wird die Peer-Group mit den zweizialisationsinstanzenhule und Familie in Kontext gebracht. Die Motivation zum Anschluss an „peer groups“, sowie der Einfluss von Altersgleichen auf die individuelle Identitätsbildung, sollen dabei allgemein skizziert werden.

Wie die Untersuchung zeigen wird, ist die wissenschaftliche Diskussion zur Bedeutung von Jungendgruppen für diezialisation durch Kontroversen gekennzeichnet. Deswegen soll anschließend die besondere Funktion der Peer-Group imzialisationsprozess thematisiert werden.wohl die identitätsbildende Eigenschaft der Gleichaltrigengruppe und die Möglichkeit Kompetenzen zu erwerben, die dem Jugendlichen woanders verwehrt bleiben, werden im Folgenden beschrieben und diskutiert.

Um das Verhältnis derzialisationsinstanzen zueinander zu ergründen, ist es nötig, das bereits angesprochene Mesosystem, bestehend aus den Mikrosystemenhule, Familie und Peer-Group zu erläutern, um den gesamtenzialisationsprozess des Jugendlichen zu erfassen. (vgl. Hurrelmann 2007,131)

Im letzten Kapitel soll, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse, vor allem der Einfluss von Peer-Groups auf das Freizeitverhalten behandelt werden. Dazu wird die Möglichkeit des Kompetenzerwerbs durch Peers im sozialen Übungsfeld thematisiert. Der Autor richtet seinen Fokus hier auf die Auswirkungen der hohen sozialen Autonomie der Jugendlichen im Freizeitsektor. Es soll erörtert werden, wie sich diese auf dielbstverwirklichung und die Kompetenzentwicklung der Jugendlichen auswirkt. Gleichzeitig sollen auch die negativen Einflüsse von Peers dargestellt werden.

2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik

Bevor auf die zu Eingang gestellten Fragen eingegangen wird, ist es zwingend notwendig die Begriffe Peer-Group undzialisation wissenschaftlich kenntlich und fassbar zu machen. Aus diesem Grunde soll an dieserelle die genaue Definition erfolgen und ebenfalls ein Überblick über die Herkunft der Begrifflichkeit gegeben werden.

Seit den 60er Jahren vollzog sich ein wesentlicher sozio-struktureller Wandel in der westlichen Gesellschaft. Die bis dahin dominierende Großfamilie wurde nach und nach von der kleinen Kernfamilie, welche in der Regel aus nur zwei Generationen besteht, und den Haushalten mit Alleinerziehenden abgelöst. (vgl. Caesar 2004,113) Gleichzeitig kam der Peer-Group eine immer stärkere sozialisatorische Rolle in der Adoleszenzphase zu. Die Gleichaltrigengruppe ersetzte einen Teil der ursprünglichenzialisationsinstanz Familie. Während die Jugendlichen vor und noch kurz nach dem Krieg, eng an die familiärenrukturen gebunden waren, entwickelte sich die Gleichaltrigengruppe ab den 60ern, neben der Familie, zu einem zentralen Moment im Leben der meisten jungen Menschen. Die nun folgenden Ausführungen sollen dieruktur der Peers beschreiben und Kennzeichen, sowie Organisationsformen der Peer-Groups beschreiben.

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640693306
ISBN (Buch)
9783640693115
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v156534
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,7
Schlagworte
Sozialisation Jugend Peer Group Jugendgruppe

Autor

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