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Kapitalanlage für Privatpersonen im Umfang von 50.000 - 100.000 EUR

Seminararbeit 2010 14 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhalt

1. Allgemein

2. Kapitalanlage Variante 1 Gemischtes Depot
2.1. Aufteilung des Depots
2.2. Auswahl der Bestandteile

3. Kapitalanlage Variante 2 Schwerpunkt Deutschland
3.1. Aufteilung des Depots
3.2. Auswahl der Bestandteile

4. Kapitalanlage Variante 3 mit exotischen Anleihen und Investmentfonds
4.1. Aufteilung des Depots
4.2. Auswahl der Bestandteile

5. Kapitalanlage nach Altersstruktur
5.1. Für 30-Jährige
5.1.1. Aufteilung des Depots
5.1.2. Bestandteile des Depots
5.2. Für 40-Jährige
5.2.1. Aufteilung des Depots
5.2.2. Bestandteile des Depots
5.3. Für 50-jährige
5.3.1. Aufteilung des Depots
5.3.2. Bestandteile des Depots

5. Literatur- und Quellenverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

7. Tabellenverzeichnis

1. Allgemein

Besonders vor dem Hintergrund des stetigen Abbaus von sozialen Leistungen und der zunehmenden Unsicherheit des Arbeitsplatzes gewinnt die Geld- bzw. Kapitalanlage an immer größerer Bedeutung. Ganz besonders deutlich zeigt sich dies vor dem Hintergrund der Entwicklung des Rentensystems.

Während für die heutige Rentnergeneration noch die bloße Einzahlung in die staatlichen Rentenkassen ausreichte, um im Alter ein Einkommen zurück zu erhal-ten, mit dem der Lebensunterhalt gesichert ist, reicht dies für die aktuelle Arbeit-nehmergeneration nicht mehr aus. Es wird zwar Geld in die Rentenkassen eingezahlt, es ist aber nicht sichergestellt, dass der Arbeitnehmer dann auch tatsächlich eine Rente erhält, die ihm die Erhaltung seines Lebensstandards gewährleistet. Schon alleine zur Altersvorsorge ist demnach die Geldanlage zwingend notwendig, um das entsprechende Auskommen im Alter zu gewährleisten.

Begünstigt wird diese Notwendigkeit der Geldanlage auch durch die aktuelle Entwicklung des Arbeits-marktes. Die Beschäftigungsverhältnisse werden kontinuier-lich immer kurzfristiger und unsicherer. Dies führt nicht selten dazu, dass Zeiträume zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen finanziell über-brückt werden müssen. Zwar ist dies für einen gewissen Zeitraum auch mit Transferleistungen möglich, allerdings bringt dies zahlreiche Verpflichtungen mit sich, z.B. die Pflicht, jede Stelle annehmen zu müssen, auch wenn nur ein kurzer Zeitraum überbrückt werden soll.

Tatsächlich ist es in nahezu jeder Situation ratsam durch eine kluge Geldanlage das vorhandene Kapital zu vermehren. Dies ist besonders für Personen wichtig, die nur wenig Kapital zur Anlage bereit-stellen können. Zwar wird dieses nie so viel Rendite erwirtschaften können wie eine entsprechend höhere Anlage, aber es ist immerhin sinnvoller als das Kapital nicht arbeiten zu lassen und keinerlei Rendite zu erzielen. Die Anleger haben heutzutage die Möglichkeit, aus einer breiten, völlig heterogenen Masse an angebotenen Finanzmarktprodukten zu wählen. Diese Wahl sollte stets nach verschiedenen Gesichtspunkten und Kriterien erfolgen, die sich jedoch immer an der persönlichen und finanziellen Situation des Anlegers richten sollten.

So könnte der Anleger etwa aufgrund seiner Vermögenssituation eher von steuer-optimierte Fonds profitieren, bei denen der wirtschaftliche Erfolg der Geldanlage letztlich ein wenig in den Hintergrund rückt, während für andere Anleger eine besonders hohe Rendite im Mittel-punkt steht. Wiederum andere Anleger könnten viel Wert auf ein höchstmögliches Maß an Sicherheit legen, besonders dann, wenn die Kapitalanlage zur Finanzierung der eigenen Altersrente gedacht ist. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Ziele möglicherweise untereinander ausschließen. Die Finanzwissenschaft spricht hier von dem so genannten magischen oder Gewinn-Tetraeder.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Gewinn-Tetraeder[1]

Diese Theorie besagt, dass eine hohe Rendite der Anlage notwendigerweise immer auf Kosten der Sicherheit geht, während etwa eine möglichst sichere Anlage weniger Rendite bringt und auch weniger Liquidität besitzt[2]. Hier muss der Anleger also eine wohlüberlegte Entscheidung treffen, die vor allem an den Zwecken der Anlage ausgerichtet sein sollte.[3]

In der Praxis werden die Anlagekategorien von Risikoklasse 1 (geringes Risiko) bis Risikoklasse 5 oder 6 (sehr hohes Risiko) eingeteilt.

Die nachfolgende Grafik zeigt, wie die Risiko- und Renditechance im Zusammen-hang stehen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Risikoklassen4 (Quelle: Investmentsparen.net)

Wie Sie der oben dargestellten Grafik entnehmen können, ist die Wahrnehmung einer höheren Renditechance immer auch mit einem größeren Risiko verbunden. Anders ausgedrückt wird ein Anleger, der Geld in riskante Wertpapierarten investiert, für dieses Risiko mit einer höheren Renditemöglichkeit belohnt. Je höher das Risiko ist, desto höher ist allerdings auch die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten und somit einem Verlust von Eigenkapital.

Den Zusammenhang zwischen Rendite und Verlustwahrscheinlichkeit veranschau-licht Ihnen das nachfolgende Diagramm:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Verlustwahrscheinlichkeit und Renditechancen[4]
(Quelle: Investmentsparen.net)

Wichtig für den Aufbau eines zum eigenen Risikoprofil passenden Portfolios ist die Kenntnis darüber, welche Formen der Geldanlage welcher Risikoklasse zugerechnet werden. Für die gängigsten Anlageformen finden Sie diese Einordnung nachfolgend:

- Risikoklasse 1 4

Geldmarktfonds Europa, Festgeld, Tagesgeld, Termingeld, Pfandbriefe, offene Immobilienfonds Deutschland und Europa

- Risikoklasse 2 4

Anleihen hoher Bonität Euro-Raum, Rentenfonds Europa, geldmarktnahe Fonds, offene Immobilienfonds EU-Ausland, Unternehmensanleihen hoher Bonität, Garantiezertifikate

- Risikoklasse 3 4

Anleihen mittlerer Bonität Euro-Raum, Währungsanleihen hoher Bonität, Mischfonds, Aktien (Standardwerte) und Aktienfonds EU, internationale Rentenfonds, Fremdwährungsanleihen Europa und USA, Genussscheine, Aktienfonds international, Zertifikate

- Risikoklasse 4 4

Währungsanleihen mittlerer Bonität, Aktien und Aktienfonds mit Nebenwerten Europa, Aktienfonds mit Standardwerten außerhalb Europa, Zertifikate

[...]


[1] http://www.uni-duesseldorf.de/home/Jahrbuch/2003/PDF/Hamel.pdf

[2] Hamel, W., Der Gewinn-Tetraeder . Das magische Viereck des Gewinns

[3] Srbg.de

[4] http://www.investmentsparen.net/risikoklassen.html

Details

Seiten
14
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640682744
ISBN (Buch)
9783640683048
Dateigröße
717 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v155535
Institution / Hochschule
Fachhochschule Wien – Münchener Marketing Akademie / MBA-Studiengang
Note
85%, B+
Schlagworte
Financial Markets Kapitalanlage Privatpersonen Aktien Fonds Depots Anleihe Gewinntetraeder Risikoklassen Optionen Optionsscheine Geldmarktfonds Währungsanleihen Rentenfonds Immobilienfonds Festgeld Rohstoffe Gold Bonität Mischfonds Staatsanleihe Gewinnausweis Gewinnverwendung Gewinnerzielung Gewinnkonzeption Optionsschein Futures

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