Lade Inhalt...

Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und Management

Referat (Ausarbeitung) 2010 23 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Kapitalbeteiligung
2.1 Abgrenzung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung

3 Motive der Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und Management
3.1 Unternehmensbezogene Ziele der Kapitalbeteiligung
3.2 Mitarbeiterbezogene Ziele der Kapitalbeteiligung

4 Formen der Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und Management
4.1 Beteiligungen am Eigenkapital
4.1.1 GmbH-Anteile
4.1.2 Belegschaftsaktien
4.1.3 Aktienoptionen
4.1.4 Virtuelle Aktienoptionen
4.2 Beteiligungen durch Fremdkapital
4.3 Mischform der Kapitalbeteiligungen (Mezzanine)
4.3.1 Stille Beteiligung
4.3.2 Genussrechte
4.3.3 Wandelanleihen

5 Kritische Würdigung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Zusammenfassende Übersicht allgemeiner Ziele der Kapitalbeteiligung

Abbildung 2 Formen der Kapitalbeteiligung

Abbildung 3 Vor- und Nachteile der Kapitalbeteiligung durch GmbH-Anteil

Abbildung 4 Vor- und Nachteile der Kapitalbeteiligung durch Belegschaftsaktien

Abbildung 5 Parameter zur Gestaltung von Aktienoptionsprogrammen

Abbildung 6 Modelle virtueller Aktienoptionen mit geringem und mittlerem Risiko

Abbildung 7 Vor- und Nachteile des Mitarbeiterdarlehens als Kapitalbeteiligungsmethode

Abbildung 8 Vor- und Nachteile der stillen Beteiligung als Kapitalbeteiligungsmethode

Abbildung 9 Vor- und Nachteile der Genussrechte als Kapitalbeteiligungsmethode

1 Einleitung

Die Weltwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert und befindet sich auch aktuell in einer Zeit nachhaltiger Veränderungen.

Fast täglich lassen die Medien die Endkonsumenten an der immer noch anhaltenden weltweiten Finanzkrise aufgrund des US-amerikanischen Suprime-Marktes und an Insolvenzen deutscher Traditionsunternehmen teilhaben. Parallel hierzu sehen sich die einzelnen Unternehmen mit völlig neuen Herausforderungen ökonomischer und gesellschaftlicher Natur konfrontiert.

Der Strukturwandel im Unternehmensbereich und das Entstehen eines dynamischeren und komplexeren Wettbewerbsumfeldes wird neben dem verändertem Nachfrageverhalten durch die Globalisierung, dem Zusammenwachsen der weltweiten Güter- und Finanzmärkte, sowie der Verkürzung der Technologiezyklen, und einem jederzeit zur Verfügung stehenden Informationsangebot, verstärkt. Diese Entwicklungen und die erhöhten Anforderungen führen zu einem Überdenken der bisherigen Unternehmensstrategie. Unternehmen sehen sich gefordert den Wandel zu erkennen und auf diesen zu reagieren bzw. im besten Falle diesen aktiv mitzugestalten. Das Unternehmen ist gefordert sich beständig flexibler, schneller, kreativer und wirtschaftlicher zu entwickeln, sich vom vorherrschenden Wettbewerbsumfeld zu distanzieren, um sich somit einen langfristigen Vorteil zu sichern.

Um diese strategische Unternehmensaufgabe zu bewältigen, bedarf es einer Einbindung und Nutzung sämtlicher, dem Unternehmen zur Verfügung stehender Ressourcen. Eine der wichtigsten Ressourcen stellt in diesem Zusammenhang das Humankapital – die eigenen Mitarbeiter und das Management – dar. Wie keine andere Ressource sind die einzelnen Mitarbeiter maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend, und sollen durch die Methodik der Beteiligung gehalten, gefördert und zeitgleich motiviert werden.

Hierbei gewinnt insbesondere die Kapitalbeteiligung als ein effektives Partizipationsinstrument verstärkt an Bedeutung.

Diese Ausarbeitung behandelt sowohl die wesentlichen Merkmale der Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und das Management, als auch die einzelnen Ausprägungsformen. Neben einer grundlegenden Begriffserklärung der Kapitalbeteiligung im zweiten Abschnitt, befasst sich der dritte Teil der Ausarbeitung mit den einzelnen Motiven und Zielen der Kapitalbeteiligung. Der vierte Abschnitt erläutert die verschiedenen Formen und Möglichkeiten einer Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und das Management. Der fünfte Abschnitt beendet die Ausarbeitung mit einem abschließenden Resümee.

2 Definition Kapitalbeteiligung

Unter der Begrifflichkeit Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter versteht man eine vertragliche, dauerhafte Beteiligung der Mitarbeiter am Kapital des arbeitgebenden Unternehmens. Die Beteiligung erfolgt auf der Grundlage einer freiwilligen Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern[1]. Infolgedessen wird bei dieser Form jeder Mitarbeiter zu einem Kapitalgeber für sein arbeitgebendes Unternehmen, ähnlich einem externen Kapitalgebers zum Beispiel einer Bank. Je nach Vertragsverhältnis sind mit der Kapitalbeteiligung auch noch weitere Rechte (Informations-, Kontroll- und Mitwirkungsrechte) der Mitarbeiter möglich. Der Begriff der Kapitalbeteiligung ist grundsätzlich vom Begriff der Erfolgsbeteiligung – unterteilt in Umsatz-, Gewinn- oder Leistungsbeteiligung - abzugrenzen.

2.1 Abgrenzung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung

Unter Mitarbeiterbeteiligung wird allgemein zunächst einmal „die Stärkung der innerbetrieblichen Zusammenarbeit durch ein partnerschaftliches Miteinander von Unternehmensleitung und Mitarbeitern infolge einer vertraglichen und dauerhaften Beteiligung von Mitarbeitern am Vermögen des arbeitgebenden Unternehmens“ verstanden[2]. Dabei werden grundsätzlich zwei Konzepte der Mitarbeiterbeteiligung unterschieden: Die immaterielle (ideelle) und die materielle (finanzielle) Mitarbeiterbeteiligung[3].

Unter der immateriellen (ideellen) Mitarbeiterbeteiligung wird die Mitwirkung oder Mitbestimmung von Mitarbeitern an Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen des Unternehmens verstanden. In der Praxis ist die immaterielle Mitarbeiterbeteiligung aufgrund freiwilliger Vereinbarungen ein Teil der Kapitalbeteiligung, da sich die vom Unternehmen verfolgten Ziele nur erfolgreich erreichen lassen, wenn das Unternehmen gleichzeitig einen intensiven Kommunikations- und Informationsfluss gegenüber seinen Mitarbeitern praktiziert[4]. Die materielle (finanzielle) Mitarbeiterbeteiligung kann wiederum in zwei verschiedene Arten unterteilt werden. Zum einen in die Gewinn- oder Erfolgsbeteiligung und zum anderen in die Kapitalbeteiligung[5], die auch als Mitarbeiterkapitalbeteiligung bezeichnet wird[6].Bei der Erfolgsbeteiligung erhalten die Mitarbeiter neben ihrem normalen Arbeitsentgelt eine hinausgehende Zahlung – in Form eines Bonus oder von Tantiemen[7].Diese Zahlung orientiert sich an der eigenen Leistung des Mitarbeiters, am erwirtschafteten Ertrag oder am Gewinn des Unternehmens[8].Bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung hingegen wird dem Unternehmen von den Mitarbeitern Kapital zur Verfügung gestellt, welches sich entsprechend der jeweiligen Ertragssituation eines Unternehmens vergrößert und auch bei bestimmten Ausgestaltungen und Verlusten des Geschäftsbetriebs zu Verlusten im Rahmen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung führen kann. Durch eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung entsteht ein über das arbeitsrechtliche Verhältnis herausgehendes gesellschaftliches oder schuldrechtliches Verhältnis zwischen dem Unternehmen und dem Mitarbeiter[9]. Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung ist oft die letzte Stufe im Prozess des Beteiligens der Mitarbeiter am Unternehmen und sollte u.a. per neuem Mitarbeiterkapitalbeteiligungsgesetz vom 01.04.2009 allen Mitarbeitern offen stehen (Grundsatz der Gleichbehandlung)[10]. Zunächst wird häufig begonnen, die Mitarbeiter immateriell zu beteiligen. Schließlich kommt es irgendwann zu einer Erfolgsbeteiligung um danach eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung zu implementieren und somit die Mitarbeiter echt am Unternehmen und dessen Kapital zu beteiligen[11]. Generell stellt sich aber auch in Ausnahmefällen eine Kombination beider Beteiligungsformen dar, indem die Mittel aus der Erfolgsbeteiligung genutzt werden, um diese in Form einer Kapitalbeteiligung dem arbeitgebenden Unternehmen wieder zuzuführen und zu verzinsen. Eine separate Auszahlung der Erfolgsbeteiligung findet erstmals nicht statt. Obgleich welcher Form der materiellen Beteiligung, so kann in beiden Fällen – sei es in Form von zyklischen Auszahlungen oder als Kapitalsicherheit für die Rente - ein monetärer Vorteil für den Mitarbeiter erkannt werden[12].

[...]


[1] Vgl. www.ihk-nordwestfalen.de

[2] Vgl. Krüger, Mitarbeiterbeteiligung, S. 41.

[3] Vgl. Krüger, Mitarbeiterbeteiligung, S. 41

[4] Vgl. Krüger, Mitarbeiterbeteiligung, S. 41.

[5] Vgl. Krüger, Mitarbeiterbeteiligung, S. 41.

[6] Vgl. Werner/ Kobabe, Unternehmensfinanzierung, S. 72.

[7] Vgl. Olfert, Finanzierung, S.359 f.

[8] Vgl. Sattler, Mitarbeiterkapitalbeteiligung, S. 63 f.

[9] Vgl. Krüger, Mitarbeiterbeteiligung, S. 41.

[10] Vgl. Meyer, Mitarbeiterbeteiligung in KMU, S. 33.

[11] Vgl. Sattler, Mitarbeiterkapitalbeteiligung, S. 64.

[12] Vgl. Olfert, Finanzierung, S.359 f.

Details

Seiten
23
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640682324
ISBN (Buch)
9783640682928
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v155439
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen – Corporate Finance
Note
2,5
Schlagworte
Genussrechte GmbH-Anteile Belegschaftsaktien virtuelle Aktienoptionen Mezzanine Wandelanleihen stock options

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter und Management