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Unternehmensbewertung nach TerminalValue und Bedeutung des Restwertes

Studienarbeit 2010 13 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswerts im Überblick
2.1 Bruttoverfahren
2.1.1 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz (WACC-Ansatz)
2.1.2 Total Cashflow-Ansatz (TCF-Ansatz)
2.1.3 Adjusted Present Value-Ansatz (APV-Ansatz)
2.2 Nettoverfahren

3. Der Terminal Value im Discounted Cashflow-Verfahren
3.1 Vorbemerkung
3.2 Phasenbildung im Discounted Cashflows-Verfahren
3.3 Die Bedeutung und Parameter des Terminal Values
3.4 Die Ermittlung des Terminal Values
3.4.1 Ausstiegswert (Exit Value)
3.4.2 Fortführungswert (Perpetuity Value)

4. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Bewertung von Unternehmen ist seit Jahrzehnten in Betriebswirtschaftlehre und Bewertungspraxis ein Dauerthema. Einigkeit zwischen Theorie und Praxis herrscht, dass der Wert des Unternehmens die auf den Bewertungsstichtag diskontierten künftigen finanziellen Überschüssen des Unternehmens sind. Unter den zukunftsorientierten Bewertungsverfahren hat sich das Discounted Cashflow-Verfahren als Standardmethode durchgesetzt. Geht man von einer unbegrenzten Lebensdauer des Unternehmens aus, so sind diese finanziellen Überschüsse für einen unendlichen Zeitraum zu planen. Da diese unendliche Prognose der künftigen Cashflows praktisch unmöglich bzw. nicht mehr zuverlässig ist, teilt man diese zukünftigen finanziellen Überschüsse regelmäßig in zwei Zeiträume ein. Im ersten (begrenzten) Zeitraum - sogenannter Detailplanungszeitraum - erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows. Die Überschüsse der sich anschließenden Phase 2 (Restwertzeitraum) werden hingegen zur Vereinfachung in dem sogenannten Restwert berücksichtigt, dieser wird auf Basis von Pauschalannahmen geschätzt. Da der Terminal Value (Restwert) regelmäßig fast mehr als 70% am Unternehmenswert beträgt, nimmt dieser eine große Bedeutung in der Unternehmensbewertung ein.

2. Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswerts im Überblick

Innerhalb der Verfahren für Unternehmensbewertungen lassen sich drei Verfahrensgruppen von einander abgrenzen, die sich im Bezug auf die ihnen zugrunde liegende Bewertungskonzeption unterscheiden:

Gesamtbewertungsverfahren, Einzelbewertungsverfahren und Mischverfahren.[1]

Grundsätzlich gilt bei dieser Unterscheidung, dass Einzel- und Gesamtbewertungsverfahren in der Regel zu stark voneinander abweichenden Unternehmenswerten führen, da den Verfahren vollkommen andere Konzepte zugrunde liegen. Welches Verfahren im Einzelnen für die Bewertung eines Unternehmens zu verwenden ist, hängt vom jeweiligen Zweck der Bewertung ab.[2] In folgender Arbeit werden die Discounted Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren) erläutert, hierauf wird im folgenden Kapitel noch näher eingegangen. Ein Überblick über die verschiedenen Verfahren zur Bewertung von Unternehmen verschafft folgende Abbildung.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verfahren zur Bewertung von Unternehmen und die Varianten des DCF-Verfahrens; BV = Bruttoverfahren; NV = Nettoverfahren.

Die DCF-Verfahren sind für die Ermittlung des Terminal Value[4] von besonderer Bedeutung und sollen nun vorgestellt werden.

2.1 Bruttoverfahren

Bei den Bruttoverfahren (Entity-Ansätze) wird der Eigenkapitalwert in zwei Schritten ermit-

telt. Im ersten Schritt wird zunächst der Marktwert des Gesamtkapitals des zu bewertenden Unternehmens bestimmt. Um auf den Wert des Eigenkapitals zu gelang wird nun in einem zweiten Schritt der Wert des Fremdkapitals vom Gesamtwert subtrahiert.[5] Mit dem Ansatz der gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital- bzw. WACC-Ansatz), der Total Cashflow-Ansatz (TCF-Ansatz) und der Adj usted Present Value-Ansatz (APV-Ansatz) existieren drei Varianten der Bruttoverfahren, die sich in der Berücksichtigung des Tax Shield[6] unterscheiden.

[...]


[1] Vgl. Mandl/Rabel (1997), S. 29.

[2] Vgl. Mandl/Rabel (1997), S. 49.

[3] Vgl. Kreyer (2009), S. 18, 24.

[4] Der Terminal Value wird in dieser, wie auch in anderer Literatur, oft auch als Restwert oder Endwert bezeichnet.

[5] Vgl. Pape (2004), S. 96 ff.

[6] Der Tax Shield bezeichnet Steuervorteile, die sich aus der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen bei der ertragssteuerlichen Bemessungsgrundlage ergeben.

Details

Seiten
13
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640676996
ISBN (Buch)
9783640676934
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v154713
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,7
Schlagworte
Unternehmensbewertung TerminalValue Bedeutung Restwertes

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Titel: Unternehmensbewertung nach TerminalValue und Bedeutung des Restwertes