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Ufos: Erscheinungen, Besuche, Entführungen - ein Kurzvortrag

Referat (Ausarbeitung) 1999 13 Seiten

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Geschichtlicher Hintergrund

2. Klassifizierung der UFO - Sichtungen

3. UFO - Sichtungen und der Mangel an Beweisen
3.1 Zeugen
3.2 Radar
3.3 Foto- und Videoaufnahmen

4. Um was könnte es sich bei UFOs handeln?

5. Entführung durch Außerirdische
5.1 Das Problem der Hypnose

6. Warum UFOs und Außerirdische?

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einführung

Seit langer Zeit beschäftigen sich Wissenschaftliche und private Gruppen mit dem sogenannten „UFO - Phänomen“, die zum Teil bis heute existieren. Auf jährlich stattfindenden UFO - Kongressen werden neueste Erkenntnisse und „Beweise“ veröffentlicht. Tausende von Zeugen wollen fliegende Untertassen gesichtet, ja sogar fotografiert und gefilmt haben. Einige der Zeugen behaupten von Außerirdischen entführt worden zu sein.

Doch was steckt hinter Behauptungen dieser Art? Gibt es tatsächlich Beweise, die jeden Zweifel über die Existenz der UFOs ausräumen? Und wenn nicht, worum könnte es sich dann bei den Tausenden von Sichtungen handeln?

Sicher ist, daß es das UFO-Phänomen seit den 40er Jahren in den USA besteht und auch in Deutschland seit den 80er Jahren großes öffentliches Interesse findet. Wenn sich alle diese Menschen irren mit ihren Geschichten über fliegende Untertassen und Entführungen, dann bleibt die Frage, was sie dazu führt an solche Geschichten zu glauben, bzw. diese zu erfinden.

1. Geschichtlicher Hintergrund

Der Begriff „Fliegende Untertasse“ wurde 1947 geprägt. Damals gab der Verkehrspilot Kenneth Arnold an, er habe Objekte gesehen, die:„ ... so flogen, wie wenn jemand eine Untertasse nimmt und sie übers Wasser wirft.“[1] Allerdings wurde Arnolds Aussage in den Zeitungen falsch zitiert, denn danach hatte er angeblich gesagt, daß die Objekte nicht flögen, wie Untertassen, sondern so aussähen. Ausgesehen haben die Objekte damals, laut Arnold, eher wie Backbleche, weswegen man heute konsequenterweise von „Fliegenden Backblechen“ reden müßte. Der Begriff wurde jedoch übernommen und dieses historisch falsche Zitat führte dazu, daß noch heute bei ähnlichen Sichtungen von fliegenden Untertassen gesprochen wird.

Die UFO - Sichtungen selbst werden seit der Zeit des zweiten Weltkrieges dokumentiert. Während des Krieges beobachteten die Piloten Objekte, die sich passiv verhielten und deshalb zunächst für Spionageflieger des Feindes gehalten wurden. Den Piloten waren die Objekte wegen ihres Strahlens als sogenannte „Foo Fighters“ bekannt, wobei sich „Foo“ vom französischen Wort „feu“ also „Feuer“ ableitete.

Der Begriff „Unbekanntes Fliegendes Objekt“, bzw. „unidentified flying objekt“ (= UFO) im englischen, wurde Mitte der 50er Jahre vom amerikanischen Militär eingeführt, wobei damit zunächst jedes Objekt bezeichnet wurde, das auf einem Radarbildschirm auftauchte. Es behielt solange den Status unbekannt, bis es identifiziert war. Somit hatte die Bezeichnung Unbekanntes Fliegendes Objekt ursprünglich nichts mit Raumschiffen oder Intelligenzen außerirdischem Ursprungs zu tun, wurde aber dennoch für deren Bezeichnung übernommen.

2. Klassifizierung der UFO - Sichtungen

Der Astronom Professor Dr. J. Allan Hynek, der während der 50er und 60er Jahre als Berater des Projektes „Blue Book“, das 1947 vom Militär zur Erforschung des UFO - Phänomens in Auftrag gegeben wurde und 1969 wegen mangelnder Ergebnisse eingestellt wurde, angestellt war, erstellte ein Klassifikationssystem, mit dessen Hilfe alle UFO - Nahbegegnungen[2] eingeordnet werden konnten.

Hynek teilte die UFO - Nahbegegnungen ein in: CE1 (Close Encounters of the First Kind). Dies entspricht einer UFO - Nahbegegnung der ersten Art, bei der ein UFO gesichtet wird; CE2 (Close Encounters of the Second Kind) entspricht einer UFO - Nahbegegnung der zweiten Art, bei der das UFO Spuren in seiner Umgebung hinterläßt. Solche Spuren treten angeblich in Form von Verbrennungen des Bodens, radioaktiver Strahlung, chemischen Reaktionen und elektrostatischen bzw. elektromagnetischen Effekten an Fahrzeugen und Elektrogeräten auf und CE3 (Close Encounters of the Third Kind). Von einer UFO - Nahbegegnung der dritten Art spricht man, wenn Zeugen angeblich die Insassen des UFOs beobachten konnten.

Dieses Klassifikationssystem wurde von Dr. Jacques Vallée, ebenfalls Astronom und zeitweilig Mitarbeiter Hyneks, um zwei Punkte erweitert. Er fügte CE4 (Close Encounters of the Fourth Kind): Die UFO - Nahbegegnung der vierten Art, bei der der Zeuge angeblich von den UFO - Insassen entführt wird und CE5 (Close Encounters of the Fifth Kind): Eine UFO - Nahbegegnung der fünften Art, bei der der Zeuge angeblich bleibend verletzt oder sogar getötet wird, an.

3. UFO - Sichtungen und der Mangel an Beweisen

3.1 Zeugen

Viele Zeugen, die angeblich UFOs gesichtet haben bzw. mit diesen Kontakt hatten, tragen angebliche Folgeschäden davon. Diese hätten sich in Form von Übelkeit, Verbrennungen der Haut, Gewichtsverlust, Allergien und Ausschlag gezeigt. Bis heute sind jedoch keine eindeutigen Beweise erbracht worden, daß es sich bei diesen Fällen wirklich um Folgeerscheinungen einer Begegnung mit UFOs handelt.

Von Seiten der UFO - Gläubigen wird oftmals angeführt, daß viele der Zeugen, die UFOs gesichtet haben, selbst Piloten oder sogar Wissenschaftler seien. Dies soll darauf verweisen, daß diese Zeugen aufgrund ihres fachlichen Wissens und ihrer eher kritischen Haltung seriös und deshalb auch glaubwürdig erscheinen. Man kann jedoch dagegen einwenden, daß jeder Mensch, egal welchen Beruf er ausübt oder über welchen Wissensstand er verfügt, Täuschungen unterliegen kann. Außerdem ist es de facto so, daß Erinnerungen schon nach kurzer Zeit verfremden und verzerrt werden. Es ist deshalb für den Wahrheitswert irrelevant wer etwas über angebliche UFO -Sichtungen berichtet.

3.2 Radar

Als ein Argument für die Existenz der UFOs gilt deren extrem hohe Fluggeschwindigkeit, die kein uns bekanntes Flugobjekt erreichen kann. Außerdem vollführen die angeblich beobachteten Objekte rapide Richtungs- und Geschwindigkeitsänderungen, deren Beschleunigungen kein menschliches Wesen überleben würde. Doch gerade die beschriebenen Richtungswechsel gehen oft auf optische Täuschungen zurück, wie z.B. das Zittern der Hände, wenn das Objekt mit dem Fernglas beobachtet wurde. Dazu kommt, daß die einzige einigermaßen zuverlässige Quelle für Geschwindigkeiten der gesichteten Objekte der Radar darstellt, da mit bloßem Auge niemals eine genaue Schätzung der Geschwindigkeit möglich ist. Doch auch bei den Radarmessungen kann man sich nicht darauf verlassen, daß die erhaltenen Angaben richtig sind, denn Radargeräte arbeiten -auch durch falsche Bedienung - manchmal fehlerhaft. So kann es passieren, daß sie Objekte oder auch Geschwindigkeiten anzeigen, die mit der Realität nicht übereinstimmen.

Oft wird von Radarerfassungen berichtet, bei denen das Objekt gleichzeitig auch von Zeugen beobachtet werden konnte. Eine mögliche Erklärung hierfür wäre, daß Radargeräte Sternschnuppen, Polarlichter, Vogelschwärme oder auch ionisierte Wolken erfassen können, die gleichzeitig durchaus für Ufomeldungen sorgen können.

Ein anderes Phänomen, das zu Radarmessungen angeblicher UFOs führen kann, ist das Phänomen sogenannter Temperaturinversionen[3], die zu Reflexionen der Radarsignale führen können. Dabei können die Radarsignale nicht nur weit über den normalen Empfangsbereich des Radars hinausreflektiert werden, sondern auch sogenannte „Engelechos“ hervorbringen. Hierbei werden Objekte angezeigt, obwohl sich am betreffenden Ort eigentlich nichts befindet.

3.3 Foto- und Videoaufnahmen

Es existieren mittlerweile wahrscheinlich hunderte Fotos und etliche Videoaufnahmen von gesichteten UFOs. Die meisten dieser Aufnahmen sind schwarzweiß. Nur wenige wurden mit Farbfilmen aufgenommen. Es ist natürlich leichter auf einer Schwarzweißaufnahme angebliche UFOs auszumachen, als auf einer Farbaufnahme, denn im schwarzweiß verwischen die Kontraste und Schatten wirken manchmal plastisch. So scheint es bezeichnend, daß die meisten Aufnahmen dazu noch verwackelt oder unscharf sind. Aus diesen Gründen lassen sich Schwarzweißaufnahmen natürlich auch leichter fälschen. Tatsächlich werden in der Regel Schwarzweißaufnahmen von UFOs vorgelegt.

Viele dieser angeblichen Beweise konnten als Fälschungen entlarvt werden. So entpuppen sich die meisten UFO-Fotos als Doppelbelichtungen, bei denen zunächst kleine Modelle fotografiert und diese dann in den Himmel projiziert wurden oder aber (klassisch) als in die Luft geworfene Topfdeckel oder Frisbee-Scheiben, die dann aus günstigen Winkeln fotografiert wurden. Manchmal sind es aber auch nächtlich fotografierte Taschenlampen oder Feuerwerkskörper, die hier als UFOs

[...]


[1] Carl Sagan: Der Drache in meiner Garage oder Die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven. München: Droemer/Knaur 1997, S. 98.

[2] Bei einer Ufo - Nahbegegnung handelt es sich um eine Ufo - Sichtung, bei der das beobachtete Objekt nicht mehr als 150 Meter entfernt war.

[3] Bei einer Temperaturinversion befindet sich im Gegensatz zum Normalfall, bei dem die Temperatur der Luft in der Atmosphäre von unter nach oben abnimmt, wärmere Luft über kälterer Luft. An der Grenz-schicht beider Luftmassen kann es zu Reflektionen der Radarwellen kommen.

Details

Seiten
13
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638205719
ISBN (Buch)
9783656245254
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v15468
Institution / Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig – Seminar für Philosophie
Note
1
Schlagworte
Ufos Erscheinungen Besuche Entführungen Kurzvortrag Pseudowissenschaften Alien

Autor

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