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Lehrpraxis Fußball

Verbesserung der technischen Fertigkeiten im offensiven Zweikampf mit Hilfe von Finten beim Dribbling

Unterrichtsentwurf 2010 47 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportarten: Theorie und Praxis

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erhebung der Institutionellen Voraussetzungen
2.1 Räumliche Bedingungen
2.2 Materielle Voraussetzungen
2.3 Organisatorische Gegebenheiten

3. Planung der Makrostruktur
3.1 Festlegung der Grobziele
3.2 Beschreibung der Sachstrukturen/ Sachanalyse
3.2.1 Passtechniken
3.2.1.1 Innenseitstoß
3.2.1.2 Innenspannstoß
3.2.2 Ballkontrolle
3.2.2.1 Ballan- und -mitnahme mit der Innenseite
3.2.2.2 Ballan- und -mitnahme mit der Außenseite
3.2.2.1 Ballan- und -mitnahme mit der Sohle
3.2.3 Dribbling Technikgrundlagen
3.2.3.1 Ballhaltendes Dribbling
3.2.3.2 Tempodribbling
3.2.3.3 Dribbling mit Finten
3.2.3 Finten
3.2.3.1 Körperfinte
3.2.3.2 Blickfinte
3.2.3.3 Übersteiger
3.3 Lernstrukturdiagramm
3.4 Spezielle Vorraussetzungen der Teilnehmer
3.5 Entwurf der Lehreinheiten
3.5.1 Lehreinheit I
3.5.1.1 Festlegung der Feinziele
3.5.1.2 Methoden
3.5.1.3 Medien
3.5.1.4 Organisation
3.5.2 Lehreinheit II
3.5.2.1 Festlegung der Feinziele
3.5.2.2 Methoden
3.5.2.3 Medien
3.5.2.4 Organisation
3.5.3 Gliederung der Lehreinheiten
3.6 Abschnittsplan

4. Planung der Mikrostruktur
4.1 Mikrostruktur der vierten Unterrichtseinheit
4.1.1 Lernziele
4.1.2 Methodik
4.1.3 Medien
4.1.4 Organisationsformen
4.1.5 Benötigte Geräte und Materialien
4.2 Beschreibung einzelner Stundeninhalte
4.2.1 Begrüßung und Organisatorisches
4.2.2 Allgemeine Erwärmung
4.2.3 Lehrgespräch zur Finte
4.2.4 Übung der Körperfinte
4.2.5 Übung zur Blickfinte
4.2.6 Übung zur Finte mit Torschuss
4.2.7 Abschlussspiel
4.2.8 Cool Down
4.2.9 Nachbesprechung
4.3 Unterrichtsablauf

5. Unterrichtsauswertung

6. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Treffflächen der verschiedenen Stoßarten

Abb. 2: Bildreihe Innenseitstoß

Abb. 3: Innenspannstoß

Abb. 4: Ballan- und -mitnahme mit der Innenseite (aus Bisanz & Gerisch, S.174)

Abb. 5: Ballan- und -mitnahme mit der Außenseite (aus Bisanz & Gerisch, S.175)...10 Abb. 6: Ballannahme mit der Sohle (aus Bisanz & Gerisch, S.176)

Abb. 7: Körperfinte

Abb. 8: Blickfinte

Abb. 9: Den Ball "wegkappen"

Abb. 10: Übersteiger

Abb. 11: Lernstrukturdiagramm

Abb. 12: Übung Finte mit Torschuss Die Abbildungen 7 bis 10 stammen von der Internetseite http://www.dfb.de/fileadmin/ ballzauber/bz_archiv2007.php .

Tabellenverzeichnis

Tab.1: Spezielle Voraussetzungen der Teilnehmer

Tab. 2: Gliederung der Lehreinheiten

Tab. 3: Abschnittsplan

Tab. 4: Unterrichtsablauf

1. Einleitung

Fußball zählt zu einer der beliebtesten Sportarten der Welt mit einer langen Geschichte. Denn Wissenschaftler konnten die ersten Ursprünge diesen Sports bereits im 3. Jahrhundert vor Christus nachweisen. In China wurde in der Militärausbildung ein Ballspiel gespielt, bei dem es galt ein mit Federn gefüllte Lederkugel in ein etwa 40 cm großes Netz zu befördern. Das Spiel erreichte um 600 nach Christus seinen Höhepunkt. Die ersten Regeln wurden aufgestellt und der Ball mit Luft gefüllt. Ein ähnliches Spiel tauchte im 8. Jahrhundert in Japan auf, bei dem versucht wurde den Ball mit geschickten Füßen in der Luft zu halten. Genauso wie bei den Griechen und Römern in der Antike. Im Mittelalter wurde Italien die Hochburg des Ballsports, wo man auf Kirchplätze mit zwei Zelten als Tore die Spiele austrug. Jede Mannschaft bestand zur damaligen Zeit aus 27 Spielern. Wobei der Tormann den Ball mit Hand festhalten durfte. Ebenso wurde ein Schiedsrichter eingesetzt.

Auf ihren Eroberungszügen brachten die Römer das Spiel auch auf die britische Insel, welche als Geburtsstätte des heutigen Fußballs gilt. Hier wurde 1863 in London der erste Fußball Verband der Welt, die englische „Football Association“ gegründet. Anfangs mussten die Spieler Mützen und Hosen tragen, die bis über die Knie gingen.

Der Deutsche Fußball Bund wurde 1890 gegründet. Die erste offizielle Fußballmeisterschaft im Deutschen Reich gewann der VfB Leipzig im Endspiel gegen den DFC Prag mit 7:2. Bis heute ist dieser Sport nicht nur in Europa, sondern vor allem auch in Süda]merika sehr beliebt. Die Weltmeisterschaften im Fußball begeistern jedes Mal Million von Menschen weltweit, so auch zuletzt 2006 in Deutschland als sich 197 Länder für die Qualifikationsrunden anmeldeten. Auch unter Frauen wird der Spot immer populärer, woran die Damen Nationalmannschaft mit ihren Erfolgen nicht gerade unbeteiligt ist.

So gibt es auch an unserer Universität eine Frauenfußball Mannschaft, die wöchentlich trainiert. Allerdings beschränkt sich das Training zumeist nur auf das Spielen, da es an einem Trainer fehlt. Somit möchte ich mit dieser Lehrpraxe die Möglichkeit nutzen um einige technische Elemente in das Training einfließen zu lassen, die im Spiel Verwendung finden. Während des Spielens fällt immer wieder auf, dass die meisten Spielerinnen das direkte Spiel mit dem Gegner meiden. Dies liegt wohl daran, dass ihnen gerade in so einer Spielsituation Handlungsmöglichkeiten fehlen und der Ball zu früh abgegeben wird, was zu einem Ballverlust führen kann, da ein Anspielpartner noch nicht zur Stelle ist. Gerade diese 1:1 Situation sind im Spiel unvermeidbar, deshalb wird das Augenmerk dieser Ausarbeitung auf das Verhalten im Zweikampf gerichtet sein.

2. Erhebung der Institutionellen Voraussetzunge

Unter den institutionellen Voraussetzungen werden nach Heymen und Leue (2003) unterrichtsentscheidende Gegebenheiten verstanden. Welche bei der Planung der Lehreinheiten berücksichtigt werden müssen, da sie die Festlegung der Lernziele, Organisationsform und Methodenwahl beeinflussen. Im folgenden wird auf die räumlichen, materiellen und organisatorischen Gegebenheiten eingegangen (vgl. Heymen & Leue, 2003, S.4f).

2.1 Räumliche Bedingungen

Die Universität der Bundeswehr München ist mit zwei Fußballplätzen und drei Turnhallen die sich zum Fußballspielen eigenen ausgestattet sind.

Der Fußballplatz entspricht den Anforderungen des DFB. Er hat eine Länge von 105 m und eine Breite von etwa 65 m. Auf dem Feld befinden sind zwei festinstallierte Großfeldtore, nach DFB Standard mit Maßen von 7,32 m Länge und 2,44 m Höhe. Neben den festen Toren stehen vier Kleinfeldtore und zwei Minitore zur Verfügung. Die nächsten Umkleidemöglichkeiten befinden sich unmittelbar am Sportplatz, im Labor der Sportwissenschaftler oder auch an der Schwimmhalle. In beiden Gebäude befinden sich neben Umkleiden auch Duschen und Toiletten, sowie ein Erste-Hilfe- Kasten und ein Festnetztelefon für Notfälle. Zusätzlich ist während der Dienstzeit auf dem Gelände der Universität ein Sanitätszentrum der Bundeswehr in nächster Nähe. Da der Großteil der Studenten auf dem Universitätsgelände untergebracht ist, liegt die Anlage 5-10 min von den Unterkünften entfernt und ist problemlos für die Teilnehmer erreichbar. Allerdings ist zur Zeit der Durchführung der Lehreinheiten mit schlechter Witterung zu rechnen, hierfür stehen die drei Hallen der Universität zur Verfügung. Von denen zwei mit Fußball Kleinfeldtoren und Handballtoren ausgestattet sind. In der dritten Halle stehen lediglich Handballtore zur Verfügung. In allen Hallen stehen ebenfalls Umkleiden, Duschen, Toiletten, Erste-Hilfe-Kasten und Notruftelefon bereit.

2.2 Materielle Bedingungen

Im Sportzentrum und Sportinstitut stehen je 10 Fußbälle zur Verfügung. Beim Hallenwart können eine Ballpumpe, sowie zwei Sätze Laibchen empfangen werden.

Neben dem stehen auch Hütchen und Pylonen zur Spielfeldmarkierung zur Verfügung. Das vorhandene Material ist in einem guten Zustand.

2.3 Organisatorischen Bedingungen

Durch die momentane Doppelauslastung der Universität sind vor allem Trainingszeiten in den Hallen recht knapp. Deshalb ist es wichtig sich rechtzeitig um Hallenzeiten zu kümmern. Die Trainingsgruppe wird aus 6-8 Studentinnen aus der Damenfußball Mannschaft der Universität bestehen, somit wird das Training in den späten Nachmittagstunden nach Vorlesungsende stattfinden. Eine körperliche Belastung ist im Laufe des Tages gewöhnlich noch nicht erfolgt. Der Damen Fußballmannschaft sind wöchentlich folgende Trainingszeiten zugewiesen: Donnerstag 18:00 – 20:00 Uhr und Freitag 16:00 – 18:00 Uhr. Alle Teilnehmer sind über einen eingerichteten Email- Verteiler erreichbar, somit können auch kurzfristige Änderungen schnell weitergegeben werden und erleichtern den Organisationsaufwand.

Zu bemerken ist, dass die Lehreinheiten zum Teil in das Fußballtraining integriert werden, um ein freies Training weiterhin zu gewährleisten. Mit dem Team wurde sich darauf geeinigt maximal 60 min auf das Techniktraining zu beschränken, um im Anschluss daran das freie Spielen zu gewährleisten.

3. Planung der Makrostruktur

Zunächst erfolgt eine Festlegung der Grobziele um die Lehreinheiten vorausschauend und ökonomisch planen zu können und um nach Erkenntnis der speziellen Voraussetzungen der Teilnehmer Feinziele ableiten zu können (vgl. Heymenn & Leue, 2003, S.3).

3.1 Festlegung der Grobziele

Die Festlegung der Grobziele orientiert sich dabei z.B. an einer Zielsetzung eines Lehr- oder Trainingsplanes, den institutionellen Voraussetzungen (gerade wenn das Training durch nicht ausreichend Material eingegrenzt wird) und den allgemeinen Voraussetzungen der Teilnehmer.

Die Schwerpunkte dieser Ausarbeitung sind auf die Interessen und Schwächen der Frauen des Uni-Fußballteams ausgerichtet. Alle Mitglieder sind an einer Verbesserung des Zweikampfverhaltens mit dem Ball interessiert. Grundkenntnisse über die diversen Schusstechniken liegen bei allen Teilnehmern vor. Sie spielen seit mindestens einem halben Jahr regelmäßig Fußball.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse über die Trainingsgruppe wurden folgende Trainingsziele festgelegt:

1. Die Teilnehmer verbessern ihre technischen Fertigkeiten in der Ballkontrolle, in dem sie die Ballannahme, -mitnahme und -führung wiederholen.
2. Die Teilnehmer verbessern ihr Dribbling mit Hilfe von Finten.
3. Die Teilnehmer verbessern ihr Verhalten im Zweikampf durch 1:1 Situationen mit Torabschluss.

3.2 Beschreibung der Sachstrukturen

In der Sach- und Zielanalyse werden die relevanten Bewegungsabläufe vom Unterrichtenden für jedes Grobziel einzeln rekapituliert. Dies hat den Hintergrund, dass dem Lehrer durch die Bewegungsvorstellung bereits Schwierigkeiten für den Lernprozess bewusst werden, um Fehler in der Planung der Lehreinheiten zu vermeiden.

Die folgenden Technikbeschreibungen stammen aus dem Buch „Fußball – Training, Technik, Taktik“ von G. Bisanz und G.Gerisch (1994, siehe Literaturverzeichnis).

3.2.1 Passtechniken

Der Pass ist, neben dem Dribbling und dem Schuss, die wohl am häufigsten angewendete Technik beim Fußball. Ein frühzeitiges Erlernen und ständiges Wiederholen sind in jedem Spielniveau unabdingbar. Für die Unterrichtseinheiten werden folgende Passtechniken eine Rolle spielen:

3.2.1.1 Innenseitstoss

Der Innenseitstoss ist sowohl die einfachste Technik als auch diejenige, welche im Spiel am häufigsten genutzt wird. Sie kann als Pass genauso wie zum Torabschluss verwendet werden.

Beim Innenseitstoss wird der Ball mit der großen Trefffläche des Fußes, der Innenseite, gestoßen. Diese Stoßart ist besonders für genaue Pässe über kurze Entfernungen und für präzise Torschüsse aus naher Distanz geeignet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Treffflächen der verschiedenen Stoßarten

Bewegungsbeschreibung:

Standbein

– Aus dem Anlauf wird das Standbein bei leichter Beugung im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk etwa fußbreit neben dem Ball aufgesetzt;

– die Fußspitze zeigt etwa in Stoßrichtung;
– mit der Einleitungsphase des Stoßes wird das Körpergewicht durch einen kurzen Schritt vom Spielbein auf das Standbein verlagert.

Spielbein

– Das Spielbein wird bei leicht gebeugtem Kniegelenk im Hüftgelenk nach außen gedreht;
– der Fuß ist im Gelenk bei etwas angehobener Fußspitze fixiert, die Ferse zeigt nach unten;
– die Stoßfläche bildet die Innenfläche des Fußes;
– der Schwung des Spielbeins wird mit dem Treffen des Balls nicht abgebrochen, sondern nach vorn durchgeführt.

Oberkörper-und Armhaltungen

– Bei flachem Schuss (Pass) wird der Oberkörper leicht über den Ball geneigt und das Knie des Schussbeins über den Ball „geschoben“.
– Soll der Ball eine hohe Flugbahn erhalten, wird das Standbein bei gleich bleibendem seitlichen Abstand etwas hinter dem Ball ausgesetzt und der Oberkörper leicht zurück geneigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Bildreihe Innenseitsstoß

3.2.1.2 Innenspannstoß

Spannstöße werden im Zusammenhang über weite Entfernung, als Flanke vom Flügel, als scharfer Torschuss insbesondere aus weiter Entfernung angewendet. Pässe können sowohl flach als auch als Flugbälle geschlagen werden. Auch in Kombination über kurze Entfernungen werden Spannstöße u.a. als Mittel des verdeckten Abspiels angewendet.

Spannstöße werden im Zusammenhang über weite Entfernung, als Flanke vom Flügel, als scharfer Torschuss insbesondere aus weiter Entfernung angewendet. Pässe können sowohl flach als auch als Flugbälle geschlagen werden. Auch in Kombination über kurze Entfernungen werden Spannstöße u.a. als Mittel des verdeckten Abspiels angewendet.

Bewegungsbeschreibung:

Standbein

Der Anlauf erfolgt schräg zur Stoßrichtung (die Anlaufrichtung weicht um einen Winkel von etwa 30-40 Grad von der Stoßrichtung des Balls ab).

– Das Standbein wird etwa zwei bis drei fußbreit vom Ball entfernt (etwas seitlich hinter dem Ball) schräg zur Stoßrichtung aufgesetzt;
– die Beugung im Kniegelenk ist stärker als beim Vollspannstoß;
– mit der Einleitung des Stoßes wird das Körpergewicht auf das Stanbein verlagert.

Spielbein

– Das Spielbein wird im Hüft- und Fußgelenk etwas nach außen gedreht und im Kniegelenk gebeugt;
– der Fuß ist gestreckt und im Gelenk fixiert;
– Trefffläche ist die Innenseite des Spanns.
– Um den Spannstoß „weich zu ziehen“, wird der Fuß mehr unter den Ball geführt (im Ausschwingen kreuzt das Spielbein das Standbein).

Oberkörper- und Armhaltung

– Der Oberkörper wird je nach angestrebter Flughöhe mehr oder minder über das Standbein geneigt;
– der dem Spielbein gegenüberliegende Arm führt in der Regel eine leichte ausgleichende Bewegung (nach vorn) zum Körper hin durch.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Innenspannstoß

3.2.2. Ballkontrolle

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Ballkontrolle, je nach Höhe und Tempo des ankommenden Balls und den Aktionen der Gegenspieler. Die Spieler müssen einen zugespielten Ball so unter Kontrolle bringen, dass der Gegner nicht in Ballbesitz kommen und der Spielfluss beibehalten werden kann.

Je nach Geschwindigkeit und Flughöhe des herannahenden Balls unter Berücksichtigung der jeweiligen Spielsituation kommen verschiedene Techniken der Ballan- und Ballmitnahme zum Einsatz. Flach zugespielte Bälle werden in der Regel mit der Innenseite oder dem Außenspann mitgenommen. Hoch einfallende Bälle werden je nach Flugkurve in der Luft mit dem Spann, mit dem Oberschenkel oder der Brust angenommen oder im Moment des Auftreffens auf den Boden mit der Innenseite oder Außenseite des Fußes nach vorn oder zur Seite mitgenommen. Wobei in dieser Ausarbeitung speziell die Techniken der Ballan- und -mitnahme mit der Innen- und Außenseite von flach anrollenden und halbhohen Bällen im Vordergrund stehen. Zudem stimmen das Bewegungsprinzip und Bewegungsabfolge bei den verschiedenen Techniken der Ballan- und -mitnahme im wesentlichen überein. Innenseite, Spann, Sohle, Oberschenkel oder Brust werden dem heranfliegenden Ball entgegen geführt, um im Moment des Auftreffens nachzugeben und den Schwung des Balls weich abzufangen. Der gesamte Körper ist auf eine „elastische“ Aktionsbereitschaft eingestellt.

3.2.2.1 Ballan- und -mitnahme mit der Innenseite

Mit der Innenseite können flache und hoch einfallende Bälle an- und mitgenommen werden. Bei flach anrollenden Bällen wir der Fuß des Spielbeins dem Ball etwas entgegengeführt und im Moment des Auftreffens weich zurückgenommen. Der Ball kann dabei angehalten, nach vorne oder mit einer Wendung zur Seite mitgenommen werden.

Bälle können auch in der Luft mit der Innenseite angenommen werden. Dazu wird das Spielbein im Hüftgelenk ausgewinkelt und die Innenseite des Fußes dem Ball entgegen geführt. Im Moment des Auftreffens des Balls wird das Spielbein zurück geführt, so dass der Ball spielbereit nach unten fällt (siehe Abb. 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4 Ballan- und -mitnahme mit der Innenseite (aus Bisanz & Gerisch, S.174)

3.2.2.2 Ballan- und -mitnahme mit der Außenseite

Mit der Außenseite werden rollende und einfallende Bälle an- und mitgenommen. In Verbindung mit einer vorausgehenden Schritt- oder Körperfinte ist diese Technik geeignet, sich mit der An- und Mitnahme des Balls von eng deckenden Gegenspielern zu lösen. Dabei wird das An- und Mitnehmen nach innen angetäuscht, der Ball dann aber mit der Außenseite des Fußes seitlich mitgenommen (siehe Abb. 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5 Ballan- und -mitnahme mit der Außenseite (aus Bisanz & Gerisch, S.174)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6 Ballannahme mit der Sohle (aus Bisanz & Gerisch, S.175)

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Details

Seiten
47
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640744077
ISBN (Buch)
9783640744299
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v154530
Institution / Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg – Institut für Sportwissenschaften und Sport
Note
1,3
Schlagworte
Lehrpraxis Fußball Verbesserung Fertigkeiten Zweikampf Hilfe Finten Dribbling

Autor

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Titel: Lehrpraxis Fußball