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Instrumente und Tools im Change Management

Eine Darstellung der Vor- und Nachteile einiger Beispiele

Hausarbeit 2009 15 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Change Management
2.1 Begriffserklarung
2.2 Phasen der Veranderung
2.3 Widerstande

3 Instrumente fur Change Prozesse
3.1 Change Management = Change Management Instrumente
3.2 Kraftefeld-Analyse
3.3 Des Schneiders neue Kleider

4 Resumee

Abbildung 1: 3-Phasen-Modell nach Lewin

Abbildung 2: Widerstande gegen Wandel

Abbildung 3: Kraftfeld-Analyse

1 Einleitung

„Panta Rhei“ (Alles fließt) erkannte bereits Heraklit, ein Philosoph der um 500 v. Chr. lebte. Seine Lehre besagt, dass Wandel und Veranderung ein konstanter Bestandteil der Weltordnung sind.

Dieses alte Sprichwort gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Das Tempo von Veranderungen und Wandel, beruflich, im privaten Leben, gesellschaftlich und global, wird zunehmend beschleunigt. Unternehmen - egal ob im Profit- oder Non-Profit Bereich - mussen sich, um weiterhin auf dem Markt zu bestehen, den neuen Bedingungen anpassen. Absatzmarkte sind dynamischer, Produktlebenszyklen kurzer, neue Technologien und Markte werden erschlossen und das Verhalten der Menschen andert sich. Das alles verlangt Veranderung und Anpassung der Unternehmensstrategien, denn was heute noch eine Problemlosung bietet reicht fur die Herausforderungen von morgen nicht aus.[1]

Externe Faktoren durch Veranderung der Umwelt z.B. durch die Globalisierung, verlangen kostengunstigere Produktionen und innovative Produkte und steigern gleichzeitig den Konkurrenzdruck sowie die Anspruche der Kunden. Auch interne Faktoren, wie Fusionen, Kultur, soziale und ethische Anspruche, zwingen die Unternehmen zum standigen Wandel. Ein Management des Stillstands ist somit nicht mehr moglich, denn wer sich nicht schnell genug anpasst wird auf dem Weltmarkt schnell verdrangt. Management von Veranderungen, Change Management, „ist kein Selbstzweck, sondern die Antwort auf einen fundamentalen Veranderungsbedarf im Unternehmen“.[2] Es gibt dabei unterschiedliche Instrumentarien und Werkzeuge um die praktische Umsetzung von Veranderungsprozessen zu starken und erfolgreich zu managen.

In meiner folgenden Ausarbeitung mochte ich zunachst auf den Begriff des Change Management eingehen sowie einige wichtige Aspekte dazu. Im Hauptteil der Arbeit beschreibe ich zwei Instrumente aus dem umfangreichen Werkzeugkasten der Change-Tools genauer und beurteile diese.

2 Change Management

2.1 Begriffserklarung

Der Begriff Change Management kommt ursprunglich aus dem Angelsachsischen und wird im Deutschen oft mit „Veranderungsmanagement“ oder „Transformationsmanagement“ ubersetzt. Change Management hat seinen Ursprung bereits in den 50er-Jahren. Damals herrschten großtenteils klassische Organisationsstrukturen. Arbeitnehmer wurden uberwiegend als anspruchslos und leicht ersetzbar angesehen und haben ihre zugeordneten Aufgaben und die Organisation als gegeben hingenommen. Die Einheit von Herrschafts- und Arbeitslegitimation der Vorgesetzten wurde akzeptiert. Erst in den 70ern wurden die Mitarbeiter durch Events, Teamentwicklung und Teamtrainings starker mit einbezogen. Diese zunehmend mitarbeiterorientierte Entwicklung der Arbeitswelt wurde in den 80ern als „Organisationsentwicklung“ bezeichnet. Bis in die 90er- Jahre gab es noch eine Trennung von mitarbeiterzentrierten Ansatzen und strategiegeleiteten Veranderungen. In den letzten zehn Jahren hat der Begriff Change Management den Begriff der Organisationsentwicklung großtenteils verdrangt, da sich zunehmend eine ganzheitliche Betrachtung und Steuerung von Veranderungen auskristallisiert hat[3]. Selbst heute ist eine einheitliche Begriffsdefinition auf Grund der zahlreihen Veroffentlichungen zu diesem Thema nicht gegeben. Je nach Verfasser und Arbeitsfeld wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Begriffe wie „Wandel“ und „Anderung“ beschreiben im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang eine Bewegung von einem Ausgangs- zu einem Zielzustand in Unternehmen. Ein wichtiger Aspekt des Change Management ist das aktive Vorantreiben des Wandels. Durch gezieltes Handeln und Strategien wird auf das Ziel hingesteuert und entsprechende Aktivitaten werden darauf ausgerichtet und gestaltet.[4] Dabei zielt Change Management auf mittel- bis langfristige Veranderungen ab. Veranderungsprozesse werden nicht nur auf Unternehmensbasis sondern auch auf personlicher Basis geplant, initiiert, realisiert und stabilisiert. Eine ganzheitliche Ausrichtung ist dabei besonders wichtig und somit sind alle Beteiligten und Betroffenen in die Planung mit einzubeziehen.[5] Change Management ist also die „Strategie des geplanten und systematischen Wandels, der durch die Beeinflussung der Organisationsstruktur, Unternehmenskultur und individuellem Verhalten zustande kommt, und zwar unter grofitmoglicher Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer. Die gewahlte ganzheitliche Perspektive berUcksichtigt die Wechselwirkung zwischen Individuen, Gruppen, Organisationen, Technologie, Umwelt, Zeit sowie die Kommunikationsmuster, Wertestrukturen, Machtkonstellationen etc., die in der jeweiligen Organisation real existieren. “[6]

2.2 Phasen der Veranderung

In der Literatur findet man verschiedene Einteilungsmoglichkeiten der Phasen in Veranderungsprozessen. Ich habe fur die Phaseneinteilung das 3-Phasen-Modell nach Kurt Lewin ausgewahlt, da es fur die Bewertung meiner ausgewahlten Instrumente am geeignetsten ist und sich auf Veranderungen in Gruppen bezieht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: 3-Phasen-Modell nach Lewin (Quelle: http://www.4managers.de/fileadmin/4managers/folien/Organisationsentwicklung.pdf )

[...]


[1] Vgl. Steigle, C.Eggers, B.; Ahlers, F.: Change Management, Wandlungsprozesse erfolgreich planen und umsetzen. Bd. 30. Munchen: Rainer Hampp Verlag, 2008, S. 1

[2] Capgemni Consultig: Change Management - Studie 2008. URL http://www.de.capgemini.com/m7de/tl/Change_Management-Studie_2008.pdf Stand: 26.05.2009, S. 14

[3] Vgl. Kraus, G.; Becker-Kolle, C.; Fischer T.: Handbuch Change Management. 2. Aufl. Berlin: Cornelsen Verlag, 2006, S. 14-15

[4] Vgl. Steinle et al., a.a.O., S. 9-10

[5] Vgl. Kosta, C.; Monch, A.: Change Management. 7. Methoden fUr die Gestaltung von Change Prozessen. 3. Aufl. Munchen: Hanser Verlag, 2002, S. 7-8

[6] Gabler (Hrsg.): Gablers Wirtschaftslexikon. 14. Aufl. Wiesbaden: Gabler Verlag, 1997, S. 2897

Details

Seiten
15
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640672318
ISBN (Buch)
9783640672547
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v154444
Institution / Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,3
Schlagworte
change management veränderungsmanagement change-tools

Autor

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