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Inwiefern veränderten sich die Stellung der Familie und die Familienformen in der Gesellschaft aus historischer Sicht?

Bedeutung der Familie aus der Historie

Essay 2010 8 Seiten

Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter

Leseprobe

1. Einleitung

Im Rahmen dieses Essays soll geklärt werden, inwiefern sich die Stellung der Familie innerhalb der Gesellschaft aus historischer Sicht veränderte. An Hand dieser Fragestellung soll aus wissenschaftlicher Sicht dargelegt werden, welche Gründe es gibt, dass sich demzufolge die Bedeutung der Familie veränderte. Dazu ist es zunächst entscheidend die Familie aus historischer Sicht zu erklären und daher die historische Bedeutung einer Familie zu erklären. Nach der historischen Sichtweise wird im Rahmen dieses Essays auf die neuere Bedeutung der Familie in der Gesellschaft eingegangen. Dabei ist es auch notwendig auf die Funktionen der Familie aus damaliger und neuerer Sicht einzugehen und diese im Vergleich zu diskutieren.

Letztlich erfolgt ein abschließendes Fazit, wobei nochmals die Fragestellung reflektiert und erklärt wird, inwieweit sich diese Fragestellung an Hand der Literaturrecherche beantworten ließ.

Dazu nutzte ich Literatur, Zeitschriften und aktuelle Internetlinks, welche für die Beantwortung der Fragestellung hilfreich war.

Als allgemeines Lexikon für Definition nutzte ich den Brockhaus. Dieser bietet zwar nur einen allgemeinen oberflächlichen Überblick, ist aber ausreichend für allgemeine Definitionen. Weitere Quellen und Literatur sind im Literatur- und Quellenverzeichnis zu finden.

2. Die Bedeutung der Familie aus historischer Sicht

Die Bedeutung der Familie hat sich im Laufe der Zeit wesentlich verändert. Allerdings gibt es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen einer mittelalterlichen und einer neueren pluralistischen Familie. Dazu möchte ich als erstes Eva Hermann zitieren.

“Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben….“[1]

Kaum eine andere Aussage beschäftigte die deutschen Medien 2007 mehr als diese Worte von Eva Herrmann. Vielleicht ist diese Aussage übertrieben, vielleicht auch nicht. Jedenfalls gibt es, wie bereits beschrieben, auch Gemeinsamkeiten einer mittelalterlichen und einer neueren Familie.

Schaut man zunächst nur auf den Begriff der Familie, so wird diese wie folgt definiert. Familie "i.d.R. das Elternpaar mit unselbstständigen Kindern als Einheit des Haushalts. Rechtlich gibt es keinen feststehenden Begriff der Familie, meist versteht man darunter die Ehegatten mit ihren Kindern. Verfassungsrechtlich ist sie durch Art.6 GG geschützt."[2] Als weitgreifende Familiendefinition umfasst die Familie auch "nah verwandte Gattungen"[3] Entscheidend ist, dass die Eltern unselbstständige Kinder haben, welche nicht in der Lage sind alleine für sich zu wirtschaften. Dies ist die Familie im engeren Sinne, im weiterem Sinne zählen zur Familie auch nahe Verwandte (Tante, Onkel, Großeltern usw..). Das Wort der Familie stammt ursprünglich aus dem lateinischen "familia", was übersetzt Hausgemeinschaft bedeutet. Das Wort der Hausgemeinschaft ist richtig, aber viel zu unkorrekt für einen neueren Familiengriff, da eine Hausgemeinschaft auch keine Familie sein muss.
Aus biologischer Sichtweise nimmt die Familie die Aufgabe der Reproduktion (Hauptfunktion) dar. Außerdem lassen sich noch weitere Funktion der Familie ableiten, welche aus älterer und neuerer Sicht identisch sind. Zunächst hat die Familie die Aufgabe der Sozialisationsfunktion, also der Erziehungsfunktion. Die Familie ist daher der zentrale Ort für ein Neugeborenes, wo der Säugling und später das Kind sozialisiert wird und soziale Kompetenzen erlernt, um später in der Gesellschaft zu bestehen.[4] Außerdem erlernt das Kind Werte für die Integration in die Gesellschaft. Eine weitere Funktion, die die Familie wahrnimmt, ist die wirtschaftliche Funktion, da die Familie materiellen Schutz und Fürsorge für das Kind bereitstellt. Die Familie "ernährt und kleidet" das Kind. Eine letzte Funktion der Familie ist, die der politischen Platzierung in der jeweiligen Gesellschaft. In Oberschichten findet man oftmals diese Funktion, allerdings ist diese Funktion nicht mehr aktuell.

[...]


[1] O.A. (2007) http://www.eva-herman.de/mediendarstellung/medien_darstellung_2.html (Zugriff am 16.06.2010).

[2] Brockhaus, S.318.

[3] Ebenda.

[4] O.A. O.O .:wwwu.uni-klu.ac.at/gossimit/phorum/download.../final09.doc (Zugriff am 16.06.2010).

Details

Seiten
8
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640661695
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v153604
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Schlagworte
Familienform Familienformen Bedeutung Familie Stellung Bedeutung Familie Stellung Familie

Autor

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Titel: Inwiefern veränderten sich die Stellung der Familie und die Familienformen in der Gesellschaft aus historischer Sicht?